Veranstaltungsarchiv Thomas Mann House
Oktober 2024
Wanderausstellung „Democracy Will Win!" am Lafayette College
Lafayette College (317 Hamilton St, Easton, PA 18042)
Die Wanderausstellung „Thomas Mann: Democracy Will Win!", die vom Thomas Mann House konzipiert wurde, wird von August bis Oktober in den Lafayette Art Galleries des Lafayette College, Pennsylvania gezeigt.

Join the Lafayette College for the traveling exhibition "Thomas Mann: Democracy Will Win!"
The exhibition commemorates the series of lecture tours that the Nobel Laureate conducted throughout the Unites States from the late 1930s to the mid-1940s. The first of these tours began at Northwestern University, where more than 4000 people came to hear him speak about the fundamental reasons for liberal democracy. “It is a terrible spectacle when the irrational becomes popular,” Mann said in a speech at the Library of Congress in 1943, and he drew on his considerable powers of thought and expression to counter the sources of this spectacle through his confident motto: “Democracy will win.”
The like-named exhibit is divided into two parts: the first charts the changes in Mann’s political views, while the second connects Mann’s lectures tours to current political situations in both Europe and the United States.
The galleries are open Wednesdays to Sundays, 12-5 pm.
Find more information here.
Die Wanderausstellung Thomas Mann: Democracy Will Win! findet in Zusammenarbeit mit dem German Department des Lafayette College statt.
Spatial Hour series mit Ulrike Klinger: Generative AI, Social Media, and the Super Election Year of 2024
University of California, Santa Barbara (Phelps 3512, CA 93106-4060)

Info
Öffentlich zugängliche Werkzeuge wie ChatGPT, Dall.E oder Midjourney ermöglichen es Internetnutzern, Texte und Bilder aus Eingabeaufforderungen zu erstellen, ohne Programmierkenntnisse oder Expertenwissen zu haben. Sie erweitern auch das strategische Arsenal politischer Kampagnen, indem sie beispielsweise günstige visuelle Inhalte ohne Urheberrechtsprobleme bereitstellen. In einer zunehmend visuellen Kampagnenumgebung auf Plattformen wie Instagram oder TikTok nutzen Politiker und politische Parteien diese Bilder, um ihre Ideologien zu veranschaulichen – und möglicherweise, um Desinformation zu erzeugen und zu verbreiten.
Wie bei vielen Technologien zuvor wird der Aufstieg der generativen KI von heftigen öffentlichen Debatten begleitet, die sich zwischen „Glanz“ und „Untergang“ bewegen, mit verschiedenen dichotomischen Vorhersagen, die von existenziellen Ängsten bis hin zu praktischen Bedenken reichen. In Bezug auf Wahlkampagnen kommt die KI in Zeiten des demokratischen Rückschritts und einer epistemischen Krise, was Sorgen über die Zukunft öffentlicher Sphären und die Wahrnehmung einer gemeinsamen Realität durch die Bürger schürt.
Können die weit verbreiteten KI-Tools, in Kombination mit der (bisher) nahezu unregulierten Verteilungsmacht der sozialen Medien, den perfekten Sturm entfachen – besonders in einem Jahr, in dem mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung zu Wahlen in über 60 Ländern aufgerufen wurde?
Teilnehmerin

Ulrike Klinger ist Kommunikationswissenschaftlerin und seit 2020 Inhaberin des Lehrstuhls für Digitale Demokratie sowie Direktoriumsmitglied der European New School of Digital Studies an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Sie ist assoziierte Forscherin am Weizenbaum Institut für die Vernetzte Gesellschaft in Berlin, an dem sie bis 2020 die Forschungsgruppe „Nachrichten, Kampagnen und die Rationalität öffentlicher Diskurse“ leitete. Sie forscht zu digitaler politischer Kommunikation, Technologie und Macht und der Transformation digitaler Öffentlichkeiten.
Elections 2024: Freedoms and Flashpoints - Elections Around the Globe in 2024
Bunche Hall, UCLA (11282 Portola Plaza, Los Angeles, CA 90095, USA)

Info
Im Rahmen der Democracy, Freedom and Truth Series des UCLA International Institute findet anlässlich der Wahlen 2024 die Paneldiskussion Freedoms and Flashpoints: Elections Around the Globe in 2024 statt, an der Thomas Mann Fellow Ulrike Klinger als Panelist teilnimmt.
Vier Podiumsteilnehmer werden jeweils kurz über wichtige Wahlen in Indien, Mexiko, Lateinamerika und der Europäischen Union sprechen und die Themen, die diese Wahlen in den Vordergrund gerückt haben. Anschließend wird das Publikum eingeladen, an einer größeren Diskussion teilzunehmen und zu überlegen, was diese und andere Wahlherde über die derzeitige Verschiebung der Weltordnung im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl im November 2024 offenbaren.
Teilnehmer:innen

Susanna Hecht hat akademische Rollen an der Luskin School of Public Affairs und dem Institute of the Environment and Sustainability an der UCLA. Sie ist außerdem Direktorin des Centers for Brazilian Studies am Latin American Institute. Sie spricht mehrere Sprachen und ihre Veröffentlichungen konzentrieren sich auf weitreichende Themen wie Migration, Urbanisierung, den Amazonas und natürliche Ressourcen in Südamerika.


Tejas Parasher, Assistant Professor für politische Theorie, hat eine gemeinsame Professur im Department of Political Science und dem International Institute an der UCLA. Er ist Autor von Radical Democracy in Modern Indian Political Thought (Cambridge, 2023). Seine Forschung untersucht die politische Philosophie der kollektiven Selbstbestimmung, politische Repräsentation und Staatsbürgerschaft.

Gaspar Rivera-Salgado ist Direktor des UCLA Center for Mexican Studies und Projektleiter am UCLA Labor Center, wo er Mitglied der Kernfakultät im UCLA-Programm für Arbeitsstudien ist. Er leitet die Global Labor Initiative mit einem Schwerpunkt auf grenzüberschreitenden, arbeiter-zu-arbeiter Kooperationen zwischen den USA, Mexiko und Kanada.
Partner
Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit von dem UCLA International Institute und dem UCLA Department of Education & Information Science

Rethinking Democracy: Megatrends and Their Challenges in Germany and Beyond
Online

Info
Anlässlich der Ausstellung Thomas Mann: Democracy Will Win! am Lafayette College wird Thomas Mann Fellow 2024, Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele, einen Vortrag über Demokratie, Megatrends und ihre Herausforderungen aus transatlantischer Sicht halten.
Megatrends prägen unsere Gesellschaften: Klimawandel, Urbanisierung, Digitalisierung und Migration, um nur einige zu nennen. Welche Herausforderungen stellen diese Megatrends für die heutigen Demokratien dar? Wie können demokratische Regierungen ihnen begegnen? Andrea Römmele konzentriert sich auf Deutschland, um zu analysieren, wie die aktuellen politischen Parteien mit diesen Herausforderungen umgehen. Wie lässt sich die wachsende Unterstützung für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) erklären, und gibt es Parallelen zu den Vereinigten Staaten?
Teilnehmerin

Andrea Römmele ist Professorin für politische Kommunikation sowie Dekanin und Vizepräsidentin an der Hertie School in Berlin. Sie hat einen Master-Abschluss der San Francisco State University, wurde in Heidelberg promoviert und an der Freien Universität Berlin habilitiert. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der digitalen Demokratie, Wahlen sowie Wahlkämpfe und Parteien. Eines ihrer zentralen Anliegen ist die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis. Eines ihrer aktuellen Projekte hierzu ist die gemeinsam mit der ARD entwickelte „Demokratie-Reportage”, die sie selbst moderiert.
Oper & Demokratie: bauhaus music 2024
the temporary bauhaus-archiv (Knesebeckstraße 1, 10623 Berlin)

Info
Freiheit – diesem hochaktuellen Thema widmet sich „Bauhaus Music 2024“. Mit dem Schwerpunkt auf Exil erkundet das dreitägige Festival die künstlerischen und politischen Haltungen oder Ausdrucksformen von damals bis heute. In moderierten Konzerten sind dabei unter anderem Werke von Arnold Schönberg, Kurt Schwitters, Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Alban Berg, Stefan Wolpe, Cathy Milliken und auch Ruth Crawford Seeger zu hören. Zahlreiche Künstler*innen, darunter die bekannten Solist*innen Claudia Barainsky, Kolja Blacher, Gunnar Brandt-Sigurdsson oder Jocelyn B. Smith, und das Deutsche Kammerorchester Berlin kommen an drei Tagen zusammen, um gemeinsam dem musikalischen Leben und Schaffen am Bauhaus nachzuspüren.
Programm
Klavier: Michal Friedländer
Bariton: Noam Heinz
Sopran: Alma Sadé
Klavier: Cathy Milliken
Gesang: Jocelyn B. Smith
Leitung: PD Dr. Kai Hinrich Müller
Moderation: Cathy Milliken, Kai Hinrich Müller, Karl-Heinz Steffens
Partner
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem bauhaus-archiv
What Moves an Electorate? Political Narratives in a Polarized World
UCLA School of Law (385 Charles E Young Drive East, Los Angeles, CA 90095)

Info
In einem Gespräch diskutieren Thomas Mann Fellow, Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele und Lynn Vavreck, Professorin für Amerikanische Politik und Public Policy an der UCLA, über den Einfluss von Medien, öffentlichen Endorsements bekannter Persönlichkeiten und Wahlkampagnen auf die Präsidentschaftswahlen 2024. Moderiert wird die Veranstaltung von Alexandra Lieben, stellvertretende Direktorin des Ronald W. Burkle Center for International Relations.
Wahlen haben gezeigt, dass Wähler:innen zwischen Kandidat:innen wechseln können, aber auch überhaupt zur Wahl gehen. Wissen wir, welche Art von politischer Botschaft eine Wählerschaft bewegt, was ankommt, was überzeugt? Es ist eine uralte Frage, die seit Beginn politischer Wahlkämpfe Kampagnen- und Kommunikationsstrateg:innen, Politiker:innen, politische Berater:innen und Medienexpert:innen unter anderem beschäftigt hat. Prominente Unterstützung wird oft gesucht und stets dankbar angenommen. Aber inwieweit können Unterstützungsbekundungen von Prominenten wie Taylor Swift, Dick Cheney oder Liz Cheney tatsächlich etwas bewegen?
In einer Umgebung, in der die Politik erstarrt scheint, Kommunikation durch Fehlinformationen und extreme Polarisierung erschwert wird und Themen in Fragen der Identität und persönlichen Werte verpackt sind, die notorisch schwer zu verändern sind – was kann den Unterschied machen? Gibt es etwas, das wir von jüngsten Wahlen anderswo, zum Beispiel in Europa, lernen können? Was sehen wir nicht, was verstehen wir nicht?
Teilnehmer:innen

Andrea Römmele ist Professorin für politische Kommunikation sowie Dekanin und Vizepräsidentin an der Hertie School in Berlin. Sie hat einen Master-Abschluss der San Francisco State University, wurde in Heidelberg promoviert und an der Freien Universität Berlin habilitiert. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der digitalen Demokratie, Wahlen sowie Wahlkämpfe und Parteien. Eines ihrer zentralen Anliegen ist die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis. Eines ihrer aktuellen Projekte hierzu ist die gemeinsam mit der ARD entwickelte „Demokratie-Reportage”, die sie selbst moderiert. Ihr neustes Buch Demokratie Neu Denken wurde im September 2024 veröffentlicht.

Lynn Vavreck, Marvin Hoffenberg Professor of American Politics and Public Policy an der UCLA, ist Expertin für Kampagnen, Wahlen und die öffentliche Meinung und beschäftigt sich mit Wahlwerbung, Umfragemethoden, Politik und Medien sowie dem Einfluss der Wirtschaftslage auf Wahlen. Vavreck ist Mitautorin von The Bitter End: The 2020 Presidential Campaign and the Challenge to American Democracy, in dem sie die Nachbeben des Wahlkampfs untersuchte. Sie ist außerdem Mitautorin von Identity Crisis: The 2016 Presidential Campaign and the Battle for the Meaning of America. Beide Bücher stützen sich auf Beobachtungen und Erkenntnisse von Nationscape, einer umfassenden wöchentlichen Meinungsumfrage unter den amerikanischen Wählern, für die Vavreck als Hauptforscherin tätig ist.

Alexandra Lieben ist stellvertretende Direktorin des Ronald W. Burkle Center for International Relations und Dozentin an der UCLA Luskin School of Public Affairs. Sie war Beraterin der Fakultät des Applied Management Research Program der UCLA Anderson School und ist Fakultätsmitglied des Promise Institute for Human Rights an der UCLA School of Law. Als zertifizierte Mediatorin unterrichtet sie an der UCLA Student:innen u. a. in konstruktiver Kommunikation und alternativer Streitbeilegung. Für Führungskräfte und Mitarbeiter:innen von Behörden der öffentlichen Sicherheit und des öffentlichen Sektors hält sie in diesem Bereich Seminare.
Partner
Threats to Democracies – Media and the 2024 Elections in Transatlantic Perspective | Workshop
University of North Carolina at Chapel Hill (Manning Hall, 216 Lenoir Dr Suite 100, Chapel Hill, NC 27599)

Info
Vom 23. bis 24. Oktober veranstaltet das Center for Information, Technology, and Public Life der University of North Carolina at Chapel Hill die zweitägige Veranstaltung Threats to Democracies: A Transatlantic Workshop on Media and the 2024 Elections in Zusammenarbeit mit UNC Global Affairs, Thomas Mann House Los Angeles und dem UNC Center for European Studies und unter Mitwirkung der UNC School of Information and Library Science. Zur Veranstaltung mit dem Fokus auf Medien, Technologie und Wahlen kommen renommierte Expert*innen zusammen, um kritische Herausforderungen für die Demokratien in den USA und Europa zu erörtern.
Wir befinden uns an einem Wendepunkt für globale Demokratien. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben konsolidierte Demokratien in Europa und Nordamerika — und weit darüber hinaus — keine ernsthaften Bedrohungen ihrer Legitimität durch externe und interne Akteure mehr erfahren. Extern umfasst dies Informationskriegsführung von nicht-demokratischen Mächten, die versuchen, den demokratischen und liberalen Konsens durch Propaganda sowie Fehlinformationen und Desinformation zu untergraben. Intern, in Ländern von den Vereinigten Staaten und Italien bis hin zu Deutschland und Frankreich, umfasst es den Aufstieg antidemokratischer Führer, Parteien und Bewegungen, die oft auf nativistischen, ausschließenden identitätspolitischen Positionen beruhen, als Reaktion auf Migration und Fortschritte hin zu mehr Gleichberechtigung für historisch nicht dominante rassische, ethnische und religiöse Gruppen.
Bis heute haben zwei weitgehend getrennte akademische Forschungsbereiche diese Dynamiken analysiert — und Interventionen entwickelt, um ihnen entgegenzuwirken. Einerseits studieren Politikwissenschaftler und Politische Psychologen Parteien, Koalitionen und öffentliche Meinung, oft unter Anwendung vergleichender Methoden, wobei sie jedoch häufig die schnellen Veränderungen in den Medien im Kontext des demokratischen Abbaus nicht berücksichtigen. Andererseits haben Kommunikations- und Medienwissenschaftler Medien und digitale Propaganda, Fehlinformationen/Desinformation, Polarisierung in sozialen Medien und vernetzte, rechtsextreme Bewegungen intensiv untersucht, dabei jedoch selten diese Themen mit politischen Institutionen in Verbindung gebracht.
Ziel dieser Initiative ist es, diese unterschiedlichen Forschungsstränge zusammenzuführen, um Bedrohungen für die Demokratie umfassender zu verstehen und zu analysieren — und in die politischen Institutionen zu investieren, auf die Demokratien angewiesen sind. Vor allem möchten wir öffentlich zugängliche Forschung entwickeln, die die öffentliche Debatte, Medien- und Plattformrichtlinien sowie Interventionen von zivilgesellschaftlichen Akteuren und politischen Entscheidungsträgern informiert.
Bitte beachten Sie: Der Workshop findet in geschlossenem Rahmen statt. Für den offenen Fireside Chat am Donnerstag um 17 Uhr finden Sie hier mehr Informationen.
Programm
Mittwoch, 23. Oktober
This panel explores the new challenges democracies on both sides of the Atlantic face from media and technological changes, with an emphasis on elections.
Moderator:
- Daniel Kreiss, Principal Investigator, CITAP & Professor, UNC Hussman School of Journalism and Media
Panelists:
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Francesca Tripodi, Principal Investigator, CITAP & Associate Professor, UNC School of Information and Library Science
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Guido Zurstiege, Professor for Media Studies, University of Tübingen
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Tobias Wilke, Assistant Professor of German, UNC Department of Germanic & Slavic Languages & Literatures
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Gregor Asmolov, Lecturer in Digital Entrepreneurship and Marketing, King's College London
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Jianing Li, Assistant Professor of Communication, Rutgers University Department of Communication.
This panel focuses on how social cleavages around race, ethnicity, religion, and immigration are weaponized in political narratives and elections.
Moderator:
- Ulrike Klinger, Professor for Digital Democracy, European New School of Digital Studies
Panelists:
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Meredith Clark, Principal Investigator, CITAP & Associate Professor, UNC Hussman School of Journalism and Media
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Jen Schradie, Associate Professor, Center for Research on Social Inequalities, Sciences Po
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Priscilla Layne, Director of the UNC Center for European Studies & Professor of German, UNC Department of Germanic & Slavic Languages & Literatures
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Sarah J. Jackson, Associate Professor, Annenberg School for Communication, University of Pennsylvania & Co-Director, Media, Inequality & Change Center
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Frank Baumgartner, Professor of Political Science, UNC Department of Political Science
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Robert Jenkins, Teaching Professor, UNC Department of Political Science
Donnerstag, 24. Oktober
This panel examines the resurgence of authoritarianism and anti-democratic politics, with a focus on how media and technology facilitate these trends.
Moderator:
- Ulrike Klinger, Professor for Digital Democracy, European New School of Digital Studies
Panelists:
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Alice Marwick, Director of Research, Data & Society
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Johannes Gerschweski, Research Fellow, Department of Global Governance, WZB Berlin Social Science Center
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Jakob Norberg, Professor of German Studies, Duke University
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Christiane Lemke, Emerita Professor of Political Science and International Relations, UNC Department of Political Science
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Annett Heft, Research Project Lead, Institute for Media and Communication Studies, Freie Universität Berlin
This panel addresses the role of media in increasing polarization, disinformation, and division during election campaigns.
Moderator:
- Daniel Kreiss, Principal Investigator, CITAP & Professor, UNC Hussman School of Journalism and Media
Panelists:
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Shannon McGregor, Principal Investigator, CITAP & Associate Professor, UNC Hussman School of Journalism and Media
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Frank Esser, Professor of International & Comparative Media Research, Universität Zürich.
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Pola Lehmann, Research Fellow, Center for Civil Society Research, WZB Berlin Social Science Center
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Stanislav Shvabrin, Russian Program Director & Associate Professor of Russian, UNC Department of Germanic & Slavic Languages & Literatures
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Radik Lapushin, Associate Professor of Russian Literature, UNC Department of Germanic & Slavic Languages & Literatures
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Chad Bryant, Professor, UNC Department of History
Freedom Forum Conference Center, Carroll Hall
A fireside chat on “Media Coverage of the 2024 U.S. Presidential Election: The View from Germany and the United States”.
With:
-
Tressie McMillan Cottom, a New York Times columnist, Principal Investigator, CITAP & Associate Professor, UNC School of Information and Library Science
-
Juliane Schäuble, U.S. Correspondent, Tagesspiegel Newspaper
Moderated by:
- Daniel Kreiss, Principal Investigator, CITAP & Professor, UNC Hussman School of Journalism and Media
RSVP here!
Student Council on "Democracy and Vulnerability"
Wende Museum (10808 Culver Blvd Culver City CA 90230)

Info
Das Wende Museum, dublab radio, und das Thomas Mann House laden Sie zu dem Live-Gespräch unserer monatlichen Interviewreihe zum Thema Democracy & Vulnerability am 26. Oktober in das neue A-Frame Theater des Wende Museums ein. Wie sollte eine Demokratie mit ihren eigenen Schwachstellen umgehen? Wie müssen sich Demokratien entwickeln, um erfolgreich mit den weltweit zunehmenden ökologischen Krisen, geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Ungleichheiten und Kulturkriegen umzugehen? Wie viel Verwundbarkeit kann eine Demokratie ertragen? Das Oktober-Programm der Reihe beschäftigt sich vor der US-Wahl mit dem globalen Aufstieg des Rechtspopulismus, zu dem Politikwissenschaftler Jonathan Homola und Historikerin Marla Stone sprechen werden.
Der Student Council besteht aus einem Team hochengagierter, talentierter und vielfältiger Bachelor- und Masterstudierender, die prominente Gastredner:innen einladen, um Themen zu Gesellschaft, Politik, Kultur und Kunst zu diskutieren. Im Gespräch mit Akademiker:innen, Journalist:innen, Politiker:innen und Künstler:innen werden die Studierenden die verschiedenen Bedrohungen für demokratische Institutionen und Prinzipien weltweit untersuchen sowie Strategien, um diese Bedrohungen möglicherweise zu überwinden.
Oktober Speakers

Jonathan Homola ist Assistenzprofessor an der Abteilung für Politikwissenschaft an der University of California, Los Angeles. Ein Großteil seiner Forschung beschäftigt sich mit Fragen der Repräsentation und der Wählerpräferenzen in westlichen Demokratien. Zu seinen Hauptinteressen gehören Xenophobie und die Unterstützung für rechtsextremistische Strömungen.

Marla Stone ist Professorin für Geschichte am Occidental College und spezialisiert auf die Geschichte des Faschismus sowie auf Fragen der Diktatur und des Völkermords in der Moderne. Stones Arbeiten betonen die Beziehung zwischen Kultur, Politik und dem Staat im 20. Jahrhundert. Sie hat zu verschiedenen Themen der europäischen Geschichte veröffentlicht, darunter die Kulturpolitik des italienischen Faschismus, Antikommunismus, die zeitgenössische extreme Rechte in Europa, die Erinnerungskultur zum Holocaust in Italien sowie die Kontinuitäten und Brüche zwischen historischem Faschismus und seinen zeitgenössischen Manifestationen. Sie lehrt am Occidental College seit 1994 und erhielt ihren M.A. und Ph.D. von der Princeton University.
Vorherige Episoden
Sie können frühere Episoden auf YouTube ansehen, die Aufzeichnungen auf dublab radio anhören oder die Zusammenfassung unserer Studierenden auf dem Blog des Thomas Mann House lesen
Das Student Council

Sara Abrahamsson studiert im vierten Jahr an der UCLA Kunstgeschichte und Französisch. Als Höhepunkt ihres künstlerischen und akademischen Interesses an politischer Grafik schreibt Sara derzeit ihre Abschlussarbeit über die internationalistische Plakatkunst des nachrevolutionären Kuba. Nach ihrem Abschluss plant sie, weiterhin in Museen zu arbeiten, bevor sie postgraduale Studien in Kunstgeschichte oder Kunstkonservierung aufnimmt.
Amy Cabrales ist eine First-Generation-Studentin im vierten Jahr an der UCLA, die Soziologie und Russisch studiert. Sie ist mexikanisch-amerikanischer Herkunft und wurde in Lynwood, Kalifornien, geboren. Ihre beruflichen Interessen umfassen interkulturelle Bildung durch Museumsarbeit oder Sprachunterricht sowie die Ansiedlung von Einwanderern. Ihre akademischen Interessen liegen in der Integration von Einwanderern und der Selbstidentität über Generationen hinweg. Sie plant, im akademischen Jahr 2024-25 nach Almaty, Kasachstan, zurückzukehren, um diese Interessen zu vertiefen und ihre Russischkenntnisse zu erweitern.
Elsa Coony studiert im vierten Jahr an der University of California, Los Angeles Global Studies und Deutsch. Sie hat bereits im United States Holocaust Memorial Museum als Führerin und Übersetzerin gearbeitet und freut sich darauf, dem diesjährigen Rat beizutreten. In der Zukunft hofft sie, eine Karriere in der internationalen Entwicklung zu verfolgen.
Biruke Dix studiert im zweiten Jahr an der UCLA angewandte Mathematik. Er trat 2024 dem Student Council bei und ist tief in die sich ständig verändernden Eigenschaften der Kunst sowie gesellschaftlicher Gewohnheiten investiert. Er hofft, Gespräche zu schaffen, die die Verbreitung kultureller Veränderungen und sozialer Gerechtigkeit fördern.
Matthew Jones ist ein Doktorand im dritten Jahr im Programm für Kulturwissenschaften und Museumsstudien der Claremont Graduate University. Seine Forschung untersucht derzeit, wie Orte, die mit autoritären Regimen verbunden sind, als Pilgerziele fungieren und welche Strategien Staaten und Institutionen anwenden, um extremistische Bindungen an diesen Orten zu verringern. Er ist begeistert, seine Ausbildung durch diese Zusammenarbeit mit dem Wende Museum fortzusetzen.
Emma Larson ist eine Masterstudentin am Harriman Institute for Russian, Eurasian, and Eastern European Studies der Columbia University. Dort konzentriert sie sich auf die Geschlechter-, Sozial- und Politikgeschichte Zentralasiens. Bevor sie an der Columbia begann, unterrichtete Emma Englisch in Kasachstan im Rahmen des Fulbright-Programms. 2021 schloss sie ihr Studium am Williams College mit Abschlüssen in Geschichte und Russisch ab.
Zora Nelson ist derzeit eine Studentin im Grundstudium an der New York University, wo sie Harfenperformance sowie Medien, Kultur und Kommunikation studiert. Als Künstlerin, die in Philadelphia, Pennsylvania, geboren und aufgewachsen ist, entdeckte sie das Wende Museum im Sommer 2022. Mit einer Leidenschaft für das Schreiben sieht Zora ihre Zukunft im Storytelling, um soziale Gerechtigkeit zu fördern.
Lexi Tooley studiert im zweiten Jahr an der University of Pennsylvania Politikwissenschaft und Kunstgeschichte mit einem Nebenfach in Chinesisch und Kultur. Sie stammt ursprünglich aus Los Angeles, Kalifornien, und besuchte die Archer School for Girls. Lexi arbeitet seit 2 Jahren mit dem Wende Museum zusammen.
Solidarity and Compromise
Goethe-Institut Chicago (150 N Michigan Ave, Suite 420, Chicago IL 60601)

Info
Viele Demokratien stehen heute unter Druck, sowohl in Ländern mit lang etablierten Demokratien wie den Vereinigten Staaten als auch in neuen Demokratien wie Ungarn und Polen. Ein sehr offensichtliches Symptom dieses Drucks spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie politische Debatten heute geführt werden. Sie werden immer hitziger und unversöhnlicher, wobei die andere Seite als legitimer Gegner in der Debatte nicht anerkannt wird. Diskussionen werden dadurch angeheizt, dass die verschiedenen Seiten als Vertreter der richtigen oder falschen Antwort dargestellt werden, anstatt unterschiedliche, aber legitime Ansichten zu dem jeweiligen Thema zu präsentieren. Was kann Gesellschaften in diesen Zeiten zusammenhalten und den sozialen Zusammenhalt stärken? Solidarität könnte eine Antwort auf diese Frage sein.
Solidarität mit der Sache eines anderen zu zeigen, kann Verbindungen zwischen verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft aufbauen. Aber Solidarität ist auch sehr anspruchsvoll; sie erfordert nicht nur, die Sache als legitim zu betrachten, sondern auch als würdig. Eine weniger anspruchsvolle Lösung bietet der politische Kompromiss. Kompromiss erfordert ebenfalls, die andere Seite als legitimen Vertreter anzuerkennen, aber es ist nicht notwendig, daraus eine gemeinsame Sache zu machen. Die verschiedenen Seiten können sich immer noch über die beste Lösung für ein gegebenes Problem uneinig sein, aber sie respektieren die Ansichten des jeweils anderen und handeln in dem festen Glauben, dass es besser ist, einen Kompromiss zwischen den verschiedenen Ansichten zu finden, auch wenn dies für beide Seiten einen Verlust bedeutet, als keinen Kompromiss zu schließen. Aber wie können Gesellschaften in solch hitzigen Umfeldern, wie wir sie heute finden, eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und der Legitimität für die Sache der anderen Seite schaffen?
Teilnehmer:innen

Johannes Gerschewski ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und koordiniert die Arbeit des Theorienetzwerks am Exzellenzcluster „Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS)“. Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden unter anderem im American Political Science Review, Perspectives on Politics, und Comparative Political Studies publiziert. Sein Buch zu The Two Logics of Autocratic Rule erschien im April 2023 bei Cambridge University Press.

Pola Lehmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Co-Leiterin des Manifesto Projekts. Sie studierte Verwaltungswissenschaften an der Universität Potsdam und Kopenhagen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Demokratie und politische Repräsentation, politische Parteien und Wahlen sowie maschinelles Lernen. In ihrer Dissertation, die mit dem Leibniz Promotionspreis 2021 ausgezeichnet wurde, untersuchte sie politische Repräsentation und Kompromisse im Deutschen Bundestag.

Jeffrey Winters ist Professor und Direktor des Programms für Gleichheit, Entwicklung und Globalisierungsstudien (EDGS) sowie ehemaliger Vorsitzender der Abteilung für Politikwissenschaft an der Northwestern University. Prof. Winters ist auf Oligarchen und Eliten sowie auf die Rolle von Wohlstand, Macht und extremer wirtschaftlicher Ungleichheit in verschiedenen politischen Systemen spezialisiert. Sein bevorstehendes Buch Domination through Democracy: Why Oligarchs Win wird von Penguin Random House veröffentlicht. Sein früheres Buch Oligarchy (Cambridge 2011) gewann den Gregory M. Luebbert Award der APSA 2012 für das beste Buch in der vergleichenden Politikwissenschaft. Prof. Winters untersucht außerdem Menschenrechte, Autoritarismus und demokratische Übergänge in postkolonialen Staaten. Er hat umfangreiche Forschungen in der Region Südostasien durchgeführt.
Partner
Diese Veranstaltung wird vom Goethe-Institut Chicago in Zusammenarbeit mit dem American Council on Germany organisiert.

"Citizenship As Political Membership: A Fundamental Strand of 20th and 21st Century European History"
Scripps College, Hampton Room (1030 Columbia Avenue Claremont, CA 91711)

Info
Im Rahmen seines 2024 Thomas Mann Fellowships spricht der Historiker und Jurist Dieter Gosewinkel am Scripps College darüber, wie die Staatsbürgerschaft im 20. Jahrhundert zur wichtigsten Form der politischen Zugehörigkeit in Europa wurde und warum sie trotz moderner Entwicklungen wie Globalisierung und Europäisierung weiterhin zentral bleibt.
In diesem Vortrag erörtert Dieter Gosewinkel die Bedeutung der Staatsbürgerschaft als Schlüsselform der politischen Zugehörigkeit im Europa des 20. Jahrhunderts und wie sie trotz moderner Trends wie Globalisierung und Europäisierung zentral bleibt. Die Bedeutung, die der Staatsbürgerschaft beigemessen wird, unterscheidet das 20. Jahrhundert von früheren historischen Perioden und anderen Formen der politischen Zugehörigkeit (Religion, Partei, Ethnie, Nationalstaat und soziale Klasse). Mit der Demokratisierung der politischen Systeme, der Ausweitung der Mitwirkungsrechte, der Entwicklung von Sozialrechten und der zunehmenden Abschottung der Staaten voneinander gewann die Staatsbürgerschaft für den*die Einzelne*n immer mehr an Bedeutung. Auch die gegenwärtigen Prozesse der Transnationalisierung, Europäisierung und Globalisierung können die Vorrangstellung der Staatsbürgerschaft nur allmählich und unwesentlich verändern. Die Abgrenzung der politischen Zugehörigkeit und die Unterscheidung von der Nicht-Zugehörigkeit bleiben die primären Funktionen des Staates, auch wenn dieser zunehmend seinen nationalstaatlichen Charakter verliert.
Teilnehmer

Dieter Gosewinkel ist Historiker und Jurist mit den Forschungsschwerpunkten Moderne Geschichte Europas sowie Geschichte der Staatsbürgerschaft, der Zivilgesellschaft, des Staatsrechts und des Europadenkens. Von 2011 bis 2021 war er Co-Direktor des Forschungsbereichs „Center for Global Constitutionalism” am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Er ist aktuell Senior Research Fellow am Hamburger Institut für Sozialforschung. Darüber hinaus war er Fellow u. a. am European University Institute Florence, dem Institut d’Études Avancées de Paris und an der University of Oxford. Er lehrte u. a. an der Freien Universität Berlin und der Sciences Po, Paris.
Partner
Die Vortragsreise ist eine Zusammenarbeit mit dem European Union Center of California des Scripps College.