Veranstaltungsarchiv VATMH

Juni 2024

Donnerstag, 06.06.2024

Audiowalk: Das Thomas Mann House in Pacific Palisades

Online

Info

Anlässlich des Geburtstags von Thomas Mann präsentieren wir mit Stefan Keppler-Tasakis "Das Thomas Mann House in Pacific Palisades" einen neuen Audio-Rundgang für unsere Mobil-App "Exit Exil", der die Geschichte der Exilresidenz der Manns in Los Angeles beleuchtet.

Der Rundgang verbindet Vergangenheit und Gegenwart und zeigt die historische Bedeutung dieses architektonischen Juwels von 1941 sowie seine Entwicklung zu einem Ort des transatlantischen Dialogs. Beim Rundgang über das Anwesen werden die Geschichten und Ereignisse offenbart, die dieses Haus prägten. Er führt durch die Welt, in der Thomas Mann und seine Familie ihr pazifisches Refugium planten, einrichteten und lebten.

Kapitelübersicht

1 | San Remo Drive 1550: Planung und Bau

... behandelt die Planung und den Bau des Hauses in der San Remo Drive 1550, einschließlich der architektonischen und gestalterischen Entscheidungen.

2 | Die „San Remi“ als Familienresidenz

... behandelt die Nutzung des Hauses als Familienresidenz der Manns, einschließlich des Alltagslebens und der familiären Aktivitäten.

3 | Lage und Umgebung

... behandelt die geographische Lage des Hauses und die Beschreibung der Umgebung sowie die Bedeutung der Nachbarschaft.

4 | Der Gästebetrieb

... behandelt die zahlreichen Gäste, die das Haus besuchten, und die gesellschaftlichen Zusammenkünfte, die dort stattfanden.

5 | Die Zimmer und ihre Einrichtung

... behandelt die verschiedenen Zimmer des Hauses und deren Einrichtung, einschließlich der besonderen Merkmale und Stilelemente.

6 | Das Gartenparadies

... behandelt die Gestaltung und Nutzung des Gartens, der als Rückzugsort und Erholungsbereich diente.

7 | Abschied von Kalifornien

... behandelt den Abschied der Familie Mann von Kalifornien und die Gründe für ihren Weggang.

8 | Die Ära Lappen und die Rettung vor dem Abriss

... behandelt die Zeit, in der das Haus von der Familie Lappen bewohnt wurde, wie es schließlich vor dem drohenden Abriss gerettet und zu einem internationalen Debattenort umgebaut wurde.

Mitwirkende

Autor: Stefan Keppler-Tasaki

Lektorat: Anke Beims

Sprecher:innen: Manuel Harder und Katharina Merschel

Regie: Giuseppe Maio

Ton: Michael Kube - Mainland Studios Berlin

Produktion: VATMH 2024

Über den Autor

Stefan Keppler-Tasaki wurde 1973 in Wertheim am Main geboren. Er studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie in Würzburg und promovierte über die Verfassung des Subjekts in Goethes Erzählwerk. Von 2002 bis 2008 war er Assistent von Peter-André Alt und hatte danach eine Juniorprofessur für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin inne. 2012 wurde er auf eine Tenure-Track-Professur für neuere deutsche Literatur an der Universität Tokyo berufen. Er ist Mitglied des Berliner Exzellenzclusters „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective“.

Zu seinen Auszeichnungen zählen der Viktor-von-Scheffel-Preis, Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Dissertationspreis der Universität Würzburg. Er erhielt auch ein Einstein Visiting Fellowship in Berlin, ein Thomas Mann Fellowship in Los Angeles und eine Max-Kade-Professur an der University of California, Davis. Seine Veröffentlichungen umfassen „Alfred Döblin. Massen, Medien, Metropolen“ und „Wie Goethe Japaner wurde“ sowie das „Handbuch Literatur & Film“.

Stefan Keppler-Tasaki lebt in Tokyo.

Weitere Informationen zu Exit Exil

"Das Thomas Mann House in Pacific Palisades" ist Teil der Mobil-App „Exit Exil“, die an das Exil deutschsprachiger Künstler und Intellektueller in den 1930er und 40er Jahren erinnert und deren Erfahrungen mit denen zeitgenössischer Künstler im heutigen Exil verbindet.

Laden Sie „Exit Exil“ kostenlos für Android und iOS herunter:

Zum Apple StoreDownload bei Google Play

 

Exit Exil wurde entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR

Dienstag, 11.06.2024

Die Arbeitsprobleme des Schriftstellers im Exil: Bachtyar Ali im Dialog mit Texten Lion Feuchtwangers

KunstSalon Köln

Info

Im Jahr 1943, mitten im Strudel des Zweiten Weltkriegs, hielt Lion Feuchtwanger auf dem Schriftstellerkongress in Los Angeles eine wegweisende Rede mit dem Titel "Die Arbeitsprobleme des Schriftstellers im Exil". Er behandelte darin sowohl die tiefgreifende innere Zerrissenheit als auch die praktischen Schwierigkeiten des täglichen Lebens fern der Heimat. Feuchtwanger, der seit 1933, dem Jahr seiner Verbannung durch das Nazi-Regime, im Exil lebte, teilte seine persönlichen Erfahrungen und Einsichten. Er verstarb 1958, ohne je wieder deutschen Boden betreten zu haben. Heute, in einer Zeit, in der politische Unruhen und Konflikte Menschen weltweit zur Flucht zwingen, gewinnt das Thema Exil erneut an Brisanz.

In einem Gespräch mit dem irakisch-kurdischen Schriftsteller Bachtyar Ali, der seit Mitte der 1990er Jahre im deutschen Exil lebt, sollen vor der Folie der Texte Lion Feuchtwangers die komplexen Dimensionen des Schreibens und Lebens im Exil erforscht und ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen, mit denen sich exilierte Schriftsteller:innen konfrontiert sehen, gewonnen werden: Wie prägt das Exil die künstlerische Identität und das Schaffen eines Autors? Welche Rolle spielt Kunst bei der Bewältigung von Exilerfahrungen und der Förderung interkulturellen Verständnisses? Wie können exilierte Schriftsteller ihre Stimmen einsetzen, um auf politische Missstände hinzuweisen und Veränderungen zu bewirken? Welche Perspektiven und Hoffnungen können die Erfahrungen und Werke von Feuchtwanger und Ali heutigen Exilanten bieten?

Teilnehmer:innen

Yevgeniy Breyger
© Gabriela Cuzepan

Yevgeniy Breyger wurde 1989 in Charkiw, Ukraine, geboren und zog 1999 mit seiner Familie nach Deutschland. Er absolvierte Studiengänge in Kreativem Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, Literarischem Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Curatorial Studies an der Städelschule in Frankfurt am Main. 2016 veröffentlichte er seinen Debütband „flüchtige monde“ bei kookbooks. Breyger erhielt den Leonce-und-Lena-Preis 2019 der Stadt Darmstadt und den Lyrikpreis München 2021. 2020 kam sein zweiter Gedichtband „Gestohlene Luft“ heraus, und 2023 erschien „Frieden ohne Krieg“, beide bei kookbooks. Yevgeniy Breyger lebt und arbeitet in Wien. 

Jonas Baeck

Jonas Baeck, geboren 1981 in Köln, absolvierte sein Schauspielstudium an der renommierten Folkwang Universität der Künste in Bochum. Seine berufliche Laufbahn umfasst Engagements an verschiedenen renommierten deutschen Bühnen, einschließlich des Staatstheaters Mainz, des Nationaltheaters Mannheim und des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Seit 2011 ist er Ensemblemitglied des Kölner Theaterensembles "Acting Accomplices", das er mitbegründete. 

Er wirkte in beliebten Serien wie "Club der roten Bänder" und "Lu von Loser" mit und spielte in Kinoproduktionen, darunter "Kleinstatthelden" und "Der König von Köln". Darüber hinaus hat er sich als Hörbuchsprecher etabliert und trägt regelmäßig zu Beiträgen für den WDR und Deutschlandfunk bei. Science-Fiction-Fans kennen ihn zudem als eine der Stimmen der wöchentlich erscheinenden Perry Rhodan-Hörbücher. 2022 veröffentlichte er sein erstes Buch "Wenn die Sonne rauskommt, fahr ich ohne Geld: Mit dem Roller nach Dublin", in dem er über seine Reiseerlebnisse berichtet. 

Nele Holdack
© Urban Zintel Fotografie

Nele Holdack ist seit 2024 Co-Herausgeberin der "Anderen Bibliothek" im Aufbau Verlag. Als leitende Lektorin für moderne Klassik und Klassik verantwortete sie die Herausgabe von Werken von Autor:innen wie Brigitte Reimann, Tillie Olsen, Hans Fallada, Victor Klemperer und Mark Twain.  

Shelly Kupferberg
© David Frank

Shelly Kupferberg wurde 1974 in Tel-Aviv geboren, wuchs in West-Berlin auf. Sie studierte Publizistik, Theater- und in Berlin. Neben zahlreichen Beiträgen für die ARD moderiert sie seit fast 30 Jahren Kultur-, Literatur und Gesellschaftsmagazine (DLF Kultur und rbbKultur). Neben ihren regelmäßigen Live-Radiosendungen moderiert sie Konzerte, Lesungen und Tagungen, sowie Veranstaltungen für Kultureinrichtungen und Festivals. Im Herbst 2022 erschien ihr literarisches Debüt „Isidor“ bei Diogenes und stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Shelly Kupferberg lebt in Berlin. 

Marje Schuetze-Coburn

Marje Schuetze-Coburn ist Associate Dean für Faculty Affairs und Feuchtwanger-Bibliothekarin an den USC-Bibliotheken. In ihrer Zeit an der USC hat Schuetze-Coburn in zahlreiche Positionen gearbeitet, darunter Associate Dean for Faculty Affairs, Dean of Research, Director of Special Collections & Archives, Senior Associate Dean. 

Michaela Ullmann

Michaela Ullmann ist seit Februar 2023 Leiterin des Bereichs Instruction and Assessment und führt die Abteilung Teaching & Learning der USC-Bibliotheken. Von 2006 bis 2023 betreute Michaela die Feuchtwanger Memorial Library der USC-Bibliotheken.

Partner

Eine Veranstaltungskooperation von KunstSalon Köln e. V. und Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. 

Mittwoch, 12.06.2024

Bin ich deutsche*r oder jüdische*r Schriftsteller*in?

Frankfurt am Main

Info

„Bin ich deutscher oder jüdischer Schriftsteller?“, fragte Lion Feuchtwanger 1933 in einem Essay, während der frühen Phase seines Exils und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland. In einer Zeit, in der die Nazis begannen, ihre Macht zu konsolidieren und ihre antisemitische Ideologie aktiv umzusetzen, wurde Feuchtwanger, ein prominenter Schriftsteller der Weimarer Republik, zur Zielscheibe. Seine Werke wurden verbrannt, er wurde seines Hauses und Eigentums enteignet. Er selbst kam nicht mehr nach Deutschland zurück.

Feuchtwangers Reflexion über seine Identität und Zugehörigkeit als deutscher Schriftsteller jüdischer Herkunft wirft ein Licht auf die damaligen gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen das Judentum als unvereinbar mit der deutschen Identität angesehen wurde. Trotz Verfolgung und Exil behauptete er sich als deutscher Kosmopolit, dessen Herz jüdisch schlug und dessen Denken der Welt gehörte.

In einer Podiumsdiskussion mit Lana Lux und Yevgeniy Breyger, die sich in ihren Werken und öffentlichen Auftritten intensiv mit Themen rund um Identität und Herkunft, Krieg und Frieden, Antisemitismus und jüdischem Leben in der Gegenwart auseinandersetzen, sollen Feuchtwangers Überlegungen auf ihre anhaltende Relevanz untersucht werden.  

Die Diskussion soll tiefer gehende Fragen ansprechen: Wie beeinflusst Identität kreatives Schaffen und inwiefern formen gesellschaftliche Krisen – speziell der manifeste Antisemitismus – das individuelle und kollektive Selbstverständnis? Indem sie die Schnittstellen zwischen jüdischer und deutscher Identität auslotet, öffnet die Diskussion Raum, um die dynamische Beziehung zwischen Identität, Zugehörigkeit und kreativem Ausdruck neu zu erfassen.

Teilnehmer:innen

Yevgeniy Breyger
© Gabriela Cuzepan

Yevgeniy Breyger wurde 1989 in Charkiw, Ukraine, geboren und zog 1999 mit seiner Familie nach Deutschland. Er absolvierte Studiengänge in Kreativem Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, Literarischem Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Curatorial Studies an der Städelschule in Frankfurt am Main. 2016 veröffentlichte er seinen Debütband „flüchtige monde“ bei kookbooks. Breyger erhielt den Leonce-und-Lena-Preis 2019 der Stadt Darmstadt und den Lyrikpreis München 2021. 2020 kam sein zweiter Gedichtband „Gestohlene Luft“ heraus, und 2023 erschien „Frieden ohne Krieg“, beide bei kookbooks. Yevgeniy Breyger lebt und arbeitet in Wien. 

Lana Lux
© Paula Winkler

Lana Lux, 1986 in Dnipro geboren, ist eine deutschsprachige Schriftstellerin, Illustratorin und Moderatorin ukrainisch-jüdischer Herkunft. Im Alter von zehn Jahren wanderte sie mit ihren Eltern als Kontingentflüchtling ins Ruhrgebiet aus. Sie machte 2007 Abitur und studierte zunächst Ökotrophologie in Mönchengladbach. Später machte sie eine Schauspielausbildung am Michael-Tschechow-Studio in Berlin. Nach ihrem vielbeachteten Debütroman „Kukolka“ (2017), und „Jägerin und Sammlerin“ (2020), beide im Aufbau Verlag erschienen, erschien im Frühjahr ihr neuester Roman „Geordnete Verhältnisse“ bei Hanser Berlin. Lana Lux lebt und arbeitet in Berlin. 

Nele Holdack
© Urban Zintel Fotografie

Nele Holdack ist seit 2024 Co-Herausgeberin der "Anderen Bibliothek" im Aufbau Verlag. Als leitende Lektorin für moderne Klassik und Klassik verantwortete sie die Herausgabe von Werken von Autor:innen wie Brigitte Reimann, Tillie Olsen, Hans Fallada, Victor Klemperer und Mark Twain.  

Shelly Kupferberg
© David Frank

Shelly Kupferberg wurde 1974 in Tel-Aviv geboren, wuchs in West-Berlin auf. Sie studierte Publizistik, Theater- und in Berlin. Neben zahlreichen Beiträgen für die ARD moderiert sie seit fast 30 Jahren Kultur-, Literatur und Gesellschaftsmagazine (DLF Kultur und rbbKultur). Neben ihren regelmäßigen Live-Radiosendungen moderiert sie Konzerte, Lesungen und Tagungen, sowie Veranstaltungen für Kultureinrichtungen und Festivals. Im Herbst 2022 erschien ihr literarisches Debüt „Isidor“ bei Diogenes und stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Shelly Kupferberg lebt in Berlin. 

Marje Schuetze-Coburn

Marje Schuetze-Coburn ist Associate Dean für Faculty Affairs und Feuchtwanger-Bibliothekarin an den USC-Bibliotheken. In ihrer Zeit an der USC hat Schuetze-Coburn in zahlreiche Positionen gearbeitet, darunter Associate Dean for Faculty Affairs, Dean of Research, Director of Special Collections & Archives, Senior Associate Dean. 

Michaela Ullmann

Michaela Ullmann ist seit Februar 2023 Leiterin des Bereichs Instruction and Assessment und führt die Abteilung Teaching & Learning der USC-Bibliotheken. Von 2006 bis 2023 betreute Michaela die Feuchtwanger Memorial Library der USC-Bibliotheken.

Partner

Eine Veranstaltungskooperation von Bildungsstätte Anne Frank e. V. und Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. im Rahmen des Anne Frank-Tags der Stadt Frankfurt am Main (10. bis 16. Juni 2024); „Warum können die Menschen nicht friedlich miteinander leben?“

Weitere Informationen: Bildungsstätte Anne Frank: Anne Frank Tag in Frankfurt am Main (bs-anne-frank.de)

Freitag, 14.06.2024

Räume mit Aussicht

Haus Kunst Mitte (Heidestraße 54, 10557 Berlin)

Ausstellung der Kunst-Stipendiat:innen 2023 der Villa Aurora

Die Ausstellung Räume mit Aussicht bringt künstlerische Impulse aus Los Angeles nach Berlin und gibt einen Einblick in die entstandenen Projekte der Stipendiat:innen der Villa Aurora. Die acht Künstler:innen lebten im Jahr 2023 zu unterschiedlichen Zeiten für drei Monate in Los Angeles und entwickelten vor Ort neue künstlerische Ideen und Fragestellungen. In der Ausstellung treten sie durch ihre Arbeiten in einen Dialog und präsentieren ihre unterschiedlichen Perspektiven auf Kalifornien – vom Alltag an der Westküste bis zur vielspurigen Autobahnarchitektur, vom Blick auf den Pazifischen Ozean bis hin zu den Folgen des Klimawandels am Salton Sea. Zusammen bilden die vielseitigen Eindrücke der Stipendiat:innen ein Prisma, eine künstlerische Kartografie der facettenreichen Stadt Los Angeles und ihrer Umgebung. Viele der in Los Angeles entstandenen künstlerischen Ansätze wurden für die Ausstellung weiterentwickelt und geben einen Einblick in transatlantische Perspektiven auf Deutschland und die USA.

Die Villa Aurora ist eine Künstlerresidenz in Los Angeles. Seit über 25 Jahren ist sie Ort der Inspiration und des künstlerischen Schaffens für Stipendiat:innen aus den Bereichen Film, Literatur, Komposition und Bildende Kunst. Mission der Villa Aurora ist es, den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den USA zu fördern und durch die Auseinandersetzung mit Themen wie Migration und Exil zu einer offenen Gesellschaft beizutragen. Der Ursprung dieses thematischen Schwerpunktes liegt in der Geschichte des Hauses: Während der Zeit des Nationalsozialismus fanden der Schriftsteller Lion Feuchtwanger und die Salonistin Marta Feuchtwanger Zuflucht in den USA und kauften 1943 die Villa Aurora in Los Angeles. Bald wurde diese zu einem Treffpunkt deutschsprachiger Exilant:innen, darunter unter anderem Bertolt Brecht, Thomas Mann oder Alma Mahler-Werfel.

Auch heute ist die Villa Aurora Treffpunkt von Künstler:innen und ein Ort des kreativen Austauschs. Im Zentrum stehen die Stipendiat:innen, ihre künstlerischen Konzepte und ihre Auseinandersetzung mit der dynamischen US-amerikanischen Kultur und der einzigartigen kalifornischen Landschaft.

 

Rahmenprogramm

10.07. | A Conversation on Marta


Artist Talk | Mittwoch, 10. Juli | 19:00 Uhr | Haus Kunst Mitte, Berlin

Im Rahmen der Ausstellung „Räume mit Aussicht“ sprechen Monika Orpik und Marianne Heuwagen bei diesem besonderen Artist Talk über das Leben von Marta Feuchtwanger in Los Angeles.

Monika Orpik ist Künstlerin und Villa Aurora-Stipendiatin 2023. In ihrer in der Ausstellung erstmalig gezeigten Videoarbeit Oh, to be able to speak! hat sie sich mit dem Leben von Marta Feuchtwanger auseinandergesetzt.

Marianne Heuwagen ist Journalistin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende von VATMH. Während ihrer Zeit in Los Angeles hat sie Marta Feuchtwanger mehrfach interviewt und persönlich gekannt. Nach dem Tod von Marta Feuchtwanger hat sie entscheidend zum Erhalt der Villa Aurora als Kulturdenkmal des Exils und Künstlerresidenz beigetragen.

Info: Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.
Am Veranstaltungstag hat das Haus Kunst Mitte bis 20.00 Uhr für Sie geöffnet. Wir laden Sie herzlich zu einer Besichtigung der Ausstellung vor der Veranstaltung ein. Der Eintritt ist kostenlos.

17.07. | Gravity's Tune


Screening und Gespräch | Mittwoch, 17. Juli | 19:00 Uhr | Haus Kunst Mitte, Berlin

Villa Aurora & Thomas Mann House präsentiert an diesem Abend exklusiv die in Los Angeles entstandene Videoarbeit Gravity’s Tune von Annika Kahrs. Bei dem anschließenden Gespräch unterhält sich der Musikkurator Michael Rosen mit der Künstlerin über die Grenzen des Klangs.

Annika Kahrs ist Künstlerin und Villa Aurora-Stipendiatin 2023. Während ihrer Zeit in Los Angeles entstand die Videoarbeit Gravity's Tune, in der sie das akustische Signal, mithilfe dessen Gravitationswellen 2015 erstmals hörbar gemacht wurden, zusammen mit dem Komponisten Louis d’Heudières und Musiker:innen aus Los Angeles interpretiert.

Michael Rosen ist Kurator und Konzertveranstalter. Seit über 15 Jahren ist er künstlerischer Leiter der unabhängigen Plattform „Digital in Berlin" für anspruchsvolle Musikkultur. Darüber hinaus kuratiert er das MADEIRAiG Festival auf Madeira sowie den Kiezsalon in Berlin.

Info: Das Gespräch findet in deutscher und englischer Sprache statt.
Am Veranstaltungstag hat das Haus Kunst Mitte bis 20.00 Uhr für Sie geöffnet. Wir laden Sie herzlich zu einer Besichtigung der Ausstellung vor der Veranstaltung ein. Der Eintritt ist kostenlos.

02.08. | Über das Zusammenspiel von Fotografie und Lyrik


Finissage & Gespräch | Freitag, 2. August | 18:00 Uhr | Haus Kunst Mitte, Berlin


Ausgehend von Paul Hutchinsons Arbeit 21 Poems and 16 Pictures from L.A. unterhalten sich die beiden Künstler:innen Paul Hutchinson und Sabine Scho über das Zusammenspiel von Lyrik und Fotografie. Das Gespräch findet im Rahmen der Finissage der Ausstellung am 2. August statt.

Paul Hutchinson ist Künstler und Villa Aurora-Stipendiat 2023. In seiner fotografischen Arbeit und in seinen Texten betrachtet er gesellschaftliche Phänomene des urbanen Lebens und die Umstände sozialer Mobilität.

Sabine Scho ist fotografierende und installierende Autorin. Sie war Villa Aurora-Stipendiatin 2003. Ihre Texte sind im Grenzbereich zu Fotografie, Zeichnung, Bild und Installation angesiedelt. Zuletzt erschienen: Haus für einen Boxer, mit Sebastian Felix Ernst und Golden Diskó Ship, Hatje Cantz 2021. The Origin of Values. 1 - Iceland, mit Matthias Holtmann, 2022, sowie Installationen und Publikationen für Spreepark Art Space, mit Matthias Holtmann, 2021-24. Deutscher Preis für Nature Writing 2018. Rompreis der Deutschen Akademie Villa Massimo 2019/2020.

Info: Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.
Am Veranstaltungstag hat das Haus Kunst Mitte bis 20.00 Uhr für Sie geöffnet. Wir laden Sie herzlich zu einer Besichtigung der Ausstellung vor der Veranstaltung ein. Der Eintritt ist kostenlos.