Klaus Pockrandt: Fotografien aus der Serie "Light my fire"

Über das Plakat

In Los Angeles erforschte Klaus Pockrandt mit der Kamera die Stadt und suchte nach den Fragmenten ihrer Identität. Seine Arbeit folgte Menschen, Begegnungen, dem Urbanen und der Lichtmalerei. Die Erkundung ortstypischer Farben führte zur fotografischen Abstraktion: Reduzierend auf Licht und Farbe begann Klaus Pockrandt dynamische Bilder mit der Spiegelreflexkamera "zu zeichnen". Spontanität, Intensität und Bewegung standen im Zentrum. So erzeugte Pockrandt eine atmosphärische Bildsprache ohne Software und digitale Bearbeitung.

Für Kunst für das Land verortet Klaus Pockrandt die künstlerische Arbeit neu im Stadtraum von Halle (Saale). Wie entfalten die abstrakten Bildwelten hier ihre Wirkung? Wie greifen die städtischen Dynamiken über den Atlantik hinweg ineinander?

Über den Künstler

Klaus Pockrandt ist Kommunikationsdesigner und Art Director. Seit 2003 gestaltet er visuelle Kommunikation in den Bereichen Grafikdesign, Typografie, Ausstellungsgestaltung und Corporate Design und ist Mitgründer von atelier42 in Halle (Saale). Sein Portfolio umfasst die grafische Gesamtgestaltung für eine Vielzahl von Ausstellungen, inklusive mehrerer Landesausstellungen in Sachsen-Anhalt. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis „100 Beste Plakate“ (2009) und mit einer „Special Mention“ beim German Design Award 2017.

Klaus Pockrandt war 2016 Stipendiat an der Villa Aurora in Los Angeles, in Kooperation mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.  

Über das Projekt

Nach dem erfolgreichen Plakatprojekt in Berlin startet Kunst für das Land seine erste Ausgabe in Halle (Saale). In den kommenden Monaten folgen weitere Stationen in Bitterfeld-Wolfen, Cottbus und Frankfurt (Oder) – unter anderem in Kooperation mit dem OSTEN Festival und dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst.

Kunst für das Land möchte ein Zeichen für den Wert von Kunst und Kultur in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche setzen und zeitgenössische Kunst für ein breites Publikum zugänglich machen. Werbeflächen und alltägliche Stadträume werden dabei temporär zu Orten kultureller Begegnung und künstlerischer Auseinandersetzung. So entstehen Interventionen, die den öffentlichen Raum neu erfahrbar machen. Die Werke greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf und eröffnen zugleich neue Bezüge zwischen Halle und Los Angeles.

Kunst für das Land in Halle (Saale) ist ein Projekt des Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House in Kooperation mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Über die Kunstwerke

Marc Fromm verbindet in seiner Installation das bekannte Glückssymbol der Winkekatze mit dem bedrohlichen Motiv eines Panzers und schafft so ein ebenso ironisches wie mehrdeutiges Bild. Mit The Treadmill – How often does history repeat itself! greift er seine Installation Winkekatzen von 2014 auf und entwickelt sie vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen weiter.・Standort: Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
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In ihrer Arbeit Attack of the 5 foot 3 Woman verarbeitet Fern Liberty Kallenbach Campbell diverse Eindrücke ihres Aufenthalts in Los Angeles. Inmitten von Pazifiknebel und flirrender Hitze, zwischen der Ruhe der Villa Aurora und dem unaufhörlichen Klang der Stadt, entsteht ein vielschichtiges Spannungsfeld aus Natur, Urbanität, Stille, Lärm und Licht.・Standort: Opernhaus/Universitätsring
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Fern Liberty Kallenbach Campbells Attack of the 5 foot 3 Woman begrüßt und verabschiedet die Reisenden am Hauptbahnhof Halle. An ihrem Webstuhl setzte die Künstlerin im gleichzeitigen Prozess aus Weben und malerischem Auftragen ein Motiv ihrer Eindrücke aus Los Angeles zusammen. Am Hauptbahnhof erscheint das Motiv in einer eigenständigen Setzung. Am Opernhaus begegnet die Arbeit erneut – diesmal als umfassende Bildkomposition. ・ Standort Hauptbahnhof Halle (Saale), Gleis 7
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Mit Bronson Cave, Griffith Park, L.A. 2025/26 untersucht Christine Matzke die Genese der Namensgebung Hollywoods. Im Zentrum ihrer künstlerischen Recherche steht die Stechpalme, die als zentrales Motiv in ihren Zeichnungen erscheint. Die Arbeit schlägt zugleich eine Brücke zum Botanischen Garten in Halle (Saale), wo Matzke zur Stechpalme und ihren botanischen Zusammenhängen geforscht hat.・Standort: Breitestraße/Geiststraße
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Mit GREAT AGAIN richtet sich Klaus Pockrandt an die Gegenwart und setzt als Plakatkünstler einen aktuellen künstlerischen Kommentar zu tiefgreifenden politischen Veränderungen der Gegenwart an eine Hausfassade am Robert-Franz-Ring. Die Arbeit fragt: Wie bewahren wir die Hoffnung?
・Standort: Robert-Franz-Ring 20
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Zusätzlich zur Hausfassade am Robert-Franz-Ring präsentiert Klaus Pockrandt mit Fotografien aus der Serie Light my fire eine abstrakte fotografische Auseinandersetzung mit der Stadt Los Angeles und verknüpft sie mit dem urbanen Raum von Halle (Saale). Die künstlerische Arbeit geht der Frage nach, wie städtische Dynamiken über den Atlantik hinweg ineinandergreifen.・Standort: Universitätsring
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Zu den Orten

Die Standorte der ausgestellten Werke befinden sich alle im Stadtraum Halle (Saale). Mit einem Klick auf die Karte vergrößert sich die Ansicht.
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Zu den Routen

Für einen Rundgang zu allen Ausstellungsorten benötigt man zu Fuß ungefähr neunzig Minuten. Mit einem Klick auf die Route vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur gesamten Route:
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Für einen Rundgang zu den Ausstellungsorten in der Innenstadt benötigt man zu Fuß ungefähr fünfundvierzig Minuten. Mit einem Klick auf die Route vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur gesamten Innenstadtroute:
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Für den direkten Weg vom Hauptbahnhof Halle (Saale) zur Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt benötigt man zu Fuß ungefähr vierzig Minuten, mit einer Kombination aus Straßenbahn und Fußweg ungefähr 25 Minuten. Mit einem Klick auf die Route vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur direkten Route vom Hauptbahnhof zur Kunststiftung:
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Partner

Der Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. wird gefördert vom Auswärtigen Amt und von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.