Veranstaltungsarchiv VATMH
Mai 2023
Tag der Bücherverbrennung
Literaturhaus Berlin

Info
Zum 90. Jahrestag lesen 9 herausragende Künstler:innen in 90 Minuten Texte von Erich Kästner bis Kurt Tucholsky und erinnern damit an Schriftsteller:innen, deren Werke 1933 verbrannt wurden, sowie an die Freiheit des Wortes.
Am 10. Mai 1933 wurden tausende Bücher von den Nationalsozialisten und ihren Unterstützer:innen in Deutschland verboten und verbrannt. Heute scheinen die Werke und ihre Themen unverändert aktuell: wenn Kurt Tucholsky über die Anonymität in der Großstadt schreibt, Lion Feuchtwanger vor den Folgen politischer Willkür warnt oder Carl Credé-Hörder und Käthe Kollwitz sich gemeinsam für Frauenrechte einsetzen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin.
Berlin-Ticket S: 3 €
Hier geht's zur Video-Aufzeichnung.
meinen«: Joseph Roth, 1932
Fortschrittsverlust(e)
Leibniz-Saal, Berlin-Brandeburgische Akademie der Wissenschaften (Jägerstraße 23, 10117 Berlin)

Info
Epochen und Gesellschaften unterscheiden sich auch durch ihren Umgang mit existenziellem Verlust voneinander – dem Verlust von Leben, Identität oder körperlicher und seelischer Unversehrtheit. In modernen und insbesondere spätmodernen Gesellschaften mitsamt ihres Fortschrittsversprechens ist der Umgang mit Verlusten durch zusätzliche Besonderheiten gekennzeichnet. Welche Verluste sind angesichts der gezielten und kontinuierlichen disruptiven Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft überhaupt als solche anerkannt? In welchem Spannungsverhältnis stehen dabei individuelle und kollektive Verlusterfahrungen? Und welche Verwerfungslinien sind zu erwarten, wenn die Utopie einer Gesellschaft ohne Verluste, Leid und Trauer sich als unerreichbar herausstellt? Diese Fragen stehen im Zentrum des Gesprächs zwischen Akademiemitglied Aleida Assmann (Literaturwissenschaftlerin, Universität Konstanz) und Andreas Reckwitz (Soziologe, HU Berlin und Thomas Mann Fellow), moderiert von Shelly Kupferberg.
Andreas Reckwitz war im Jahr 2022 Fellow am Thomas Mann House in Los Angeles. Während seines Fellowships beschäftigte er sich intensiv mit seinem aktuellen Forschungsschwerpunkt zum Thema Verlust in der Moderne und Spätmoderne.