Veranstaltungsarchiv Thomas Mann House
April 2019
Lecture Tour Andreas Reckwitz: "The Crisis of Liberalism in Europe and the Transformation of Class Structure" [ABGESAGT]
Washington DC

Der aktuelle Aufschwung des Rechtspopulismus in Deutschland, Frankreich oder Italien, sowie die Brexit-Entscheidung in Großbritannien, sind Zeichen einer tiefen Krise der europäischen liberalen Politik, die seit den 1980ern vorherrscht. Was sind die Gründe für diese Krise? Andreas Reckwitz erläutert in dieser Vorlesungsserie, dass in allen europäischen Ländern unter der Oberfläche des politischen Konflikts eine tiefgründigere Transformation auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene vordauert, die die Grundlagen der industriellen Moderne fundamental verändert. Es entsteht, als Konsequenz der Postindustrialisierung und des Wertewandels, eine neue Struktur der soziokulturellen Schichten, die auf antagonistische Lebensweisen hindeutet. Der Hintergrund dieser politischen Krise ist in erster Linie der Antagonismus zwischen neuer und traditioneller Mittelschicht.
Andreas Reckwitz ist Professor für Soziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Er ist derzeit Thomas-Mann-Stipendiat am Thomas Mann Haus in Los Angeles und wurde 2019 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Er ist der Autor mehrerer Bücher im Fachgebiet der Sozialtheorie und Kultursoziologie. Sein neues Buch “Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne” (Suhrkamp 2017) wurde mit mehreren Buchpreisen ausgezeichnet und wurde in fünf Sprachen übersetzt. Er schreibt regelmäßig für die Wochenzeitung Die Zeit.
Location
DIESE VERANSTALTUNG IST LEIDER ABGESAGT.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der DFG, GHI Washington DC und der George Washington University.
Lecture Tour Andreas Reckwitz: "The Crisis of Liberalism in Europe and the Transformation of Class Structure" [ABGESAGT]
New York City

Der aktuelle Aufschwung des Rechtspopulismus in Deutschland, Frankreich oder Italien, sowie die Brexit-Entscheidung in Großbritannien, sind Zeichen einer tiefen Krise der europäischen liberalen Politik, die seit den 1980ern vorherrscht. Was sind die Gründe für diese Krise? Andreas Reckwitz erläutert in dieser Vorlesungsserie, dass in allen europäischen Ländern unter der Oberfläche des politischen Konflikts eine tiefgründigere Transformation auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene vordauert, die die Grundlagen der industriellen Moderne fundamental verändert. Es entsteht, als Konsequenz der Postindustrialisierung und des Wertewandels, eine neue Struktur der soziokulturellen Schichten, die auf antagonistische Lebensweisen hindeutet. Der Hintergrund dieser politischen Krise ist in erster Linie der Antagonismus zwischen neuer und traditioneller Mittelschicht.
Andreas Reckwitz ist Professor für Soziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Er ist derzeit Thomas-Mann-Stipendiat am Thomas Mann Haus in Los Angeles und wurde 2019 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Er ist der Autor mehrerer Bücher im Fachgebiet der Sozialtheorie und Kultursoziologie. Sein neues Buch “Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne” (Suhrkamp 2017) wurde mit mehreren Buchpreisen ausgezeichnet und wurde in fünf Sprachen übersetzt. Er schreibt regelmäßig für die Wochenzeitung Die Zeit.
Location
DIESE VERANSTALTUNG IST LEIDER ABGESAGT.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der German Academy New York.
Lecture Andreas Platthaus: "An American in Berlin — What Kept Lyonel Feininger?"
Hanover, NH

Zum Anlass seines neuen Buchprojekts zum Bauhaus und Lyonel Feininger wird Andreas Platthaus am Dartmouth College einen Vortrag halten. Hierfür spricht Platthaus über die erzwungenen Brüche in der Bauhaus-Geschichte—der Umzug von Weimar nach Dessau in 1925, der Weitere nach Berlin in 1932 und die erzwungene Schließung der Schule in 1933—und damit verbunden die folgende Transformation des Selbstbilds, der Ästhetik und der Politik des Bauhaus. In seinem Vortrag fokussiert Platthaus sich auf Lyonel Feininger. Der Amerikaner am Bauhaus blieb bis 1938 in Nazi-Deutschland, bevor er in die Vereinigten Staaten zurückkehrte. In dieser Zeit blieb er stets seinen Überzeugungen treu. Platthaus spricht vom Anpassungszwang und den Beharrungskräften in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Radikalisierung.
Andreas Platthaus ist Journalist und Autor und lebt in Leipzig und Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und Rhethorik, Philosophie und Geschichte in Aachen und Tübingen. Platthaus ist stellvertretender Feuilletonchef und verantwortlicher Redakteur für Literatur und Literarisches Leben der Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung. Momentan ist er Fellow am Thomas Mann House. Als Autor veröffentlichte er zahlreiche Werke, unter Anderem “Der Krieg nach dem Krieg — Deutschland zwischen Revolution und Versaille 1918/19” (Rowohlt, 2018).
Location
Dartmouth College
Hanover, NH 03755
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Dartmouth College.
Lecture Tour Andreas Reckwitz: "The Society of Singularities" [ABGESAGT]
Cambridge, MA

Die Kultur der westlichen Spätmoderne ist nicht mehr die der Industriellen Moderne: In hohem Maße ausschlaggebend ist die Fabrikation von Singularitäten, also von Entitäten wie Objekten, Themen, Orten, Ereignissen und Gemeinschaften, die als einzigartig und besonders begriffen werden. Aufmerksamkeit, Verehrung und Affekt kommen dem anscheinend Einzigartigen zu, nicht dem Einheitlichen. Es findet eine paradoxale soziale Logik der Singularisierung statt, die Kulturkapitalismus, Medientechnologien, Lebensstile und Politik erfasst hat. Was sind die Gründe, Muster und Konsequenzen dieser Gesellschaft der Singularitäten? Es stellt sich heraus, dass Singularisierungen, sobald sie der Fokus von weitreichenden gesellschaftlichen Mustern sind, zu Asymmetrien und Polarisierungen führen, die charakteristisch für die spätmoderne Gegenwart sind.
Das Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“ ist 2018 im Suhrkamp Verlag erschienen, erhielt mehrere Buchpreise und wird gerade in fünf Sprachen übersetzt. Die englische Ausgabe erscheint im Polity Verlag, Cambridge.
Andreas Reckwitz ist Professor für Soziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Er ist derzeit Thomas-Mann-Stipendiat am Thomas Mann Haus in Los Angeles und wurde 2019 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Er ist der Autor mehrerer Bücher im Fachgebiet der Sozialtheorie und Kultursoziologie. Sein neues Buch “Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne” (Suhrkamp 2017) wurde mit mehreren Buchpreisen ausgezeichnet und wurde in fünf Sprachen übersetzt. Er schreibt regelmäßig für die Wochenzeitung Die Zeit.
Location
DIESE VERANSTALTUNG IST LEIDER ABGESAGT.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Berkman Klein Center for Internet and Society at Harvard University.