Veranstaltungsarchiv Villa Aurora
2013
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Justin B. Rathke aka Justin Time ist ein Multimediakünstler, Filmemacher und Kurator. Nach seiner Steinmetzausbildung begab er sich für 3 Jahre auf die Walz, quer durch Europa. Er studierte Bildende Kunst und Bildhauerei an der Kunstschule Berlin Weißensee und Urban Studies am San Francisco Art Institute, was er mit einem Master in Bildender Kunst 2012 abschloss.
Seit 2011 ist Justin Mitglied der “Filmarche” (Berlin), der ersten autonomen Filmschule in Europa. Rathkes Arbeiten wurden in ganz Deutschland, in Polen, Großbritannien, Frankreich und den USA ausgestellt.
Für sein Stipendium in der Villa Aurora plant er die experimentelle Dokumentation CHASING HOUSES. Der Film wird die soziale und ökonomische Beschränkung einer Migration mit Haus im postkapitalistischen US-Amerika von 2013 untersuchen. Berücksichtigt werden dabei auch die Jahre der Finanz- und Immobilienkrise, die durch wirtschaftlichen Druck hervorgerufene Mobilität, die Rekonstruktion des amerikanischen Traumes und die Faszination der Road-Movies.
Weitere Informationen hier.
Geboren 1973 in Moskau kam Leo Khasin mit acht Jahren nach Deutschland. Seit 1984 lebt er in Berlin.
Zum Filmemachen kam er auf Umwegen. Zunächst absolvierte er ein Zahnmedizinstudium. Irgendwann folgte er allerdings seiner eigentlichen Berufung und schloss sich für zwei Jahre einer Theatertruppe an. Danach machte er einen Regiekurs. Sein Kurzfilm Liebe Mutter lief auf zahlreichen nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals. 2006 -2007 besuchte er die Autorenschule Hamburg, wo er u.a. das Drehbuch zu seinem ersten Kinospielfilm Kaddisch für einen Freund schrieb. Kaddisch für einen Freund, bei dem er auch die Regie führte, lief auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals und erhielt viele Preise, u.a. den MFG Star 2012 in Baden Baden, der ihm den Aufenthalt in der Villa Aurora ermöglichte. Während seines Aufenthaltes in der Villa Aurora arbeitet er an seinem neuesten Drehbuch.
Bernadette Conrad, geboren 1963, studierte Deutsche Philologie, Romanische Sprachen und Erziehungswissenschaften/Sozialpädagogik und strebte eine Karriere als Sozialarbeiterin mit dem Schwerpunkt Suchttherapie an. Heute arbeitet sie als Freelance Autorin und Journalistin, deren Publikationen regelmäßig in DER ZEIT und der Neuen Züricher Zeitung vorgestellt werden. Bernadette Conrad ist Trägerin zahlreicher Stipendien und Preise, wie des Walliser Medienpreises (2010) und des Literaturstipendiums des Landes Baden Württemberg.
Ihre Publikationen Nomaden im Herzen (2006), eine Sammlung von literarischen Berichten und die Biographie Die vielen Leben der Paula Fox (2011) wurden von den Kritikern hoch gelobt.
Während ihres Aufenthaltes in der Villa Aurora wird Bernadette Conrad intensiv für ihr neues Buch, ein belletristisches Werk, recherchieren, welches das Thema nomadisches Leben untersucht.
Bei der Reception liest Bernadette Conrad aus Die vielen Leben der Paula Fox und spricht darüber, wie sich Geschichten im Prozess des Schreibens entwickeln.
Bernadette Conrad liest bei Skylight Books
Los Angeles
Bernadette Conrad liest aus "Die vielen Leben der Paula Fox" bei Skylight Books. In Anschluß findet eine Diskussion statt. http://www.skylightbooks.com
Bernadette Conrad zu Gast im Pomona College
Los Angeles
Die derzeitige Villa Aurora Stipendiatin Bernadette Conrad ist Gast beim Oldenburg Luncheon Colloquium in der
California State University Pomona. Frau Conrad liest aus ihrem Buch DIE VIELEN LEBEN DER PAULA FOX, eine Biografie der amerikanischen Schriftstellerin Paula Fox (Großmutter der Rock-Ikone Courtney Love).
Eine Diskussion mit Studenten über das Buch und Conrads Entdeckung, wie Geschichten beim Schreiben eine Eigendynamik entwickeln, schliesst sich der Lesung an.
Lesung und Diskussion sind auf Englisch.
FELLOWS & Friends
Berlin
Am Freitag, den 15. Februar, treffen sich die FELLOWS&Friends der Villa Aurora ab 20:00 Uhr im Dresden in Kreuzberg, Dresdener Straße 19, 10999 Berlin.
Eva Castringius und Marcel Bühler möchten diesmal über „Die Notwendigkeit von Künstleraufenthalten in LA und deren (kostengünstige) Organisation" sprechen und Ideen und Strategien austauschen.
Oscar®-Reception 2013
L.A.
Am Samstag, einen Tag vor der Oscar®-Verleihung, luden German Films, Villa Aurora und das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Los Angeles zum traditionellen Empfang für die deutschen Oscar®-Nominierten in die Villa Aurora in Los Angeles ein, der in diesem Jahr in Anwesenheit des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann stattfand. Auch Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin, befand sich unter den Gästen aus Deutschland.
In kalifornischem Sonnenschein begrüßten Staatsminister Bernd Neumann, Dr. Markus Klimmer, Vorstandsvorsitzender der Villa Aurora, und Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films, rund 500 geladene Gäste im Garten der Villa Aurora. Auch Martin Moszkovicz, Aufsichtsratsvorsitzender von German Films, Annette Rupp, Geschäftsführerin der Villa Aurora, und Margit Kleinman, Direktorin der Villa in Los Angeles, freuten sich über die zahlreich erschienenen Gäste.
Neben den Teams der nominierten deutschen Koproduktionen Liebe von Michael Haneke mit dem deutschen Produzenten Stefan Arndt (X Filme Creative Pool), The Gatekeepers von Dror Moreh mit den verantwortlichen Redakteurinnen Patricia Schlesinger & Barbara Biemann (NDR) und Open Heart von Kief Davidson mit dem deutschen Produzenten Christian Beetz (Gebrüder Beetz Filmproduktion) nutzten Vertreter der deutschen und internationalen Filmbranche die Möglichkeit des Austauschs im historischen Ambiente der Villa.
Unter den Gästen befanden sich Schauspieler wie Thomas Kretschmann, Veronika Ferres und Udo Kier, Regisseur Uli Edel, Moderatorin Karen Webb, die österreichische Kulturministerin Dr. Claudia Schmied, die Geschäftsführerin des Medienboard Berlin-Brandenburg Kirsten Niehuus, die BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz, Andreas Trautz (MFG Baden-Württemberg), der Leiter der BR-Redaktion Kinofilm Hubert von Spreti und FFA-Präsident Eberhard Junkersdorf sowie Uschi Obermeier, Thure Riefenstein, Elga Sharpe, Protokollchefin der Stadt Los Angeles, und viele mehr.
Auch zahlreiche deutsche und internationale Pressevertreter nahmen die Chance wahr, Interviews und kurzen Statements von den Nominierten und anwesenden Gästen einzuholen. Die deutsche Schauspielerin und Vorstandsmitglied der Deutschen Filmakademie Christiane Paul war als Botschafterin des Sponsors Annemarie Börlind Natural Beauty zugegen und stellte zusammen mit dem US-Repräsentanten von German Films Oliver Mahrdt die Nominierten vor.
Der Empfang zu Ehren der deutschen Oscar® - Nominierten wurde unterstützt von German Films, Villa Aurora, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Los Angeles, dem Goethe-Institut Los Angeles, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und Berlin Partner.
Offizielle Sponsoren waren Annemarie Börlind Natural Beauty, AUDI, airberlin, BOSCH, AMI, Apollinaris, BWR, Carpe Diem und Volvic.
Den Film der Oscar® - Reception sehen Sie hier.
Die Esther Rolle
Los Angeles
Lesung
Another Promised Land: The Book of Esther and the Ambiguities of Diaspora
Dr. Sharon Gillerman
Musik
I Go Before the King... Tears Assist Me und Praise the Lord aus Esther von Georg Friedrich Händel
Jen Lee (Sopran) and Aurelien Eulert (Klavier)
Um 1950 erwarb Lion Feuchtwanger eine handgeschriebene Pergamentrolle mit der Darstellung eines Teils von Megillot Esther, der auch als Buch Esther bekannten jüdischen Festrolle.
Das Buch ist Teil des jüdischen Piremfestes. Darin beschreiben die Helden der Erzählung, Esther und Mordechai, die Ereignisse, derer heute beim Piremfest gedacht wird, aus erster Hand.
Feuchtwangers Schriftrolle stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist vermutlich aschkenasischen Ursprungs.
Zum Zeitpunkt des Kaufes arbeitete Lion an seinem historischen Roman Raquel oder Die Jüdin von Toledo, zu dem ihn die Geschichte Esthers inspiriert hatte. Das Thema faszinierte ihn jahrzehntelang.
Die Schriftrolle wurde im letzten Jahr von der USC Feuchtwanger Memorial Library restauriert und kehrt nun in neuem Glanz in die Villa Aurora zurück.
Sharon Gillerman ist Dozentin für Jüdische Geschichte am Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion und der USC. Ihre Veröffentlichungen thematisieren die jüdische Geschichte im frühen 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung von Gender, dem Körper, jüdischer Identität und der volkstümlichen Kultur in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Gegenwärtig schreibt sie ein Buch über Performance und Rezeption des polnischen Theater- und Varietéstars Zishe (Siegmund) Breitbart in Europa und den USA.
Jen Lee ist Studentin des Vocal Arts program der USC Thornton School of Music. Vor kurzem war sie in der Westküstenpremiere von Lee Hoibys Oper The Tempest in der Rolle der Ariel zu sehen. Jen Lee debütierte mit den Pacific Philharmonic unter der Leitung von Dr. Bryce Seliger und war Solosopranistin bei der Carmina Burana-Aufführung der Pacific University unter Leitung von Dr. Scott Tuomi. Jen Lee ist Gewinnerin vieler Wettbewerbe und Stipendien wie dem Encouragement Award von Metropolitan National Council Auditions. In Kürze wird sie die Rolle der Kunigunde in Candide mit dem Aspen Opera Theater singen.
Der aus dem Elsass (Frankreich) stammende Pianist und Sänger Aurelian Eulert tritt regelmäßig mit dem Opernstar Rod Gilfry auf und ist in Europa und den USA bekannt. Er war musikalischer Direktor der Chamber Opera der USC seit 2008 und Coach- und Probepianist des USC Thornton School of Music Opera Programmes seit 2010. Aurelien ist Mitglied der UCLA Alpert School of Music und in der Fakultät des Hawaii Performing Arts Festivals seit 2011. Ebenso trat er in professionellen und universitäten Orchestern auf, unter Dirigenten wie James Conlon, Robert Spano, Carl St-Clair und John Williams.
Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit der Villa Aurora mit der Feuchtwanger Memorial Library at USC und ist unterstützt vom Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion.
Bitte melden Sie sich an: Tel. 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org
Eintritt: $ 5, frei für Mitglieder
Veranstaltungsort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
The Psychopathologies of Cognitive Capitalism
Berlin
Im ICI Berlin treffen sich im Rahmen des zweiten Teils der transatlantischen Konferenz The Psychopathologies of Cognitive Capitalism internationale Philosophen, Wissenschaftler und Künstler, um die Auswirkungen des gegenwärtigen Kapitalismus auf Gehirn und Verstand zu diskutieren.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Das Programm der Konferenz im ICI Berlin finden Sie hier, Hintergründe zu Teil 1, der 2012 in Los Angeles stattfand, hier.
Kaddisch für einen Freund
Los Angeles
Im OIdenburg National Theatre des Pomona Colleges wird der Film Kaddisch für einen Freund von Leo Khasin gezeigt.
Aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager, hat der vierzehnjährige Ali Messalam von klein auf gelernt, Juden zu hassen. Nach der Flucht aus dem Libanon ist er mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg untergekommen. Hier sucht er nun Anschluss und Anerkennung bei arabischen Altersgenossen. Doch dafür soll er erst beweisen was er drauf hat. Zum Zeichen seines Muts bricht Ali in die Wohnung seines russischen Nachbarn Alexander Zamskoy ein. Der ist vierundachtzig Jahre alt, Weltkriegsveteran und - Jude. Die anderen Jugendlichen folgen Ali und verwüsten die Wohnung des alten Mannes. Nur Ali wird von dem vorzeitig zurückgekehrten Alexander erkannt und bei der Polizei angezeigt. Um einer Verurteilung und der damit verbundenen Abschiebung zu entgehen, ist Ali gezwungen, die Nähe seines Feindes zu suchen.
Weitere Details hier.
Krieg einer Diva: Der militärische Glanz Marlene Dietrichs
Los Angeles
Das Schweizer Generalkonsulat, Presence Switzerland und Villa Aurora präsentieren: Krieg einer Diva - Der militärische Glanz Marlene Dietrichs. Eine Lesung mit Elisabeth Bronfen
Während ihres ganzen Lebens hat Marlene Dietrich beteuert, dass ihr Einsatz im 2. Weltkrieg als Truppenbetreuerin der amerikanischen Soldaten in Europa und Afrika das Wertvollste gewesen sei, das sie je getan habe.
Die Veranstaltung beleuchtet, wie sie das Theater des Krieges in eine Bühne für sich verwandelte, indem sie bestimmte Aspekte ihrer Filmrollen für das reale Leben neu inszenierte. Ebenfalls wird aufgezeichnet, wie sie nach dem Sieg der Allierten an der Erinnerung an diesen Krieg festhielt, teilweise durch Filmrollen wie Wilders Eine auswärtige Affäre (1948) und Kramers Das Urteil von Nürnberg (1961), teilweise indem sie ihre Rolle als Truppenbetreuerin auf der Bühne nachspielte, wie in ihrem letzten Konzert in London 1973.
Elisabeth Bronfen ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und Buchautorin; sie ist Professorin für Anglistik und Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Bronfen hat Aufsätze und Bücher in den Bereichen Gender Studies, Psychoanalyse, der Literatur-, Film- und Kulturwissenschaften veröffentlicht. Ihr neuestes Buch trägt den Titel Specters of War. Hollywood’s Engagement with Military Conflict.
Es findet ein Empfang für Elisabeth Bronfon statt.
Anmeldung bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org
Der Eintritt ist frei.
Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Villa Goethe präsentiert Leo Khasin
Los Angeles
Die Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Los Angeles und dem Stipendiaten-Programm der Villa Aurora geht weiter. Bei der Reihe „Villa Goethe“ bekommen die in der Villa Aurora lebenden Künstler die Gelegenheit, ihre vergangenen, aktuellen und zukünftigen Projekte hier am Goethe-Institut vorzustellen.
Kaddisch für einen Freund (Kaddish For A Friend)
Reg. Leo Khasin, D, 2011, 94 min., Deutsch mit engl. Untertiteln, Digital.
Aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager, hat der vierzehnjährige Ali Messalam von klein auf gelernt, Juden zu hassen. Nach der Flucht aus dem Libanon ist er mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg untergekommen. Hier sucht er nun Anschluss und Anerkennung bei arabischen Altersgenossen. Doch dafür soll er erst beweisen was er drauf hat. Zum Zeichen seines Muts bricht Ali in die Wohnung seines russischen Nachbarn Alexander Zamskoy ein. Der ist vierundachtzig Jahre alt, Weltkriegsveteran und - Jude. Die anderen Jugendlichen folgen Ali und verwüsten die Wohnung des alten Mannes. Nur Ali wird vom vorzeitig zurückgekehrten Alexander erkannt und bei der Polizei angezeigt. Um einer Verurteilung und der damit verbundenen Abschiebung zu entgehen, ist Ali gezwungen, die Nähe seines Feindes zu suchen.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Empfang statt.
Ort: Goethe Institut Los Angeles // 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles, CA 90036
Der Eintritt ist frei.
Sviatlana Kurs im Berliner Literaturhaus
Berlin
Am 26. März 2013 trafen im Berliner Literaturhaus vor 50 Gästen zwei Spitzenjournalisten aufeinander: Die weißrussische Schriftstellerin und Journalistin Sviatlana Kurs, Feuchtwanger Fellow 2013 der Villa Aurora, und Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa, diskutierten über gegenwärtige politische Tendenzen in Osteuropa und deren historische und gesellschaftliche Hintergründe. Sviatlana Kurs und Olga Radetzkaya lasen Auszüge aus den Kurzgeschichten Der Besuch des Archivars und Das Fest kehrt wieder in weißrussischer und deutscher Sprache.
Sviatlana Kurs hat ihre Laufbahn im staatlichen belarussischen Rundfunk begonnen, bis ihr 1995 wegen kritischer Berichterstattung nach der Volksabstimmung über nationale Symbolik und den Status der belarussischen Sprache gekündigt wurde. 1994-2006 war sie als freie Journalistin für die Zeitungen Swaboda und Nascha Niwa, sowie Rundfunk Ratsyja und Radio Free Europe tätig. Sie hat mit dem Helsinki Komitee Belarus zusammengearbeitet und die Zeitschrift der Einrichtung herausgegeben. Seit 2008 ist sie als Journalistin für Euroradio Belarus in Polen tätig und lebt in Warschau.
Sviatlana Kurs tritt im April 2013 ihr Feuchtwanger Fellowship in der Villa Aurora an.
Politische Tendenzen in Osteuropa
Berlin
Sviatlana Kurs und Dr. Manfred Sapper diskutieren mit Blick auf die Länder Belarus, die Ukraine und Russland politische Tendenzen in Osteuropa. Schwerpunkte sind die ideologische Basis für eine neue Spiritualität, Frauenfeindlichkeit und der Versuch der Rehabilitierung des „sowjetischen Menschen“. Zudem werden Auszüge aus zwei Kurzgeschichten von Sviatlana Kurs in belarussischer und deutscher Sprache gelesen.
Sviatlana Kurs, die in der Nähe von Minsk geboren wurde, ist eine belarussische Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Philologie an der Belarussischen State University. Ab 1994 war sie beim belarussischen State Radio, der Zeitung Svaboda, Radio 101,2, dem belarussischen Helsinki Committy, Radio Racya, Transitions Online und Radio Free Europe/Radio Liberty European Radio for Belarus beschäftigt.
Dr. Manfred Sapper, 1962 in Kassel geboren, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie in Frankfurt, Siena und Moskau und promovierte mit einer Arbeit über "Die Auswirkungen des Afghanistankriegs auf die Sowjetgesellschaft". Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa, einer interdisziplinären Monatszeitschrift, die Politik und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im Osten Europas als Teil der globalisierten Welt analysiert.
Die Veranstaltung findet im Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin statt.
In Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin
Spiritual Standards
Los Angeles
Das Land Sachsen-Anhalt und das Deutsche Generalkonsulat präsentieren
Spiritual Standards
mit Markus Burger & Jan von Klewitz
Altbekannte Choräle und Hymnen bilden die Basis eines der aufregendsten musikalischen Projekte der 1990er Jahre. Die Jazzmusiker Jan von Klewitz (Saxophon) und Markus Burger (Klavier) wurden von der Kritik bejubelt für ihre Verschmelzung moderner Improvisationstechniken mit Interpretationen von Barockmusik, die die Besonderheiten dieser Musik wahren.
Der Schauspieler Eric Braeden und Louis Fantasia, Schauspieler und Regisseur, werden ausgewählte Texte (in Englisch und Deutsch) des mittelalterlichen Philosophen und Mystikers Meister Eckhart sowie der evangelisch-lutherischen Pastoren Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer lesen.
Sowohl Martin Niemöller als auch Dietrich Bonhoeffer waren überzeugte Gegner der Nationalsozialisten. Niemöller wurde 1945 nach siebenjähriger Gefangenschaft befreit. Bonhoeffer wurde 1943 verhaftet und 23 Tage vor der deutschen Niederlage hingerichtet.
Markus Burger und Jan von Klewitz sind mit ihrem Programm durch Deutschland, die Schweiz, die Ukraine, Litauen, Frankreich, Polen und die USA gereist. Im Jahr 2000 haben sie den begehrten Bach-Preis der Stadt Erfurt erhalten.
Eric Braeden hat unter anderem den Fernsehpreis Emmy und den People's Choice Award gewonnen, vermutlich ist er der bekannteste Soap-Opera-Darsteller weltweit.
Der Autor, Schauspieler und Regisseur Louis Fantasia ist Leiter der General Education der New York Film Academy und Leiter des Workshops "Shakespeare at the Huntington" der Huntington Library. Er führte weltweit Regie bei mehr als 150 Bühnenstücken und Opern.
Spritual Standards ist Teil der der Luther-Dekade, die im September 2008 begann und auf das Jubiläum des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther im Jahr 2017 hinzielt.
Mit Empfang.
Der Eintritt ist frei.
Anmeldung bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org
Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Alexander Granach
Los Angeles
Alexander Granach - vom Schtetl nach Hollywood
Ein Film von Angelika Wittlich, Deutschland 2012, 105 min., digital
In Anwesenheit von Angelika Wittlich
Vom krummbeinigen Bäckergehilfen zum Star der Theaterbühnen und des expressionistischen Films – der aus Galizien (heute: Ukraine) stammende Schauspieler Alexander Granach eroberte in der Weimarer Zeit die Berliner Bühnen im Sturm. Er arbeitete mit Bertolt Brecht und Erwin Piscator sowie mit Leopold Jessner, Jürgen Fehling oder Heinz Hilpert. Fast gleichzeitig mit seinem Start an den Berliner Theatern debütierte er im Film. Sein pantomimischer Stil war wie geschaffen für den Stummfilm. Friedrich Wilhelm Murnau engagierte ihn für seine erste Filmrolle als makabrer Hausmeister Knock in Nosferatu. Auch im Tonfilm ging Granachs Karriere nahtlos weiter.
1933 fand Granachs triumphale deutsche Theater- und Filmkarriere ihr jähes Ende. Verfolgt von den Nazis, flüchtete er über Wien nach Polen. 1936 wurde er in die Sowjetunion eingeladen und spielte dort u.a. den Shylock am Theater Kiew. Ende 1937 wurde er wegen Spionageverdachts verhaftet. Lion Feuchtwanger intervenierte bei Stalin, Granach wurde freigelassen und floh nach Zürich. Als die Schweiz ihm den Aufenthalt nicht verlängerte, gelangte er 1938 mit einem Visum nach Amerika. In New York schlug er sich durch, lernte Englisch, knüpfte Verbindungen mit anderen Emigranten. Dann holte ihn William Dieterle nach Hollywood und Granachs amerikanische Filmkarriere startete brillant mit Ernst Lubitschs Ninotschka. In New York starb er am 14.03.1945 an einer verschleppten Blinddarmentzündung, gerade als sich das Ende des Krieges abzeichnete und er einem Wiedersehen mit seiner „großen ewigen Liebe“, der Schweizer Schauspielerin Lotte Lieven, entgegen sah.
Mit Empfang.
Anmeldung bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org
Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
FELLOWS & Friends im Roten Rathaus
Berlin
„Fördermöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler“ wurden beim FELLOWS & Friends – Treffen der Villa Aurora aufgezeigt und diskutiert, das Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, Bevollmächtigte beim Bund, Europabeauftragte des Landes Berlin und Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement, am 8. April 2013 im Roten Rathaus eröffnete.
Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Abteilungsleiter der Berliner Kulturverwaltung und Referatsleiterin Christiane Zieseke gaben einen Überblick über die deutsche und Berliner Kulturförderung, nachdem Annette Rupp, die Geschäftsführerin der Villa Aurora, den rund 50 Gästen Geschichte und Aktivitäten der Villa Aurora vorgestellt hatte.
Als besonders aufschlussreiche bundesweite Informationsforen für Künstlerinnen und Künstler nannte Dr. Konrad Schmidt-Werthern die Websites www.kulturfoerderung.org und www.kulturpreise.de.
Einen Überblick über die diversen Förderprogramme der Berliner Senatskanzlei gibt die Website http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/index.de.html. Im Bereich bildende Kunst vergibt die Berliner Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten jährlich in Kooperation mit dem Art Center College of Design (ACCD) in Pasadena/Los Angeles ein Kulturaustausch-Stipendium. Dieses Stipendium ermöglicht 12-monatige Aufenthalte im Fachbereich Graduate Studies/Art am renommierten Art Center College of Design. http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/internationaler-kulturaustausch/auslandsstipendien/index.de.html. Für größere Projekte wurde auf die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, für Förderungen im Filmbereich auf das Medienboard Berlin-Brandenburg verwiesen. Christiane Zieseke empfahl, sich mit allen Fragen gezielt von den Mitarbeitern der Senatskanzlei beraten zu lassen.
Die Villa-Aurora-Fellows Eva Castringius und Marcel Bühler berichteten über die wertvollen Impulse, die sie während ihres Stipendiums in der Villa Aurora erhalten hatten und die sie in ihrem künstlerischen Werk mit weiteren Aufenthalten in Los Angeles ausbauen möchten. Sie initiierten eine Befragung aller bisherigen 264 Stipendiaten der Villa Aurora, um den Bedarf von Künstleraufenthalten in Los Angeles zu erfragen und gemeinsam Ideen und Strategien für deren Organisation zu entwickeln. Im Rahmen der Auswertung zeigte sich ein erhebliches Interesse vieler Fellows an zukünftigen Aufenthalten in Los Angeles. Zur Realisierung wurden erste Ideen zusammengetragen, die gemeinsam weiterentwickelt werden sollen.
FELLOWS&Friends
Berlin
Am 8. April 2013 wird im Louise-Schröder-Saal des Berliner Rathauses um 19:00 Uhr ein FELLOWS & Friends-Treffen der Villa Aurora stattfinden, bei welchem der neue Abteilungsleiter in der Berliner Kulturverwaltung, Herr Dr. Konrad Schmidt-Werthern, und Referatsleiterin Frau Christiane Zieseke Auskunft über Fördermöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler geben werden.
Die Veranstaltung wird durch Erfahrungen und Ideen von Fellows der Villa Aurora hinsichtlich weiterer Fördermöglichkeiten und des transatlantischen Netzwerks ergänzt werden.
Wir danken Staatssekretärin Hella Dunger-Löper für die Unterstützung der Veranstaltung und freuen uns auf Ihren und Euren Besuch!
Wir bitten um Anmeldung bis zum 3. April 2013
Ort: Luise-Schröder-Saal, Berliner Rathaus, Rathausstraße, 10178 Berlin.
Music Memory Metamorphosis
Los Angeles
Viktor Ullmann:
Klaviersonate Nr. 7 (1944) &
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke (1944)
12 Auszüge des des Gedichts von Rainer Maria Rilke für Sprecher und Klavier
Eine filmisch-musikalische Montage
Dieses Multimediaprogramm von Gwyneth Bravo (Produktion und Regie) und Paul Sidlo (Technische Produktion und Design) präsentiert mit Live-Performances von Neal Stulberg und dem Pianist Steven Vanhauwaert vor einer Filmkulisse Viktor Ullmanns letzte Kompositionen von 1944, die Klaviersonate Nr. 7 und Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.
Weitere Informationen und Tickets finden Sie auf der Website http://musicmemorymetamorphosis.brownpapertickets.com/ oder unter 310-502-8789.
Neal Stulberg, Rezitation
Steven Vanhauwaert, Klavier
Paul Sidlo, Technische Produktion & Design
Gwyneth Bravo, Produzent und Künstlerischer Direktor
Eintritt: Mitglieder & Studenten $10, regulär $25
Ort: Villa Aurora, 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Two Who Dared
Los Angeles
Villa Aurora, Artemis Joukowsky III und Robert Lemelson präsentieren den Dokumentarfilm Two Who Dared von Artemis Joukowsky III (USA, 2012, 76 min., digital)
An die Vorführung schließt sich ein Empfang für den Filmemacher an.
Der Film erzählt die Geschichte des unitarischen Ministers Waitstill Sharp und seiner Frau Martha, die nur wenige Tage vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten in der Tschechoslowakai ihre kleinen Kinder in Wellesley, Massachusetts, zurückließen und in Osteuropa halfen, Tausende verfolgter Menschen zu retten.
Wer waren diese amerikanischen Helden? Was führte dazu, dass sie das Wohlergehen von Fremden über ihr eigenes und das ihrer Familie stellten?
Waitstill und Martha waren auch beteiligt an der Flucht der Feuchtwangers aus Frankreich. Sie sind zwei der drei Amerikaner, die in Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" gewürdigt werden.
Two Who Dared hat im Jahr 2012 zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Special Jury Prize des Amsterdam Film Festivals und den Redemptive Storyteller Award des Redemptive Film Festivals.
Die Filmvorführung in der Villa Aurora ist Teil einer basis- und bürgernahen Bewegung, die den Film weltweit in Synagogen, Kirchen, Theater, Schulen bringen möchte. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.TwoWhoDared.com
Der Eintritt ist frei für Mitglieder. Regulärer Eintritt $5.
Anmeldung bitte unter 310.573.3603 oder infola@villa-aurora.org
Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Der bildende Künstler Dirk Stewen wurde 1972 in Dortmund geboren. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Nach dem Studium der Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, arbeitete er als kommerzieller Fotograf, da die Kamera immer schon zum seinem Handwerkszeug gehörte. In seinen Arbeiten tränkte er Fotopapier mit schwarzer Tinte und belichtet es, wodurch er eine marmorierte Oberfläche erzeugt. In anderen Werken arbeitet Stewen mit Seiten aus antiquarischen Kunstkatalogen, mit Postern, Papierschnipseln verschiedener Größen und Farben, Bannern, Bucheinbänden oder auch mit industriell vorgefertigtem Holz und Metall. Mit indischer Tinte bespritzt, gefaltet und bestickt, schichtet er eine Sorte Papier auf eine andere, um darauf wiederum zu drucken und zu kopieren. Er kombiniert die so entstandene Arbeit in Assemblagen, Kollagen oder Wandskulpturen, welche sich behutsam im sie umgebenden Raum ausbreiten.
Während seines Stipendiums in der Villa Aurora möchte Dirk Stewen die Vegetation der kalifornischen Westküste untersuchen. Auf künstlerische Art tauscht er Pflanzen seines eigenen kulturellen Hintergrunds mit denen Amerikas aus.
Fragen wie “Was passiert mit Kunst im Exil?” und “Auf welche Art und Weise kann Ästhetik eine Flucht oder ein Rettungsanker sein?“, werden ihn in kulturelle und natürliche Landschaften führen.
Dirk Stewen wird seine Arbeitsweise erläutern und Bilder seiner letzten Ausstellungen in Bregenz (Österreich) und New York zeigen.
Feuchtwanger Fellow Sviatlana Kurs wurde 1972 in Minsk, Weißrussland geboren. Sie graduierte an der philologischen Fakultät der Belarusian State University (BDU, 1994). 1994 begann sie als Journalistin beim Weißrussischen Staatsradio sowie für die Zeitung “Svaboda”, Radio 101,2, das Belarusian Helsinki Committee, Radio Racyja, Transitions Online und Radio Free Europe/Radio Liberty European Radio for Belarus zu arbeiten. Sie veröffentlicht auch unter den Pseudonymen Eva Viežnaviec und Sviatlana Adziniec. Sviatlana Kurs schreibt über den europäischen Kontext Weißrusslands. Hauptthemen ihrer Arbeiten sind die Integration des Bösen, das Aufdecken von Plattitüden, die Vermischung von Zauberei und Magie des Alltags, die religiöse Behandlung des Alkoholismus und die Vorwärtsbewegung als Selbstzweck. Ihre Arbeiten sind ins Polnische, Ukrainische und Tschechische übersetzt worden. Am 30. April wird Sviatlana Kurs in belarussisch und englisch aus ihrer Kurzgeschichte Der Besuch des Archivars lesen.
Tom Rojo Poller wurde 1978 in Osnabrück geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte zunächst Komposition an der Hochschule für Musik in Detmold und an der Universität der Künste in Berlin (UdK) bei Prof. Walter Zimmermann. Das Jahr 2003 verbrachte er am Royal College für Musik in London, kehrte dann nach Berlin zurück, um sein Diplom in Komposition und seinen Meisterschülerabschluss an der UdK zu machen. Poller hat auch einen Master für Deutsche Literatur, Philosophie und Musikwissenschaften von der Humboldt Universität. Tom Rojo Poller interessiert sich besonders für den zeitlichen Aspekt von Musik (polyrhythmische Musik eingeschlossen); Musiktheater – und generell für verschiedene Formen musikalischer Präsentationen, die Beziehung zwischen Musik und Sprache und die Philosophie der Musik (speziell Musik und Emotionen, Musik und Verständnis).
Indem er explizit einen experimentellen Einstieg verfolgt, ist seine Musik tief in der westlichen Tradition verwurzelt und teilweise beeinflusst von weniger bekannten Aspekten (zum Beispiel mittelalterlicher oder Renaissance Musik oder rhetorischen Aspekten barocker Musik) genauso wie verschiedenartigen Formen zeitgenössischer Musikpraktiken. Während seines Aufenthaltes in der Villa Aurora wird er an seinem vielteiligen Projekt Die Unheimlichkeit der Zeit arbeiten, geplant ist die Komposition eines Stückes, das auf Probemittschnitten von Stravinsky und Schoenberg basiert, sowie die Recherche für eine multimediale Arbeit über den Sunset Boulevard. Bei der Welcoming Reception wird er auf dem Flügel, der einst Ernst Toch gehörte, zwei seiner Kompositionen spielen: Three Pieces for Piano und Zeit ist nicht gutmütig. Musik von Tom Rojo Poller hier.
Nach der Revolution
Los Angeles
Villa Aurora, Pacific Palisades Film Festival zeigt:
Nach der Revolution - Ein Dokumentarfilm von Dörte Franke und Marc Bauder
Deutschland, 2010, 91 min., digital
Der Film Nach der Revolution zeigt die Situation unmitttelbar nach dem Fall der Mauer mit seltenem Filmmaterial von Diskussionen der politischen Elite der DDR und reflektiert die Situation aus einer heutigen Sicht.
Nach dem Screening wird das Lebenswerk von UDO KIER geehrt und die Höhepunkte seiner Filmkarriere gezeigt.
Mehr über Friends of Film und The 9th Annual Pacific Palisades Film Festival unter http://www.friendsoffilm.com/
Eintritt: Spendenempfehlung $ 5
Anmeldung bitte unter infola@villa-aurora.org. Sie erhalten eine Bestätigung.
Der Abend, an dem in Deutschland die Bücher brannten
Berlin
Das Villa Aurora Forum und das Literaturhaus Berlin gedachten am 10. Mai mit Unterstützung der Atlantik-Brücke der Literatur verfolgter und verbotener Schriftsteller und Journalisten anlässlich des 80. Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten in Deutschland.
Mit unglaublicher Intensität und Anmut las Frank Arnold vor vollem Haus Texte von Autoren wie Pablo Neruda, Gabriel Garcia Márquez, Liao Yiwu oder Joseph Brodsky. Ernest Wichner, Leiter des Literaturhauses, führte den jeweiligen Autor versiert ein und schenkte mit der Auswahl von Texten von Abu Nuwas, einem persischen Autor aus dem 8. Jahrhundert, dem Publikum einen humorvoll-bitteren Ausklang.
Der Abend an dem in Deutschland die Bücher brannten
Berlin
Villa Aurora e.V. und das Literaturhaus Berlin gedenken mit Unterstützung der Atlantik-Brücke der Literatur verfolgter und verbotener Schriftsteller und Journalisten anlässlich des 80. Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten in Deutschland.
Am 10. Mai 1933 haben nationalsozialistisch gesinnte deutsche Hochschullehrer und Studenten in zahlreichen Städten im Deutschen Reich die Bibliotheken vom »undeutschen Geist gesäubert« und unter Verlesung von Feuersprüchen die Bücher zahlreicher deutscher Schriftsteller und Gelehrter verbrannt. Wie wir heute wissen, war dies das Fanal, von dem Heine gesprochen hatte – es wurden nicht nur Bücher, sondern auch Menschen verbrannt – und es endete mit Millionen Toten in den Gaskammern, auf den Schlachtfeldern und in zerstörten Städten.
Achtzig Jahre Bücherverbrennung ist uns Anlass zurückzublicken auf das historische Geschehen wie auf die folgenden Jahrzehnte, denn Bücher wurden und werden verbrannt; weltweit werden nach wie vor Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Journalistinnen und Journalisten wegen ihres Einsatzes für die Wahrheit verfolgt, eingesperrt und ermordet.
Frank Arnold liest Texte verbotener und verfolgter Schriftsteller aus den letzten achtzig Jahren (u.a. Franz Kafka, Pablo Neruda, Béla Hamvas, Joseph Brodsky, Václav Havel, Gabriel Garcia Márquez, Liao Yiwu, Abu Nuwas).
Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin, Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Fellows&Friends @ Torstraße 111 in Berlin
Berlin
Zu Ehren der beiden Villa Aurora Berlin Fellows 2013, Alice Wang und Benjamin Tong, fand am Abend des 22. Mai 2013 in der Künstlerresidenz Torstraße 111 ein FELLOWS & Friends Treffen der Villa Aurora statt.
Das Fellowship Berlin, das 2012 ins Leben gerufen wurde, bietet Künstlerinnen und Künstlern aus Los Angeles einmal im Jahr für mehrere Monate die Gelegenheit, in Berlin zu leben und zu arbeiten. Damit möchte die Villa Aurora den transatlantischen Austausch befördern und neben dem Stipendienprogramm, das in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern einen Aufenthalt in Los Angeles gewährt, auch in Los Angeles lebenden Künstlern einen Aufenthalt in Deutschland ermöglichen. Neben Wohn- und Arbeitsräumen bietet die Torstraße 111 zudem Galerieräume, in denen Arbeiten von Alice Wang und Benjamin Tong zu sehen waren.
Alice Wang wurde in China geboren, hat in Toronto, in Los Angeles und an der New York University studiert und lebt als Künstlerin und Filmemacherin in Los Angeles. Seit Sommer 2012 lebt und arbeitet Alice im Rahmen eines Kunststipendiums zusätzlich in Paris. Die Arbeit, die sie an diesem Abend präsentierte, trägt den Titel ‚The Secret Blackness of Milk‘.
Benjamin Tong, der in Toronto geboren ist, studierte Informatik an der Universität von Toronto und erhielt den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts. Er war Fellow in Mexiko City und ist mit seinen Projekten derzeit in den USA, in Kanada und in Europa zu sehen. Seine Performance trug den Titel ‘In a thousand years we will have corrected the earth’s rotational axis shifting it 45 degrees aligning to that of Venus, and the polar icecaps will have melted giving the seas a flavoring of lemonade’.
Zu Beginn des Abends hielt Dr. Miriam Kellerhals einen Vortrag über Kunst und Urheberrecht. Dabei stellte sie dar, unter welchen Voraussetzungen eine Schöpfung urheberrechtlichen Schutz genießt und welche Rechte daraus erwachsen und unter welchen Umständen Künstler andere Künstler zitieren, persiflieren oder nachahmen können, ohne deren Rechte zu verletzen. Hierzu wurden exemplarische Entscheidungen aus dem deutschen Recht und der am 25.04.2013 vom New Yorker Berufungsgericht entschiedene Fall „Patrick Cariou vs. Richard Prince“ diskutiert.
Dr. Miriam Kellerhals hat in Konstanz und München studiert und ihr Referendariat in Berlin absolviert. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin tätig. In dieser Zeit hat sie über Urheberpersönlichkeitsrechte im Arbeitsverhältnis promoviert. Seit 2001 ist sie als Rechtsanwältin in Berlin aktiv. Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit mit den Schwerpunkten Urheber-, Medien- und Wirtschaftsrecht lehrt sie an verschiedenen Hochschulen und hält Vorträge im In- und Ausland.
Ulrike Seyboth und Ingo Fröhlich, Gastgeber der Torstraße 111, präsentierten ihren Katalog „ich zeichne die Zeit, du malst den Moment“, der im Lukas Verlag Berlin erschienen ist.
FELLOWS & Friends @ Torstraße 111
Berlin
Programm
18:00 Uhr:
Kunst und Urheberrecht
Vortrag von Dr. Miriam Kellerhals & Diskussion
19:30 Uhr:
ich zeichne die Zeit, du malst den Moment
Katalogpräsentation von Ulrike Seyboth & Ingo Fröhlich / Torstraße 111, Lukas Verlag Berlin
20:00 Uhr:
Opening & Party mit Alice Wang & Benjamin Tong,Villa Aurora Fellows in Berlin, Torstraße 111
Ausstellungen:
The Secret Blackness of Milk / Alice Wang
In a thousand years we will have corrected the earth’s rotational axis shifting it 45 degrees aligning to that of Venus, and the polar icecaps will have melted giving the seas a flavoring of lemonade. / Benjamin Tong
Eintritt frei!
Anmeldung unter infoberlin@villa-aurora.org oder 030 – 20 62 36 40 bis 20. Mai 2013
Alice Wang (geb. 1983 in China) lebt als Künstlerin und Filmemacherin in Los Angeles. Sie schloss die Universität in Toronto mit einem BSc ab und erhielt den Bachelor of Fine Arts vom California Institute of the Arts und den Master of Fine Arts der New York University.
Seit dem Sommer 2012 lebt und arbeitet Alice dank eines Kunststipendiums der Carla Bruni-Sarkozy-Stiftung in Paris. Alice stellt ihre Arbeiten im Armory Center for the Arts in Pasadena sowie im Deutschen Haus in New York aus, im Moskow Museum of Modern Art und bei Immanence in Paris sind weitere Ausstellungen geplant. Ihr Experimentalfilm The fallacy of misplaced concreteness wird von Vtape vertrieben und ist Teil der permanenten Sammlung dort.
Benjamin Tong (geb. 1981), studierte Informatik an der Universität von Toronto und erhielt den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts. Seine Projekte werden weltweit gezeigt, unter anderem in The Hart House (CAN), beim Images Festival (CAN), in REDCAT Gallery (CA), Sonja Roesch Gallery (TX), an der Hochschule für Bildende Kunst HBK (GER), bei RosaB.net, und LA Mart (CA). The Parrot Lecture, veröffentlicht von Golden Spike Press und aufgeführt bei CalArts, ist bei Printed Matter (US), Ed. Varie (US), Art Metropole (CAN) und Ooga Booga (US) zu sehen. In Mexiko City war er Fellow im SOMA summer program.
Vögelein Schwermut
Los Angeles
Villa Aurora und das Österreichische Generalkonsulat präsentieren
Vögelein Schwermut - Ein Liederabend mit Irene Wallner und Maria Raberger
In Anwesenheit von Walter Arlen
Vögelein Schwermut, eine Liedersammlung für Alt und Klavier, präsentiert Lieder jüdischer Komponisten, die während des nationalsozialistischen Regimes verboten, verfolgt und / oder ermordet wurden. Der Titel des Konzerts ist abgeleitet vom gleichnamigen Leid Erich Zeisls, das auf einem Gedicht von Christian Morgenstern basiert.
Das Programm beinhaltet Lieder von Walter Arlen, Viktor Ullmann, Erich Zeisl, Erich Schulhoff und Erich Wolfgang Korngold.
Irene Wallner studierte Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Sie trat als Solistin in Österreich, Deutschland, Italien und Norwegen auf. Durch ihre Auftritte mit exil.arte* ist Irene Wallner spezialisiert auf Österreichische Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.
*Exil.arte seinen Sitz in Österreich und koordiniert und organisiert künstlerische und wissenschaftliche Projekte und Veranstaltungen bezüglich der im gesamten Bereich der Kunst, insbesondere der Musik, des Musiktheaters und des Films von den Nationalsozialisten Vertriebenen, Verfemten und Ermordeten.
Maria Raberger studierte am Bruckner Konservatorium in Linz sowie am Mozarteum in Salzburg und spezialisierte sich auf Repetition, Kammermusik und Vokalbegleitung. Viele Jahre spielte sie Klavier und Celesta im Bruckner-Orchester Linz. Sie ist Mitglied im Trio "donau3klang" und "Ensemble versatile".
Der Eintritt ist frei für Friends of Villa Aurora. Regulärer Eintritt: $ 15.
Bitte melden Sie sich an unter infola@villa-aurora.org. Sie erhalten eine Bestätigung.
Die Gruppe 47 - Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb
Berlin
Lesung und Diskussion mit Helmut Böttiger, SODA Salon in der Kulturbrauerei
Die Gruppe 47, Legende des deutschen Literaturbetriebs, wurde von Helmut Böttiger und seinem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnetem Werk „Die Gruppe 47 - Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“ an diesem Abend mit großer Intensität wachgerufen.
Im Jahr 1947 noch als Gruppe von unbekannten Autoren von Hans Werner Richter zusammengeholt, avancierte sie Ende der 50er Jahre in einer Zeit, als es noch keine konkurrierenden Literaturfestivals und Literaturhäuser gab, zur führenden Stimme der Literaturszene in Deutschland. Aus ihr heraus erwuchs der Beruf des Literaturkritikers mit Namen wie Joachim Kaiser oder Marcel Reich-Ranicki. Stars wurden geboren mit Persönlichkeiten wie Ingeborg Bachmann, Günther Grass oder Peter Handke.
Die Geschichte, die Entwicklung und die Vorwürfe des Antisemitismus sowie der Ablehnung der Exilanten wurden in der Diskussion mit dem Leiter der Reihe „Literarische Freiheit“, Johan de Blank, entlang der Äußerungen von einzelnen Teilnehmern der Gruppe 47 im Detail analysiert.
Was bleibt, ist die Erfahrung, dass Literatur in einer Gesellschaft einen herausgehobenen politischen Stellenwert einnehmen kann, wenn sie die Dinge zur Sprache bringt, die die Politik und die Gesellschaft verschweigt. Mit Willy Brandt und den 68ern fand die Gruppe 47 ihr natürliches Ende.
Die Gruppe 47 - Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb
Berlin
Die Literarische Freiheit begrüßt in ihrer Mai-Ausgabe im SODA Salon der Kulturbrauerei zwei echte Hochkaräter – Helmut Böttiger, Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2013 und den Schriftsteller Ingo Schulze. Sie diskutieren über die Legende des deutschen Literaturbetriebes im Rahmen der Exilliteratur und der Gruppe 47 – Ausgang ist Böttigers aktuelles Werk „Die Gruppe 47 - als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“.
Die Reihe Literarische Freiheit wird von Johan de Blank und Michael J. Stephan in Zusammenarbeit mit der Kulturbrauerei organisiert und von den jeweiligen Verlagen der Autoren unterstützt. Der Abend wird in Kooperation mit dem Verein Villa Aurora ermöglicht, der in Los Angeles das ehemalige Exil-Domizil des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und seiner Frau Marta als Künstlerresidenz und als Ort des transatlantischen Austauschs lebendig hält.
Das Verhältnis der Autoren der Gruppe 47 zum Thema Exil und den Schriftstellern, die in den 30er und 40er Jahren Deutschland verlassen hatten, galt bisher als problematisch. Helmut Böttiger, der sich in seinem 2012 erschienen Werk „Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“ mit eben dieser Thematik auseinandersetzt (Preis der Leipziger Buchmesse 2013), und der Schriftsteller Ingo Schulze diskutieren die Relevanz für das heutige Literaturgeschehen in einer Veranstaltung der Reihe Literarische Freiheit im SODA Salon.
Die Gruppe 47 entstand aus einem Kreis deutscher Autorinnen und Autoren, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, die deutschsprachige Literatur nach dem Untergang des „Dritten Reichs“ zu erneuern und mit der Nachkriegsliteratur auch die Demokratisierung der Gesellschaft zu fördern. Noch heute ist der literarische Diskurs geprägt von ehemaligen Mitgliedern der Gruppe 47 wie Günter Grass, Martin Walser oder Marcel Reich-Ranicki. Weitere waren unter anderem Ingeborg-Bachmann, Paul Celan, Ilse Aichinger, Siegfried Lenz, Alexander Kluge und Heinrich Böll. 1967 zerfiel die Gruppe aufgrund heftiger Auseinandersetzungen der Mitglieder über das Verhältnis von Politik und Literatur.
Tickets an der Abendkasse oder @ Schönhauser Allee 36 10435 Berlin // Haus 7, Aufgang E (rechts neben der "Alten Kantine") 030 - 44 31 51 0 // info@kesselhaus-berlin.de
MicroFest in der Villa Aurora “I (tune) NY”
Los Angeles
Die Erfahrung der Schönheit “between the notes” geht nun bereits ins siebzehnte Jahr. Das MicroFest gilt weltweit als die wichtigste Konzertserie, die sich dem einzigartigen Universum der mikrotonalen Tonstufen widmet.
Gegründet wurde die Reihe im Jahr 1997 von dem mikrotonalen Gitarristen und Radiomoderator John Schneider. Das MicroFest ist heute ein Festival, das sich mit vielfältigen Veranstaltungen an zahlreichen Orten in Südkalifornien, von Pacific Palisades bis nach Claremont, von Pasadena bis zur Walt Disney Concert Hall in Downtown LA präsentiert.
1931 trafen die baskische Komponistin und Pianistin Emiliana Zubeldia und der mexikanischen Theoretiker Augusto Novaro in New York aufeinander und machten das revolutionäre Stimmungssystem für das Klavier allgemein bekannt. Aron Kallay erweckt diesen faszinierenden Klang und die neue Welt, die dieser seinerzeit für das Klavier eröffnet hat, mit Werken von Toch*, Copland, Gershwin und Zubeldia zu neuem Leben.
*Der Flügel in der Villa Aurora ist eine dauerhafte Leihgabe der Toch Gesellschaft.
$20/$10 Studenten und Mitglieder
Tickets @ http://www.brownpapertickets.com
Shuttle Service ab 18:00 Uhr
Parkmöglichkeiten: Los Liones Drive off Sunset Boulevard 2 blocks east of the Pacific Coast Highway.
Villa Aurora under the Stars
Los Angeles
Das Echo Park Film Center und sein Wanderzirkus filmschaffender Troubadoure schlagen diesmal ihre Zelte im Garten der Villa Aurora in den bezaubernden Hügeln Malibus auf. Die vielfältigen kurzen Animations- und Experimentalfilme feiern die Schönheit des Lebens.
Bringen Sie Ihre Freunde mit und erleben Sie unter dem Sternenhimmel Kurzfilme, die in den Jahren 2001 – 2013 vom Echo Park Film Center Collective und seinen Freunden produziert wurden.
Bei Popcorn und mit vielen Überraschungen - die Filmemacherin Dagie Brundert aus Berlin wird kommen – geht es um das Lachen, das Weinen und die Liebe.
Alle sind willkommen.
Kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!
Der Garten ist ab 18 Uhr geöffnet, der Film beginnt um 20 Uhr
Weitere Informationen unter:
www.echoparkfilmcenter.org
info@echoparkfilmcenter.org
(213) 484-8846
Der Eintritt ist frei
RSVP unter infola@villa-aurora.org (Sie erhalten eine Bestätigung)
50 Fingers & 88 Keys
Los Angeles
Jacaranda Music
Sommer-Garten-Party “50 Fingers & 88 Keys”
Fünf außergewöhnlichen Pianisten spielen zum 10. Jahrestag von Jacaranda in der Villa Aurora.
Weitere Informationen: http://jacarandamusic.org/
SILENT SALON - Stummfilmserie mit Orgelbegleitung
Los Angeles
D I E
A C A D E M Y O F M O T I O N P I C T U R E A R T S A N D S C I E N C E S
U N D V I L L A A U R O R A P R Ä S E N T I E R E N
Max Davidson – Günter A. Buchwald an der Orgel
Max Davidson (1875-1950) ist einer von vielen in Vergessenheit geratenen Nebendarstellern Hollywoods, die in unzähligen Filmen aufgetreten sind. Seine Blütezeit liegt in den späten 1920er Jahren, als die Hal Roach Studios ihn für eine Reihe jüdischer Komödien engagierten. Diese Komödien gehören heute zu den besten und lustigsten Kurzfilmen, die das Studio jemals produziert hat. Die Filme drehen sich um Davidson in der Rolle eines unter dem Pantoffel stehenden jüdischen Familienvaters im Kampf mit seinen nichtsnutzigen Söhnen und seiner Tochter, die sich in einen nicht-jüdischen Jungen verliebt.
Der Dirigent, Pianist, Violinist und Komponist Günter A. Buchwald verhalf Stummfilmen in der ganzen Welt zu einer Renaissance. gilt als einer der Initiatoren der internationalen Wiederauferstehung des Stummfilms. Als „Weltklasse-Improvisator“ gehört er unangefochten zur internationalen Elite der musikalischen Filmbegleiter.
Seit 1978 hat er mehr als 2.100 Stummfilme in mehr als 2.500 Film-Konzerten begleitet. Er ist regelmäßig als musician in residence bei internationalen Filmfestivals zu Gast, musikalischer Leiter des jährlichen Bristol Silents Slapstick Festival und ständiger Gastdirigent des Philharmonischen Orchesters Freiburg für die Konzertreihe Film in concert.
Buchwald ist ein großer Virtuose; er spielt alles: vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik, von Folk bis Jazz. Sowohl als Komponist als auch als ein Solo-Filmbegleiter ist er sehr gefragt.
Im Rahmen der Serie öffnet die Villa jeweils ab 18:00 Uhr ihren Garten für die Besucher. Bringen Sie sich eine Decke und Verpflegung mit und genießen Sie vor Beginn der Veranstaltung den Sonnenuntergang über dem Pazifik.
Programm:
JEWISH PRUDENCE (Die jüdische Sorgfalt), 1927 - 21 Min.
THE BOY FRIEND (Der Freund), 1928 - 20 Min.
PASS THE GRAVY (Reich mir die Soße), 1928 - 25 Min.
Tickets $15
Friends of Villa Aurora $5
Tickets: www.brownpapertickets.com
Die weiteren Veranstaltungen der Serie finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

SILENT SALON - Stummfilmserie mit Orgelbegleitung
Los Angeles
D I E
A C A D E M Y O F M O T I O N P I C T U R E A R T S A N D S C I E N C E S
U N D V I L L A A U R O R A P R Ä S E N T I E R E N
Der Französische Komiker Max Linder - Dean Mora auf der Orgel
Katharina und Thierry Leduc gewidmet
Max Linder ging Charlie Chaplin, Buster Keaton oder Harold Lloyd um einige Jahre voraus und beeinflusste diese nachhaltig. Er war maßgeblich verantwortlich für die Entstehung des klassischen Stils des Stummfilm-Slapstick. Die Theaterbühne betrat er zum ersten Mal im Jahr 1905 in Frankreich, wurde aber innerhalb kürzester Zeit, dank seines Charakters „Max“, einem Dandy mit Zylinder, auf beiden Seiten des Atlantiks, ein äußerst bekannter und erfolgreicher Komiker. 1912 war er der bestbezahlte Filmstar der Welt. 1911 begann er erfolgreich Regie zu führen, seine Karriere geriet jedoch ins Stocken, als er im ersten Weltkrieg verwundet wurde. Er versuchte an seine ersten Erfolge anzuknüpfen, indem er für die neugegründete Firma „United Artists“ (einer der Gründer war Charlie Chaplin) in den frühen 1920er Jahren Filme drehte, die jedoch wenig erfolgreich waren. Heute gelten diese Produktionen als Klassiker. Er kehrte nach Frankreich zurück und beging 1925 gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord.
Quelle: Michael Brooke
Dean Mora ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen. Sein Interesse an den USA vor dem zweiten Weltkrieg wurde schon in der Kindheit geweckt. Nach seinem Bachelor in Musik, den er an der CSU Northridge erhielt, bekam er das Angebot, Filme, die im Silent Movie Theatre in Hollywood liefen, zu begeleiten. In sechs Jahren begleitete er dort mehr als 200 Filme. Er studierte Kinoorgel bei dem legendären Gaylord Carter, der ihm alle Tricks und Techniken beibrachte, um einen Stummfilm adäquat zu begleiten.
Dean trat unter anderem im Orpheum Theatre (Los Angeles), der Copley Hall (San Diego) und dem Fox Theatre (Hanford, CA) auf. Darüber hinaus spielte er bei verschiedenen Filmfestivals an unterschiedlichen Orten, zum Beispiel beim Roger Ebert Film Festival in Champaign, IL, bei den UCLA Film Archives Series, der Motion Picture Arts & Sciences Academy in Beverly Hills, CA, und dem Silent Movie Film Festival in Osaka, Japan. Er leitet eine Big Band (Dean Mora & His Orchestra), die Tanzmusik der 1920er, 1930er und 1940er Jahre spielt.
Im Rahmen der Serie öffnet die Villa jeweils ab 18:00 Uhr ihren Garten für die Besucher. Bringen Sie sich eine Decke und Verpflegung mit und genießen Sie vor Beginn der Veranstaltung den Sonnenuntergang über dem Pazifik.
Programm:
MAX TAKES A PICTURE (Max schießt ein Foto) – 13:06 Min.
LOVE’S SURPRISES (Überraschungen der Liebe) – 6:15 Min.
TROUBLES OF A GRASS WIDOWER (Probleme eines Strohwitwers) – 9:51 Min.
MAX SETS THE STYLE (Max bestimmt den Stil) – 13:11 Min.
AUSZÜGE AUS “SEI MEINE FRAU” (1921 Feature) - 13:11 Min.
Mit freundlicher Genehmigung der Film Preservation Associates und David Shepard
Tickets $15
Friends of Villa Aurora $5
Tickets: www.brownpapertickets.com
Parkmöglichkeiten gibt es auf Los Liones Drive, der, vom Pacific Coastal Highway aus gesehen, zwei Blocks den Sunset Blvd hinauf abgeht. Dort beginnt um 18 Uhr der Shuttleservice
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.
Die weiteren Veranstaltungen der Serie finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Auf ihre eigene Weise gingen die Berliner Sound-Künstler Serge Baghdassarians und Boris Baltschun der Reise Condamines nach: Doch statt der tropischen Wildnis vermaßen sie Rio de Janeiros urbanen Dschungel. An die Stelle von Kompass und Quadrant rückten Mikrophon und Aufnahmegerät. Die körperliche Belastung bei der Erkundung unerforschten Terrains blieb dieselbe – daher der Titel: „Bodybuilding“. Baghdassarians und Baltschun machten sich, unter Durchführung quasi-ritualisierter Bewegungen, zu Fuß auf den Weg von ihrer Wohnung in Rio zum dreieckigen Platz Largo do Guimarães. Am Ziel ihres auditiven Work-outs stand die Idealform eines Platzes, ein künstlicher Klangkörper, der einem seltsam bekannt vorkommt, in der Art, wie er den Fremden zunehmend befremdet.
RP Kahl zeigt erste Ausschnitte einer Filmarbeit, die er während seines Aufenthaltes in der Villa Aurora erstellt. Er bezieht sich auf die Aura des Ortes und lässt sich von den ehemaligen Bewohnern der Villa inspirieren, allen voran von Marta Feuchtwanger. In den ersten Filmausschnitten steht die "Skulptur im Film" im Zentrum des Interesses. Dabei arbeitet Kahl mit der Bildenden Künstlerin Stephanie Keitz zusammen. Die thematische Klammer dieser Kooperation bildet das Konzept des ‚Abwesenden‘. Die Arbeit wird als Video sowie als Installation präsentiert.
SILENT SALON - Stummfilmserie mit Orgelbegleitung
Los Angeles
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences
und Villa Aurora präsentieren:
Komiker Harold Lloyd – Christoph Bull an der Orgel
Der Komiker Harold Lloyd, geboren in Burchard, Nebraska am 20. April 1893, wurde mit den Filmen Just Nuts, Girl Shy and The Freshman (Nur Verrückt, Schüchternes Mädchen, Der Neuling) sowie weiteren bemerkenswerten Produktionen zu einer Ikone der Stummfilm Ära. Die Beliebtheit Lloyds überdauerte auch den Beginn des Tonfilms mit Filmen wie Mad Wednesday (Verrückter Mittwoch). Er starb am 8. März 1971 in Beverly Hills, Kalifornien.
Suzanne Lloyd, Harolds Enkelin, hofft, dass sie teilnehmen kann um ihren Großvater vorzustellen.
Christoph Bull ist einer der außergewöhnlichsten Organisten unserer Zeit, der gleichermaßen in klassischer und populärer Musik versiert ist. Er trat bereits in Europa, den Vereinigten Staaten, El Salvador, Russland und Indien auf. Bull spielte in der Disney Concert Hall in Los Angeles, im Lincoln Center in New York, in den katholischen Kathedralen in Moskau, Salzburg und Saint-Denis ebenso wie in Rock Clubs, zum Beispiel dem Viper Room, dem Roxy und in The Whisky in Los Angeles.
Er gewann erste und zweite Preise in zahlreichen Orgel und Songwriting Wettbewerben. Hierzu gehören zum Beispiel Jugend musiziert, der Kammermusik Wettbewerb der Stadt Bad Dürkheim, die Michael Masser und Berklee Songwriting Wettbewerbe sowie der Internationale Orgel Wettbewerb Marcello Galanti.
Im Rahmen der Serie öffnet die Villa jeweils ab 18:00 Uhr ihren Garten für die Besucher. Bringen Sie sich eine Decke und Verpflegung mit und genießen Sie vor Beginn der Veranstaltung den Sonnenuntergang über dem Pazifik.
Programm:
YOUNG MR. JAZZ (Der junge Mr. Jazz) – 10 Min.
THE BIG IDEA (Die große Idee) – 10 Min.
NEVER WEAKEN (Niemals schwächeln) – 20 Min.
NUMBER PLEASE (Nummer Bitte)– 30 Min (In Santa Monika gedreht).
Tickets $15
Friends of Villa Aurora $5
Tickets:www.brownpapertickets.com
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.
Die weiteren Veranstaltungen der Serie finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

SILENT SALON - Stummfilmserie mit Orgelbegleitung
Los Angeles
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences
und Villa Aurora präsentieren:
Chaplin bei Keystone – Dean Mora an der Orgel
Charles Chaplin kam als kaum bekannter britisches Varietékünstler Ende des Jahres 1913 zu Mack Sennetts Keystone Studios. Nach einem Jahr hatte er nicht nur seinen „Tramp“ Charakter etabliert, er hatte außerdem gelernt, seine eigenen Drehbücher zu schreiben, in seinen Filmen Regie zu führen und war darüber hinaus zu Ruhm als Star-Komiker gelangt. Auch wenn Keystone seine Darsteller nicht mit Namen veröffentlichte, verhalfen die vor den Theater stehenden Look-a-likes von Chaplin Besucher anzuziehen. Einige seiner Filme, besonders Tillie's Punctured Romance (Tillies Romanze auf Raten) blieben über Jahrzehnte im Kinoverleih.
Im Rahmen der Serie öffnet die Villa jeweils ab 18:00 Uhr ihren Garten für die Besucher. Bringen Sie sich eine Decke und Verpflegung mit und genießen Sie vor Beginn der Veranstaltung den Sonnenuntergang über dem Pazifik.
Programm:
MABEL’S MARRIED LIFE (Mabels Leben als verheiratete Frau) – 14:38 Min. w/Mabel Normand und Roscoe Arbuckle, Regie Mack Sennett
THE ROUNDERS (Die Stromer) – 13:15 Min. – Chaplin and Arbuckle
THE MASQUERADER (Die Maskerade) – 12:21 Min. – Behind the Scenes in a Movie Studio
DOUGH AND DYNAMITE (Teig und Dynamit) – 28:29 Min. – Chaplins beliebtester Film bei Keystone.
Bei den letzten drei Filmen führte Charlie Chaplin Regie.
Tickets $15
Friends of Villa Aurora $5
Tickets: www.brownpapertickets.com
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.
Die weiteren Veranstaltungen der Serie finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Filmvorführung von "Angel Express"
Los Angeles
"Villa Goethe" präsentiert RP Kahls "Angel Express - Director's Cut"
Die Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Los Angeles und dem Stipendiaten-Programm der Villa Aurora geht weiter. Die Reihe „Villa Goethe“ präsentiert vergangene, aktuelle und zukünftige Projekte der Villa Aurora-Stipendiaten.
Regie: RP Kahl, Deutschland, 1998/2011, 82 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, digital.
Goethe-Institut Los Angeles, 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles, CA 90036
Parken für $1 (for events only, mit Entwertung) an Wochentagen nach 18.00 Uhr und am Wochenende den ganzen Tag. - Wilshire-Courtyard-West-Tiefgarage - P1.
Sommerfest 2013
Los Angeles
Das Villa Aurora-Sommerfest:
Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis
Los Angeles
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lion Feuchtwanger
Regie: Konrad Wolf, 1971, Farbe, 131 min. digital, Deutsch mit englischen Untertiteln
Die Veranstaltung findet großzügige Unterstützung von der DEFA Film Bibliothek der University of Massachusetts, Amherst.
Goya führt ein Leben in Reichtum und genießt als Maler am Hof König Carlos IV höchstes Ansehen. Doch dieses Leben lässt ihn zunehmend blind werden für das Leiden des Volkes. Eines Tages hört er die Sängerin Maria Rosario in einer Madrider Taverne Revolutionslieder singen. Durch sie erfährt von der Situation, in der sich die Bevölkerung befindet. Später, als Marie vor dem Inquisitionsgericht steht, wird Goya als Zeuge geladen. Ihm wird bewusst, welcher Gefahr er sich aussetzt, würde er ihrem Beispiel folgen und vom gesellschaftlich akzeptierten Pfad abweichen. Aber Goya fühlt sich nicht weiter imstande, der Verlockung zu widerstehen, das Schloss zu verlassen und mit dem Volk wieder in Kontakt zu treten – ein wagemutiges Unterfangen, das sowohl sein künstlerisches Schaffen beflügelt, wie ihn auch in den Augen der Inquisition illoyal erscheinen lässt.
Goethe-Institut Los Angeles
5750 Wilshire Blvd. Suite 100
Los Angeles, CA 90036
Die Vorführung ist kostenlos
Reservierungen unter 323.525.3388
Romanticism Renewed
Los Angeles
Die Karl Weigl Stiftung und Villa Aurora präsentieren:
Romanticism Renewed: Discover the "forgotten" Karl Weigl
mit
John McLaughlin Williams, Violine und Glen Inanga, Klavier
Der mit dem Grammy ausgezeichnete Dirigent und Geiger John McLaughlin Williams ist für seine unermüdliche Suche nach vergessenen, musikalischen Juwelen bekannt.
Glen Inanga kam mit seiner preisgekrönten Arbeit im Micallef-Inanga Piano Duo zu Ruhm und Ehren. Das Duo trat unter anderem gemeinsam mit den Philharmonikern der BBC und dem Radio-Symphonieorchester Wien auf.
Das Konzert wird unterstützt von der OREL Stiftung, die James Conlon, der musikalischen Direktor der Los Angeles Opera, ins Leben gerufen hat, zum Zweck der Rückgewinnung kreativer Stimmen, die dem musikalischen Repertoire durch das Nazi-Regime verloren gegangen sind.
Wir danken dem österreichischen Generalkonsulat für seine Unterstützung.
Eintritt: $25 Normal, $15 friends of Villa Aurora
Tickets auf: www.brownpaperticket.com
Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Parkmöglichkeiten gibt es auf Los Liones Drive, der, vom Pacific Coastal Highway aus gesehen, zwei Blocks den Sunset Blvd hinauf abgeht. Dort beginnt um 19 Uhr der Shuttleservice .
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.
JazzIndeed meets North Atlantic Jazz Alliance
Los Angeles
Die Villa Aurora und das Deutsche Generalkonsulat LA präsentieren:
JazzIndeed meets North Atlantic Jazz Alliance
Besuchen Sie uns zu einer Jam-Session des deutschen Jazz-Ensembles JAZZINDEED und der deutsch-amerikanischen NORTH ATLANTIC JAZZ ALLIANCE, die anlässlich des European Jazz Festivals an der UCLA in der Stadt sind. (10.-13. Oktober)
Das Quintett JazzIndeed mit Sitz in Berlin spielt zeitgenössischen Jazz, getragen von der charakterischen Stimme ihres Sängers Michael Schiefel. Seit 2001 hält Schiefel eine Professur für Jazzgesang an der Musikhochschule Weimar inne.
Die North Atlantic Jazz Alliance (NAJA), ein Jazz-Kollektiv aus drei Deutschen und vier Amerikanern, fusioniert Jazz-Adaptionen klassischer Stücke elegant mit einem Hauch von Avantgarde und straighten Funk-Rhythmen. Pianist Markus Burger und Saxophonist Jan von Klewitz spielten bereits im vergangenen März in der voll ausverkauften Villa. Also – willkommen zurück!
Der Eintritt ist Kostenlos
RSVP erforderlich 310.454.4231
Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Los Liones Drive, der, vom Pacific Coastal Highway aus gesehen, zwei Blocks den Sunset Blvd hinauf abgeht. Dort beginnt um 18 Uhr der Shuttleservice .
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.
Weitere Informationen zum Euro Jazz Festival an der UCLA.
http://eujazzfestival.international.ucla.edu/sites/eurojazzfestival/
Marta Feuchtwanger – Eine emanzipierte Frau
Berlin
Marta Feuchtwanger – Eine emanzipierte Frau
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Nairy Baghramian wurde 1971 in Isfahan, Iran, geboren. Seit 1984 lebt und arbeitet sie in Berlin.
Nairy Baghramian bezieht Elemente des Möbeldesigns, der Bühnenbildgestaltung und der Mode in ihre Arbeit ein. Ihre räumlichen Stillleben enthalten Verweise auf die Materialgeschichte, die in einen neuen Kontext gestellt und in politische Statements umgewandelt werden – Werke, die Anklänge an Literatur und Theater aufweisen.
Baghramian möchte herausfinden, welche Themen der Frühen Moderne nicht in die neue Heimat der aus Europa emigrierten Architekten übertragen wurden. Ausgangspunkt ist das Konstrukt des „Heims“, ein Konzept, das die Belastungen und Chancen kreativer Persönlichkeiten einrahmt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts freiwillig nach Amerika kamen (wie Neutra und Schindler), sowie jener, die aus Europa vertrieben wurden.
Nairys Werke wurden in Schottland, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Australien, der Schweiz und Italien ausgestellt.
Jan-Ole Gerster wurde in Hagen geboren. Er studierte Drehbuch und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Im Jahr 2010 begann Gerster mit den Arbeiten an seinem Abschlussfilm „Oh Boy!“ mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Der Film feierte 2012 auf dem Münchner Filmfestival Premiere. „Oh Boy!“ erntete internationale Anerkennung und gewann 2013 den Deutschen Filmpreis in sechs Kategorien, darunter für das beste Drehbuch, die beste Regie und den besten Film.
In der Villa Aurora wird Gerster sein neues Projekt „Cool Germania“ in Angriff nehmen, eine Geschichte über den Aufstieg und Fall zweier Freunde im Berlin der 90er- und Nullerjahre.
Beim Begrüßungsempfang wird Gerster eine Szene aus „Oh Boy!“ zeigen und über seine Arbeit sprechen.
Sehen Sie sich hier den Trailer an.
„Oh Boy!“ wurde für die European Film Awards nominiert. Unterstützen Sie Jan-Ole, indem Sie hier abstimmen.
Volker Harry Altwasser, 1969 in Greifswald geboren, wurde 2012 für sein Tiefsee-Epos „Letzte Fischer“ mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet. Er gehörte zu den Finalisten des Alfred-Döblin-Preises und des Ingeborg-Bachmann-Preises.
Altwassers These, dass „Literatur über das Meer immer Literatur über das Scheitern ist – das Meer setzt sich immer durch“, verbindet seine Werke mit amerikanischen Meilensteinen des Genres wie „Der alte Mann und das Meer“ oder „Moby Dick“. Altwasser brauchte 17 Jahre, um diesen Roman fertigzustellen, der durch Strenge, Poesie und Authentizität besticht.
Es findet eine 20-minütige Lesung mit Auszügen aus dem Roman (auf Deutsch und Englisch) statt.
Während seines Aufenthalts in der Villa Aurora wird der Autor die Lebensgeschichte des Schriftstellers Bruno Frank nachzeichnen, eines Freundes von Feuchtwanger, der in Vergessenheit geraten ist.
Hannah-Arendt-Tagung
Los Angeles
WAS IST POLTIK?
Eine Tagung zu Hannah Arendt in der Villa Aurora am 9. und 10. November 2013
Am 9. November, dem Datum, das an die Geschehnisse der Reichskristallnacht 1938 erinnert, veranstaltete die Villa Aurora in Los Angeles gemeinsam mit dem Hannah Arendt Center des Bard College die Tagung „Hannah Arendt - Was ist Politik?“.
Hannah Arendt, die deutsch-jüdisch-amerikanische Theoretikerin, geboren in Hannover, vertrieben 1933 nach Paris, 1940 nach New York, widmete ihr Werk der Rückeroberung des öffentlichen Raums und des politischen Handelns. Noch heute, wie bereits in den 1960er Jahren, inspirieren ihre Ansätze theoretische Debatten wie zivilgesellschaftliche Initiativen. Mit Vorträgen von Experten wurde während der Tagung in der Villa Aurora Arendts Neuerfindung des Politischen vor dem Hintergrund der Exilerfahrungen erkundet und diskutiert.
Folgende Vorträge stehen als Video auf unserer Medienseite zur Verfügung:
Welcome & Opening Remarks
Annette Rupp, Geschäftsführerin der Villa Aurora & Marie Luise Knott (Konzept), Autorin, Journalistin und Übersetzerin
The Origins of Totalitarianism in Historical Perspective
Anson Rabinbach, Princeton University
Revolutionary Declarations and the Status of Human Rights
Peg Birmingham, DePaul University
The Aesthetics of Arendt’s Politics
Equality, Plurality, and the Enthusiasm of the Spectators
Martín Plot, California Institute of the Arts
Hannah Arendt: The Primacy of Appearance
Robert Harrison, Stanford University
Who is Capable of Performing Action? Some Thoughts on the Importance of Personality
Wolfgang Heuer, Freie Universität Berlin
In Fortführung der Tagung hielt Roger Berkowitz vom Hannah Arendt Center des Bard College am 10. November im Skirball Cultural Center in Los Angeles einen Vortrag zum Thema Jewish Voices in the Eichmann-Contoversy, bevor der Film Hannah Arendt von Margarethe von Trotta gezeigt wurde. Im Anschluss an die Filmvorführung fand eine rege Diskussion zum Film und dessen Thema statt.
Oh Boy
Los Angeles
OH BOY, Deutschland 2012 , 83min, digital
OH BOY ist das selbstironische Portrait eines jungen Mannes und der Stadt, in der er lebt - Berlin.
Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen "normalen" Kaffee mehr zu geben.
Sollte Niko nach diesem Tag wirklich seine "Komfortzone" verlassen und sein Leben ändern? Kriegt er am Ende vielleicht Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?
In eindringlicher Schwarz-Weiß-Ästhetik changiert OH BOY zwischen Melancholie und Humor und zeigt die Suche des Protagonisten nach seinem Platz in der Welt, in der eigentlich alles möglich ist. (Quelle: http://www.ohboy.x-verleih.de/)
Der Regisseur Jan-Ole Gerster wird anwesend sein.
Zum Trailer.
OH BOY erhielt vier Nominierungen zum European Film Awards : Bester Film, Bester Schauspieler, European Discovery und für den Peoples-Choice-Award. Unterstützen Sie Jan-Ole mit Ihrer Stimme beim Peoples-Choice-Award!
In der Villa Aurora wird der Regisseur an seinem neuen Projekt Cool Germania arbeiten, einer Rise-and-fall Geschichte zweier Freunde im Berlin der 90er- und Nullerjahre.
Villa Aurora Nacht
Berlin
Die Villa Aurora feierte im vergangenen November abermals ihre alljährliche Villa Aurora Nacht, zu der ein enger Kreis geladener Gäste aus Kunst, Kultur, Politik und Medien anwesend war. Anlass war die Vorstellung der Stipendiaten des Jahrgangs 2014. Erstmals fand die Veranstaltung im Lapidarium am Halleschen Ufer statt.
Die Eröffnungsreden hielten Dr. Hans-Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation beim Auswärtigem Amt, und Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei.
Die Stummfilmbegleitung durch den ehemaligen Villa-Aurora-Stipendiaten Dietrich Brüggemann und dem Deutschen Beatbox-Meister, Daniel Mandolini, bildete den Auftakt der Veranstaltung. DJ Paul Kaeding sorgte für die musikalische Untermalung des Abends.