Veranstaltungsarchiv VATMH
Juni 2026
Kunst für das Land
Halle (Saale)
Info
Nach dem erfolgreichen Plakatprojekt in Berlin startet Kunst für das Land seine erste Ausgabe in Halle (Saale). In den kommenden Monaten folgen weitere Stationen in Bitterfeld-Wolfen, Cottbus und Frankfurt (Oder) – unter anderem in Kooperation mit dem OSTEN Festival und dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst.
Kunst für das Land möchte ein Zeichen für den Wert von Kunst und Kultur in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche setzen und zeitgenössische Kunst für ein breites Publikum zugänglich machen. Werbeflächen und alltägliche Stadträume werden dabei temporär zu Orten kultureller Begegnung und künstlerischer Auseinandersetzung. So entstehen Interventionen, die den öffentlichen Raum neu erfahrbar machen. Die Werke greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf und eröffnen zugleich neue Bezüge zwischen Halle und Los Angeles.
Kunst für das Land in Halle (Saale) ist ein Projekt des Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House in Kooperation mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.
Über die Kunstwerke
Marc Fromm befragt mit The Treadmill - How often does history repeat itself! die zyklische Natur der Geschichte als „wiederkehrende Ereignisse in neuem Gewand“. Die Installation am Gebäude der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt verweist auf die Kreisläufe historischer Kontinuitäten und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen.
・Standort: Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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In ihrer Arbeit Attack of the 5 foot 3 Woman verarbeitet Fern Liberty Kallenbach Campbell diverse Eindrücke ihres Aufenthalts in Los Angeles. Inmitten von Pazifiknebel und flirrender Hitze, zwischen der Ruhe der Villa Aurora und dem unaufhörlichen Klang der Stadt, entsteht ein vielschichtiges Spannungsfeld aus Natur, Urbanität, Stille, Lärm und Licht.・Standort: Opernhaus/Universitätsring
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Fern Liberty Kallenbach Campbells Attack of the 5 foot 3 Woman begrüßt und verabschiedet die Reisenden am Hauptbahnhof Halle. An ihrem Webstuhl setzte die Künstlerin im gleichzeitigen Prozess aus Weben und malerischem Auftragen ein Motiv ihrer Eindrücke aus Los Angeles zusammen. Am Hauptbahnhof erscheint das Motiv in einer eigenständigen Setzung. Am Opernhaus begegnet die Arbeit erneut – diesmal als umfassende Bildkomposition. ・ Standort Hauptbahnhof Halle (Saale), Gleis 7
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Mit Bronson Cave, Griffith Park, L.A. 2025/26 untersucht Christine Matzke die Genese der Namensgebung Hollywoods. Im Zentrum ihrer künstlerischen Recherche steht die Stechpalme, die als zentrales Motiv in ihren Zeichnungen erscheint. Die Arbeit schlägt zugleich eine Brücke zum Botanischen Garten in Halle (Saale), wo Matzke zur Stechpalme und ihren botanischen Zusammenhängen geforscht hat.・Standort: Breitestraße/Geiststraße
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Mit GREAT AGAIN richtet sich Klaus Pockrandt an die Gegenwart und setzt als Plakatkünstler einen aktuellen künstlerischen Kommentar zu tiefgreifenden politischen Veränderungen der Gegenwart an eine Hausfassade am Robert-Franz-Ring. Die Arbeit fragt: Wie bewahren wir die Hoffnung?
・Standort: Robert-Franz-Ring 20
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Zusätzlich zur Hausfassade am Robert-Franz-Ring präsentiert Klaus Pockrandt mit Fotografien aus der Serie Light my fire eine abstrakte fotografische Auseinandersetzung mit der Stadt Los Angeles und verknüpft sie mit dem urbanen Raum von Halle (Saale). Die künstlerische Arbeit geht der Frage nach, wie städtische Dynamiken über den Atlantik hinweg ineinandergreifen.・Standort: Universitätsring
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Partner
Der Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. wird gefördert vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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Mit ...
Alice Hasters ist Journalistin, Bestsellerautorin und Podcasterin. Sie arbeitet zu Themen wie Identität, Rassismus und Feminismus und veröffentlichte 2019 "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten" sowie 2024 "Identitätskrise".
Christian Wulff war der 10. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er engagiert sich für Integration, den interreligiösen Dialog und eine lebendige Demokratie.
Feridun Zaimoglu ist Schriftsteller und bildender Künstler türkischer Herkunft und gilt seit seinem Debüt "Kanak Sprak" als bedeutende Stimme der deutschen Migrationsliteratur.
Raúl Krauthausen ist Inklusionsaktivist, Gründer des Vereins Sozialheld*innen und setzt sich seit über zwanzig Jahren für Barrierefreiheit und Inklusion ein.
Arne Friedrich ist ehemaliger Fußballer, der u. a. 76 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt. 2015 gründete er die *Arne-Friedrich-Stiftung* mit dem Ziel, "Kindern wirksam zu helfen, ihr Leben zu verbessern."
Annett Gröschner ist Schriftstellerin, Journalistin und Performerin. Ihr Werk umfasst Romane, Lyrik, Reportagen und Dokumentarliteratur, in der sie sich oft mit der Stadt Berlin und ihrer Geschichte auseinandersetzt.
Nicola Leibinger-Kammüller ist eine deutsch-amerikanische Managerin und die aktuelle Vorstandsvorsitzende des Maschinenbauunternehmens Trumpf GmbH + Co. KG, das sie seit 2005 leitet.
Düzen Tekkal ist Autorin, Fernsehjournalistin und Filmemacherin jesidisch-kurdischer Herkunft, die durch ihre Arbeiten zu Menschenrechten und Integration sowie ihre Dokumentarfilme bekannt wurde.
Jutta Allmendinger ist Soziologin und war von 2007 bis 2024 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, mit Forschungsschwerpunkten u. a. in Bildung und Arbeitsmarkt.
Susan Neiman ist eine US-amerikanische Philosophin, Essayistin und Kulturkritikerin. Sie ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam und beschäftigt sich mit Moralphilosophie, Aufklärung und dem Verhältnis von Universalismus zu Identitätspolitik.
Michel Friedman ist ein deutsch-französischer Publizist, Jurist und Philosoph, ehemaliger Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und bekannter Moderator mehrerer politischer Talksendungen.
Charlotte Knobloch ist seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Von 2005 bis 2013 war sie Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses (WJC).
Navid Kermani ist Schriftsteller, Reporter, Publizist und Orientalist sowie Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, der sich in Literatur und Essays mit Grenzerfahrungen, Religion und Kultur auseinandersetzt.