LAYKA Lens Series: "Sumurun:"

So. 14.03.2021
Zeit: 19:00
Ort: Online

Virtuelle Diskussion mit Boris Dralyuk, Deniz Göktürk & Nikolai Blaumer

Info

Kurz vor seiner Emigration in die Vereinigten Staaten schuf der Regisseur Ernst Lubitsch einen Stummfilm, in dem er selbst zum letzten Mal als Schauspieler mitwirkte. Der Film Sumurun (1920), der im Badgad des Goldenen Zeitalters spielt, erzählt von der unerwiderten Liebe eines Buckligen (gespielt von Lubitsch) zu einer reisenden Tänzerin. Thomas Mann sah den Film 1920 in München und verarbeitete das Filmerlebnis später in seinem Roman Der Zauberberg. Während Sumurun häufig wegen Stereotypen und einer verzerrten Darstellung von Geschichte kritisiert wurde, kann der dem Film oft vorgeworfene Orientalismus auch als eine europäische Projektion gelesen werden, die heute viel Aufschluss gibt über die deutsche Gesellschaft nach dem Ende des Kaiserreichs sowie der frühen Weimarer Republik.  

Die Veranstaltung war Teil der Reihe LAYKA Lens Series von Yiddishkayt in Zusammenarbeit mit dem Thomas Mann Haus und Los Angeles Review of Books.

Teilnehmer:innen

Deniz Göktürk

Deniz Göktürk, Professorin am German Department der UC Berkeley. Ihre Forschungsschwerpunkte sind bewegte Bilder, mehrsprachige Literatur und Theorien zu Migration, sozialer Interaktion und ästhetischer Intervention im globalen Kontext.

Boris Dralyuk

Boris Dralyuk, Chefredakteur der Los Angeles Review of Books. Er ist literarischer Übersetzer, Autor und der Herausgeber des Bandes 1917: Stories and Poems from the Russian Revolution (Pushkin Press, 2016).

Nikolai Blaumer

Nikolai Blaumer, Programmdirektor des Thomas Mann House. Seit 2014 war Nikolai Blaumer als Referent der Abteilung Kultur des Goethe-Instituts tätig. Er ist Mitherausgeber des Bands Teilen und Tauschen (S. Fischer Verlag, 2017).

Rob Adler Peckerar

Das Gespräch wird moderiert von Rob Adler Peckerar, Executive Director von Yiddishkayt.

Zur Aufzeichnung

Partner

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe LAYKA Lens Series von Yiddishkayt in Zusammenarbeit mit dem Thomas Mann Haus und Los Angeles Review of Books.

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