Welcoming Reception
Teilnehmer:innen
Nairy Baghramian wurde 1971 in Isfahan, Iran, geboren. Seit 1984 lebt und arbeitet sie in Berlin.
Nairy Baghramian bezieht Elemente des Möbeldesigns, der Bühnenbildgestaltung und der Mode in ihre Arbeit ein. Ihre räumlichen Stillleben enthalten Verweise auf die Materialgeschichte, die in einen neuen Kontext gestellt und in politische Statements umgewandelt werden – Werke, die Anklänge an Literatur und Theater aufweisen.
Baghramian möchte herausfinden, welche Themen der Frühen Moderne nicht in die neue Heimat der aus Europa emigrierten Architekten übertragen wurden. Ausgangspunkt ist das Konstrukt des „Heims“, ein Konzept, das die Belastungen und Chancen kreativer Persönlichkeiten einrahmt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts freiwillig nach Amerika kamen (wie Neutra und Schindler), sowie jener, die aus Europa vertrieben wurden.
Nairys Werke wurden in Schottland, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Australien, der Schweiz und Italien ausgestellt.
Jan-Ole Gerster wurde in Hagen geboren. Er studierte Drehbuch und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Im Jahr 2010 begann Gerster mit den Arbeiten an seinem Abschlussfilm „Oh Boy!“ mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Der Film feierte 2012 auf dem Münchner Filmfestival Premiere. „Oh Boy!“ erntete internationale Anerkennung und gewann 2013 den Deutschen Filmpreis in sechs Kategorien, darunter für das beste Drehbuch, die beste Regie und den besten Film.
In der Villa Aurora wird Gerster sein neues Projekt „Cool Germania“ in Angriff nehmen, eine Geschichte über den Aufstieg und Fall zweier Freunde im Berlin der 90er- und Nullerjahre.
Beim Begrüßungsempfang wird Gerster eine Szene aus „Oh Boy!“ zeigen und über seine Arbeit sprechen.
Sehen Sie sich hier den Trailer an.
„Oh Boy!“ wurde für die European Film Awards nominiert. Unterstützen Sie Jan-Ole, indem Sie hier abstimmen.
Volker Harry Altwasser, 1969 in Greifswald geboren, wurde 2012 für sein Tiefsee-Epos „Letzte Fischer“ mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet. Er gehörte zu den Finalisten des Alfred-Döblin-Preises und des Ingeborg-Bachmann-Preises.
Altwassers These, dass „Literatur über das Meer immer Literatur über das Scheitern ist – das Meer setzt sich immer durch“, verbindet seine Werke mit amerikanischen Meilensteinen des Genres wie „Der alte Mann und das Meer“ oder „Moby Dick“. Altwasser brauchte 17 Jahre, um diesen Roman fertigzustellen, der durch Strenge, Poesie und Authentizität besticht.
Es findet eine 20-minütige Lesung mit Auszügen aus dem Roman (auf Deutsch und Englisch) statt.
Während seines Aufenthalts in der Villa Aurora wird der Autor die Lebensgeschichte des Schriftstellers Bruno Frank nachzeichnen, eines Freundes von Feuchtwanger, der in Vergessenheit geraten ist.