Veranstaltungsarchiv Villa Aurora
2017
Salon Sophie Charlotte 2017: Rebellionen, Revolutionen oder Reformen?
Berlin
Revolution: Sie können leider nicht zu Hause bleiben!
You will not be able to stay home, brother, mahnte Gil Scott-Heron 1970 in dem Song The Revolution will not be televised. Im Säulensaal der Akademie erkunden die ehemaligen Villa Aurora-Stipendiatinnen Tina Born, Kirsten Reese und Sabine Scho gemeinsam mit Martina Hefter beim diesjährigen Salon Sophie Charlotte Ursachen, Chancen und Risiken von Rebellionen, Revolutionen und Reformen. Die raumgreifenden Installationen von Tina Born und Kirsten Reese, sowie die Text-Tanzperformance von Sabine Scho und Martina Hefter haben keine Werbeunterbrechungen und werden nicht aufgezeichnet. Sie können daher leider nicht zu Hause bleiben!
Und wenn sie alle dich verschrein / so wickle in dich selbst dich ein - Matthias Claudius

Sabine Scho und Martina Hefter
Die Text-Tanzperformance von Sabine Scho (Autorin) und Martina Hefter (Autorin/Tänzerin) nimmt sich Carl Philipp Moritz’ Magazin zur Erfahrungsseelenkunde als Quell eines Revolutionsgedankens vor, der weiß, zunächst geht der geheimnisvolle Weg nach innen, bevor man außen auf die Barrikaden geht: You gotta get in to get out. (Genesis)
19.30 / 21.30 Uhr je 20 Minuten

...rrr!..!
Kirsten Reese
Die Installation macht Texte und auditives Quellenmaterial – Reden, Demonstrationen, Debatten – zu Revolutionen und Rebellionen von 1517 bis heute hörbar. Die Beiträge stammen aus historischen (Sound-)Archiven, dem Internet und sozialen Medien und erklingen aus 30 Lautsprecherwürfeln. Das Publikum kann sich den Lautsprechern individuell nähern und einzelnen Stimmen und historischen Situationen folgen, aber auch die Lautsprecher in immer neuen, unterschiedlichen Konstellationen zusammenstellen.

Geist, 2016 / Weil Deren Reiche
Tina Born
Die Installation „Geist, 2016 / Weil Deren Reiche“ versieht die im Säulensaal der Akademie der Wissenschaften befindlichen großen Kugellampen mit Textzitaten von drei großen, weiblichen Persönlichkeiten und Pionierinnen in ihren jeweiligen Betätigungsfeldern. Es handelt sich um Zitate der französischen Philosophin und Sozialrevolutionärin Simone Weil (1909–1943), der amerikanischen Avantgarde-Regisseurin, Tänzerin und Filmtheoretikerin Maya Deren (1917–1961), und Maria Reiche (1903–1998), eine deutsche Mathematikerin, die über 50 Jahre ihres Lebens damit zubrachte die peruanischen Erdzeichnungen von Nazca systematisch zu erfassen, zu erforschen und sich für ihren Schutz und ihre Erhaltung einzusetzen.
Das gesamte Akademiegebäude am Gendarmenmarkt wird an diesem Abend von über 100 Mitwirkenden mit künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen bespielt. Hier geht es zum Gesamtprogramm.
Zum Facebook-Event
Tickets: Der Eintritt ist frei.
Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Säulensaal, 2. OG
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
Liebe Arbeit Exil - Ein Weill & Eisler-Liederabend
Berlin
Der szenisch-musikalische Abend LIEBE ARBEIT EXIL verfolgt die Entwicklung der beiden Komponisten Kurt Weill und Hanns Eisler auf dem Weg ihrer erfolgreichen Anfänge in Berlin bis zum Leben im Exil. Beide Komponisten werden in den 1920er Jahren bekannt als Brecht-Komponisten, beide flüchten in den 1930er Jahren vor den Nationalsozialisten ins US-amerikanische Exil.
Kurt Weill schreibt Musicals für den Broadway in New York. Hanns Eisler komponiert Filmmusik in Hollywood. Der Liederabend beleuchtet die Lebenswege der beiden Komponisten und den zeitgeschichtlichen Hintergrund mit ausgewählten Texten und Briefen.
Anna von Schrottenberg – Schauspiel und Gesang
Anna von Schrottenberg wurde in Zürich geboren und studierte Gesang am Konservatorium Zürich und Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Es folgten zahlreiche Engagements, unter anderem am Theater der Jungen Welt Leipzig und am Jungen Deutschen Theater Berlin. Seit 2009 lebt und arbeitet sie freischaffend in Berlin. Eigene Projekte umfassen zum Beispiel „despite eisler“, eine Bearbeitung von Eislers „Hollywood Liederbuch“ oder das Lied-Programm „mérite caché“, in dem sie Sprüche aus Laotses „Tao te king“ vertonte. Am 33. Stage Song Contest in Breslau / Polen erhielt sie 2012 den Spezialpreis der GEMA.
www.annavonschrottenberg.de
Matthew Rubenstein – Klavier
Matthew Rubenstein stammt aus Washington D.C. und studierte Klavier an der Manhattan School of Music, an der Universität von Illinois und der City University of New York. Er konzertierte in den USA, Brasilien und Deutschland in zahlreichen Solo- und Kammermusikaufführungen und gewann mehrere Preise bei internationalen Klavierwettbewerben. Bei cpo veröffentlichte er 2007 die erste komplette Aufnahme der Klavierwerke von Aribert Reimann. 2011 erschien bei Berlin Classics seine von Deutschlandradio Kultur produzierte CD „Berlin im Licht: Klaviermusik der Novembergruppe“, 2013 folgte ein weiteres Solo-Programm, diesmal mit Klavierwerken des Berliner Komponisten Heinz Tiessen, die im November 2015 als CD bei Toccata Classics erschienen sind.
www.matt-rubenstein.com
Eine Veranstaltung der Mendelssohn-Remise mit Unterstützung des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.
Mendelssohn-Remise
Jägerstraße 51
10117 Berlin
www.mendelssohn-remise.de
Eintritt: 14 / 11 Euro
Reservierungen unter: 030 – 81 70 47 26 oder reservierung@mendelssohn-remise.de
X – Vom Gelingen und Scheitern von Zukunftsprojekten
Berlin
X – Vom Gelingen und Scheitern von Zukunftsprojekten

Am 28. März haben der Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft zum Vortrag „X – Vom Gelingen und Scheitern von Zukunftsprojekten“ von Obi Felten eingeladen. Obi Felten ist „Head of getting moonshots ready for contact with the real world bei X, der sogenannten Moonshot-Fabrik von Alphabet“. Im Anschluß moderierte Alison Smale, Chefkorrespondentin der New York Times in Berlin, ein Gespräch mit Obi Felten und Markus Klimmer, Vorstandsvorsitzender des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. und Autor des Buches „#Digital Leadership - Wie Top-Manager in Deutschland den Wandel gestalten“.
Obi Felten arbeitet an innovativen Lösungen für die größten Herausforderungen unserer Zeit. Sie ist dafür verantwortlich, „X-Projekte aus dem Labor entweder in die Welt zu bringen oder sicherzustellen, dass sie schnell scheitern“. Es geht darum, mit neuen Technologien in einem absehbaren Zeitraum Lösungen von Problemen zu finden, die Menschen weltweit betreffen.
X repräsentiert, was Europäer so sehr an Silicon Valley fasziniert – Innovationsgeist, Mut und Dynamik. Im Gespräch mit Markus Klimmer ging es darum, wie es in Europa und insbesondere in Deutschland um die Innovationsfreude steht.
Wir Danken dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft für die Zusammenarbeit.
FELLOWS & Friends: George Condo
Berlin
George Condo. Confrontation

Am vergangenen Sonntag haben wir zu einer Führung durch die Ausstellung „George Condo. Confrontation“ mit Vereinsmitglied und Kunsthistorikerin Babette Werner im Museum Berggruen eingeladen. In der knapp zweistündigen Führung durch die 25 Räume des Museums erhielten die Teilnehmer aus ehemaligen Fellows und Vereinsmitgliedern einen Einblick in das Werk des US-Malers.
Die Ausstellung setzt die Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Skulpturen des Künstlers aus den frühen 1980er-Jahren bis heute in Beziehung zu Künstlern der Klassischen Moderne. In der Gegenüberstellung der Werke von Cézanne, Picasso, Matisse, Klee und Giacometti erscheinen Condos Akte, Stillleben und Porträts manchmal wie Persiflagen, ein andermal ähneln sie ihnen so sehr, dass seine eigene Handschrift kaum erkennbar ist. In vielen Arbeiten wird der große Humor des Künstlers deutlich, während andere durch ihre Schärfe oder Aggressivität wirken. Dem Künstler geht es darum Dinge zusammenzubringen und zu sehen, wie sie aufeinander reagieren. So gestaltete er zusammen mit dem kuratorischen Team des Hauses die Hängung der Gemälde und inszenierte seine Werke in Zusammenspiel mit den vorhandenen Meisterwerken.
Wir danken Babette Werner für ihre Führung.
Vortrag und Lesung von Volker Weiß
Berlin
Die Autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

Gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin veranstaltet die Villa Aurora in jedem Jahr am 10. Mai einen Abend in Erinnerung an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933, bei der Studenten, Professoren und NSDAP-Mitglieder die Werke geächteter Autoren ins Feuer warfen
In diesem Jahr hat der Historiker Dr. Volker Weiß aus seinem Buch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ (Klett-Cotta 2017) gelesen. Weiß bietet darin die erste tiefgehende und historisch fundierte Diagnose zeitgenössischer rechtspopulistischen Erscheinungen. Dabei beschreibt er das vielfältige Spektrum der rechten Bewegungen, ihre Genese, Ideologie(n) und Netzwerke. Er zeigt: Nationalistische Strömungen der Vergangenheit werden wieder aufgegriffen und es könne im Falle ihrer Vertreter keinesfalls von Konservativen die Rede sein. Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht die Übergänge vom Konservativismus zum Rechtspopulismus und zum Rechtsextremismus.
Dr. Volker Weiß ist Buch-Autor, schreibt für DIE ZEIT, die Frankfurter Rundschau, die Tageszeitung (Taz), Spiegel-Online und Jungle World. Er gilt als ausgezeichneter Kenner der neurechten Szene.
Mit freundlicher Unterstützung vom Klett-Cotta Verlag.
Audiomitschnitt
Vortrag und Lesung von Volker Weiß
Berlin
Die autoritäre Revolte

»Wer noch tiefer und analytischer in die Kultur der neuen Rechten vordringen will, dem sei die glänzende Studie des für den Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Historikers Volker Weiß empfohlen, der alle Facetten der autoritären Revolte und konservativen Revolution seziert.« – Claus Leggewie, Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017
In seinem Buch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ (Klett-Cotta 2017) bietet der Historiker Volker Weiß die erste tiefgehende und historisch fundierte Diagnose der zeitgenössischen rechtspopulistischen Erscheinungen. Dabei beschreibt er das vielfältige Spektrum der rechten Bewegungen. Er zeigt: Gegenwärtig werden nationalistische Strömungen der Vergangenheit wieder aufgegriffen. Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht die Übergänge vom Konservativismus zum Rechtspopulismus und zum Rechtsextremismus.
Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit vom Literaturhaus Berlin und dem Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. Sie steht im Gedenken an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933, bei der Studenten, Professoren und NSDAP-Mitglieder die Werke geächteter Autoren ins Feuer warfen.
Mit freundlicher Unterstützung des Klett-Cotta Verlags.
Der Eintritt ist frei
Um Anmeldung wird gebeten unter literaturhaus@literaturhaus-berlin.de oder telefonisch unter Tel. +49 (0)30 887 286 0
Literaturhaus Berlin
Fasanenstr.23, 10719 Berlin-Charlottenburg
FELLOWS & Friends: Alchemie
Berlin
Alchemie. Die große Kunst

Zahlreiche Alchemisten strebten die Nachahmung des göttlichen Schöpfungsaktes an oder sogar ihn übertreffen. Darin sei die Alchemie dem künstlerischen Schaffen Wesensverwandt, behauptet der Kurator der Ausstellung „Alchemie. Die große Kunst“ Jörg Völlnagel.
Mitte Juni luden wir daher unsere FELLOWS & Friends zur Kuratorenführung durch die Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie. Völlnagel führte unsere Gruppe von rund 20 Personen durch die umfangreiche Ausstellung mit mehr als 200 Exponaten aus über 3000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte bis heute. Darunter waren auch zwei Kunstwerke von Villa Aurora-Stipendiatin Sarah Schönfeld: Für ihr Werk „Hero’s Journey (Lamp)“ sammelte sie im Berliner „Berghain“ über mehrere Wochen 1000 Liter Urin, um anschließend einen großen Glastank damit zu befüllen. Der beleuchtete Tank verrät nichts von seinem profanen Inhalt, sondern wirkt durch die spezielle Beleuchtung von beiden Enden eher entrückt. Ihre zweite Arbeit zeigt Stoffe auf Filmmaterial in starker Vergrößerung und deutet auf den „Formwillen der Stoffe“ hin, einer Annahme in der Alchemie, derzufolge jeder Stoff in eine bestimmte Form strebe.
Wir danken Jörg Völlnagel für die Führung durch diese faszinierende Ausstellung.
„Alchemie. Die große Kunst“ ist noch bis 23. Juli in der Gemäldegalerie Berlin zu sehen.
Weitere Informationen
Sandeep Mukherjee
Berlin
Molting the fractured

Den Ausgangspunkt für die Ausstellung „Molting the Fractured“ bildet ein BMW Mini Cooper, dessen Einzelteile, in Aluminium gepresst, als skulpturale Formen im Raum schweben. Das Auto ist aus unserer auf Mobilität ausgelegten Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Wenn wir einsteigen, umgibt es uns wie eine zweite Haut, die uns schützt, aber gleichzeitig den Rausch der Geschwindigkeit erst ermöglicht. Sandeep Mukherjee löst diese zweite Haut von ihrer ursprünglichen Form und macht sie mit seiner Installation in anderer Gestalt neu erfahrbar.
Sandeep Mukherjee, der in Los Angeles lebt und arbeitet, füllt mit seinen Installationen nicht nur ganze Ausstellungsräume, sondern macht diese Räume auch körperlich erfahrbar. Seine oft aus einzelnen Modulen bestehenden Arbeiten reagieren auf die Gegebenheiten des Raums, spielen mit Licht und Schatten und eröffnen je nach Standpunkt immer neue Blickwinkel. Sandeep Mukherjee ist Berlin Fellow der Villa Aurora im Jahr 2017.
Vernissage: Samstag, 09. September 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr
Künstlergespräch: Donnerstag, den 14. September 2017, 19:00 Uhr. Dr. Jeni Fulton Kunsthistorikerin und Chefredakteurin Sleek Magazine mit dem Künstler. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Voranmeldung unter berlin@68projects.com oder telefonisch unter 030 889 225 890.
Ausstellungsdaten: Samstag, 09. September bis Samstag, 04. November 2017
Ort: 68project, Fasanenstraße 68, 10719 Berlin
Eine Kooperation mit

la > x – Ausstellung und Filmfestival
Berlin

Anlässlich der seit 50 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles realisieren der Filmkurator Marc Glöde und der Sammler Axel Haubrok mit Unterstützung des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. unter dem Titel la > x ein Filmfestival und eine Ausstellung, in denen Künstlerpositionen aus Los Angeles im Fokus stehen.
Den Auftakt zu la > x bildet die Eröffnung der Ausstellung in der FAHRBEREITSCHAFT am 12. September 2017. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Arbeiten von Stephen Prina, Christopher Williams und Margaret Honda.
Das la > x Filmfestival präsentiert einen Tag lang Filme von Künstlern aus L. A. sowie Produktionen bei denen L. A. im Zentrum des Interesses stehen. Das Filmfestival wurde kuratiert von Filmwissenschaftler Dr. Marc Glöde. Gezeigt werden Arbeiten von Edgar Arceneaux, John Baldessari, James Benning, Morgan Fisher, Alex Hubbard, Rodney McMillian, Sarah Morris, Ryan Trecartin und Jennifer West. Die Filmpräsentationen werden durch Diskussionen zur Frage „Is Everything Political?“ und zu den Perspektiven der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles ergänzt.
Um 21 Uhr beschließt der Konzeptkünstler, Filmemacher und Musiker Stephen Prina das Programm mit einem Konzert auf der Kino-Bühne.
Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Dies wird durch die Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei, des Medienboard Berlin-Brandenburg, des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V., der Kanzlei Taylor Wessing und der Haubrok Foundation ermöglicht.
Weitere Informationen auf www.haubrok.org
la > x – Filmfestival
Berlin

Anlässlich der seit 50 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles realisieren der Filmkurator Marc Glöde und der Sammler Axel Haubrok mit Unterstützung des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. unter dem Titel la > x ein Filmfestival und eine Ausstellung, in denen Künstlerpositionen aus Los Angeles im Fokus stehen.
Den Auftakt zu la > x bildet die Eröffnung der Ausstellung in der FAHRBEREITSCHAFT am 12. September 2017. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Arbeiten von Stephen Prina, Christopher Williams und Margaret Honda.
Das la > x Filmfestival präsentiert einen Tag lang Filme von Künstlern aus L. A. sowie Produktionen bei denen L. A. im Zentrum des Interesses stehen. Das Filmfestival wurde kuratiert von Filmwissenschaftler Dr. Marc Glöde. Gezeigt werden Arbeiten von Edgar Arceneaux, John Baldessari, James Benning, Morgan Fisher, Alex Hubbard, Rodney McMillian, Sarah Morris, Ryan Trecartin und Jennifer West. Die Filmpräsentationen werden durch Diskussionen zur Frage „Is Everything Political?“ und zu den Perspektiven der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles ergänzt.
Um 21 Uhr beschließt der Konzeptkünstler, Filmemacher und Musiker Stephen Prina das Programm mit einem Konzert auf der Kino-Bühne.
Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Dies wird durch die Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei, des Medienboard Berlin-Brandenburg, des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V., der Kanzlei Taylor Wessing und der Haubrok Foundation ermöglicht.
Weitere Informationen auf www.haubrok.org
Program
wednesday september 13, 2017
10 am – 10 pm
10.15 – 10.30 am
reception and introduction by curator marc glöde
10.30 – 11.30 am
rodney mcmillian
untitled (america) (2002), 2:45 min
preacher man (2015), 6:08 min
untitled (sheet performance) (2005), 3:41 min
a song for nat (2012), 6:00 min
untitled (the great society) I (2006), 16:14 min
a migration tale (2014-2015), 10:00 min
courtesy susanne vielmetter los angeles projects
11.30 am – 1.00 pm
james benning
farocki (2004), 77:00 min
courtesy neugerriemschneider, berlin
1.00 – 2.30 pm
ryan trecartin
a family finds entertainment (2004), 40:09 min
junior war (2013), 24:25 min
courtesy regen projects, los angeles and sprüth magers, berlin/los angeles
2.30 – 3.30 pm
alex hubbard
hit wave (2012), 4:25 min
courtesy galerie neu
feat.
julie becker: federal building (2002), 28:45 min
courtesy the estate and greene naftali, new york
new wave theatre with peter ivers vol.1 (1982), 28:00 min
courtesy the estate of david jove
3.30 – 4.30 pm
jennifer west
rainbow party on 70mm film (2008), 0:38 min
a 70mm film wearing thick heavy black liquid eyeliner that gets smeary (2008), 0:30 min
salt crystals spiral jetty dead sea five year film (2013), 0:54 min
spiral of time documentary film (2013), 9:01 min
pink beach red desert dream sand film (2017), 3:21 min
film title poem (2016), 35 min special short version
courtesy marc foxx, los angeles
4.30 – 5.30 pm
edgar arceneaux
until, until, until… (2015), 30:00 min
courtesy susanne vielmetter los angeles projects
5.30 – 6.15 pm
statements and projections
sister cities berlin / los angeles
discussion with esther keller (senatskanzlei berlin), philomene magers (sprüth magers), kirsten niehuus (medienboard berlin-brandenburg), annette rupp (villa aurora & thomas mann house), axel haubrok (haubrok collection)
moderated by tobias timm (die zeit)
held in german
6.15 – 6.45 pm
john baldessari
baldessari sings lewitt (1972), 12:38 min
courtesy sprüth magers, berlin/los angeles
6.45 – 7.45 pm
morgan fisher
() (2003), 21:00 min
picture and sound rushes (1973), 11:00 min
() (2003), 21:00 min
courtesy galerie buchholz, cologne/berlin/new york
7.45 – 8.30 pm
statements and projections
edgar arceneaux, jennifer west, morgan fisher
introduced by marc glöde
8.30 – 9.00 pm
sarah morris
los angeles (2004), 26:12 min
courtesy capitain petzel, berlin
9.00 pm onward
stephen prina
concert
Artist Talk: Sandeep Mukherjee
Berlin
Molting the fractured

Den Ausgangspunkt für die Ausstellung „Molting the Fractured“ bildet ein BMW Mini Cooper, dessen Einzelteile, in Aluminium gepresst, als skulpturale Formen im Raum schweben. Das Auto ist aus unserer auf Mobilität ausgelegten Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Wenn wir einsteigen, umgibt es uns wie eine zweite Haut, die uns schützt, aber gleichzeitig den Rausch der Geschwindigkeit erst ermöglicht. Sandeep Mukherjee löst diese zweite Haut von ihrer ursprünglichen Form und macht sie mit seiner Installation in anderer Gestalt neu erfahrbar.
Sandeep Mukherjee, der in Los Angeles lebt und arbeitet, füllt mit seinen Installationen nicht nur ganze Ausstellungsräume, sondern macht diese Räume auch körperlich erfahrbar. Seine oft aus einzelnen Modulen bestehenden Arbeiten reagieren auf die Gegebenheiten des Raums, spielen mit Licht und Schatten und eröffnen je nach Standpunkt immer neue Blickwinkel. Sandeep Mukherjee ist Berlin Fellow der Villa Aurora im Jahr 2017.
Vernissage: Samstag, 09. September 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr
Künstlergespräch: Donnerstag, den 14. September 2017, 19:00 Uhr. Dr. Jeni Fulton Kunsthistorikerin und Chefredakteurin Sleek Magazine mit dem Künstler. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Voranmeldung unter berlin@68projects.com oder telefonisch unter 030 889 225 890.
Ausstellungsdaten: Samstag, 09. September bis Samstag, 04. November 2017
Ort: 68project, Fasanenstraße 68, 10719 Berlin
Eine Kooperation mit

1550 SAN REMO DRIVE
Los Angeles
Video, 17:50 Min, HD Video, Stereo, 2017 (Englisch, Deutsch)
1550 SAN REMO DRIVE wurde im Februar 2017 auf dem Grundstück des Thomas Mann Hauses im kalifornischen Pacific Palisades gedreht. Es beinhaltet Zitate von JR Davidson, Thomas Mann und den Immobilienfirmen, die das Haus auf den Markt brachten, bevor es von der Deutschen Bundesregierung im November 2016 für 13,25 Millionen Dollar gekauft wurde.
“Das Thomas Mann Haus (1550 San Remo Drive in Pacific Palisades, Los Angeles, Kalifornien), wurde von dem modernistischen Architekten JR Davidson für den deutschen Schriftsteller Thomas Mann im Jahre 1941 gebaut. Mann lebte von 1942 bis 1952 im kalifornischen Exil, bevor er in die Schweiz emigrierte, wo er die letzten drei Jahre seines Lebens verbrachte. Von 2012 an wurde es für $15,000 im Monat vermietet und im Jahr 2016 schließlich für $16,995,000 als Abbruch-Objekt zum Verkauf angeboten. Das Haus ist 460 m2 gross und befindet sich auf einem 4047 m2 großen Grundstück. Die Tatsachen, dass Thomas Mann das Haus bauen ließ und auch bewohnte, blieben unerwähnt. Das Haus steht nicht unter Denkmalschutz. (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Mann_House)
Das Projekt wurde von Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. gefördert.
Bergamot Station Art Center
2525 Michigan Avenue, Unit F2
Santa Monica, CA 90404

Niklas Goldbach ist in Witten geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Soziologie an der Universität in Bielefeld und Fotografie und Video an der Hochschule für angewandte Künste in Bielefeld. Seinen Masterabschluss machte er an der Hochschule der Künste in Berlin. Im Jahre 2005 erhielt er ein Fulbright Stipendium und absolvierte seinen Master of Fine Arts am Hunter College, New York City.
Niklas Goldbach erhielt verschiedene Stipendien (u.a. der Stiftung Kunstfonds Bonn 2010, Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats 2013, Globalstipendium des Berliner Senats 2014, Dresdner Stipendium für Fotografie 2016) und zeigte seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen sowie auf Festivals, unter anderem im Museum der Moderne Salzburg, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía (Madrid), Mori-Art Museum (Tokyo), Neuer Berliner Kunstverein n.b.k., Cornerhouse (Manchester), Documenta 14 public programs, National Taiwan Museum of Fine Arts (Taichung), Centre Pompidou (Paris), Berlinische Galerie Museum for Contemporary Art, Museum Ludwig (Köln) und dem Short Film Festival Oberhausen. Im Jahre 2014 wurde ihm der “Paula Modersohn Becker Preis” verliehen.
Niklas Goldbach war im ersten Quartal 2017 Stipendiat der Villa Aurora. Das Projekt "1550 San Remo Drive” begann während dieser Zeit.
"Auf nach Moskau!" – Reiseberichte aus dem Exil | Internationales Symposium
Berlin

Freitag, 8. Dezember
10.00 Uhr
Hermann Haarmann | Begrüßung
10:15 Uhr
Anne Hartmann und Inka Zahn | Phasen der Rußlandfaszination von 1917 bis 1937. Die deutschen und französischen „Pilger zum Roten Stern“
11:00 Uhr
Michael David-Fox | Soviet Approaches to Foreign and Domestic Intellectuals: From the Smenovekhovtsy to the Fellow-Travelers
12:00 Uhr
Christoph Hesse | Veränderte Perspektive: Der Emigrant als Handlungsreisender – Ervin Sinkós Roman eines Romans
15:00 Uhr
Michael Rohrwasser | Im Zeichen von Bündnispolitik und Volksfront – der Moskauer Schriftstellerkongreß und seine deutschen Gäste
16:00 Uhr
Falko Schmieder | „Dreams of a better life“: Ernst Blochs Weltflucht im Exil
17:00 Uhr
Manfred Jendryschik | „Totgesagt“. Berichte über das Exil in der Sowjetunion in DDR-Verlagen
18:00 Uhr
Hermann Beyer | Lesung von ausgewählten Reiseberichten
Samstag, 9. Dezember
10:00 Uhr
Die große Kontroverse: André Gide, Retour de l‘U.R.S.S. / Lion Feuchtwanger, Moskau 1937 - Thesen von Ian Wallace, Statements von Inka Zahn und Anne Hartmann
12:00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Michael David-Fox, Reinhard Müller und Wilfried F. Schoeller, Moderation: Michael Rohrwasser | „Die revolutionäre Versuchung: Westliche Intellektuelle und die Sowjetunion der 1920er/30er Jahren“
Ende des Symposiums gegen 14:00 Uhr
„Auf nach Moskau!“ – Reiseberichte aus dem Exil
Internationales Symposium
8. – 9. Dezember 2017
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin
Biobibliographische Angaben zu den Referenten
Michael David-Fox, Professor in the Edmund A. Walsh School of Foreign Service and the Department of History at George¬town University, and Scholarly Supervisor of the Centre for the History and Sociology of World War II at the Higher School of Economics in Moscow. He is winner of the 2016 Historia Nova Prize for Best Book on Russian Intellectual and Cultural History. Showcasing the Great Experiment: Cul-tural Diplomacy and Western Visitors to Soviet Russia, 1921-1941, Oxford: University Press (2011). The Soviet Gulag: Evidence, Interpretation, and Comparison (2016).
Hermann Haarmann, Dr. phil., habil., Seniorprofessor am Institut für Publizistik- und Kommunikati-onswissenschaft und zugleich Direktor des Instituts für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften der FU Berlin, Lehre und For-schung zum deutschen Exil 1933-1945, Hrsg. der Schriftenreihe kommunikation & kultur und der akte exil. neue folge. Zuletzt: Briefe an Bertolt Brecht im Exil 1993-1949, Hrsg. mit Christoph Hesse, 3 Bde., Berlin: De Gruyter 2014.
Anne Hartmann, Dr. phil., Wissenschaftliche Mitar-beiterin am Seminar für Slavistik/Lot¬mann-Institut für russische Kultur der Ruhr-Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte: Sowjetische ,Leitkultur’ in der SBZ und frühen DDR; Gulag-Literatur und das Konzept der ,Perekovka‘; deutsche Autoren und westliche Intellektuelle im sowjetischen Exil. Zuletzt erschienen: „Ich kam, ich sah, ich werde schreiben.“ Lion Feuchtwanger in Moskau 1937. Eine Dokumentation (akte exil. neue folge, hrsg. von Hermann Haarmann, Bd. 1). Göttingen: Wallstein 2017.
Christoph Hesse, Dr. phil., Film- und Literaturwis-senschaftler, Mitarbeiter des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin. Aktuelles Projekt: Edition des Briefwechsels zwischen Hermann Borchardt und George Grosz. Jüngste. Veröffentlichung: Briefe an Bertolt Brecht im Exil 1933-1949, Hrsg. (zusammen mit Hermann Haarmann), 3 Bde., Berlin: De Gruyter 2014; Filmexil Sowjetunion. Deutsche Emigranten in der sowjetischen Filmproduktion der 1930er und 1940er Jahre, München: et+k 2017.
Manfred Jendryschik, freier Schriftsteller, von 1990 bis 1996 Kulturdezernent der Stadt Dessau. Seit 1996 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seit 2010 Co-Herausgeber der Edition Cornelius des Projekte-Verlag Cornelius in Halle.
Reinhard Müller, 1991-2008 wiss. Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Publikationen u.a.: Hrsg., Die Säuberung, Hamburg: Rowohlt 1991; Menschenfalle Moskau – Exil und stalinistische Verfolgung, Hamburg: Hamburger Edition 2001; Herbert Wehner. Moskau 1937, Hamburg: Hamburger Edition 2004; (zus. mit Bettina Nir-Vired, Irina Sherbakova, Olga Reznikova), Carola Neher. Ein Jahrhundertschicksal, Berlin: Lukas 2016.
Michael Rohrwasser, Dr. phil., habil., Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien; zahlreiche Gastprofessuren u.a. in Stanford, Colum-bus/USA, und Warschau. Arbeitsschwerpunkte: Spät¬romantik, Psychoanalyse-Literatur-Film, Wiener Moderne, Weimarer Republik, Exilliteratur, Kalter Krieg, DDR-Literatur. Publikationen (Auswahl): Die Literatur der Exkommunisten. Der Stalinismus und die Renegaten, Stuttgart: Metzler 1991, Kalter Krieg in Österreich. Literatur – Kunst - Kultur und der Kalte Krieg, Hrsg. zusammen mit Michael Hansel, Wien 2010.
Falko Schmieder, PD Dr., Kulturwissenschaftler, Privatdozent am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin und wissenschaftli-cher Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Studium der Kommunika-tions- und Politikwissenschaft und Soziologie. Ver-öffentlichungen (Auswahl): Freud und Adorno. Zur Urgeschichte der Moderne, hrsg. (mit Christiane Kirchhoff, Berlin: Kadmos 2014; Begriffsgeschichte und historische Semantik. Ein kritisches Kompen-dium, Berlin: Suhrkamp 2016 (zusammen mit Ernst Müller).
Wilfried F. Schoeller, freier Schriftsteller, Literatur-kritiker sowie Honorarprofessor für die Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturkritik und Medien an der Universität Bremen. Veröffentlichungen (Auswahl): Nach Berlin! Reportagen, Frankfurt/Main: Schöffling 1999; Deutschland vor Ort. Geschichte, Mythen, Erinnerungen, München: dtv 2011; Alfred Döblin: Eine Biographie, München: Carl Hanser 2011; Franz Marc. Eine Biographie, München: Carl Hanser 2016
Inka Zahn, Dr. phil., Kulturwissenschaftlerin, Be-auftragte für Sprachkurse und stellv. Institutsleiterin am Goethe Institut Boston und später am Goethe Institut Brüssel, derzeit als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut in Rotterdam. Promovierte zum Thema Reise als Begegnung mit dem Anderen? Französische Reiseberichte über Moskau in der Zwischenkriegszeit, Bielefeld: Aisthesis 2008; Mitherausgeberin des Sammelbandes Berlin, Paris, Moskau. Reiseliteraturen und die Metropolen, Bielefeld: Aisthesis 2005.
Ian Wallace, Emeritus Professor of German an der University of Bath, UK. Studium in Oxford, Tü-bingen und Heidelberg. Lehr- und Forschungstätig-keit in den USA, Schottland und England. Schwer-punkte: DDR-Literatur und Exil. Gründer und Herausgeber der Zeitschrift GDR Monitor (1979-2008). Präsident der International Feuchtwanger Society seit 2001. 2018 erscheint sein Aufsatz über den Roman Jud Süß in der englischen Übersetzung von Edwin und Wilma Muir.