Veranstaltungsarchiv VATMH
Mai 2024
Tag der Bücherverbrennung
Literaturhaus Berlin

Info
Mit Sascha Chaimowicz, Ann Cotten, Jonas Dassler, Jo Frank, Paula Fürstenberg, Michael Klammer und Maryam Zaree
In Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung lesen sieben herausragende Künstler:innen Texte, die 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt wurden und erinnern so an die Freiheit des Wortes.
Klaus Mann, Anna Seghers oder Ernst Toller: Tausende Bücher dieser und vieler weiterer Autor:innen wurden 1933 von den Nationalsozialisten und ihren Unterstützer:innen verbrannt. Eine Großzahl ihrer Verfasser:innen musste aus Deutschland fliehen. Viele Werke gerieten in Folge ihres Verbots in Vergessenheit.
Die Autorin Gina Kaus schreibt über den Tag der Bücherverbrennung: „Am 10. Mai dieses Jahres 1933 wurden meine Bücher in Berlin öffentlich verbrannt, zusammen mit denen von über dreißig anderen Autoren. Nie zuvor war ich in besserer Gesellschaft gewesen.“
Ausstellungsrundgang mit Senthuran Varatharajah
Haus Kunst Mitte (Heidestraße 54, 10557 Berlin)

Info
Der Schriftsteller, Philosoph und Theologe Senthuran Varatharajah führt die Besucher:innen in einem Rundgang durch die Ausstellung "Brüche". Dabei wird er auf die Bedeutung und die Auswirkungen des Exils auf das künstlerische Schaffen von Künstler:innen eingehen und sich entlang der Konzepte "Exile as a state, state of mind" sowie "Exercising / Exorcising the exile" bewegen.
Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl künstlerischer Arbeiten – von Malerei und Grafik über Skulptur und Installation bis hin zu Film – und beleuchtet die individuellen sowie kollektiven Erfahrungen von Künstlern, die aus verschiedenen Gründen nach Berlin gekommen sind. Jedes Kunstwerk behandelt die komplexen Phasen der Exilerfahrung, von den Herausforderungen der Flucht bis zur intensiven Auseinandersetzung mit dem neuen Lebensraum Berlin.
Varatharajah, dessen Eltern mit ihm als Säugling vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland flohen, bringt seine persönlichen Reflexionen über Exil und kreatives Schaffen in den Rundgang ein. Seine Sichtweise ermöglicht es, die Werke aus einer neuen Perspektive zu betrachten und tiefere Einblicke in die Bedeutung und Konsequenzen des Exils für die künstlerische Arbeit zu gewinnen.
Der Rundgang findet in englischer Sprache statt und dauert etwa 20 Minuten.
Mit ...
Senthuran Varatharajah, geboren 1984 in Jaffna auf Sri Lanka, ist ein deutscher Schriftsteller, Philosoph und Theologe tamilischer Herkunft, der im Alter von vier Monaten mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland floh. Er studierte Philosophie, evangelische Theologie sowie vergleichende Religions- und Kulturwissenschaften in Marburg, Berlin und London.
2016 erschien sein mehrfach preisgekrönter Debütroman "Vor der Zunahme der Zeichen" im S. Fischer Verlag, 2022 folgte dort der ebenfalls vielfach prämierte Roman "Rot (Hunger)". Senthuran Varatharajah lebt in Berlin.
Partner
Eine Kooperation im Rahmen der Ausstellung "Brüche" des Haus Kunst Mitte