Veranstaltungsarchiv Thomas Mann House
Februar 2022
Europeans in Exile: Thomas Mann’s L.A. | Capstone Seminar an der UCLA
Los Angeles

In diesem Winter Quarter bieten das Digital Humanities Programm der University of California Los Angeles und das Thomas Mann House erneut ein Seminar über europäisches Exil in Kalifornien an.
Thomas Mann war einer von vielen europäischen Künstlern und Intellektuellen, die Los Angeles in den 1930er und 40er Jahren zu ihrer neuen Heimat machten. Das Seminar beleuchtet Manns Verbindungen zur Stadt und sein Netzwerk von Intellektuellen, mit denen er im Dialog stand, wie den Soziologen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, Schriftstellern wie Christopher Isherwood und Aldous Huxley, den Komponisten Arnold Schoenberg und Igor Stravinsky sowie den Filmemachern Ernst Lubitsch und Jean Renoir.
Das Seminar wird von Professorin Wendy Perla Kurtz und Anthony Caldwell, Assistant Director des Digital Research Consortium an der UCLA, sowie von Nikolai Blaumer, Programmdirektor des Thomas Mann House und Benno Herz, Projekt- und Kommunikationsmanager am Thomas Mann House, geleitet. Im Rahmen des Kurses werden die Studierenden Praktiken der digitalen Geisteswissenschaften mit den inhaltlichen Themen des Seminars verbinden.
Weitere Informationen: https://dh.ucla.edu/undergradcourses/
Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. is supported by the German Federal Foreign Office and Federal Government Commissioner for Culture and the Media.
Discourses and Likes: Emancipation Going Viral
Online
Autorin und Journalistin Fatma Aydemir im Gespräch mit Thomas Mann Fellow Mohamed Amjahid. Moderiert von Uli Baer.
Das Deutsche Haus an der NYU und das Thomas Mann House präsentieren ein Gespräch zum Thema „Discourses and Likes: Emancipation Going Viral“ mit Fatma Aydemir und Mohamed Amjahid, moderiert von Ulrich Baer (NYU).
In den letzten Jahren sind queer-feministische, antirassistische und emanzipatorische Diskurse immer sichtbarer geworden, sowohl in den USA als auch im deutschen und europäischen Mainstream. Die sozialen Medien haben eine wichtige Rolle dabei gespielt, diese Themen in den Mittelpunkt zu rücken und das Bewusstsein dafür zu schärfen, während sie gleichzeitig unbeabsichtigt eine Verwässerung komplexer Realitäten auf Inhalte erfordern, die man 'liken' und 'sharen' kann.
In diesem moderierten Gespräch werden die Autoren Fatma Aydemir und Mohamed Amjahid über ihre persönlichen Erfahrungen als Journalisten sprechen, die aktiv Inhalte auf Social-Media-Kanälen erstellen: über die Auswirkungen der Content-Kultur auf ihre Arbeit und über die potenziellen Vorteile und Fallstricke, die sie in instagrammbarer Literatur, Journalismus und Aktivismus sehen.
Teilnhemer:innen

Fatma Aydemir ist Autorin und Journalistin und lebt in Berlin. Sie studierte Germanistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main. Ihr Debütroman Ellbogen von 2017 wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet und wird demnächst verfilmt. Sie ist Mitherausgeberin der Essaysammlung Eure Heimat ist unser Albtraum. Ihr neuester Roman Dschinns erscheint im Februar bei im Hanser Literaturverlag.

Mohamed Amjahid wurde 1988 als Sohn von sogenannten Gastarbeitern in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaften in Berlin und Kairo. Nach seinem Magisterabschluss arbeitete Amjahid für mehrere große deutsche Zeitungen. Amjahid ist politischer Journalist, Buchautor und Moderator. Er war Redakteur beim ZEITmagazin und wurde unter anderem mit dem Alexander-Rhomberg-Preis und dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. Große Aufmerksamkeit erlangte er mit seinen Bestsellern Unter Weißen und Der Weiße Fleck. Amjahid ist 2022 Fellow am Thomas Mann House in Los Angeles.

Ulrich Baer (Moderator) ist Universitätsprofessor an der New York University, wo er Literatur und Fotografie lehrt. Zu seinen Büchern gehören Remnants of Song: The Experience of Modernity in Charles Baudelaire and Paul Celan; Spectral Evidence: The Photography of Trauma; The Rilke Alphabet; What Snowflakes Get Right: Free Speech, Equality and Truth in the University, und, als Herausgeber und Übersetzer, unter anderem The Dark Interval: Rilke's Letters on Loss. Baer veröffentlichte zahlreiche Bücher bei Warbler Press.
Teilnahmeinformationen:
Um sich für dieses Gespräch anzumelden, klicken Sie bitte hier. Die Anmeldung ist kostenlos. Nur registrierte Teilnehmer:innen erhalten vor der Veranstaltung per E-Mail Informationen zum Zoom-Webinar.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.