Veranstaltungsarchiv Thomas Mann House

2021

Sonntag, 10.01.2021

„The Meanings of Democracy“ – Melissa Williams, Rainer Forst & Zhao Tingyang im Gespräch

Online

Info

Thomas Mann House und Goethe-Institut China bringen drei weltweit-renommierte Denker mit einander ins Gespräch: Die amerikanische Philosophin Melissa Williams (University of Toronto), Thomas Mann Fellow Rainer Forst (Goethe-Universität Frankfurt) und der chinesische Philosoph Zhao Tingyang (Chinese Academy of Social Sciences) diskutieren über Globale Gerechtigkeit und unterschiedliche Verständnisse von Demokratie im Lichte ihre jeweiligen kulturellen Kontexte.  

Die Corona-Epidemie hat nicht nur eine Verlangsamung vieler gesellschaftlicher Prozesse mit sich gebracht, sondern auch einen beschleunigten politischen Wandel. Umfragen zeigen, dass eine schnell wachsende Gruppe von Menschen bereits heute China als wichtigsten Akteur internationaler Beziehungen ansieht. Es ist daher von besonderem Interesse, Chinas politische Ideengeschichte besser zu verstehen und gemeinsame Ideen für eine gerechte globale Ordnung zu entwickeln.  Thomas Mann House und Goethe-Institut China bringen drei weltweit-renommierte Denker mit einander ins Gespräch: Die amerikanische Philosophin Melissa Williams (University of Toronto), Thomas Mann Fellow Rainer Forst (Goethe-Universität Frankfurt) und der chinesische Philosoph Zhao Tingyang (Chinese Academy of Social Sciences) diskutieren über Globale Gerechtigkeit und unterschiedliche Verständnisse von Demokratie im Lichte ihre jeweiligen kulturellen Kontexte.  

Schauen Sie die Diskussion am 10. Januar um 20:00 Uhr (MEZ) auf unserem YouTube-Kanal.

Hier geht es zur Premiere.

 

Teilnehmer*innen

Rainer Forst

Rainer Forst is Professor of Political Theory and Philosophy and Director of the Research Center “Normative Orders” at Goethe University Frankfurt. His research focuses on questions of justice, democracy and toleration as well as critical theory and practical reason. In 2012 he was awarded the Gottfried Wilhelm Leibniz Prize of the German Research Foundation. He is a Member of the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities and Corresponding Fellow of the British Academy. His most important publications are "Contexts of Justice" (Engl. 2002), "Toleration in Conflict" (2013), "The Right to Justification" (2012), "Justification and Critique" (2014) and "Normativity and Power" (2017); forthcoming is "Die noumenale Republik." Forst ist a 2021 Thomas Mann Fellow.

 

Zhao Tingyang

Zhao Tingyang is a professor and member of the Chinese Academy of Social Sciences and a senior fellow of Peking University Berggruen Research Institute. His theory of the "Tianxia System" (All-Under-Heaven), a theory of world order, tries to transcend Huntington’s “clashes of civilizations,” and advances an alternative to the Kantian conception of perpetual peace. He has published many books including "The Tianxia System: Reimaging Visions of Global Order from the Past and for the Future," and "The Whirlpool that Produced China: Stag Hunting on the Central Plains of China."

 

 

Melissa Williams

Melissa Williams is Professor of Political Science and founding Director of the Centre for Ethics at the University of Toronto. Her general research focus is on contemporary democratic theory, a focus that frequently addresses core concepts in political philosophy through the lens of group-structured inequality, social and political marginalization and cultural and religious diversity. Williams is a former winner of the Leo Strauss Award and is currently editor of "NOMOS," the yearbook of the American Society for Political and Legal Philosophy.

 

 

 

 

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Partner

„The Meanings of Democracy“ ist eine Kollaboration des Thomas Mann House mit dem Goethe-Institut China.

 

Mittwoch, 17.02.2021

Radical Diversity: Diskussionsreihe mit Mohamed Amjahid & Max Czollek (Washington, DC)

Online

Mohamed Amjahid und Max Czollek kommen mit amerikanischen Gästen ins Gespräch über Strategien für eine offenere, vielfältigere, gerechtere Gesellschaft in Deutschland und den USA. Thomas Mann Fellow und Autor Mohamed Amjahid und Poet und Publizist Max Czollek sprechen über erfolgreichen politischen Aktivismus für mehr Diversität. Sie diskutierten die Rolle von Geschichtspolitik für den Integrationsdiskurs in beiden Ländern und stellen die Frage: Wie drückt sich die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt in Politik und Kunst beider Länder aus? Was sind Gegenentwürfe zu weißer, hegemonialer Kultur?

Die Diskussionsreihe wird auch 2021 fortgesetzt! Den Aufschlag macht hier am 17.02.2021 das Goethe-Institut Washington, DC, wo Mohamed Amjahid und Max Czollek mit Dr. Imani Woody und Ruby Corado über die Wohnsituation von LGBTQI+ / SGL Menschen sprechen und damit für die Community verbundenen Themen, wie Obdachlosigkeit, Soziale Isolation, Ökonomische Unsicherheit, Gesundheitliche Probleme und der Zugang zum Gesundheitswesen, sowie Altersdiskriminierung.

Teilnehmer*Innen

Dr. Imani Woody ist eine in den USA seit 25 Jahren national anerkannte Vordenkerin und Vertreterin für Women, POCs und LGBTQI/SGL Menschen und deren Rechte. Sie bezieht Stellung zu den Umständen von älteren LGBTQI+/SGL Menschen und deren spezifischen Risiken. Sie ist Gründerin und Vorsitzende von Mary’s House for Older Adults (MHFOA), welches ältere LGBTQI+/SGL Menschen, die Unterkunftsschwierigkeiten und Isolation erleben, unterstützt.

Ruby Jade Corado ist Gründerin und Vorsitzende von Casa Ruby und seit 25 Vertreterin für die Inklusion und Anerkennung von Transgender, genderqueeren, gender non-conforming schwulen, lesbischen und bisexuellen Menschen in die mainstream Gesellschaft. Sie setzt sich für LGBTQ Menschenrechte, Transgenderbefreiung, Gleichberechtigung von Immigranten*innen und Zugang zum Gesundheitswesen ein, und kämpft gegen Hassverbrechen- und Gewalt, sowie vieler weiterer Missverhältnisse, mit denen sich ihre Community konfrontiert sieht.

Mohamed Amjahid wurde als Sohn von so genannten Gastarbeitern in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft in Berlin und Kairo und forschte an verschiedenen anthropologischen Projekten in Nordafrika. Während seines Studiums arbeitete er als Journalist für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Deutschlandfunk. Er arbeitete als politischer Reporter für die Wochenzeitung Die Zeit und das Zeit Magazin. Anthropologisch und journalistisch beschäftigt er sich mit Menschenrechten, Gleichberechtigung und Umbrüchen in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Mohamed Amjahid ist Thomas-Mann Fellow 2020.

Dr. Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Im Jahr 2012 schloss er sein Studium der Politikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin ab. Im Jahr 2016 schloss er sein Promotionsstudium am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) ab. Seit 2009 ist Czollek Mitglied des Lyrikkollektivs G13, das Bücher veröffentlicht und Vorträge organisiert. Von 2013 bis 2018 war er Kurator des internationalen Projekts Babelsprech International, dessen Ziel es war, die Vernetzung junger deutschsprachiger und europäischer Poesie- und Lyrikergemeinschaften zu fördern. Im Jahr 2018 erschien sein Aufsatz Desintegriert Euch! bei Carl Hanser.

 

Online Webinar am 17.02.2021, 18:00 (MEZ). Bitte hier registrieren.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.

 


“Radical Diversity” wird präsentiert von den Goethe-Instituten in Nordamerika in Kooperation dem Thomas Mann House, dem Institute for Social Justice & Radical Diversity, gefördert durch die Heinrich-Böll Stiftung Nordamerika.

    

Donnerstag, 04.03.2021

Freedom from Fear: Videoreihe mit Felicitas Hoppe, Sasha Waltz, Peter Sellars, Sam Durant, Rainer Forst, Martha Nussbaum & weiteren Gästen

Berlin

Mit unserer Videoreihe „Freedom from Fear“ der Berliner Regisseure Florian Giefer und Peter Göltenboth (pet&flo directors) präsentieren wir in vierzehn dialogischen Episoden die Reflexionen prominenter Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen und Wissenschaftler:innen aus Los Angeles und Deutschland zum Menschenrecht auf ein Leben ohne Angst.

Die ersten sechs Folgen sind ab dem 4. März um 18 Uhr an der Fassade des STUDIO Я des Gorki Theaters für alle Spaziergänger:innen kostenfrei zu sehen. Online feiert die erste Episode parallel auf unserem YouTube-Kanal Premiere.

Während Franklin D. Roosevelt mit seiner Forderung nach „Freedom from Fear“ vor allem die Überwindung von Krieg und Gewalt im Blick hatte, sind es heute die globalen Folgen der Pandemie, der Erderwärmung, der rasanten digitalen Entwicklung und des damit einhergehenden gesellschaftlichen Wandels, die weltweit Ängste auslösen. Als Seismographen unserer Gesellschaft reflektieren unter anderen Felicitas Hoppe, Sam Durant, Sasha Waltz, Rosa Barba, Peter Sellars, Mohamed Amjahid, Rainer Forst, Martha Nussbaum und James Conlon die Bedeutung des Rechtes auf ein Leben ohne Angst und suchen nach Antworten, wie Literatur, Kunst, Tanz, Musik, Philosophie und Politik soziale Angst überwinden kann.

Premiere am 4. März, 18 Uhr

5. bis 14. März, jeweils von 16 bis 22 Uhr

Fassade des Studio Я im Maxim Gorki Theater, Hinter dem Gießhaus 2, 10117 Berlin

In Kooperation mit

Mittwoch, 10.03.2021

Radical Diversity: Diskussionsreihe mit Mohamed Amjahid & Max Czollek (San Francisco)

Online

Mohamed Amjahid und Max Czollek kommen mit amerikanischen Gästen ins Gespräch über Strategien für eine offenere, vielfältigere, gerechtere Gesellschaft in Deutschland und den USA. Thomas Mann Fellow und Autor Mohamed Amjahid und Poet und Publizist Max Czollek sprechen über erfolgreichen politischen Aktivismus für mehr Diversität. Sie diskutierten die Rolle von Geschichtspolitik für den Integrationsdiskurs in beiden Ländern und stellen die Frage: Wie drückt sich die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt in Politik und Kunst beider Länder aus? Was sind Gegenentwürfe zu weißer, hegemonialer Kultur?

Zur zweiten Ausgabe der Diskussionsreihe Radical Diversity in diesem Jahr in San Francisco haben wir Abby Abinanti eingeladen, Chief Judge beim Yurok Tribe in Klamath/Kalifornien. Der Yurok Tribe ist aktuell der größte in Kalifornien mit mehr als 6000 Mitgliedern. Max Czollek und Mohamed Amjahid werden mit Abby Abinanti über Unterschiede in Wertesystemen und im Umgang mit Traditionen sprechen, über ihre Arbeit, die Werte des Tribes wiederzubeleben und über ihren Ansatz zur Gerechtigkeit, der die Stärkung der Community zentral stellt.

Teilnehmer*innen

Abby Abinanti, Yurok Chief Judge, ist ein eingeschriebenes Mitglied des Yurok Tribes. Sie trägt einen Doktortitel in Rechtswissenschaften von der University of New Mexico School of Law und war die erste kalifornische Frau indigener Abstammung, die als Rechtsanwältin in Kalifornien zugelassen wurde. Sie war über 17 Jahre lang State Judicial Officer (Commissioner) am Unified Family Court (Family/Dependency/Delinquency). Sie trat im September 2011 aus dem Superior Court aus und wurde am 31. Juli 2014 als Commissioner in San Francisco in Teilzeit und als Duty Judge beim Gericht wiederernannt. Seit 1997 war sie Richterin am Yurok Tribal Court und wurde 2007 zum Chief Tribal Court Judge ernannt, eine Position, die sie gemeinsam mit ihrer Aufgabe als Superior Court bis 2015 innehatte.

Mohamed Amjahid wurde als Sohn von so genannten Gastarbeitern in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft in Berlin und Kairo und forschte an verschiedenen anthropologischen Projekten in Nordafrika. Während seines Studiums arbeitete er als Journalist für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Deutschlandfunk. Er arbeitete als politischer Reporter für die Wochenzeitung Die Zeit und das Zeit Magazin. Anthropologisch und journalistisch beschäftigt er sich mit Menschenrechten, Gleichberechtigung und Umbrüchen in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Mohamed Amjahid ist Thomas-Mann Fellow 2020.

Dr. Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Im Jahr 2012 schloss er sein Studium der Politikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin ab. Im Jahr 2016 schloss er sein Promotionsstudium am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) ab. Seit 2009 ist Czollek Mitglied des Lyrikkollektivs G13, das Bücher veröffentlicht und Vorträge organisiert. Von 2013 bis 2018 war er Kurator des internationalen Projekts Babelsprech International, dessen Ziel es war, die Vernetzung junger deutschsprachiger und europäischer Poesie- und Lyrikergemeinschaften zu fördern. Im Jahr 2018 erschien sein Aufsatz Desintegriert Euch! bei Carl Hanser.

Online Webinar am 10.03.2021, 22:00 (MEZ). Bitte hier registrieren.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.

 


“Radical Diversity” wird präsentiert von den Goethe-Instituten in Nordamerika in Kooperation dem Thomas Mann House, dem Institute for Social Justice & Radical Diversity, gefördert durch die Heinrich-Böll Stiftung Nordamerika.

    

Sonntag, 14.03.2021

LAYKA Lens Series: "Sumurun:" Virtuelle Diskussion mit Boris Dralyuk, Deniz Göktürk & Nikolai Blaumer

Online

Kurz vor seiner Emigration in die Vereinigten Staaten schuf der Regisseur Ernst Lubitsch einen Stummfilm, in dem er selbst zum letzten Mal als Schauspieler mitwirkte. Der Film Sumurun (1920), der im Badgad des Goldenen Zeitalters spielt, erzählt von der unerwiderten Liebe eines Buckligen (gespielt von Lubitsch) zu einer reisenden Tänzerin. Thomas Mann sah den Film 1920 in München und verarbeitete das Filmerlebnis später in seinem Roman Der Zauberberg. Während Sumurun häufig wegen Stereotypen und einer verzerrten Darstellung von Geschichte kritisiert wurde, kann der dem Film oft vorgeworfene Orientalismus auch als eine europäische Projektion gelesen werden, die heute viel Aufschluss gibt über die deutsche Gesellschaft nach dem Ende des Kaiserreichs sowie der frühen Weimarer Republik.  

Die Veranstaltung war Teil der Reihe LAYKA Lens Series von Yiddishkayt in Zusammenarbeit mit dem Thomas Mann Haus und Los Angeles Review of Books.

Die Diskussion findet am 14. März um, 11 a.m. (PST) / 19:00 Uhr (CET) in englischer Sprache statt. Wir empfehlen die vorherige Sichtung des Films hier.

Bitte hier registrieren.

Teilnehmer*innen

Deniz Göktürk, Professorin am German Department der UC Berkeley. Ihre Forschungsschwerpunkte sind bewegte Bilder, mehrsprachige Literatur und Theorien zu Migration, sozialer Interaktion und ästhetischer Intervention im globalen Kontext.

Boris Dralyuk, Chefredakteur der Los Angeles Review of Books. Er ist literarischer Übersetzer, Autor und der Herausgeber des Bandes 1917: Stories and Poems from the Russian Revolution (Pushkin Press, 2016).

Nikolai Blaumer, Programmdirektor des Thomas Mann House. Seit 2014 war Nikolai Blaumer als Referent der Abteilung Kultur des Goethe-Instituts tätig. Er ist Mitherausgeber des Bands Teilen und Tauschen (S. Fischer Verlag, 2017).

Das Gespräch wird moderiert von Rob Adler Peckerar, Executive Director von Yiddishkayt.

Schauen Sie "Sumurun" hier:

Schauen Sie die Diskussion hier:

 


Die Veranstaltung ist Teil der Reihe LAYKA Lens Series von Yiddishkayt in Zusammenarbeit mit dem Thomas Mann Haus und Los Angeles Review of Books.

 

Dienstag, 23.03.2021

The Socio-Economic Impact of the Pandemic mit Jutta Allmendinger, Birte Meier & Richard V. Reeves

Online

Während die COVID-19-Pandemie weiterhin Leben auf der ganzen Welt beeinträchtigt, wird deutlich, dass die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen einen regressiven Effekt auf die Gleichstellung der Geschlechter haben. Die Soziologin Jutta Allmendinger vermutete kürzlich, dass die Pandemie Deutschland in Bezug auf die erreichte Gleichstellung von Männern und Frauen um 30 Jahre zurückwerfen werde. Vor allem Mütter seien durch die bisherige Corona Politik benachteiligt. Aber war die Situation jemals wirklich besser? Oder verschärft die Pandemie nur Ungleichheiten, die es schon lange vor dem Virus gab, wie der Ökonom Richard V. Reeves meint?

An der Podiumsdiskussion nehmen Jutta Allmendinger (Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, WZB) und Richard V. Reeves (Senior Fellow und Direktor der Future of the Middle Class Initiative, The Brookings Institution) teil. Moderiert wird die Diskussion von Birte Meier (Journalistin, ZDF), deren Aufenthalt im Thomas Mann House in Los Angeles zur Arbeit an "Equal Pay in Kalifornien und was Deutschland davon lernen kann" durch die Coronavirus-Pandemie unterbrochen wurde.

Die Thomas Mann Fellowships werden gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Montag, 29.03.2021

Europeans in Exile: Thomas Mann’s L.A. | Capstone Seminar an der UCLA

Los Angeles

In diesem Spring Quarter bieten das Digital Humanities Department der University of California Los Angeles und das Thomas Mann House ein Seminar über europäisches Exil in Kalifornien an. Es basiert auf der Online-Reihe Mann's L.A. 

Thomas Mann war einer von vielen europäischen Künstlern und Intellektuellen, die Los Angeles in den 1930er und 40er Jahren zu ihrer neuen Heimat machten. Das Seminar beleuchtet Manns Verbindungen zur Stadt und sein Netzwerk von Intellektuellen, mit denen er im Dialog stand, wie den Soziologen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, Schriftstellern wie Christopher Isherwood und Aldous Huxley, den Komponisten Arnold Schoenberg und Igor Stravinsky sowie den Filmemachern Ernst Lubitsch und Jean Renoir.   

Das Seminar wird von Professorin Wendy Perla Kurtz und Anthony Caldwell, Assistant Director des Digital Research Consortium an der UCLA, geleitet und von Nikolai Blaumer, Programmdirektor des Thomas Mann House, sowie Benno Herz, Projekt- und Kommunikationsmanager im Thomas Mann House, angeboten. In Lesungen, Workshops und Diskussionen werden die Studierenden Praktiken der digitalen Geisteswissenschaften mit den inhaltlichen Themen des Kurses verbinden. 

Weitere Informationen: https://dh.ucla.edu/undergradcourses/  


Das Seminar ist eine Kooperation des UCLA Digital Humanities Department und dem Thomas Mann House.


Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. is supported by the German Federal Foreign Office and Federal Government Commissioner for Culture and the Media.

            

 

Mittwoch, 31.03.2021

Radical Diversity: Diskussionsreihe mit Mohamed Amjahid & Max Czollek (New York)

Online

Die nächste Folge von Radical Diversity macht Halt in New York, einem der Zentren für Medien und Journalismus in den USA. Journalistin, Autorin und Redakteurin Carla Murphy, die sich mit Ungleichheit und Vielfalt im Journalismus beschäftigt, wird mit Max Czollek und Mohamed Amjahid darüber sprechen, wie man diverse und nachhaltige Redaktionen aufbaut und wie wir die problematische Geschichte von 'Objektivität' im Journalismus hinterfragen kann.

Mohamed Amjahid und Max Czollek kommen mit amerikanischen Gästen ins Gespräch über Strategien für eine offenere, vielfältigere, gerechtere Gesellschaft in Deutschland und den USA. Thomas Mann Fellow und Autor Mohamed Amjahid und Poet und Publizist Max Czollek sprechen über erfolgreichen politischen Aktivismus für mehr Diversität. Sie diskutierten die Rolle von Geschichtspolitik für den Integrationsdiskurs in beiden Ländern und stellen die Frage: Wie drückt sich die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt in Politik und Kunst beider Länder aus? Was sind Gegenentwürfe zu weißer, hegemonialer Kultur?

 

Teilnehmer*innen

Carla Murphy ist Journalistin und redaktionelle Beraterin. Ihr Kampf als Reporterin, Nachrichten für und nicht über marginalisierte oder einkommensschwache Gemeinschaften zu berichten, treibt ihren aktuellen Fokus auf Reformen im Journalismus an. Im Rahmen der News Integrity Initiative leitet sie datengestützte Diversity-Projekte für Student*innen und Journalist*innen. Sie ist Redakteurin des Lewis Raven Wallace Podcasts und hat im Auftrag des Center for Community Media die Studie The State of Black News Media in the U.S. verfasst.

Mohamed Amjahid wurde als Sohn von so genannten Gastarbeitern in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft in Berlin und Kairo und forschte an verschiedenen anthropologischen Projekten in Nordafrika. Während seines Studiums arbeitete er als Journalist für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Deutschlandfunk. Er arbeitete als politischer Reporter für die Wochenzeitung Die Zeit und das Zeit Magazin. Anthropologisch und journalistisch beschäftigt er sich mit Menschenrechten, Gleichberechtigung und Umbrüchen in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Mohamed Amjahid ist Thomas-Mann Fellow 2020.

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Im Jahr 2012 schloss er sein Studium der Politikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin ab. Im Jahr 2016 schloss er sein Promotionsstudium am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) ab. Seit 2009 ist Czollek Mitglied des Lyrikkollektivs G13, das Bücher veröffentlicht und Vorträge organisiert. Von 2013 bis 2018 war er Kurator des internationalen Projekts Babelsprech International, dessen Ziel es war, die Vernetzung junger deutschsprachiger und europäischer Poesie- und Lyrikergemeinschaften zu fördern. Im Jahr 2018 erschien sein Aufsatz Desintegriert Euch! bei Carl Hanser.

Online Webinar am 31.03.2021, 18:00 (MEZ). Bitte hier registrieren.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.

 


“Radical Diversity” wird präsentiert von den Goethe-Instituten in Nordamerika in Kooperation dem Thomas Mann House, dem Institute for Social Justice & Radical Diversity, gefördert durch die Heinrich-Böll Stiftung Nordamerika.

    

Freitag, 02.04.2021

Counter-Memories: Virtuelle Dialog-Reihe mit Paul Holdengräber, Viet Thanh Nguyen, Susan Neiman & weiteren Gästen

Online

In den Vereinigten Staaten, in Deutschland und in der ganzen Welt stellen Bürger*Innen tradierte historische Erzählungen in Frage und reflektieren über die Bedeutungen und Auswirkungen öffentlicher Denkmäler. Jüngste Proteste und Interventionen rund um Statuen konföderierter Generäle und Persönlichkeiten wie Kolumbus oder Bismarck, spiegeln die Sehnsucht wider, dominante Geschichte(n) und ihr fortwährendes Vermächtnis in der Gegenwart zu korrigieren und kritisch zu hinterfragen.

Ab dem 12. Oktober 2020 wird die Gesprächsreihe Counter-Memories eine Reihe von internationalen Denkmälern und Erinnerungsorten untersuchen, deren symbolische Bedeutung viel über unser Verhältnis zur Geschichte verrät. Das Thomas Mann House, die Goethe-Institute in Nordamerika und die Onassis Foundation LA werden Künstler*Innen, Aktivist*Innen und Intellektuelle zu bebilderten virtuellen Gesprächen rund zum Thema historisches Gedächtnis zusammenbringen.

Counter-Memories ist eine Kooperation zwischen den Goethe-Instituten Nordamerika, der Onassis Foundation Los Angeles und dem Thomas Mann House in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Shaping the Past".

Dienstag, 20.04.2021

"Last Letters: The Prison Correspondence between Helmut James and Freya von Moltke" – Virtuelle Diskussion mit Johannes & Dorothea von Moltke

Online

Gefängnis Tegel, Berlin, im Herbst 1944. Helmuth James von Moltke wartet auf seinen Prozess wegen seiner führenden Rolle im Kreisauer Kreis, einer der wichtigsten deutschen Widerstandsgruppen gegen die Nazis. Wie durch ein Wunder ist der Gefängniskaplan in Tegel Harald Poelchau, ein Freund und Mitverschwörer von Helmuth und seiner Frau Freya. Von Helmuths Ankunft in Tegel Ende September 1944 bis zum Tag seiner Hinrichtung durch die Nazis am 23. Januar 1945 trug Poelchau täglich Helmuths und Freyas Briefe ins und aus dem Gefängnis und riskierte dabei sein eigenes Leben. Freya bewahrte diese Briefe für den Rest ihres langen Lebens auf.

Dorothea und Johannes von Moltke, die Enkel von Helmuth James von Moltke und seiner Frau Freya, diskutieren ihr 2019 erschienenes Buch Last Letters: The Prison Correspondence Between Helmuth James and Freya von Moltke 1944-45. Das Buch ist ein zutiefst persönlicher Bericht über die Liebe, den Glauben, den Widerstand und den Mut des Paares im Angesicht des Faschismus.

Teilnehmer*innen

Dorothea von Moltke promovierte in deutscher Literatur an der Columbia University. Sie ist Mitinhaberin von Labyrinth Books in Princeton und engagiert sich nachhaltig für soziale Gerechtigkeit, insbesondere durch den Aufbau von Bibliotheken in Gefängnissen in New Jersey und seit kurzem durch das Projekt Princeton Mutual Aid.

Johannes von Moltke erhielt seinen Doktortitel in Literatur von der Duke University. Er ist Professor an der University of Michigan, wo er gemeinsam für Germanistik und Film, TV & Medien berufen ist. Professor von Moltke ist Mitglied der Michigan Society of Fellows, Vizepräsident der American Friends of Marbach und ehemaliger President der German Studies Association. In Michigan war er Organisator des alle zwei Jahre stattfindenden German Film Institute.

Live Online-Webinar am 20. April, 2021 um 02:00 Uhr (MEZ)

Zur Anmeldung.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 


Die Veranstaltung wird präsentiert von der Lecture Series Exile and Resistance des USC Max Kade Instituts in Kooperation mit dem Thomas Mann Haus, dem Goethe Pop Up Seattle, den USC Libraries und der Elliott Bay Book Company.

Sonntag, 09.05.2021

Überlebende der Bücherverbrennung: App Launch

Online

Anlässlich des Jahrestages der deutschlandweiten, vom Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund angeführten Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 erzählen wir Geschichten von elf Schriftsteller:innen, deren Werke bei der Bücherverbrennung vernichtet wurden. Die kostenlose Smartphone-App erzählt anhand ihrer Wohn- und Wirkstätten in Berlin sowie an fünf weiteren Orten, an denen das Zeitgeschehen thematisiert wird, bildreich und durch insgesamt 16 Hörstücke vom Leben in der Weimarer Republik, der Machtübernahme, den Schikanen und Verfolgungen durch die Nationalsozialisten, von der Flucht ins Ausland und dem Leben im Exil, der Rückkehr einiger nach Deutschland und der Rezeption ihrer Werke bis heute. Wir möchten damit die Aktualität der erzählten Schicksale und Werke aufzeigen und für die auch heute noch weltweit anhaltende Bedrohung der freien Meinungsäußerung sensibilisieren.

Neben Autorinnen wie Irmgard Keun, Nelly Sachs und Anna Seghers liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Autor:innen, die ihr Exil an der Westküste der USA verbrachten, dem sogenannten „Weimar am Pazifik“: Vicki Baum, Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Thomas und Heinrich Mann, Erich Maria Remarque und Franz Werfel versuchten mit mehr oder minder großem Erfolg einen Neuanfang in Hollywood. „Überlebende der Bücherverbrennung“ erzählt nicht nur von den persönlichen Verlusten der Exilgeschichte, sondern auch von im Exil entstandenen neuen Werken, die bis heute Welterfolge der Literatur und des Theaters sind. Das Projekt spannt einen Bogen bis in die Gegenwart und zeigt die Aktualität ihrer Werke und die Erfahrungen der elf Autor:innen.

Das Online-Angebot „Überlebende der Bücherverbrennung“ erscheint am 9. Mai auf Deutsch und später im Monat Englisch in der berlinHistory App für Android und iOS. Autor ist der Literatur- und Kulturwissenschaftler Dr. Thomas Schneider. Innerhalb der App kann das Angebot über einen Klick auf das VATMH-Logo erreicht werden.

 

 

In Kooperation mit BerlinHistory e.V.

Montag, 10.05.2021

Freiheit des Wortes – Wo gilt das noch? Mit Michelle Müntefering, Heike Catherina Mertens, Ghassan Hammash, Nahed Al Essa & weiteren Gästen

Online

Nur 12 Ländern kann in Belangen der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit die Note „gut“ gegeben werden. So hat es die Organisation Reporter ohne Grenzen in einem aktuellen Bericht erklärt. Auch in Deutschland gab es noch nie so viele Übergriffe gegen Medienschaffende wie in den vergangenen Jahren. Weltweit sitzen mehr als 400 Journalist:innen und Blogger:innen in Haft: Eine davon ist die Vietnamesin Pham Doan Trang, die 2014 als Feuchtwanger Fellow in der Villa Aurora arbeitete und im vergangen Jahr verhaftet wurde. Sie analysierte Methoden der Meinungseinschränkung, die wir als Ausgangspunkt für Lesungen und eine Diskussion mit internationalen Künstler:innen und Autor:innen sowie Vertreter:innen aus Politik und Kultur nehmen wollen, um die Frage zu beleuchten: Wo gilt die Freiheit des Wortes noch?

Diese und viele weitere Fragen diskutieren Michelle Müntefering (Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete aus Herne), Heike Catherina Mertens (Geschäftsführerin des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V.), Ralf Nestmeyer (Vizepräsident PEN-Zentrum Deutschland und Writers-in-Prison-Beauftragter) und vor allem diese Künstler:innen und Autor:innen: Ghassan Hammash (syrischer Kulturmanager und Produzent; Gründer und Geschäftsführer von der Barzakh gGmbH), Çiğdem Akyol (deutsche Journalistin und Autorin), Nahed Al Essa (geflüchtet aus Syrien, lebt, arbeitet und schreibt in Deutschland), Enoh Meyomesse (kamerunischer Autor, Historiker, Blogger und politischer Aktivist, wurde nach vierjähriger Haft auf Initiative des Writers-in-Prison Programms Deutschland freigelassen und lebt seither in Darmstadt. Seit der Haft in Kamerun hat ihn Jürgen Strasser als deutschsprachiger Übersetzer begleitet), Şehbal Şenyurt Arınlı (türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin, wurde 2017 inhaftiert und musste die Türkei verlassen, 2017-2020 Writers in Exile-Stipendiatin). Moderiert wird die Veranstaltung von Shelly Kupferberg.

Mittwoch, 12.05.2021

Leadership in the Arts or Failure is what it's all about! Mit Mischa Kuball, Lilian Haberer, Steven D. Lavine & Jörn Jacob Rohwer

Online

Online-Diskussion mit Mischa Kuball, Lilian Haberer, Steven D. Lavine und Jörn Jacob Rohwer. Einführung: Heike Catherina Mertens / auf Englisch

Warum Scheitern ein mögliches Prinzip in der Lehre und der künstlerischen Praxis ist und wie ein Leben, das sich mit Kulturpolitik, Avantgarde, Philanthropie, Führung und "Karrierewegen" in der Kunst beschäftigt hat, in eine gesprächsbasierte Biografie verwandelt wurde, steht im Mittelpunkt der Online-Diskussion mit Mischa Kuball, Lilian Haberer, Steven D. Lavine und Jörn Jacob Rohwer.  

Anlass für das Gespräch gibt die gerade erschienene Biografie des ehemaligen CalArts-Präsidenten Steven D. Lavine, die von Villa Aurora-Alumnus Jörn Jacon Rohwer verfasst wurde: Jörn Jacob Rohwer / Steven D. Lavine. Failure is What It's All About. A Life Devoted to Leadership in the Arts. Deutscher Kunstbuchverlag, 2021. ISBN: 978-3-422-98155-3, Preis: 34,90 € [D] 

Zur Teilnahme an der Veranstaltung melden Sie sich bitte bis zum 9. Mai 2021 per E-Mail an: lecture120521@khm.de. Sie erhalten den Zoom-Link und das Passwort per Email am Vortag der Veranstaltung (11. Mai).

In Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln.

Samstag, 22.05.2021

Weighing Moral Goods in Corona Politics – Simone Chambers, Christoph Möllers & Julian Nida-Rümelin im Gespräch

Online

Politische Antworten auf die COVID-19 Pandemie erfordern eine Abwägung von moralischen und rechtlichen Gütern. Infektionsschutz und Fürsorge für vulnerable Gruppen stehen dabei anderen Gütern wie Versammlungsfreiheit, Recht auf Bildung oder das Recht auf freie Religionsausübung gegenüber. Entsprechende Abwägungen zu treffen, ist Teil von politischen Aushandlungsprozessen. Dabei kommt es innerhalb föderaler Demokratien, aber auch auf internationaler Ebene zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. So gelten etwa in Berlin andere Regelungen als in Los Angeles. Und während in Schweden und in einzelnen US-Bundesstaaten persönliche Handlungsfreiheit und individuelle Verantwortung betont werden, priorisieren viele andere Länder den Schutz der Schwächsten und setzen auf verpflichtende kollektive Maßnahmen.

Der Verfassungsrechtler und Thomas Mann Fellow Christoph Möllers (Humboldt-Universität zu Berlin) wird mit dem Philosophen Julian Nida-Rümelin (Ludwig-Maximilians-Universität München) und der Politikwissenschaftlerin Simone Chambers (University of California Irvine) ins Gespräch kommen. Welche ethischen und rechtlichen Konflikte sind für die Corona Politiken in Deutschland und den USA bedeutsam? Und was ist aus dieser Auseinandersetzung für eine demokratische Erneuerung zu lernen? Das Gespräch wird moderiert von Georg Diez. Diez ist Schriftsteller und langjähriger Journalist. Er arbeitet unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Die Zeit und als politischer Kolumnist für Spiegel Online. Er ist Chefredakteur des The New Institute.

Teilnehmer*innen

Simone Chambers ist Professorin für Politikwissenschaft an der University of California in Irvine. Sie forscht und publiziert zu Themen wie deliberative Demokratie, öffentliche Vernunft, Öffentlichkeit, Säkularismus, Rhetorik, Höflichkeit und zum Werk von Jürgen Habermas und John Rawls. Kürzlich veröffentlichte sie zusammen mit Peter Nosco einen Sammelband über Navigation im Pluralismus: Dissent on Core Beliefs: Religious and Secular Perspectives (Cambridge University Press, 2015). Sie arbeitet mit der Gruppe Participedia zusammen, die Daten über deliberative und partizipative Initiativen auf der ganzen Welt sammelt.

Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtswissenschaft an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind das deutsche, europäische und vergleichende Verfassungsrecht, regulierte Industrien, Demokratietheorie im öffentlichen Recht und die Theorie der Normativität. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und war Richter am Oberverwaltungsgericht in Berlin. Im Jahr 2016 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. Möllers ist Thomas Mann Fellow 2021.

Julian Nida-Rümelin studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft in München und Tübingen. Seit 2004 lehrt er Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seine Forschungsgebiete sind die Theorie der Rationalität, Ethik und politische Philosophie. Nida-Rümelin war im ersten Kabinett Gerhard Schröders als Staatsminister für Kultur tätig. 2016 wurde er mit der Europamedaille der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Nina-Rümelin ist stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats. Gemeinsam mit Natalie Weidenfeld veröffentlichte er kürzlich das Buch Die Realität des Risikos (Piper Verlag).

Livestream am 22. Mai 2021 um 20:00 Uhr (MEZ).

Zum Stream.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 


Die Veranstaltung ist eine Kollaboration des Thomas Mann House und The New Institute.

Sonntag, 23.05.2021

Reflections of a Nonpolitical Man – Mark Lilla & Thea Dorn im Gespräch

Online

Thomas Manns Buch Betrachtungen eines Unpolitischen (1918) zeugt davon, wie der bürgerliche Schriftsteller Thomas Mann während des Ersten Weltkriegs zu einem glühenden Verfechter der deutschen Sache und einer Stimme der völkischen deutschen Rechten wurde. Während der Titel des 1918 erschienenen Buches eine Flucht vor dem Politischen suggeriert, stehen die Jahre des Ersten Weltkriegs für den Beginn von Thomas Manns wechselvollem Leben als politischer Schriftsteller.

Der Historiker Mark Lilla und die Publizistin Thea Dorn diskutieren, wie Thomas Mann vom überzeugten Antidemokraten zum Verfechter der Weimarer Republik wurde und was wir daraus lernen können, um aktuellen polarisierenden Tendenzen zu begegnen. Edwin Frank (New York Review Books) wird die Veranstaltung moderieren. Im Mai 2021 erscheint Reflections of a Nonpolitical Man bei New York Review Books als Teil ihrer NYRB Classics Edition.

Teilnehmer*innen

Mark Lilla ist Professor für Geisteswissenschaften an der Columbia University und ein preisgekrönter Essayist für die New York Review of Books. Zu seinen Büchern gehören The Once and Future Liberal. After Identity Politics; The Stillborn God: Religion, Politics und The Reckless Mind: Intellectuals in Politics. Er lebt in Brooklyn, New York.

Thea Dorn ist Autorin von preisgekrönten Romanen, Theaterstücken, Drehbüchern und Essays und seit März 2020 Hauptmoderatorin der Sendung Literarisches Quartett im deutschen Fernsehen. Zuletzt veröffentlichte sie das Buch Trost. Briefe an Max bei Penguin. Thea Dorn lebt in Berlin.

Das Gespräch wird moderiert von Edwin Frank. Frank wurde in Boulder, Colorado, geboren und studierte am Harvard College und an der Columbia University. Er ist der Autor von Snake Train: Poems 1984-2013 und Redaktionsleiter der Reihe NYRB Classics.

Livestream am 23. Mai 2021 um 11:00 Uhr (PST).

Bitte hier registrieren.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 


Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Thomas Mann House, New York Review Books, 1014 und Skylight Books.

     

Donnerstag, 03.06.2021

The City of Man: The Future of Multilateral Politics – Nina Hachigian, Friedhelm Marx & Michael Zürn im Gespräch

Online

Von den Bedrohungen einer globalen Pandemie, über den Klimawandel, Rechtsstaatlichkeit, Terrorismus bis hin zu Menschenrechten: Die Welt steht vor Problemen, die Staaten nicht alleine lösen können. Doch die notwendige Zusammenarbeit in einer globalisierten Welt setzt voraus, dass bestimmte Prinzipien und Werte von allen Parteien geteilt werden. Multilateralismus ist also sowohl Voraussetzung als auch Instrument für alle Staaten, um miteinander zu kooperieren und gemeinsame Ziele zu verfolgen, aber auch um konkurrierende Interessen auszugleichen und zu regeln.

Wie die Brookings Institution in der kürzlich erschienenen Studie Competing for Order gezeigt hat, geht die aktuelle Malaise der multilateralen Ordnung tiefer als die nationalistischen Bestrebungen einzelner Politiker. In der internationalen Arena droht eine Logik des "Du bist für uns oder gegen uns" die Oberhand zu gewinnen.

Es ist an der Zeit zu fragen: Was ist die Zukunft der multilateralen Politik? Und welche konkreten Maßnahmen können sie heute wiederbeleben? Und - ganz konkret - welche Lehren lassen sich aus der Initiative The City of Man. A Declaration on World Democracy, die Thomas Mann 1940 gemeinsam mit Reinhold Niebuhr, Antonio Giuseppe Borgese und anderen ins Leben rief, um ihre Vision eines globalen und stabilen Staatensystems zu skizzieren, in dem Humanität das Leitprinzip für die Sicherung von Frieden und sozialer Wohlfahrt sein würde.

Diese Veranstaltung stellt Perspektiven aus Diplomatie, Politikwissenschaft und Literatur vor und bringt sie in ein gemeinsames Gespräch.

Teilnehmer*innen

Botschafterin Nina Hachigian wurde 2017 vom Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin für internationale Angelegenheiten ernannt. Ihr Büro ist bestrebt, die globalen Verbindungen von Los Angeles zu erweitern, um Arbeitsplätze und Kultur zu fördern. Davor diente sie als Vertreterin der USA bei der Association of Southeast Asian Nations. Sie war Senior Fellow und Senior Vice President am Center for American Progress und Direktorin des RAND Center for Asia Pacific Policy. Von 1998 bis 1999 gehörte sie zum Stab des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus Clintons.

Friedhelm Marx studierte Sprach- und Literaturwissenschaft und katholische Theologie in Tübingen, Bonn und an der University of Virginia. 1994 wurde er in Bonn mit einer Arbeit über Goethe und Wieland promoviert; 2000 habilitierte er sich an der Bergischen Universität Wuppertal mit einer Arbeit über Christusfigurationen im Werk Thomas Manns. Seit 2004 hat Friedhelm Marx den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg inne. Er ist Thomas Mann Fellow 2021.

Michael Zürn ist Politikwissenschaftler. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entstehung und Funktionsweise von internationalen und supranationalen Institutionen und deren Auswirkungen auf die globale politische Ordnung. Prof. Zürn ist Direktor der Abteilung Global Governance am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2014 auch der Academia Europaea. Er ist Thomas Mann Fellow 2021.

Das Gespräch wird moderiert von Kimberly Marteau Emerson. Emerson ist Anwältin, Bürgerrechtlerin und Menschenrechtsaktivistin. Sie ist u.a. Mitglied im Vorstand von Human Rights Watch, im Beratungsausschuss für Europa und Zentralasien und in den Stadtkomitees von Berlin und Los Angeles (Co-Vorsitzende emerita).

Mit einführenden Worten von Generalkonsul Stefan Schneider, Los Angeles.

Livestream am 3. Juni 2021 um 20:00 Uhr (MEZ)

Eintritt frei, die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Bitte registrieren Sie sich hier.

 


Diese Veranstaltung wird präsentiert vom Thomas Mann House in Zusammenarbeit mit dem American Council on Germany und dem Deutschen Generalkonsulat Los Angeles.

Montag, 07.06.2021

Everything will change. Narrating Extinction: Mit Ursula K. Heise, Mojib Latif, Randy Olson, Carla Reemtsma & weiteren Gästen

Online

Die Pandemie hat uns in den Ausnahmezustand versetzt. Aber aus ferner Zukunft wird man sich an unsere Zeit nicht in erster Linie als die „Corona-Jahre“ erinnern, sondern als Ära des Massensterbens in der Tier- und Pflanzenwelt. Was jetzt verschwindet, wird für immer verschwunden bleiben und zukünftige Generationen werden uns an unserer Ignoranz messen. Wir schreiben Naturgeschichte und selbst im Rauschen der Gegenwart ist es unsere Verantwortung, uns dessen bewusst zu sein. Aber was wäre, wenn wir es schaffen könnten, nicht Armut und Chaos, sondern eine Renaissance zu begründen?

Diese Veranstaltung basiert auf Marten Persiels neuem Film "Everything will change" (Flare Film, 2021). An der Podiumsdiskussion nehmen Ursula K. Heise (Marcia H. Howard Chair in Literary Studies am Department of English und am Institute of the Environment and Sustainability an der UCLA), Mojib Latif (Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums - DKK), Randy Olson (Filmemacher, Produzent & Meeresbiologe) und Carla Reemtsma (Aktivistin, Fridays for Future, Deutschland) teil. Moderiert von Villa Aurora-Alumnus Marten Persiel (Filmemacher und Regisseur des Dokumentarfilms "This Ain't California"). Es begrüßen Heike Catherina Mertens (VATMH) und Johannes Vogel (Museum für Naturkunde).

Senden Sie uns Ihre Fragen zum Artensterben über Slido. (Keine Anmeldung nötig)

Diese Veranstaltung ist Teil Langen Nacht der Ideen 2021 des Auswärtigen Amts.

Donnerstag, 17.06.2021

Haircuts & Social Justice: Drei Generationen aus Los Angeles im Gespräch. Mit Karen Tongson, Madin Ray Lopez & Reeves Gift

Online

Angesichts der andauernden Proteste und Initiativen gegen Rassendiskriminierung in den USA wird vielerorts diskutiert, inwiefern sich heutiger politischer Aktivismus von dem früherer Generationen unterscheidet.​
 
Drei Generationen, allesamt nicht-weiße Mitglieder der queeren Community in Los Angeles, kommen für ein Gespräch über Politik und Protest, soziale Gerechtigkeit, Identität und Fürsorge zusammen: Madin Ray Lopez, Filmemacher Reeves Gift und Genderforscherin Karen Tongson treffen sich im ProjectQ, einem Friseursalon und Kommunikationszentrum, das sich in erster Linie trans und queeren, nicht-weißen Jugendlichen widmet, die häufig Diskriminierung erfahren und von Obdachlosigkeit bedroht sind.
 
 
Aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln werden die drängenden Anliegen für mehr soziale Gerechtigkeit besprochen und welchen Beitrag ProjectQ in Los Angeles und andere queere und antirassistische Projekte dazu leisten.​

 
 

Teilnehmer*innen

Karen Tongson ist „Professor of English, gender & sexuality studies, and American studies & ethnicity“ an der University of Southern California. Sie ist die Autorin zweier Bücher: Why Karen Carpenter Matters (2019, demnächst in Europa bei Faber books, November 2021). und Relocations: Queer Suburban Imaginaries (2011). Sie schreibt Beiträge und Kommentare für NPR, Los Angeles Review of Books (LARB), L.A. Weekly, BuzzFeed Reader, The Los Angeles Times, The Washington Post, und Public Books, sowie für andere wissenschaftliche und öffentliche Foren. Sie ist Co-Host des Podcasts Waiting to X-hal‪e.

Madin Ray Lopez (They/Them) ist Gründer*in des ProjectQ. Schon früh war klar, dass Haareschneiden zum Beruf werden sollte, da es eine zuverlässige Karriere darstellte, in welcher auch Kreativität eine Rolle spielt. Nach eigenen traumatischen <wbr>Kindheitserfahrungen, machte Madin as sich zur Lebensaufgabe, LGBTQIA+-Jugendlichen zu helfen. ProjectQ entstand 2012 und im Juni 2018 eröffnete Madin „The ProjectQ Salon & Community Center“. Madin hofft, Jugendlichen und sich selbst beweisen zu können, dass Hartnäckigkeit schlechte Verhältnisse übertrumpfen kann.

Reeves Gift ist ein Filmemacher aus Washington DC mit Wurzeln in Trinidad. Er verbrachte seine Kindheit zwischen Trinidad und den USA und entwickelte so eine Liebe für Geschichten und traditionelle Folklore. Reeves studiert momentan an der School of Cinematic Arts der University of Southern California und plant ein Autor und Produzent in der Filmindustrie zu werden. Zu seinen Leistungen zählen Projekte und Serien mit dem PBS (Public Broadcasting Service) und der Stadt Los Angeles, sowie verschiedene photographische Projekte.

Schauen Sie das Video hier.

 


Das Kultursymposium Weimar ist ein diskursives Festival des Goethe-Instituts für neue Netzwerke und Ideen. Das Video ist der Beitrag des Thomas Mann House zum Symposium und eine Kooperation mit dem Goethe-Institut Los Angeles.

    

Samstag, 19.06.2021

Last Best Hope: America in Crisis and Renewal – George Packer & Thomas Aujero Small im Gespräch

Online

In seinem neuen Buch Last Best Hope, America in Crisis and Renewal, diagnostiziert der mit dem National Book Award ausgezeichnete Autor George Packer Amerikas Abstieg in einen gescheiterten Staat und entwirft einen Weg zur Überwindung der Spaltungen, Ungerechtigkeiten und des Stillstandes im Land. Thomas Aujero Small, ehemaliger Bürgermeister von Culver City, Kalifornien, hat die Reaktion der Stadt auf die Covid-Krise mitgestaltet und dabei aus erster Hand erfahren, welchen massiven Druck die Pandemie auf die Demokratie in einer politisch gespaltenen Gesellschaft ausübt.

Packer und Small werden über die entscheidenden Fragen diskutieren, die in Packers Buch aufgeworfen werden, und über die Verzweiflung und die Hoffnung für die Demokratie in Amerika, die das Jahr der Pandemie so eindringlich offenbart hat.

 

Teilnehmer

George Packer ist ein preisgekrönter Autor und Journalist bei The Atlantic. Er ist Autor der Bücher The Unwinding: An Inner History of the New America (ausgezeichnet mit dem National Book Award), The Assassins' Gate: America in Iraq, und Our Man: Richard Holbrooke and the End of the American Century (Gewinner des Hitchens Prize und des Los Angeles Times Book Prize für Biografie). Er ist außerdem Autor von zwei Romanen, einem Theaterstück sowie Herausgeber einer zweibändigen Ausgabe der Essays von George Orwell. Seine Essays und Artikel sind unter anderem in Boston Review, The Nation, World Affairs, Harper's, The New York Times und The New Yorker erschienen. Packer war Kolumnist für Mother Jones und schrieb von 2003 bis 2018 für The New Yorker.

Thomas Aujero Small ist Gründer und CEO der gemeinnützigen Organisation Culver City Forward, einer öffentlich-privaten Partnerschaft, die Führungskräfte aus der Wirtschaft, der Regierung, dem Bildungswesen, der Philanthropie und der Gemeinde Culver City zusammenbringt, um eine überparteiliche und faktenbasierte Plattform zur Stärkung der Wirtschaft von Culver City, zur Unterstützung der lokalen Arbeitskräfte und zur Erfüllung der vielfältigen Bedürfnisse der geschäftlichen, bürgerlichen und kommunalen Interessengruppen zu bieten. Small diente zuvor im Stadtrat von Culver City, Kalifornien, von April 2016 bis Dezember 2020, einschließlich seiner Rotation als Bürgermeister von Culver City von 2018 bis 2019. Small wurde 2018 von seinen Kollegen im Stadtrat einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Vor seiner Wahl in den Stadtrat war er als Beauftragter für kulturelle Angelegenheiten tätig.

Livestream am 19.Juni, 2021 um 20:00 Uhr (MEZ).

Schauen Sie das Video hier.

Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 


Diese Veranstaltung ist eine Kollaboration mit Village Well Books & Coffee

Samstag, 07.08.2021

Thomas Mann & Modern Music in L.A. – The Kaleidoscope Chamber Orchestra zu Gast im Thomas Mann House

Online

Los Angeles hat eine reiche Kulturgeschichte und ist seit über hundert Jahren die Heimat vieler der größten Künstler*innen der Welt. Vor allem während des Zweiten Weltkriegs kamen etliche Musiker*innen ins Exil nach Los Angeles und knüpften enge Verbindungen zu Thomas Mann, darunter Arnold Schönberg, Ernst Toch und Hanns Eisler. Das Thomas Mann House freut sich, in Zusammenarbeit mit dem Kaleidoscope Chamber Orchestra ein Programm zu präsentieren, das die reiche Geschichte der Musik von Komponisten, die mit Thomas Mann und Los Angeles verbunden sind, aus Vergangenheit und Gegenwart feiert.

Zusätzlich zur Aufführung wird der Moderator Rich Capparela (KUSC Radio), vor dem Konzert eine Diskussion über
Thomas Mann, die Musik aus dem Programm und die Verbindungen zu zeitgenössischen Themen aus Politik, Gesellschaft und Kultur führen.

 

Programm

Part I, Samstag, 7. August, 20:00 Uhr (MEZ):

Alma Mahler, 4 Lieder
Dale Trumbore, What Only Poetry Can Do
Arnold Schoenberg, Sechs Kleine Klavierstücke, op. 19
Hanns Eisler, Hollywooder Liederbuch

Part II, Sonntag, 8.August, 20:00 Uhr (MEZ):

Arnold Schoenberg, Das Buch der hängenden Gärten, op. 15
Reena Esmail, Rang de Basant
Ernst Toch, Profiles
Sarah Gibson, Arson

Das Programm ist aufgeteilt in zwei Teile. Die Videos werden am 7. und 8. August 2021 um 20 Uhr veröffentlicht.

Klicken Sie hier für Part I & Part II.

Der Eintritt ist frei.

 


Diese Veranstaltung ist eine Kollaboration mit dem Kaleidoscope Chamber Orchestra.

Donnerstag, 09.09.2021

"The Magician": Lesung von Colm Tóibín und Gespräch mit Friedhelm Marx

Los Angeles

Lesung und Gespräch im Garten des Thomas Mann House

In seinem neuen Roman “The Magician” erzählt der preisgekrönte irische Autor Colm Tóibín das Leben von Thomas Mann als Roman. Von der Kindheit in Lübeck bis zur Heirat in München, von der Gegnerschaft gegen die Nazis bis zum amerikanischen Exil.

So wie Tóibín in “The Master” das Leben von Henry James beschrieben hat, so berichtet sein neues Buch von dem Leben des Nobelpreisträgers, des brillanten, vielschichtigen Künstlers, dessen Leben sich in einer Zeit entfaltet, in der Wandel und Krieg Europa erschüttern. Der Roman enthält faszinierende Abschnitte über das Deutschland der Zwischenkriegszeit: die Inflation, die wachsende Unzufriedenheit, das Chaos, aber auch die künstlerische und sexuelle Freiheit, die Manns Kinder Erika und Klaus erlebten und auslebten. Wir sehen Thomas und Katia Mann, wie sie sich in einer neuen und fremden Heimat zurechtfinden müssen, zunächst in Princeton und später in Los Angeles.

"Das Werk eines erstklassigen Romanciers, kunstvoll, bewegend und schön," schrieb die New York Times Book Review über das Werk. Der Autor wird ins Gespräch kommen mit dem Literaturwissenschaftler und Thomas Mann-Experten Friedhelm Marx.

Der Roman erscheint in deutscher Übersetzung am 27. September 2021 beim Hanser Verlag. Übersetzt aus dem Englischen von Giovanni Bandini.

 


 

© Reynaldo Revera

Colm Tóibín ist einer der wichtigsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman Der Süden (1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. In deutscher Übersetzung erschienen sind im Hanser Verlag u.a. der Henry-James-Roman Porträt des Meisters in mittleren Jahren (2005), Mütter und Söhne (Erzählungen, 2009), Brooklyn (Roman, 2010) und Nora Webster (Roman, 2016). Colm Tóibín ist Professor für Geisteswissenschaften an der Columbia University. Tóibín stand dreimal auf der Shortlist für den Booker Prize. Er lebt in Dublin und New York.

 

© Martin Steiner

Friedhelm Marx ist Lehrstuhlinhaber für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg. Er ist Mitherausgeber des Thomas Mann-Handbuchs (Stuttgart 2018) und seit 2015 Sprecher der Jury zur Verleihung des Thomas Mann-Literaturpreises der Hansestadt Lübeck sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Friedhelm Marx ist seit 2006 Vizepräsident der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft und momentan Fellow des Thomas Mann House Los Angeles.


Veranstaltungsort:

Thomas Mann House
1550 N San Remo Drive
Pacific Palisades, CA 90272

Nur auf Einladung.

 


Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und am 19. September auf dem Villa Aurora & Thomas Mann House Youtube-Kanal veröffentlicht.

 


Eine Veranstaltung des Thomas Mann House in Zusammenarbeit mit Scribner, Skylight Books und Goethe-Institut Irland.

          


Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. is supported by the German Federal Foreign Office and Federal Government Commissioner for Culture and the Media.

            

 

Freitag, 24.09.2021

Konferenz: John Rawls's "A Theory of Justice at Fifty"

Notre Dame

Im Jahr 2021 fallen sowohl der 50. Jahrestag der Veröffentlichung von Eine Theorie der Gerechtigkeit und der hundertste Geburtstag von John Rawls zusammen. Aus Anlass dieser Jubiläen richtet die University of Notre Dame im September eine internationale Konferenz aus. Es werden etwa 25 der besten politischen Philosoph:innen der Welt zusammenkommen, die sich mit Rawls' Werk auseinandersetzen – einige kritisch, andere wohlwollend. Die Konferenz verspricht, das wissenschaftliche Verständnis seines Denkens und dessen Bedeutung für die heutige Politik zu fördern.

Thomas Mann Fellow Rainer Forst ist eingeladen, an dem Panel "Rawls and Public Reason Liberalism" am 24. September um 15:45 Uhr teilzunehmen.

 

Das Programm der Konferenz und Informationen zur Registrierung finden Sie hier.


Location:

University of Notre Dame
McKenna Hall Conference Center
1399 N. Notre Dame Avenue
Notre Dame, IN 46556

Register here

© Forst

Prof. Dr. Rainer Forst ist Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschung befasst sich mit Fragen der Gerechtigkeit, Demokratie und Toleranz sowie der Kritischen Theorie und der praktischen Vernunft in der Tradition Immanuel Kants. Im Jahr 2012 erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG. Er ist ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Corresponding Fellow der British Academy. Von 2010 bis 2018 war er Mitherausgeber von "Ethics" (jetzt dort im Board), er ist Mitglied des Executive Editorial Committee von "Political Theory" und in unterschiedlichen Funktionen an zahlreichen weiteren internationalen Zeitschriften beteiligt. Er ist Mitherausgeber der Reihen "Theorie und Gesellschaft" sowie "Normative Ordnungen" beim Campus Verlag. Prof. Dr. Rainer Forst ist Thomas Mann Fellow 2021.


Diese Konferenz wird organisiert vom Department of Philosophy der University of Notre Dame.


Der Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. wird gefördert vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

            

 

Freitag, 08.10.2021

The End of Crises? Political Reflections after the German Election

Los Angeles

Panel Discussion mit Karen Alter, Simone Chambers, Rainer Forst, Christoph Möllers und Michael Zürn. Moderiert von Alexandra Lieben.

Die zurückliegende Bundestagswahl am 26. September markierte nicht nur das Ende der Ära von Kanzlerin Angela Merkel, sondern auch einen politischen Moment der Wahrheit nach vier überaus turbulenten Jahren. Im Zentrum stehen dabei die Klimakrise, deren katastrophale Auswirkungen auch in Deutschland immer greifbarer werden, die fortdauernde Bekämpfung der Corona-Pandemie, sowie Bedrohungen für das westliche Wertebündnis.

Unterstützt in Deutschland zwar grundsätzlich eine Mehrheit Klimaschutz und Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, so machen doch die massiven Auseinandersetzungen um Infektionsschutz auch die Polarisierung der politischen Öffentlichkeit deutlich. Kontroversen über Reisefreiheit und eine gerechte Verteilung von Impfstoffen demonstrieren, dass die Pandemie nicht nur eine Krise für die deutsche Demokratie, sondern auch für das europäische und transatlantische Bündnis darstellt.

Inwiefern können die zurückliegenden Bundestagswahlen eine Zäsur für die Bewältigung jener politischen Krisen sein? Welche Perspektiven bieten sich, um öffentliches Vertrauen wiederherzustellen und politische Teilhabe zu stärken? Welche außenpolitischen Maßnahmen wären nötig, um die Regression des demokratischen Westens aufzuhalten? Die Veranstaltung wird moderiert von Alexandra Lieben.

Teilnehmer:innen

Karen Alter ist Norman-Dwight-Harris-Professorin für internationale Beziehungen und Professorin für Politik- und Rechtswissenschaften an der Northwestern University, ständige Gastprofessorin am iCourts Center for Excellence der juristischen Fakultät der Universität Kopenhagen und Ko-Direktorin der Forschungsgruppe für globalen Kapitalismus und Recht an der Northwestern University. Alter konzentriert sich in ihrer Forschung auf die Konstruktion globaler Wirtschaftsregeln zur Regulierung von Handel und Geld, auf die Determinanten eines politisch nachhaltigen Kapitalismus sowie auf sogenannte 'backlash politics'.

Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtswissenschaft an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind das deutsche, europäische und vergleichende Verfassungsrecht, regulierte Industrien, Demokratietheorie im öffentlichen Recht und die Theorie der Normativität. Im Jahr 2016 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. Möllers ist Thomas Mann Fellow 2021.

Simone Chambers ist Professorin für Politikwissenschaft an der University of California in Irvine. Sie forscht und publiziert zu Themen wie deliberative Demokratie, öffentliche Vernunft, Öffentlichkeit, Säkularismus, Rhetorik, Höflichkeit und zum Werk von Jürgen Habermas und John Rawls. Sie arbeitet mit der Gruppe Participedia zusammen, die Daten über deliberative und partizipative Initiativen auf der ganzen Welt sammelt.

Rainer Forst ist Professor für Politische Theorie und Philosophie und Leiter des Forschungsverbunds "Normative Ordnungen" an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Fragen der Gerechtigkeit, der Demokratie und der Toleranz sowie der kritischen Theorie und der praktischen Vernunft. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Forst ist Thomas Mann House Fellow 2021.

Alexandra Lieben ist stellvertretende Direktorin des UCLA Burkle Center for International Relations - und Dozentin an der Luskin School of Public Affairs. Sie war beratende Dozentin für mehrere Projekte mit sozialer Wirkung an der UCLA Anderson School of Management und unterrichtet Studenten der UCLA und Fachleute aus dem öffentlichen und privaten Sektor in den Bereichen Krisendeeskalation, Konfliktlösung und kulturelle Kompetenz. Sie ist Mitglied des Thomas Mann House Advisory Board.

Michael Zürn ist Direktor der Forschungseinheit Global Governance am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entstehung und Funktionsweise internationaler und supranationaler Institutionen und deren Auswirkungen auf die globale politische Ordnung. Zürn ist Thomas Mann House Fellow 2021.


Veranstaltungsort:

Thomas Mann House
1550 N San Remo Drive
Pacific Palisades, CA 90272

Nur auf Einladung.

 


Eine Veranstaltung des Thomas Mann House.

Samstag, 16.10.2021

Wiedereinweihung von Thomas Manns Flügel – Feier & Konzert mit Igor Levit

Los Angeles

Feier und Konzert mit Igor Levit, Frido Mann und Staatsministerin Michelle Müntefering. Moderiert von Alex Ross.

Nach Jahrzehnten in Europa findet der Flügel der Familie Mann wieder zu seinem alten Platz in Kalifornien zurück. Enkel Frido Mann vermachte das Erbstück der Bundesrepublik Deutschland: „Aus Dankbarkeit für den Erwerb und die Umwidmung von Thomas Manns früherem kalifornischem Exilhaus in eine Stätte des transatlantischen Dialoges im Dienste von Demokratie und Frieden durch die deutsche Bundesregierung habe ich dieses historisch symbolträchtige und gleichzeitig in die Zukunft weisende Instrument – ich glaube ganz im Sinne meines Großvaters – als Geschenk an die Bundesregierung wieder in sein ursprüngliches Zuhause zurückgegeben.“

Auf dem Stutzflügel des Fabrikats Wheelock spielten nicht nur Zeitgenossen Thomas Manns wie der Dirigent Bruno Walter und der Soziologe und Komponist Theodor W. Adorno. Das Instrument begleitete den Schriftsteller während der Enstehung seines Musikerromans Doktor Faustus und Mann improvisierte an dem Instrument über Wagners Tristan-Akkord. Als die Familie Mann Anfang der fünfziger Jahre nach Europa zurückkehrte, nahm sie das Instrument mit in ihr Haus am Züricher See. Der Flügel wurde generalüberholt und wird durch den herausragenden Pianisten Igor Levit wiedereingeweiht, von der New York Times beschrieben als „einer der wichtigsten Künstler seiner Generation“. Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, nimmt die Spende von Frido Mann vor Ort entgegen. Zur Spende sagt sie: „Orte wie das Thomas Mann House sind essenziell, um die globalen Herausforderungen zu bestehen, vor denen wir stehen. Ich bin mir sicher: Thomas Mann hätte sich gefreut, dass sein Flügel jetzt an diesen besonderen Ort zurückkehrt.“

Programm

Begrüßung: Steven Lavine, Vorsitzender des Advisory Boards des Thomas Mann House

Rede: Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt

Rede: Frido Mann, Spender des Instruments

Performance: Igor Levit, Piano Sonata No. 32 in C minor, Op. 111, Ludwig van Beethoven

Gespräch: Igor Levit, Frido Mann und Michelle Müntefering, moderiert von Alex Ross (The New Yorker)

Performance: Igor Levit, Piano Sonata No.1, in F minor, Op.2 No.1, Ludwig van Beethoven

Dank: Nikolai Blaumer, Programmdirektor Thomas Mann House

Teilnehmende

© Felix Broede / Sony Classical

Igor Levit wurde von Musical America zum Recording Artist of the Year (2020), von Gramophone Classical Music Awards zum Artist of the Year (2020) und zum Gilmore Artist 2018 ernannt. Im November 2020 wurde er für den Grammy Award in der Kategorie Best Classical Instrumental Solo nominiert. Er ist regelmäßiger Solist mit den weltweit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Wiener Philharmonikern. Levits hochgelobte Ersteinspielung der 32 Beethoven-Sonaten wurde mit dem Gramophone Artist of the Year Award und dem Opus Klassik Award ausgezeichnet. Seine jüngste Veröffentlichung ist ein Doppelalbum mit den 24 Präludien und Fugen op. 87 von Schostakowitsch und der Passacaglia von Ronald Stevenson auf DSCH. Für sein politisches Engagement wurde Igor Levit 2019 mit dem 5. Internationalen Beethovenpreis ausgezeichnet, gefolgt von der Verleihung der Statue B des Internationalen Auschwitz Komitees im Januar 2020. Im Oktober 2020 wurde Igor Levit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Igor Levit ist ein exklusiver Recording-Artist von Sony Classical. Exklusives weltweites Management: Kristin Schuster, Classic Concerts Management GmbH.

© Thomas Elsner

Dr. theol. Frido Mann, Enkel des Nobelpreisträgers Thomas Mann, wirkte nach dem Studium der Musik, der Katholischen Theologie und der Psychologie als klinischer Psychologe und Professor für Psychologie in Münster, Leipzig und Prag. Heute lebt er als freier Schriftsteller in München. Er veröffentlicht Essays, Romane und zusammen mit Christine Mann die Bücher Es werde Licht (2017) und Im Lichte der Quanten (2021). In seinem Buch Das Weiße Haus des Exils (2018) erinnert Mann an das politische Engagement der Manns im Exil und sieht sich mit der Frage konfrontiert, welche Wirkung der offene Dialog heute noch entfalten kann. Zuletzt erschien von ihm das Buch Democracy will win. Bekenntnisse eines Weltbürgers (2021). Frido Mann war Honorary Fellow am Thomas Mann House. Mehrfach war er während seiner Kindheit auch über längere Zeit im Haus der Großeltern in Pacific Palisades.

 

© Jorinde Gersina

Michelle Müntefering ist seit dem 14. März 2018 Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Sie ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages, direkt gewählt in ihrem Wahlkreis Herne/Bochum II. Nach ihrem Studium der Journalistik mit Schwerpunkt Wirtschaft (B.A.) arbeitete sie als freie Journalistin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag. In der 18. Legislaturperiode war Frau Müntefering Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Berichterstatterin für die Türkei und den Nahen Osten. Sie war Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Kultur- und Bildungspolitik im Ausland und Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages. Frau Müntefering ist u.a. Mitglied des Kuratoriums der Kulturstiftung des Bundes, Mitglied des Aufsichtsrates der Humboldt Forum Kultur GmbH und Mitglied des Rundfunkrates der Deutschen Welle.

 

© Josh Goldstine

Alex Ross ist seit 1996 Musikkritiker bei The New Yorker. Sein erstes Buch, The Rest Is Noise: Listening to the Twentieth Century, wurde mit dem National Book Critics Circle Award und dem Guardian First Book Award ausgezeichnet und war Finalist für den Pulitzer-Preis. Sein zweites Buch, die Essaysammlung Listen to This, wurde mit dem ASCAP-Deems Taylor Award ausgezeichnet. Sein neuestes Buch ist Wagnerism: Art and Politics in the Shadow of Music, ein Bericht über Wagners enormen kulturellen Einfluss. Er wurde mit einem MacArthur Fellowship, einem Guggenheim Fellowship und einem Arts and Letters Award der American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. Alex Ross ist Mitglied des Beirats des Thomas Mann House.


Veranstaltungsort:

Thomas Mann House
1550 N San Remo Drive
Pacific Palisades, CA 90272

Nur auf Einladung.

 


An event by the Thomas Mann House.

Mittwoch, 03.11.2021

Forum Demokratie: „Democracy will win“? Gefahren für die Demokratie

Berlin

mit Frido Mann, Manfred Görtemaker, Hedwig Richter und Jürgen Trittin
Moderation: Michaela Kolster

Teilnahme nur auf Einladung / Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr / Einlass: 18 Uhr /
Bitte beachten Sie die geltende 3G-Regelung

TV-Erstaustrahlung auf Phoenix am 6. November und 28. November um 13:00 Uhr

Oder online in der Phoenix Mediathek

Aufgrund der im Auswärtigen Amt beginnenden Koalitionsverhandlungen mussten wir kurzfristig das Forum Demokratie in die Urania verlegen.

Neuer Veranstaltungsort: Urania, Kleist-Saal, An der Urania 17, 10787 Berlin

„Democracy will win“ – diese Prognose sprach Thomas Mann 1938 bei der Ankunft im US-amerikanischen Exil in New York mit großer Überzeugungskraft in die Kamera. Er warb insbesondere von seinem kalifornischen Exilort intensiv für die freiheitliche Demokratie und erhob seine Stimme gegen Faschismus und Diktatur. Heute, wo demokratische Grundwerte diesseits und jenseits des Atlantiks erneut durch Populismus und Nationalismus in Frage gestellt werden, nimmt Frido Mann, Enkel von Thomas Mann, in seinem jüngsten Buch die Krisensymptome der demokratischen Systeme in den USA wie in Europa in den Blick.

 

„Demokratie heißt nichts anderes, als Menschsein und Menschenwürde möglich zu machen.“, schreibt Frido Mann in „Democracy will win“. Wie Demokratie im 21. Jahrhundert gelingen kann und was uns die jüngere Geschichte dafür mit auf den Weg gibt, diskutieren Frido Mann sowie die Geschichtsprofessor:innen Hedwig Richter und Manfred Görtemaker unter der Leitung von Phoenix-Programmgeschäftsführerin Michaela Kolster. Die Sondersendung von VATMH und Phoenix fragt nach den Gefahren für die Demokratie. Was und wer bringt die Demokratie in Gefahr? Welchen Anfechtungen ist sie ausgesetzt? Und wie kann sie diesen Anfechtungen widerstehen?

mit

Frido Mann

© Thomas Elsner

Dr. theol. Frido Mann, Enkel des Nobelpreisträgers Thomas Mann, wirkte nach dem Studium der Musik, der Katholischen Theologie und der Psychologie als klinischer Psychologe und Professor für Psychologie in Münster, Leipzig und Prag. Heute lebt er als freier Schriftsteller in München. Er veröffentlicht Essays, Romane und zusammen mit Christine Mann die Bücher Es werde Licht (2017) und Im Lichte der Quanten (2021). In seinem Buch Das Weiße Haus des Exils (2018) erinnert Mann an das politische Engagement der Manns im Exil und sieht sich mit der Frage konfrontiert, welche Wirkung der offene Dialog heute noch entfalten kann. Zuletzt erschien von ihm das Buch Democracy will win. Bekenntnisse eines Weltbürgers (2021). Frido Mann war Honorary Fellow am Thomas Mann House. Mehrfach war er während seiner Kindheit auch über längere Zeit im Haus der Großeltern in Pacific Palisades.

 

Hedwig Richter

© Studio Fabian Hammerl

Prof. Dr. Hedwig Richter ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Ihre Forschung wurde unter anderem mit dem Anna-Krüger-Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin ausgezeichnet. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören Demokratie- und Diktaturgeschichte, deutsche, europäische und transatlantische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert und Geschlechterforschung. Zuletzt erschien von ihr bei Suhrkamp „Aufbruch in die Moderne. Reform und Massenpolitisierung im Kaiserreich. Berlin 2021“.​

Manfred Görtemaker

© Karla Fritze - University of Potsdam

Prof. em. Dr. Manfred Görtemaker ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Potsdam mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte. Zuvor lehrte er an der Università di Bologna, am St Antony’s College der University of Oxford, am Dartmouth College und an der Duke University. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören u.a. „Thomas Mann und die Politik“ (2005), „Britain and Germany in the Twentieth Century“ (2006), „Deutschland und der Westen. Gedanken zum 20. Jahrhundert.“ (2016). Zuletzt erschien von ihm und Christoph Safferling im C. H. Beck Verlag „Die Akte Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit.“ (2016)

Jürgen Trittin

© Laurence Chaperon

Jürgen Trittin MdB ist Mitglied des Bundestages seit 1998 und seit 1980 Mitglied der Grünen. Von 1998 bis 2005 war er Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und von 2009 bis 2013 Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Er studierte Sozialwissenschaften in Göttingen. Aktuell ist er ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung der NATO sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union.

Moderation: Michaela Kolster

Michaela Kolster ist ZDF-Programmgeschäftsführerin des Ereignis- und Dokumentationskanals PHOENIX in Bonn. Zuvor war sie u.a. Leiterin des ZDF-Studios Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und Korrespondentin im ZDF-Hauptstadtstudio Bonn und Berlin. Sie studierte Politische Wissenschaften, Japanologie und Neue Geschichte in Bonn und Tokyo. Sie moderiert die PHOENIX-Sendungen „unter den linden“, „unter den linden spezial“, „unter den linden persönlich“, das Forum Demokratie sowie Sondersendungen zu Bundestags- und Landtagswahlen sowie zur Wahl des Europäischen Parlaments.

Hinweise zur Veranstaltung

Einlass

 

Nach §3 der Infektionsschutzverordnung, sind wir verpflichtet hier oder am Einlass persönliche Daten der Gäste zu erheben. Diese werden 30 Tage gespeichert und nach Ablauf der Zeit automatisch gelöscht.

 

Veranstaltungsdokumentation

 

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Veröffentlichung von Fotografien und Videos durch VATMH e.V. einverstanden, die im Rahmen der Veranstaltung ggfs. von Ihnen erstellt werden.

Barrierefreiheit

 

Der Veranstaltungsort ist eingeschränkt barrierefrei. Rollstuhlnutzer:innen werden gebeten, sich im Vorfeld anzumelden: infoberlin@vatmh.org

Die Redebeiträge werden nicht in DGS übersetzt.

Garderobe

 

Es steht eine Garderobe zur Verfügung. Bitte verzichten Sie auf die Mitnahme von Großgepäckstücken.

Hygienekonzept

Stand 24.09.2021 

Das nachstehende Hygienekonzept gilt als Handlungsanweisung für alle an künstlerischen Veranstaltungen beteiligten Personen im Rahmen der Ausstellung "all the lonely people" und ihres Rahmenprogramms. Es orientiert sich an dem Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, den Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie der Handlungsempfehlung des Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.) und dem DEHOGA Bundesverband. Entsprechend der aktuellen Entwicklung und Forschungslage werden einzelne Punkte oder das gesamte Konzept ggf. laufend aktualisiert und angepasst. 

Anmeldung / Vorverkauf und Kasse

Kontaktloser Kartenkauf: Karten können online und vor Ort gekauft werden. Alle Karten werden elektronisch verschickt (auch Pressekarten, Gästeliste und freie Begleitkarten). Es gibt vor Ort eine Kasse. Zur Kontaktvermeidung bitten wir jedoch darum, Tickets im Vorfeld online zu erstehen.

Kontaktdatenerfassung: Zur Nachverfolgung im Infektionsfall sind wir verpflichtet, die Kontaktdaten aller Besucher:innen aufzunehmen. Die Daten werden datenschutzkonform gespeichert und nach vier Wochen gelöscht.

Getestet/Geimpft/Genesen (3G): Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme an Veranstaltungen von VATMH nur unter Nachweis eines aktuellen negativen Ergebnisses eines Antigen Schnelltests oder PCR-Tests möglich ist (nicht älter als 24 Stunden). Der Testnachweis muss Angaben über das Datum und die Uhrzeit des Tests enthalten, sowie den Namen der getesteten Person und der Stelle, die den Test durchgeführt hat. Ausgenommen hiervon sind vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen und Genesene, deren Infektion mindestens 28 Tage zurückliegt, aber nicht länger als sechs Monate. Beides ist durch entsprechende Nachweise zu belegen. 

Bitte berücksichtigen Sie, dass eine Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich ist, wenn Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatten oder selbst an einem Infekt der oberen Atemwege leiden. 

Vor Veranstaltungen 

Alle Besucher:innen sind dazu angehalten, während Ihres gesamten Aufenthalts am Veranstaltungsort stets eine medizinische Maske ohne Ventil (FFP2 oder OP) zu tragen. Auf den Sitzplätzen zur gastronomischen Verpflegung sowie auf Sitzplätzen bei Veranstaltungen auf dem Außengelände kann die Maske abgelegt werden. Auf den Gebrauch von Fächern muss im gesamten Gebäude verzichtet werden, da das Zufächern von Luft zu einer Verbreitung von Aerosolen beiträgt. 

Der Publikumsverkehr ist über ein ausgeschildertes Einbahnstraßensystem geregelt, um den reibungslosen Publikumsfluss und die Einhaltung der gebotenen Abstände kümmert sich zusätzlich das Einlasspersonal. 

Zugangskontrolle 

Unser Einlasspersonal kontrolliert die Anmeldung/Eintrittskarten sowie die negativen Test-, Impf- oder Genesungsnachweise in der Regel direkt am Zugang zum Veranstaltungsort.

Alle Karten müssen digital oder ausgedruckt vorgezeigt und kontaktlos gescannt werden. Die Test-, Impf- und Genesungsnachweise müssen in lesbarer Form vorgezeigt werden, reine QR-Codes können nicht anerkannt werden.

Gastronomie/Catering 

Bei der Durchführung des Caterings werden folgende Schutzmaßnahmen umgesetzt:

  • Einbahnstraßensystem an der Cateringstation
  • Möglichkeit zur Händedesinfektion an der Essensausgabe
  • Abtrennung/Spuckschutz aus Plexiglas o.ä. Material zwischen Speisen und Kunden.
  • Ausgabe der Speisen durch Cateringpersonal.

Gebrauchte Gläser, Besteck und Geschirr werden maschinell mit Temperaturen von 60 Grad Celsius oder ähnlich wirksamen Methodengereinigt.

Sanitäre Anlagen 

Für die Dauer der Veranstaltung findet eine laufende Reinigung statt. Häufig oder wechselnd genutzte Kontaktflächen werden in regelmäßigen Intervallen desinfiziert. Bodenflächen werden arbeitstäglich und zusätzlich nach optischem Verunreinigungsgrad gereinigt. Die Reinigung der Sanitärbereiche erfolgt ebenfalls in erhöhter Taktung sowie bei Bedarf.

Während der Veranstaltungen 

Am Platz 

Unsere Gäste sind dazu angehalten bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auch am Platz stets eine FFP2-Maske ohne Ventil zu tragen. Eine Ausnahme stellen Veranstaltungen im Außenbereich dar, bei denen unsere Gäste Ihre Masken am Platz abnehmen können. Auf den Gebrauch von Fächern muss am Platz verzichtet werden, da das Zufächern von Luft zu einer Verbreitung von Aerosolen beiträgt. 

Zusätzliche Maßnahmen 

Während der gesamten Veranstaltung befindet sich eine Person vom Einlasspersonal vor Ort, um behilflich zu sein, wenn Besucher:innen den Raum vorzeitig verlassen möchten. 

Lüften 

Um die Virenlast durch Aerosole zu verringern, wird der gesamte Veranstaltungsraum, entsprechend den Vorgaben des Senats, regelmäßig gelüftet. 

Verlassen des Veranstaltungsraumes 

Nach der Veranstaltung erfolgt der Auslass gleichzeitig über so viele Ausgänge wie möglich. Während der gesamten Auslassphase bleiben die genutzten Türen geöffnet, um auch hier ein Anfassen der Klinken zu vermeiden. 

Sonstiges 

Kontaktnachverfolgung

Bei Veranstaltungen mit Anmeldungen erfassen wir die notwendigen Informationen in der Anmeldemaske. In anderen Fällen empfehlen wir, die Corona-Warn-App der Bundesregierung zu verwenden.

Reinigung 

Während Veranstaltungen werden alle Oberflächen verstärkt und regelmäßig gereinigt. 

In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und Phoenix.

Freitag, 19.11.2021

On Difference, Inclusion and Innovation: Decoding the Myths of Silicon Valley

Los Angeles

Thomas Mann Fellow Magdalena Kröner, Literaturwissenschaftler Adrian Daub und Unternehmerin Mia Dand im Gespräch

An kaum einem anderen Ort der Welt sind digitale Technologie und Kultur so eng miteinander verwoben und gleichzeitig so vielfältig wie in Kalifornien. Seit dem Aufkommen der digitalen Kultur ist diese von Mythen und Idealen durchsetzt, die teils handlungsleitend sind, teils zur öffentlichen Rechtfertigung von Geschäftsmodellen genutzt werden.

Journalistin und Thomas Mann Fellow Magdalena Kröner spricht mit dem Literaturwissenschaftler Adrian Daub und der Unternehmerin Mia Dand darüber, welche Rolle Werte wie Differenz, Inklusion und Innovation im Silicon Valley spielen und inwieweit sie tatsächlich umgesetzt werden.

Participants

Mia Shah-Dand Photo: © courtesy of Women in AI Ethics

Mia Dand ist die Geschäftsführerin von Lighthouse3, einem strategischen Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Oakland, Kalifornien. Mia Dand berät große Unternehmen in Bezug auf verantwortungsvolle Innovationen mit neuen und aufkommenden Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI). Dand hat viel Erfahrung bei der Leitung komplexer funktionsübergreifender Programme an der Schnittstelle von Business, Daten und Governance für globale Unternehmen. Sie ist die Gründerin der globalen Initiative Women in AI Ethics, Erfindern der jährlichen 100 Brilliant Women in AI Ethics-Liste und des Online-Verzeichnisses Women in AI Ethics, der führenden Ressource für die Anerkennung, Rekrutierung und Förderung talentierter Frauen in diesem Bereich.

 

 

© Adrian Daub

Adrian Daub ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der Stanford University und Direktor des Stanford Program in Feminist, Gender and Sexuality Studies. Seine Forschung konzentriert sich auf die Überschneidung von Literatur, Musik und Philosophie im neunzehnten Jahrhundert, und er ist Autor mehrerer Bücher, die von akademischen Verlagen veröffentlicht wurden. Seine Artikel sind in The Guardian, The New Republic, n+1, Longreads und der Los Angeles Review of Books erschienen. Sein neuestes Buch ist What Tech Calls Thinking: An Inquiry into the Intellectual Bedrock of Silicon Valley (FSG Originals x Logic, 2020).

 

 

 

© Image: private

Magdalena Kröner arbeitet als freie Autorin, Essayistin und Kunstkritikerin in Düsseldorf. Sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie (M.A.) an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Sie schreibt für Publikationen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Quarterly, Kunstforum International, Monopol und Die Zeit. Seit 2016 beschäftigt sie sich verstärkt mit der Semantik und Ethik der digitalen Kultur und Technologien. Gerade hat sie eine neue Essayreihe für das Kunstforum International begonnen: Digital Bodies - das neue Bild des Menschen an der Schnittstelle von Technologie, Kunst und Körperpolitik. Magdalena Kröner ist Thomas Mann Fellow 2021.

 


Location:

Thomas Mann House
1550 N San Remo Drive
Pacific Palisades, CA 90272

By invitation only.

 


An event by the Thomas Mann House.

Freitag, 03.12.2021

Beyond the Virgin Land

Los Angeles

Autorin Alexandra Kleeman im Gespräch mit Thomas Mann Fellow Heike Paul.

In ihrem neuesten Roman Something New Under the Sun erzählt die New Yorker Autorin Alexandra Kleeman von einem Romanautor, der die dunkle Seite Hollywoods entdeckt. Sie beschreibt ein Kalifornien, das durch Dürren und Waldbrände gezeichnet ist und in dem sich nur noch Reiche das Überleben leisten können.

Im Gespräch mit Heike Paul, Amerikanistin und Fellow des Thomas Mann House, wird Kleeman über alte und neue Mythen des amerikanischen Westens nachdenken. Welche Rolle spielt Hollywood für jene mythischen Hoffnungen und Sehnsüchte, aber auch deren Entzauberung? Was macht Hollywood als Ort so besonders, um über den Zustand des Landes und der Welt nachzudenken? Und was kann Literatur dazu beitragen, um kulturelle Vorstellungen neu zu schreiben, die eine nachhaltigen Zukunft vorstellbar – und realisierbar – machen?

 

Participants

© Fred Tangerman

Alexandra Kleeman ist Autorin der Romane Something New Under the Sun (2021) und You Too Can Have a Body Like Mine (2016), der von der New York Times als Editor's Choice ausgezeichnet wurde. Ihre Belletristik wurde u. a. in The New Yorker, The Paris Review, Zoetrope, Conjunctions und Guernica veröffentlicht. Ihre weiteren Texte erschienen in Harper's, The New York Times Magazine, Vogue, Tin House, n+1 und The Guardian. Sie ist Preisträgerin des Berlin Prize und des Bard Fiction Prize und war Fellow an der American Academy in Rom. Sie lebt in Staten Island und unterrichtet an der New School.

 

 

 

© Karoline Glasow

Heike Paul ist Professorin für Amerikanistik, insbesondere nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Forschungsschwerpunkte auf dem Gebiet einer kulturhermeneutisch orientierten Amerikanistik beschäftigen sich u. a. mit kulturellen Mustern der Gemeinschaftsbildung in den USA. 2018 wurde ihr der Leibniz-Preis und 2021 der Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst verliehen. Zu ihren Veröffentlichungen zählen unter anderem: Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus (2021), The Myths That Made America (2014) und Kulturkontakt und Racial Presences: Afro-Amerikaner und die deutsche Amerika-Literatur, 1815-1914 (2005).

 

 

 


Location:

Thomas Mann House
1550 N San Remo Drive
Pacific Palisades, CA 90272

By invitation only.

 


An event by the Thomas Mann House.

Dienstag, 07.12.2021

The Regime of the Charlatan

Los Angeles

Literaturwissenschaftlerin Veronika Fuechtner im Gespräch mit Thomas Mann Fellow Claus Leggewie. Moderiert von Alexandra Lieben.

Politikwissenschaftler Claus Leggewie und Literaturwissenschaftlerin Veronika Fuechtner kommen in ein Gespräch über die faszinierende Macht von Scharlatanen, ihre Techniken und Menschen, die sich ihnen ergeben. Die Figur des Scharlatans, der Fähigkeiten vortäuscht und andere hinters Licht führt, zieht sich durch die Geschichte von Literatur wie Politik. Was macht es bis heute so schwer, Scharlatane zu entlarven und bekämpfen?

Hintergrundfolie des Gesprächs im Thomas Mann House ist Manns Novelle Mario und der Zauberer, die der Schriftsteller 1930 nach einer Reise ins faschistische Italien schrieb. Einige Jahre später veranlasste es die Schriftstellerin Grete De Francesco zu ihrer umfassenden Studie Die Macht des Charlatans, die jüngst wieder vermehrt Aufmerksamkeit erfährt. Das Gespräch wird moderiert von Alexandra Lieben.

 

 

Participants

© Dartmouth

Veronika Fuechtner ist Chair of Jewish Studies and Associate Professor of German Studies in Dartmouth. Sie ist die Autorin von Berlin Psychoanalytic (2011) und Mitherausgeberin von Imagining Germany, Imagining Asia (mit Mary Rhiel, 2013) und A Global History of Sexual Science 1880-1960 (mit Douglas E. Haynes und Ryan Jones, 2017). Aktuell arbeitet sie an einer Monographie über Thomas Manns brasilianische Mutter und Manns Konstruktion von Rasse und "Deutschtum". Im Frühjahr 2020 war sie Fellow an der American Academy in Berlin.

 

 

 

© Stephan Röhl

Claus Leggewie ist Politikwissenschaftler und Ludwig-Börne-Professor an der Universität Gießen. Er leitete zehn Jahre lang das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen und war unter anderem Gastprofessor an der Universität Paris-Nanterre und der New York University (Max-Weber-Chair). Er ist unter anderem Autor der Bücher Breivik, Dugin, al-Suri & Co (2016), gemeinsam mit Patricia Nanz, Die Konsultative: Mehr Demokratie durch Bürgerbeteiligung (2018) und zuletzt, gemeinsam mit Federic Hanusch und Erik Meyer, Planetar denken (2021). Claus Leggewie ist 2021 Honorary Fellow des Thomas Mann House.

 

 

 

© USC

Alexandra Lieben ist stellvertretende Direktorin des UCLA Burkle Center for International Relations - und Dozentin an der Luskin School of Public Affairs. Sie war beratende Dozentin für mehrere Projekte mit sozialer Wirkung an der UCLA Anderson School of Management und unterrichtet Studenten der UCLA und Fachleute aus dem öffentlichen und privaten Sektor in den Bereichen Krisendeeskalation, Konfliktlösung und kulturelle Kompetenz. Sie ist Mitglied des Thomas Mann House Advisory Board.


Location:

Thomas Mann House
1550 N San Remo Drive
Pacific Palisades, CA 90272

By invitation only.

 


An event by the Thomas Mann House.