Veranstaltungsarchiv VATMH
September 2024
Metakosmia
Schwartzsche Villa (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin)

Info
Nina Fischer & Maroan el Sani präsentieren in der Schwartzschen Villa ihre neueste Medieninstallation "Metakosmia". Die Ausstellung, kuratiert von Christine Nippe, wirft einen eindringlichen Blick auf eine Zukunft, in der Extremwetterereignisse die Erde unbewohnbar gemacht haben und das Überleben nur noch in künstlichen Habitaten möglich ist.
Im Mittelpunkt steht die Biosphäre 2, ein gigantisches Glashaus in der Wüste Arizonas. Einst als Experiment für extraterrestrisches Leben konzipiert, dient sie heute als Forschungseinrichtung, um die Auswirkungen des Klimawandels zu untersuchen. Fischer & el Sani begleiten die Resilienzforschung und hinterfragen die Rolle der Biosphäre 2 als mögliches Modell für das Überleben auf einer vom Klimawandel gezeichneten Erde.
Künstlerische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Konzepten
Die Ausstellung kontextualisiert die Biosphäre 2 mit Konzepten wie Lynn Margulis' Symbiogenese, Steward Brands "Whole Earth Catalog" und Bruno Latours "Terrestrisches Manifest". Eine 2-Kanal-Video-Installation entwirft eine fiktive Erzählung aus einer Zukunft, in der das Leben nur noch unter Glaskuppeln möglich ist. Die Sonifikation eines Trockenexperiments im Regenwaldbiom der Biosphäre 2 lässt die Natur selbst nach Klimagerechtigkeit verlangen.
Über die Künstler:innen
Nina Fischer (*1965 in Emden) und Maroan el Sani (*1966 in Duisburg) arbeiten seit 1995 als Künstlerduo in Berlin. Sie wurden mit renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Rome Prize der Deutschen Akademie Villa Massimo, Stipendien der Villa Aurora in Los Angeles und des DAAD in Tokio. Ihre Werke wurden international ausgestellt, u.a. auf der Sharjah Biennale, Manifesta 13, Istanbul Biennale, Sydney Biennale, Gwangju Biennale sowie in bedeutenden Museen weltweit
Förderung & Unterstützung
Gefördert aus dem Fonds für die Kommunalen Galerien und FABIK. Das Werk „Metakosmia“ wurde unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.
Demokratie neu denken
Hertie School of Governance (Friedrichstraße 180, 10117 Berlin)

Info
Wie können Demokratien mit Megatrends wie Digitalisierung und Klimawandel umgehen? Wie muss sich politisches Handeln ändern, um Menschen für die Demokratie zu begeistern? Zur Vorstellung Ihres neuen Buchs "Demokratie neu denken" (Campus Verlag) diskutiert Andrea Römmele, Vizepräsidentin der Hertie School und Professorin für Kommunikation in Politik und Zivilgesellschaft, gemeinsam mit Mario Voigt, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Thüringen. Moderiert wird das Gespräch von Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Hertie Stiftung.
2024 ist das Superwahljahr. Zwischen Brüssel, Neu-Delhi und Washington D.C. ist mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aufgerufen, neue Parlamente und Regierungsvertreter zu wählen. Dazu kommen zahlreiche Entscheidungen auf Regional- und Lokalebene. Der Blick auf die bisherigen Wahlen hat gezeigt: Nicht nur Parteien und Personen prägen den Wahlkampf. Die Diskussionen drehen sich vielerorts auch um die Zukunft der Demokratie an sich und ihre vielfältigen Herausforderungen:
Wie können Demokratien mit Megatrends wie Digitalisierung und Klimawandel umgehen?
Wie lassen sich aktuelle Herausforderungen der Demokratie in Chancen verwandeln?
Wie muss sich politisches Handeln ändern, um Menschen für die Demokratie zu begeistern?
Zu diesen Themen hat Andrea Römmele, Vizepräsidentin der Hertie School und Professorin für Kommunikation in Politik und Zivilgesellschaft ein Buch verfasst: „Demokratie neu denken“. Darin beschreibt sie die Megatrends, die unser Leben erfasst haben und entwirft Szenarien, die zeigen, wie Demokratie unter großem Druck lebendig bleiben kann – oder wie sie scheitert. „Angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen brauchen wir in Deutschland eine Politik, die Probleme nicht verwaltet, sondern visionär nach vorne denkt“, so Andrea Römmele. „Ein Umdenken ist entscheidend: weg von der Maximierung des Privaten, hin zu einem Denken für das Kollektiv; weg von Zukunftsangst zu Zukunftsmut.“
Zur Buchvorstellung an der Hertie School diskutiert Andrea Römmele gemeinsam mit Mario Voigt, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Thüringen, moderiert von Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Hertie Stiftung. Mit Grußworten von Cornelia Woll, Präsidentin der Hertie School und Jakob Scherer, Geschäftsführer der Villa Aurora & Thomas Mann House.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich hier an, um an der Veranstaltung teilzunehmen.
Info: Diese Veranstaltung wird mit Fotos, Audio und Video aufgezeichnet.
Veranstaltungsort
Henrik Enderlein Forum, Hertie School
Friedrichstraße 180
10117 Berlin