Veranstaltungsarchiv VATMH

November 2024

Freitag, 06.09.2024

Metakosmia

Schwartzsche Villa (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin)

Info

Nina Fischer & Maroan el Sani präsentieren in der Schwartzschen Villa ihre neueste Medieninstallation "Metakosmia". Die Ausstellung, kuratiert von Christine Nippe, wirft einen eindringlichen Blick auf eine Zukunft, in der Extremwetterereignisse die Erde unbewohnbar gemacht haben und das Überleben nur noch in künstlichen Habitaten möglich ist.

Im Mittelpunkt steht die Biosphäre 2, ein gigantisches Glashaus in der Wüste Arizonas. Einst als Experiment für extraterrestrisches Leben konzipiert, dient sie heute als Forschungseinrichtung, um die Auswirkungen des Klimawandels zu untersuchen. Fischer & el Sani begleiten die Resilienzforschung und hinterfragen die Rolle der Biosphäre 2 als mögliches Modell für das Überleben auf einer vom Klimawandel gezeichneten Erde.

Künstlerische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Konzepten

Die Ausstellung kontextualisiert die Biosphäre 2 mit Konzepten wie Lynn Margulis' Symbiogenese, Steward Brands "Whole Earth Catalog" und Bruno Latours "Terrestrisches Manifest". Eine 2-Kanal-Video-Installation entwirft eine fiktive Erzählung aus einer Zukunft, in der das Leben nur noch unter Glaskuppeln möglich ist. Die Sonifikation eines Trockenexperiments im Regenwaldbiom der Biosphäre 2 lässt die Natur selbst nach Klimagerechtigkeit verlangen.

Über die Künstler:innen

Nina Fischer (*1965 in Emden) und Maroan el Sani (*1966 in Duisburg) arbeiten seit 1995 als Künstlerduo in Berlin. Sie wurden mit renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Rome Prize der Deutschen Akademie Villa Massimo, Stipendien der Villa Aurora in Los Angeles und des DAAD in Tokio. Ihre Werke wurden international ausgestellt, u.a. auf der Sharjah Biennale, Manifesta 13, Istanbul Biennale, Sydney Biennale, Gwangju Biennale sowie in bedeutenden Museen weltweit

Förderung & Unterstützung

Gefördert aus dem Fonds für die Kommunalen Galerien und FABIK. Das Werk „Metakosmia“ wurde unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.

Sonntag, 03.11.2024

James Baldwin: Der Zeuge

Renaissance-Theater Berlin (Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin)

Info

Am 5. November 2024 wird ein neuer US-Präsident gewählt. Natürlich ist es eine fiktive Frage, was James Baldwin (1924–1987) zu der Auswahl Kamala Harris und Donald Trump gesagt hätte, doch das macht sie nicht weniger interessant. Baldwin, der mit  «Giovannis Room» und «The Fire Next Time» berühmt wurde und es auf die Coverseite des «Time Magazine» schaffte, war schwarz und schwul, die Gesellschaft, in der er lebte, rassistisch und schwulenfeindlich. Und heute? In Zeiten von Black Lives Matter und der genderfeindlichen Agenda der Republikaner, bleibt sein Werk (leider) weit über den literarischen Kanon hinaus aktuell. Am 2. August 2024 wäre der große Autor, den manche einen Propheten nannten, 100 Jahre alt geworden.

Der Autor und Journalist René Aguigah (Thomas Mann Fellow 2023) hat ein so informatives wie elegant geschriebenes Porträt über den Werdegang des großen amerikanischen Intellektuellen vorgelegt, von der Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen in Harlem bis zur Flucht vor dem alltäglichen Rassismus nach Paris und seinen rasanten Aufstieg als Autor und gefragter Redner. Bei der Matinee im Bruckner-Foyer des Renaissance Theaters soll es heute vor allem um seinen Blick auf die Vereinigten Staaten, seine Freundschaft mit Martin Luther King und Malcolm X und sein politisches Engagement gehen. René Aguigah unterhält sich darüber mit der Journalistin Alice Hasters (Thomas Mann Fellow 2023).

René Aguigah »James Baldwin: Der Zeuge«, C.H. Beck 2024

Tickets

14 € / erm. 7 €
RT Campus Ticket: 5 €

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin.