Veranstaltungsarchiv Villa Aurora
2015
Susan Sontag Revisited
Berlin
Susan Sontag gehörte zu den großen intellektuellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 2003 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels als „prominenteste intellektuelle Botschafterin zwischen den beiden Kontinenten“. Ihre Essays zu Fotografie und Kriegsberichterstattung, Krebs und AIDS sind legendär. Dass sie nicht nur in Filmen von Woody Allen und Andy Warhol auftrat, sondern auch selbst ein halbes Dutzend Filme drehte, ist weithin unbekannt. Zehn Jahre nach ihrem Tod widmet sich die Veranstaltungsreihe SUSAN SONTAG REVISITED der anhaltenden Aktualität von Sontags Arbeiten.
20.01. – 05.02.2015: Filmprogramm im Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
Das Kino Arsenal zeigt ab dem 20.01.2015 sämtliche Filme Susan Sontags. Neben ihren eigenen werden weitere Filme gezeigt, die in engem Bezug zu ihrem Werk stehen.
29.01. + 30.01.2015 ab 12:30 Uhr: Symposium im ICI – Institute for Cultural Inquiry Berlin, Christinenstraße 18 – 19, Haus 8, 10119 Berlin, Eintritt frei
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf Facebook und auf der Website des ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry
Veranstalter
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Benedikte Bjerre wurde 1987 in Kopenhagen geboren und ist seit 2009 Studentin von Prof. Peter Fischli und Simon Starling an der Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main.
Vor ihrem Studium der Bildenden Künste schloss Bjerre 2009 ihren BA in Soziologie an der Universität Kopenhagen ab. Seit 2013 ist sie Gastdozentin an der Fatamorgana Danish School of Art and Photography.
Durch das Medium der Fotografie wird sich Benedikte Bjerre während ihres Aufenthalts in der Villa Aurora mit Architektur als möglichen Einblick in soziale Strukturen beschäftigen.
Für die Veranstaltung Meet the Fellows wird Benedikte mit dem in San Francisco geborenen Künstler Buck Ellison, sowie der türkischstämmigen Elif Erkan zusammenarbeiten. Thema der Kollaboration wird die Repräsentation und soziale Konnotation in der Herstellung von Objekten sein.
Heatsick ist ein Projekt von dem Musiker und bildenden Künstler Steven Warwick, dessen neues Album ‘Re-engineering’ ab sofort bei PAN erhältlich ist. Mit Heatsick kreiert Warwick Musik in Echtzeit auf der Basis von Loops, die geformt, gedehnt, gekürzt und miteinander gekoppelt werden. Diese verschmelzen in einer ähnlichen Weise miteinander wie auch seine visuellen Arbeiten, bei denen Objekte mit Medien zusammenfließen und in einer Umgebung kombiniert werden, die den Betrachter dazu einlädt teilzunehmen.
Heatsick liefert Livemusik, welche die Sinne loslöst und erweitert; seine Nutzung begrenzter Ressourcen eine fesselnde, maximalistische Klangumgebung zu erzeugen, wird von Clubs und Festivals in aller Welt, wie Berghain/Panorama Bar, Unsound MoMa und Novas Frequencias in Rio begeistert aufgenommen.
Steven Warwick wird Tracks aus seinem aktuellen Album Re-ingeneering präsentieren, die er als „kybernetische Gedichte“ bezeichnet. Diese entführen den Zuhörer in die Tiefen hypnotischer Tanzmusik halten ihm gleichzeitig einen kritischen, bisweilen satirischen Spiegel unserer Kultur vor.
Alice Agneskirchner:
“In meiner Arbeit als Filmemacherin suche ich stets Geschichten über Menschen außerhalb des Mainstreams. Nach Männern und Frauen auf ihrem eigenen Weg, die die Welt mit ihren Augen erkunden. Die Träume, Hoffnungen, Sehnsüchte und Gedanken erleben, sowie auch Misserfolge, die sich von Zeit zu Zeit jedoch als bessere Wahl heraustellen. Beim Filmen versuche ich immer, den richtigen Moment zu treffen, um echten Humor, bedeutungsvolle Momente und Einblicke in die Gesellschaft, Geschichte, Kultur und Kunst einzufangen.
In der Villa Aurora werde ich an zwei Projekten arbeiten.
Zum einen möchte ich dem immensen Einfluss der amerikanischen Mini-Serien-Produktion “Holocaust” (1978) auf den Grund gehen. Die Hälfte aller Amerikaner, Deutschen und Israelis verfolgten damals die Serie. In Deutschland schaffte sie eine Veränderung in den nach dem Holocaust geborenen Generationen, sowie eine Flut an Zuneigung für die jüdische Bevölkerung während des Nazi-Regimes. Interviews mit dem Regisseur Marvin J. Chomsky und anderen Beteiligten des Projektes werden Teil des Projektes sein.
Außerdem werde ich mein sicheres Terrain des Dokumentarfilmens verlassen und an einem Drehbuch, basierend auf einer wahren Geschichte, arbeiten. In Ost-Deutschland existierten Clubs, die den Mythos von Cowboy und Indianer zelebrierten. Der Schriftsteller Karl May inspirierte seine deutschen Leser, Gefallen an der Idee des “Edlen Wilden” zu finden. Die Helden meiner Kindheit waren Winnetou, der Apache und sein deutscher Freund, Old Shatterhand. Sie standen für unsere Sehnsucht nach dem Westen. In meinem neuen Projekt werde ich drei junge Deutsche in den wahren Westen schicken, um ihre wahren Sehnsüchte zu ergründen.”
Weitere Infos zum früheren Filmen:
Ihr Debütfilm Tore Tanzt gewann den AFI Kritiker-Preis für Neue Autoren in Los Angeles und wurde kürzlich von LA Weekly zum Besten fremdsprachigen Film 2014 gekürt.
Während ihres Aufenthalts in der Villa Aurora arbeitet Katrin Gebbe an ihren neuen Drehbüchern Pelicanblood und der Dänisch-Deutschen Co-Produktion The Begging Hand.
Weitere Informationen
Christine Matzke begibt sich innerhalb Ihres Stipendienaufenthaltes auf die Suche nach den Wurzeln Hollywoods und damit nach dem Stechenpalmenwald, auf welchem die Namensgebung beruht. Auf dieser Suche geht sie von einer Karte Map of Hollywood by H.H. Wilcox and Co., 1887 aus.
Christine Matzkes künstlerischer Arbeit bewegt sich im Genre der Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie. In Bildserien, die sich minimalistisch im Schwarz -Grau Raum bewegen verbindet Sie individuelles und kollektives Gedächtnis.
Salon Sophie Charlotte 2015
Berlin
Salon Sophie Charlotte: Ins Licht gerückt
Licht und Erkenntnis sind kaum voneinander zu trennen. Deshalb widmet die Akademie der Wissenschaften dem Licht einen ganzen Abend und will das Licht mit dem diesjährigen „Salon Sophie Charlotte“ „ins Licht rücken“. Das „Licht der Aufklärung“ wird ebenso Thema sein wie Goethes Verhältnis zum Licht oder das Licht in den Religionen. Von der Lichtgeschwindigkeit über die technische und wirtschaftliche Bedeutung von Licht, von den „glühenden Strahlen“ musikalischer Klänge bis zu Lichtbildern im Roman des diesjährigen Buchpreisträgers Lutz Seiler werden wesentliche Aspekte der Macht des Lichts unterhaltsam thematisiert. Licht- und Soundinstallationen von namhaften Künstlern wie Mischa Kuball, Philipp Lachenmann oder Jens Brand erwarten Sie ebenso wie viele weitere informative und vergnügliche Beiträge rund um das Licht.
Lichtinstallation von Philipp Lachenmann
18-24 Uhr...The Depature of Water and Power
Klanginstallation von Jens Brand
Lutz Seiler liest aus seinem neuen Roman KRUSO, Einführung: Annette Rupp (Villa Aurora e. V.)
VERANSTALTUNGSORT
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
Screening: "Tore tanzt"
Goethe-Institut Los Angeles (5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles, CA 90036)
Information
Nothing Bad Can Happen - Trailer from Drafthouse Films on Vimeo.
Der junge Tore will in Hamburg mit religiösen Punks, die sich selbst "Jesus Freaks" nennen, ein neues Leben beginnen. Unerwartet ergibt sich dabei für ihn die Gelegenheit, einer Familie bei einer Autopanne zu helfen. Der dankbare Benno lädt den Retter in der Not in das Gartenhaus ein, das er mit seiner Frau Astrid sowie den beiden Kindern Swanny und Dennis bewohnt. Tore wiederum hält die zufällige Begegnung für ein göttliches Zeichen und freundet sich mit Benno an, auch mit der 15-jährigen Sanny versteht sich der Streuner besonders gut. Nach einigen Tagen schon wird der Punk von der Familie eingeladen, als Dauergast im Zelt auf ihrem Grundstück zu campieren. Kurz darauf wird Benno jedoch plötzlich sehr aufbrausend und gewalttätig. Tore lässt sich davon indes nicht vertreiben, sondern erkennt in den immer heftiger werdenden Misshandlungen eine göttliche Herausforderung.
Mit dem Film Tore Tanzt von der Villa Aurora Stipendiatin Katrin Gebbe wird die Kollaboration „Villa @ Goethe“ fortgesetzt. Bei dieser Reihe bekommen die in der Villa Aurora lebenden Künstler die Gelegenheit, ihre vergangenen, aktuellen und zukünftigen Projekte hier am Goethe-Institut vorzustellen.
Links zum Thema:
Katrin Gebbe
Drafthouse Films
Teilnehmerin
Katrin Gebbe dreht erste Kurz- und Experimentalfilme an der AKI, Academy of Visual Arts and Design (NL) und der School of the Museum of Fine Arts (Boston, USA). 2006 beendet sie ihr Studium mit dem Bachelor of Design und beginnt im gleichen Jahr das Regie-Aufbaustudium an der Hamburg Media School, das sie im Oktober 2008 mit Auszeichnung abschließt. Ihr Abschlussfilm “Sores & Sirin” wird mit dem European Young CIVIS Media Prize ausgezeichnet und qualifiziert sich für den Kurzfilm-Oscar. Ihr Debütfilm “Tore tanzt” feiert seine Weltpremiere 2013 bei den Int. Filmfestspielen von Cannes in der Sektion "Un Certain Regard", wird mit dem Bayerischen Filmpreis (Beste Nachwuchsregie) und vom Verband der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet und ist beim Deutschen Filmpreis u.a. für die beste Regie nominiert.
Screening: "Ein Apartment in Berlin"
Laemmle's Music Hall (9036 Wilshire Blvd., Beverly Hills, CA)
Information
Alice Agneskirchner
“Ein Apartment in Berlin”
Regisseurin Alice Agneskirchner im Interview mit Susan Freudenheim, geschäftsführende Direktorin des Jewish Journals.
Drei junge Israelis aus Berlin begeben sich auf auf eine Reise in die Vergangenheit und versuchen das Schicksal einer deportierten jüdischen Familie zu rekonstruieren, indem sie deren Originalwohnung in Berlin wieder so einrichten, wie sie einmal ausgesehen haben könnte.
Partners
In Zusammenarbeit mit Villa Aurora, Goethe-Institut Los Angeles, Hillel UCLA, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland und dem Jewish Journal.
Lecture: Laurence Rickels - GERMANY: A Science Fiction
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
“In Rickels Arbeiten, vergleichbar mit Lars von Triers Filmen, ist Unglück nicht ein Problem, das geloest und abgeschafft werden muss, sondern bildet eher die Grundlage für zukünftige Einsichten, eine Kulisse, vor der neues und kompliziertes Material in einer Dialektik enhüllt wird, die oft auch Katastrophen beinhaltet" - Artforum
In I think I Am: Philip K. Dick untersuchte Laurence A. Rickels die gesammelten Werke des renommierten Science Fiction Autors anhand ihrer Beziehung zu dem Konzept und dem Zustand der Schizophrenie.
In seinem neuen Buch Germany: A Science Fiction konzentriert er sich auf Psychopathie als die unerklärte Diagnose, die das Durchfallen des Empathie-Tests mit sich bringt. Der Wechsel von Psychose zu Psychopathie als eine Organisationsgrenze eröffnet die Perspektive auf eine Genealogie der Zeit des kalten Krieges, die Rickels beginnt indem er Dick's The Simulacra untersucht und mit Exzerpten von Simulacron 3, Fahrenheit 451, The Day of the Tiffids, This Island Earth und Gravtiy's Rainbow und vielen anderen genealogischen Positionen fortfährt.
Teilnehmer
Laurence A. Rickels ist ein emeritierter Professor für Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of California-Santa Barbara. Zur Zeit ist er Professor für Kunst und Theorie an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, als auch Sigmund Freud Professor für Medien und Philosophie an der European Graduate School. Besuchen Sie Rickels online unter: LARickels.com
Pre-Oscar Reception
Los Angeles
Information
Am Vortag der offiziellen Oscar-Verleihung luden German Films und Villa Aurora zum traditionellen Empfang für die deutschen Oscar-Nominierten in die Villa Aurora in Los Angeles ein. Mehr als 300 Gäste feierten an diesem Tag die nominierten Filme mit deutscher Beteiligung: „Grand Budapest Hotel“, "Citizenfour", "Ida" und "Das Salz der Erde"
Screening: "Wir Waren Könige"
Goethe-Institut Los Angeles (5750 Wilshire Blvd, Suite 100, Los Angeles, CA 90036)
Information
Regie + Drehbuch: Philipp Leinemann Deutschland, 2014, 104 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln, Digital. Mit: Roland Zehrfeld, Mišel Matičević, Mohamed Issa, Hendrik Duryn, Tilman Strauß, Oliver Konietzny
Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis 2014 für Beste Bildgestaltung und dem Jurypreis Best Narrative Feature des Austin Film Festivals erzählt Philipp Leinemanns Film von gewaltbereiten Jugendgangs und überforderten Polizisten.
Das Viertel brodelt. Nach einem missglückten Zugriff und zwei toten Polizisten droht das Pulverfass zu explodieren.
Denn das Sondereinsatzkommando hat nur ein Ziel: Rache - ohne jede Rücksicht auf das Gesetz. In einer blinden Hetzjagd kämpft jeder gegen jeden, zerrissen von der Frage, was wirklich zählt: Freundschaft oder Moral.
Eine Diskussion mit Filmemacher Philipp Leinemann und ein Empfang folgen der Vorführung. Unterstützt von Walker + Worm Film
Partner
Mit dieser Vorführung wird „Villa @ Goethe“, eine Kollaboration mit dem Goethe-Institut Los Angeles, fortgesetzt.
Bei dieser Reihe bekommen in der Villa Aurora lebenden Künstler die Gelegenheit, ihre vergangenen, aktuellen und zukünftigen Projekte hier am Goethe-Institut vorzustellen.
Eclectic Salon
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
REENGINEERING VILLA AURORA
Villa Fellow Steven Warwick / Heatsick stellt Arbeiten vor, die in der Villa entstanden sind. Der ehemaliger Villa Fellow Ulrich Krieger, heute Dozent bei Calarts, wird die speziell für die Villa konzipierte Performance am Saxophon begleiten.
Die Performance, für die Warwick die Hausorgel verwendet, die wir ansonsten zur Begleitung von Stummfilmen einsetzen, wird einem Soundtrack zum Salon der Villa produzieren. "Mixed Media" sowie Audio- und Videosamples, die Warwicks wärend seines Aufenthaltes in der Stadt gesammelt hat, erschaffen eine Performance, die alle Sinne anspricht. Im Rahmen der Performance serviert Warwick ausgesuchte Getränke.
Seien Sie ermuntert, sich bequem anzuziehen und Sitzkissen mitzubringen. Sie dürfen gespannt sein!
Eclectic Salon
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Lou Harrison gilt zwar nicht als erster Komponist, der für ein Violin-, Piano- und Percussion-Trio schrieb, doch gelang ihm im Jahr 1987 die bis heute wohl dauerhafteste und beliebteste Komposition: das Varied Trio. Dieses wird den Ausgangspunkt und die Inspiration des Abends darstellen, an dem fünf neue Stücke von Takuma Itoh, Bill Alves, Brian Shepard und Jason Heath vorgestellt werden.
Drei Musiker der besten Kammermusiker in L.A. – Yuri Inoo, Aron Kallay und Shalini Vijayan – bilden das Varied Trio. Das Kammerensemble, das sich der Musik des Hier und Jetzt verschrieben hat, wird das Publikum auf eine Entdeckungsreise aus Farben, Rhythmen und Melodien entführen, die aus der einzigartigen Kombination von Violine, Piano und Percussion entstehen. Das Repertoire des Trios erstreckt sich von Ikonen des Genres, wie Lou Harrison’s Varied Trio, bis hin zu neuen Arbeiten führender Komponisten die speziell für die Gruppe geschrieben wurden.
Tuesdays@MONK Space versammelt die besten Künstler aus aller Welt und präsentiert neueste Musikentwicklungen sowie experimentierfreudige, interdisziplinäre Kunst in einer interaktiven und inspirierenden Umgebung. Die ehemalige Mondscheinkneipe MONK Space ist heute Schauplatz einer der dynamischsten und faszinierendsten Musik- und Kunstszenen in Los Angeles.
Eclectic Salon
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Brahms Streichsextett No.1 in B-Dur, Op.18
Musiker: The Salastina Music Society, featuring Clive Greensmith, Cellist des Tokyo String Quartet
Das Konzertformat Salastina Music Society’s Masterpiece Discovery stellt die großen Meisterwerke des klassischen Repertoires ins Rampenlicht. Vivaldis Vier Jahreszeiten, Schönbergs Verklärte Nacht, Mendelssohns Oktett für Streicher, Brahms Klarinettenquintett, Wagners Siegfried Idyll und viele mehr waren bereits Teil der Serie. Durch die Auswahl fein selektierter Musikstücke, deren Bedeutung im Kontext des Stückes als Ganzes erklärt wird, genießen erstmalige und erfahrene Besucher ein gleichermaßen bereicherndes Konzerterlebnis. An jede Aufführung schließt eine Frage- und Antwortrunde an, die das Publikum dazu einlädt, sich weiter mit dem gehörten Material auseinanderzusetzen. Die in Los Angeles basierte Konzertreihe präsentiert in ihrer derzeit fünften Saison Kammermusik auf Weltniveau. Seit seiner Gründung hat Salastina nationales Ansehen erlangt und lässt einen neuen Ansatz in das klassische Konzerterlebnis einfließen, der ein breites Publikum anspricht. Bislang wurden dutzende Salastina-Aufführungen national auf dem American Public Media Programm Performance Today ausgestrahlt.
Tatort Screening mit Jan Josef Liefers
Los Angeles
Fernsehfilm Deutschland 2011
Kommissar Frank Thiel freut sich auf einen spannenden Fußballabend, Prof. Karl-Friedrich Boerne feilt an seiner Dankesrede zur Verleihung des Wissenschaftspreises und Vater Thiel sucht beim Nachtangeln seine innere Mitte, als ein Fuß, der in einem Motorradstiefel steckt, für Aufregung sorgt. Prof. Boerne ist alarmiert: Hat er diesen Fuß mit einer äußerst seltenen Fehlbildung nicht schon einmal gesehen?
Schnell wird aus der Vermutung Gewissheit: Seine ehemalige Klassenkameradin Susanne Clemens wurde offenbar das Opfer eines Verbrechens. Ihre Ermittlungen führen Thiel und Prof. Boerne zu dem Tennisclub, in dem Susanne zuletzt gearbeitet hat. Vielleicht ist es ja kein Zufall, dass hier gerade eingebrochen wurde. Für das junge Tennistalent Nadine Petri kommt die Aufregung zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Das große Tennisturnier in wenigen Tagen könnte ihr internationaler Durchbruch werden. Da dulden ihre ehrgeizigen Eltern Ilga und Walter Petri keine Störung des Trainingsplans. Doch davon lässt sich Thiel nicht beeindrucken. Die Spurensuche in Susannes Umfeld führt den Kommissar auch zu den "Wotan Wolves", einem berüchtigten Rockerclub mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Anmeldung, unter infola@villa-aurora.org oder telefonisch unter +1 310.454-4231
Veranstaltungsort
Villa Aurora, 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Parkplätze finden Sie auf dem Los Liones Drive. Ein Shuttle Service steht ab 18.00 Uhr am Los Liones Drive, Ecke Sunset Blvd (zwei Blocks nordöstlich des Pacific Coast Highway) zur Verfügung. Bitte parken Sie nicht auf dem Parkplatz des Topanga State Park.
KUNSTZENSUR
Literaturhaus Berlin (Fasanenstraße 23, 10719 Berlin)
Information
Die besondere Rolle der „Kunst“ im deutschen Selbstverständnis – sowie ihre in der Welt fast einzigartige juristische Sonderstellung – machten Kunstprozesse und parlamentarische Zensurvorlagen zu gesellschaftlichen Brenn- und Wendepunkten. In ihnen spiegelten und verdichteten sich kulturelle Umwandlungsprozesse, soziale Umstrukturierungen und politische Machtverschiebungen.
Basierend auf aktuellen Forschungen zu mehreren Kunstgattungen und Medien (Literatur, Theater, bildende Kunst, Film) wird sich Professor Peter Jelavich der Kunstzensur und ihrer Rolle in Staat und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts widmen.
Teilnehmer
Peter Jelavich ist Professor für neuere Geschichte an der Johns Hopkins University (Baltimore, USA). In seinen Aufsätzen und Büchern – u.a. Berlin Cabaret (1993) und Berlin Alexanderplatz: Radio, Film, and the Death of Weimar Culture (2006) – analysiert er die Wechselwirkung zwischen E- und U-Kultur, die Entwicklung der Massenkultur und der Medien sowie die politische Steuerung der Künste in Deutschland.
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Die in Berlin lebende Dichterin und Verlegerin Daniela Seel arbeitet zur Zeit an dem Nachfolger ihres im Jahr 2011 veröffentlichten Gedichtbandes “ich kann diese stelle nicht wiederfinden” (kookbooks). Daniela Seel kollaboriert immer wieder mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen, wie dem Illustrator Andreas Töpfer, dem Tänzer David Bloom, den Dichtern Rick Reuther und Robert Stripling wie auch der Musikerin und Villa Aurora-Stipendiatin 2016 PLANNINGTOROCK.
Daniela Seel:
Zur Zeit beende ich die Arbeit an meinem zweiten Gedichtband ‘Was weißt du schon von Prärie’, der im Oktober erscheinen wird. In den letzten Jahren habe ich mich mit ‘landscapes of imagination’ beschäftigt, im Zuge dessen besonders mit Überschneidungen von Fiktion und Realität - wie das, was wir wahrnehmen unsere Vorstellungen beeinflusst und umgekehrt, wie unsere Vorstellungen das gestalten, was wir wahrnehmen; und was Sprache möglicherweise damit zu tun hat. Einige Aspekte mit denen ich mich während meiner Zeit in Kalifornien auseinandersetze, kreisen um die Themen Besiedlung und Rohstoffe (Wasser, Gold, Nahrung, Licht, Arbeit, etc.) in Vergangenheit und Gegenwart; um Konflikte, die geführt worden sind; um die Wüste; um das System der Nationalparks und die veränderten Vorstellungen von Wildnis. Bei ‘Meet Our Fellows’ werde ich einen Einblick geben und aus meinen Entwürfen lesen.
Die Arbeiten der britischen Künstlerin Anna McCarthy finden in unterschiedlichen Räumen statt - in Malerei, Zeichnung, Installation, Performance, Film und Musik. Mit Ausstellungen in Museen und Kunsteinrichtungen, wie der Chisenhale Gallery, London; Northern Gallery for Contemporary Art, Sunderland; Shedhalle Zürich und der Schaustelle Pinakothek der Moderne in München, hat sie sich auch im internationalen Rahmen einen Namen gemacht. Studiert hat sie an der Glasgow School of Art und der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie derzeit lebt.
Anna McCarthy wird sich während der Zeit ihres Aufenthaltes in der Villa Aurora Los Angeles vorrangig auf ihre Videoarbeit konzentrieren. Es wird eine im Kontext der Stadt Los Angeles entstehende Fortsetzung ihrer BORED REBELS Serie geben und einen Kurzfilm für die Fassbindertage in München. Weiterhin arbeitet sie an einem Buch, das in Zusammenhang mit ihrem Langzeitprojekt HOW TO START A REVOLUTION steht. Für die Abschlussveranstaltung am 25. Juni erarbeitet sie eine neue Performance, die im Salon der Villa Aurora gezeigt wird.
Udo Moll’s musikalische Erstsozialisierung erfolgte im Blasorchester des Musikvereins Uhlingen. Auf das Studium der Empirischen Kulturwissenschaft, Musikologie, Romanistik und Neuen Deutschen Literatur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen folgte ein Jazztrompetenstudium bei Manfred Schoof und ein Kompositionsstudium bei Johannes Fritsch an der Musikhochschule Köln.
Udo Moll ist als freischaffender Komponist, Trompeter und elektronischer Musiker tätig.
Cyrill Lachauer wuchs im Inntal auf. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und auf Reisen. Lachauer studierte kurzzeitig Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, bevor er sich für ein Studium der Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München einschrieb. Nach seinem Magister Abschluss in Ethnologie und Feldforschungen in Kolumbien, Indien und Portugal studierte Lachauer Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. 2010 schloss er als Meisterschüler von Lothar Baumgarten ab. Cyrill Lachauer erhielt u.a. den 3sat Förderpreis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds und das EHF Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (2010). 2011 gründete er mit zwei Kollegen Flipping the Coin Records and Books und 2014 Flipping the Coin Films.
Am 13. Mai wird Cyrill Lachauer sein multimediales Projekt “Full Service” vorstellen, das er von 2012 bis 2014 in den Verinigten Statten entwickelte und kürzlich im Rahmen einer Einzelausstellung in der Villa Stuck in München ausstellte. “Full Service” basiert auf Lachauers Vorstellung einer erzählerischen Landschaften und der indianischen Widerstands- und Revitaliserungsbewegung, die im Ritual des “Ghost Dance” ihren Ausdruck findet und Lachauer ins Hinterland des amerikanischen Westens zwischen Las Vegas und Wonded Knee führt.
Mathilde Bonnefoy ist Cutterin, Regisseurin und Produzentin. Am Beginn ihrer Karriere wurde sie von Tom Tykwer, mit dem sie in der Folge auch bei HEAVEN, THE INTERNATIONAL und DREI kooperierte, als verantwortliche Cutterin für LOLA RENNT eingesetzt.
Mathilde Bonnefoy arbeitete außerdem unter anderem mit Wim Wenders (THE SOUL OF A MAN) und Angela Schanelec (ORLY) zusammen 2014 war sie als Cutterin und Produzentin des Edward-Snowden-Dokumentarfilms CITIZENFOUR von Laura Poitras tätig. Sie führte Regie bei einem Musikvideo von und einem Dokumentarfilm über die deutsche Band Rammstein, verschiedenen Fernsehproduktionen und einem Spielfilm mittlerer Länge (INSENSITIVE), für dessen Drehbuch sie ebenfalls verantwortlich zeichnete.
Gemeinsam mit ihrem Mann Dirk Wilutzky trat sie als Regisseurin und Produzentin einer Reihe von 30 Dokumentarfilmen zum Thema Nachhaltigkeit und globale Verantwortung für den französich-deutschen Fernsehsender ARTE in Erscheinung. Ihre Arbeit wurde mit dem Academy Award/Oscar®, BAFTA, dem Indendent Spririt Award, zwei LOLAs, einem ACE Award, einem Gotham Independent Film Award, sowie zahrleichen weiteren wichtigen Filmpreisen ausgezeichnet. In der Villa Aurora arbeitet Mathilde Bonnefoy an einem Drehbuch für einen Spielfilm.
Screening: Citizen Four
Los Angeles
Im Januar 2013 erhält die Filmemacherin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizen Four“ nennt und Beweise für illegale verdeckte Massenüberwachungsprogramme der NSA und anderer Geheimdienste in Aussicht stellt. Im Juni 2013 fliegen Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald nach Hongkong, um sich mit dem Unbekannten zu treffen. Es ist Edward Snowden.
CITIZENFOUR ist ein Thriller aus der Wirklichkeit, in dem sich die dramatischen Ereignisse Minute für Minute direkt vor unseren Augen entfalten – die atemberaubend spannende Geschichte über den waghalsigen Schritt eines jungen Whistleblowers, eindringlich, unbequem und von großer politischer Sprengkraft
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Anmeldung, unter infola@losangeles.goethe.org oder telefonisch unter +1 323.525-3388
Eclectic Salon
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
MicroFest und Eclectic Salon präsentieren: Wolfgang = 2 x 3 + 4
Bach/Schweinitz: Ricercare string trio
Schweinitz: Franz und Morton piano trio [US Premiere]
Schweinitz: Plainsound String Quartet 'Holy Howl', Op. 57 [Premiere Westküste USA]
Formalist Quartet + Richard Valitutto
"Bach pur klingt wie Stockhausen. Die reinsten Toene ohne jedes Vibrato sind die effektivsten Vehikel, Musik am Schnellsten ins Gehirn zu befördern ... Hohe Frequenzen, die irgendwo in Bereichen liegen, die ein Hund hoeren wuerde und die fuer Konzertbesucher auszumachen sind, loesen seltsame Dinge aus. Alles in unseren Koerpern und Umgebung faengt zu vibrieren an, und sobald man die Essenz von Vibration manipuliert, manipuliert man auch Wahrnehmung. Unter dem unglaublichen Einfluss von von Schweinitz wuerde ich vom Autofahren abraten." (Mark Swed, LA Times)
Eclectic Salon
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Masterpiece Discovery: Brahms Streich Sextet Nr. 2, in G-Dur. Opus 36.
Veranstaltet von Brian Lauritzen (KUSC und Philharmonie „Inside the Music”, Los Angeles)
Musiker: Salastina Music Society, mit den Special Guests Carrie Dennis, erste Bratsche der Los Angeles Philharmoniker und Robert deMaine, erstes Cello der Los Angeles Philharmoniker
Das Konzertformat Salastina Music Society’s Masterpiece Discovery stellt die großen Meisterwerke des klassischen Repertoires ins Rampenlicht. Vivaldis Vier Jahreszeiten, Schönbergs Verklärte Nacht, Mendelssohns Oktett für Streicher, Brahms Klarinettenquintett, Wagners Siegfried Idyll und viele mehr waren bereits Teil der Serie. Durch die Auswahl fein selektierter Musikstücke, deren Bedeutung im Kontext des Stückes als Ganzes erklärt wird, genießen erstmalige und erfahrene Besucher ein gleichermaßen bereicherndes Konzerterlebnis. An jede Aufführung schließt eine Frage- und Antwortrunde an, die das Publikum dazu einlädt, sich weiter mit dem gehörten Material auseinanderzusetzen. Ein Höhepunkt dieser Aufführung sind außerdem die Stradivarius- und Guarnerius del Gesu-Instrumente auf Leihbasis von Dr. Bill Sloan
CHECKPOINT CALIFORNIA
Berlin
Eine Ausstellungskooperation der Villa Aurora und der Deutsche Bank KunstHalle vom 12. bis 28. Juni 2015 in Berlin
Hollywood und Silicon Valley, Palmen, Meer und blauer Himmel; Kalifornien gilt als ‚Land of Milk and Honey‘ - und mittendrin die Villa Aurora. Als ehemalige Exilresidenz Marta und Lion Feuchtwangers und als Treffpunkt europäischer Intellektueller in den 1940er Jahren steht die heutige Künstlerresidenz jedoch für mehr als das ‚California Dreaming‘.
Unter dem Titel „Checkpoint California“ präsentiert die Villa Aurora anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens in einer Ausstellungskooperation mit der Deutsche Bank KunstHalle Positionen von neun Villa Aurora-Fellows. In den Werken von Thomas Struth, Sabine Hornig, Christian Jankowski, Rosa Barba, Nairy Baghramian, Albrecht Schäfer, Philipp Lachenmann, Peggy Buth und Michael Just kommen Transit- und Exil-Erfahrungen, transatlantische Differenzen und Widersprüche an die Oberfläche.
„Checkpoint California“ ist der Versuch, historische Strömungen und Gegenströmungen, Integrationsbemühungen sowie Abgrenzungsbestrebungen ins Bewusstsein zu rufen, deren Aspekte nicht ohne weiteres in ein Für und Wider zusammengeführt werden können. Die Ausstellung ist aber auch die Feier eines Austausch- und Vermittlungsprozesses, den die Villa Aurora seit mittlerweile 20 Jahren erfolgreich gestaltet.
„Checkpoint California“ wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus Konzerten, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen begleitet.
Partners
Eine Kooperation mit Deutsche Bank mit Unterstützung von
Thierry & Katharina Leduc
KREUZWEG
Berlin
Film: Kreuzweg (OmU)
und Gespräch mit dem Regisseur Dietrich Brüggemann und Stefan Kriekhaus
Die Beobachtung der „Wiederkehr religiöser Sehnsucht“ hat Dietrich Brüggemann Anlass gegeben, mit seiner Schwester Anna das preisgekrönte Drehbuch zum Film „Kreuzweg“ zu schreiben. In 14 Stationen zeichnet der Film den Leidensweg des jungen Mädchens Maria (Lea van Acken) nach, die am starren religiösen Dogmatismus ihrer Eltern zugrunde geht. Im Anschluss an die Filmvorführung werden sich Dietrich Brüggemann und Stefan Kriekhaus, der sich während seines Stipendienaufenthaltes in der Villa Aurora intensiv mit US-amerikanischen Ausprägungen des Christentums auseinandergesetzt hat, über filmische Annäherungen an das Thema austauschen.
Dietrich Brüggemann (*1976 in München) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte von 2000 bis 2006 Filmregie an Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Heute lebt und arbeitet Brüggemann in Berlin. Sein Spielfilmdebüt „Neun Szenen“ lief 2006 auf der Berlinale in der Perspektive Deutsches Kino und wurde mit dem Nachwuchspreis des Studio Hamburg ausgezeichnet. In derselben Sektion stellte er im Jahr 2010 seinen zweiten Kinofilm „Renn, wenn du kannst“ vor. Für seinen Spielfilm „Kreuzweg“, dessen Drehbuch Brüggemann mit seiner Schwester Anna geschrieben hat, erhielten sie den Silbernen Bären für das beste Drehbuch bei der Berlinale 2014.
Stefan Kriekhaus (*1968 in Haan am Rhein) ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seit 1998 ist er als freier Autor tätig, unter anderem als Co-Autor von Henner Wincklers „Klassenfahrt“ (2002) und „Lucy“ (2006). 2005 realisierte Kriekhaus den Kurzfilm „Baden“, bei dem er erstmals auch Regie führte. Stefan Kriekhaus arbeitete in diversen Fernsehproduktionen wie „Verliebt in Berlin“ (2006, Dialogautor) oder „Königinnen“ (2009, dramaturgische Beratung) mit. Sein Kurzfilm „Die Ruhe bleibt“ (2012) erhielt auf der Berlinale den Silbernen Bären der Internationalen Kurzfilmjury.
Eintritt
€7,50 | Kinder: €3
BRICKLEBRIT!
Berlin
Lesung und Gespräch: Bricklebrit!
Mit Uljana Wolf und Daniel Graf
Uljana Wolf widmet sich in „falsche freunde“, ihrem zweiten Gedichtband, der Irritation des Übersetzens, der Grenzüberschreitung von Mensch und Sprache. Dabei schlägt die Beleuchtung von Wortpaaren aus zwei Sprachen, die gleich aussehen oder klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben, poetische Funken. Das Über-Setzen von Körpern bei der Migration zwischen Staaten spielt ebenso eine Rolle wie Beziehungen zwischen Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und Sprachen. Um Mehrsprachigkeit und das Aufeinandertreffen von Sprachregimes geht es in „Meine schönste Lengevitch“, dem dritten Gedichtband Uljana Wolfs. Im Gespräch mit Daniel Graf wird Uljana Wolfs Verknüpfung des Alltäglichen und des Politischen mit der Poesie in seine Einzelteile zerlegt werden.
Uljana Wolf (*1979 in Berlin) studierte Germanistik, Kulturwissenschaft und Anglistik in Berlin und Krakau. Sie lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und Brooklyn. Nach „kochanie ich habe brot gekauft“ (2005) erschienen 2009 der zweite und dritte Gedichtband „falsche freunde“ und „Box Office“. Ihr Band mit Prosagedichten „Meine schönste Lengevitch“ (2013) wurde von der Kritik gefeiert. Als Übersetzerin überträgt sie vor allem Lyriker*innen aus dem Englischen und aus osteuropäischen Sprachen. Wolf wurde mit zahlreiche Stipendien und Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis 2006, dem Dresdner Lyrikpreis 2006, dem RAI-Medienpreis beim Lyrikpreis Meran 2008 und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise 2013.
Daniel Graf (*1980) studierte Neuere deutschen Literatur, Linguistik und Musikwissenschaft in Tübingen, Wien und Leipzig und wurde mit einer Arbeit über die Lyrik Ingeborg Bachmanns promoviert. Graf war Mitarbeiter bei der Literaturzeitschrift Edit und absolvierte ein Lektoratsvolontariat im Berlin Verlag. Anschließend arbeitete er als freier Lektor für Rowohlt und Trainee im Rights Department von Grove Atlantic, New York. Seit Mai 2012 ist Graf Literaturagent in der Sachbuchsparte bei Graf & Graf, Berlin.
SCHINDLERS HÄUSER
Berlin
Film: Schindlers Häuser (OF)
und Gespräch mit dem Regisseur Heinz Emighaus und dem Architekten Arno Brandlhuber
Heinz Emigholz zeigt in seinem Film „Schindlers Häuser“ vierzig Bauwerke aus den Jahren 1921 bis 1952 des österreichisch-amerikanischen Architekten Rudolph Schindler, dessen pionierhafte Arbeit in Südkalifornien einen eigenen Zweig der architektonischen Moderne begründete. Der Film bildet zudem ein aktuelles Porträt städtischen Wohnens in Los Angeles. Gespräch mit Heinz Emigholz und dem Architekten Arno Brandlhuber im Anschluss
Heinz Emigholz (*1948 in Achim bei Bremen) ist Filmemacher, Künstler, Autor und Produzent. Er hat ein umfassendes filmisches und künstlerisches Werk vorgelegt. 1984 begann Emigholz seine Filmserie „Photographie und jenseits“ einer „Sammlung von frei kombinierbaren Filmen, die sich mit Produkten menschlicher Gestaltung befassen“ (Emigholz), in deren Rahmen auch die Unterserie „Architektur als Autobiografie“ entstand, die in chronologischer Folge die erhaltenen Bauwerke von Architekten wie Bruce Goff, Adolf Loos, Pier Luigi Nervi, Auguste Perret und Rudolph Schindler präsentiert. Von 1993 bis 2013 hatte Emigholz eine Professur für Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin inne. Emigholz wurde im Mai 2012 als neues Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.
Arno Brandlhuber (*1964 in Wasserlos) ist ein in Berlin ansässiger Architekt und Hochschullehrer. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Accademia del Arte in Florenz. Seit 2003 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Architektur- und Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Brandlhuber ist Mitinitiator des Veranstaltungsformats Akademie c/o in Berlin, das in erster Linie die Raumproduktion der Berliner Republik behandelt. Im Jahr 2006 gründete Brandlhuber sein eigenes Atelier, erwarb ein Baugrundstück in Berlin-Mitte (Brunnenstraße 9) und errichtete dort ein selbstgenutztes Atelier- und Galeriehaus. In Berlin beschäftigt er sich seit den 2010er Jahren intensiv mit dem 1977 entstandenen Stadtmodell „Das grüne Archipel“. Dabei geht es um den Erhalt von Heterogenität sowie um kostengünstiges Bauen mit möglichst geringen Mieten für die Nutzer.
€7,50 | Kinder: €3
MARTA UND HILDA & CAN I BE YOUR BRATWURST, PLEASE?
Berlin
Film: Marta und Hilda & Can I Be Your Bratwurst, Please? (OmU & OF)
und Gespräch mit dem Regisseur Rosa von Praunheim und Gästen
In „Marta und Hilda“ erkundet Rosa von Praunheim das Verhältnis Marta Feuchtwangers und Hilda Waldos nach dem Tod von Lion Feuchtwanger. Beide hatten ihr Leben ganz seiner Arbeit gewidmet und sahen sich ohne ihn nun besonderen Herausforderungen gegenüber. In „Can I be your Bratwurst, please?“, der für die Reihe „Erotic Tales“ von Regina Ziegler entstand, spielt Rosa von Praunheim mit dem Schönheitswahn Kaliforniens. Ein Fremder aus dem Mittleren Westen kommt nach Hollywood, mietet ein Zimmer in einem Motel und wird zum Schwarm und Leckerbissen aller Gäste.
Beide Filme sind während Rosa von Praunheims Stipendienaufenthalt 1998 in der Villa Aurora entstanden. Q&A mit Rosa von Praunheim und Gästen im Anschluss
Rosa von Praunheim (*1942 in Riga als Holger Radtke) gilt als wichtiger Vertreter des postmodernen deutschen Films. In den 1960er Jahren debütierte er mit Experimental- und Kurzfilmen, wie „Samuel Beckett“ (1969) und „Schwestern der Revolution“ (1969), mit denen er sich bald einen Namen machte. Sein Dokumentarfilm von 1970 „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ machte von Praunheim über Nacht zu einer Ikone der deutschen Schwulenbewegung. Von Praunheim wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis (1979), dem Ehrenpreis des First Steps Awards (2013) und jüngst mit dem Special Teddy Award (2014) ausgezeichnet. Im März 2015 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
€7,50 | Kinder: €3
INTERSEX
Berlin
Konzert: Intersex
Von Steven Warwick aka HEATSICK und einer Tanzperformance von Nicola Mascia
In seinem Debütalbum „Intersex“ hat Steven Warwick alias Heatsick die Sexualtheorie des jüdisch-stämmigen Mediziners Magnus Hirschfeld, der Deutschland 1931 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten verlassen musste, musikalisch interpretiert. Das Album verweist auf Zuschreibungen von Sexualität und Identität. Auf der Bühne arbeitet Heatsick mit einem Keyboard und manipulierten Gitarren-Pedalen und erschafft einen Sound, der an Electronic-Klänge der 70er-Jahre erinnert. Steven Warwick hielt sich als Stipendiat des Musicboards Berlin im Frühjahr 2015 in der Villa Aurora auf.
Steven Warwick (*1982) ist ein in Berlin lebender Künstler und Musiker britischer Herkunft. Seine Arbeit ist interdisziplinär ausgerichtet. Warwick wurde mit seinem Soloprojekt unter dem Namen Heatsick und als Mitglied des Duos Birds of Delay bekannt. Als Heatsick produziert Warwick „unfertige, raue und gleichzeitig verträumte Tanzmusik, die man immer ein wenig verlegen als House bezeichnet“ (De:Bug). Er verwendet unter anderem Vocals, Keyboard und Percussion, um einen Sound zu erzeugen, dessen konzeptuelle Gebrochenheit gleichermaßen verspielt wie anspruchsvoll ist. Seine Musik ist Konzeptkunst, Politik und Dancefloor.
Nicola Mascia (*1975 in Turin, Italien) ist Tänzer und Choreograf. Seine Ausbildung in Jazz und zeitgenössischen Tanz absolvierte er in Turin, Rom und Los Angeles. 1996 zog er nach Berlin und wurde Mitglied der Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests. Mascia war unter anderem an „Allee der Kosmonauten“, „Zweiland“, „Körper“, „noBody“, „insideout“, „Dialoge 09 – Neues Museum“ und „Dialoge 09 – MAXXI“ beteiligt. Im Jahr 2005 gründete er gemeinsam mit dem israelischen Choreographen und Performer Matan Zamir das Duo matanicola.
3rd Annual SILENT SALON
Los Angeles
Die Harold Lloyd Foundation, Flicker Alley und Villa Aurora präsentieren:
SILENT SALON 2015
4 Abende mit Picknick im Villagarten, Stummfilm und Orgelbegleitung (Live!)
Samstag den 20. Juni, 11.Juli, 1. August und 22. August
Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm unser beliebtes Sommerprogramm Silent Salon mit der hauseigenen Orgel. Laden Sie Familie und Freunde zum Picknick auf dem Villarasen mit Blick über den Pazifik ein. Nach Sonnenuntergang zeigen wir ein Programm mit Highlights der Hollywood Stummfilm Ära, mit Michael Mortilla an der Orgel.
Samstag, den 20 Juni, 20:15 Uhr
Gast: Suzanne Lloyd
Programm: HAROLD LLOYD in GIRL SHY (1924, 82 min. Regie: Fred Newmeyer und Sam Taylor)
Harold ist ein schüchterner Schneiderlehrling, der stottert und Angst vor Mädchen hat. An seinen oft einsamen Abende schreibt er ein Buch über die “Geheimnisse der Liebe”. Als er entdeckt, dass seine Angebetete im Begriff ist, einen Bigamisten zu heiraten, muss er zur Tat schreiten. Er tut dies mit der wohl besten Verfolgungsjagd der gesamten Stummfilm Ära. Über 40 Jahre später ließ sich Mike Nichols vom Filmende für “The Graduate” inspirieren.
Girl Shy ist einer von Lloyds einflussreichsten und wichtigsten Filmen.
Harold Lloyd wurde am 20. April 1893 in Buchard (Nebraska) geboren. Er wurde eine Ikone der Stummfilm Ära mit Filmen wie Just Nuts, Girl Shy, The Freshman, und vielen anderen. Lloyds Popularität reichte bis in die Zeit des Tonfilms. Seine „Talkies“ Depression und Welcome Danger waren große Kassenschlager. Lloyd starb am 8. März 1971 in Beverly Hills.


Artists’ talk | BERLIN – LOS ANGELES: SEEING AS PROCESS
Berlin
mit Veronika Kellndorfer und Steve Rowell, Einführung und Moderation: Drew Hammond (auf Englisch)
In Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin – Los Angeles
Während es die in Berlin lebende Künstlerin Veronika Kellndorfer regelmäßig nach Los Angeles zieht, verbrachte der heute in L.A. lebende Künstler Steve Rowell bereits einige Zeit in Berlin, wo er sich im Sommer 2015 als Berlin Fellow der Villa Aurora erneut aufhält.
Kellndorfer und Rowell untersuchen Orte und Strukturen, die bei oberflächlicher Betrachtung harmlos erscheinen, einem genaueren Blick aber ihre beunruhigenden Implikationen offenbaren. In den Werken beider Künstler werden diese Implikationen offengelegt und transzendiert. In diesem Demaskierungsprozess erhalten die Kunstwerke den Status von Metonymien für Narrative potenziell dunkler Aspekte unserer Zeit.
Kellndorfer integriert in ihrem Werk formale und konzeptuelle Aspekte, indem sie semi-transparente und semi-reflektierende Schichten, die ihrem Gegenstand zugrunde liegen, herausarbeitet. Durch diese Vorgehensweise wird diese Integration gleichzeitig erzeugt und symbolisiert. Steve Rowells Projekte, denen ein genuin wissenschaftliches Erkenntnisinteresse zugrunde liegt, erzeugen stets eine Spannung zwischen ihren Themen und der formalen Seite ihrer Hervorbringung. Diese Arbeitsweise verleiht seinen Werken eine besondere Ausdrucksstärke und lässt sie anhand ästhetischer Kriterien konventionelle Forschung oder Dokumentation überschreiten.
Veronika Kellndorfer (*1962 in München) begann ihr Kunst-Studium 1982 an der Hochschule für angewandte Künste in Wien und schloss es 1990 an der Universität der Künste in Berlin ab.
In Ihrer künstlerischen Arbeit erforscht sie Architektur ausgehend von deren Einbettung in historische und gesellschaftliche Dimensionen in ihrer Bemächtigung und Erhaltung und reflektiert den Transfer in den Bildraum.
Neben einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfond (1998) erhielt Kellndorfer zahlreiche Stipendien unter anderem in der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (2000), in der Villa Aurora, Los Angeles (2003), in der Villa Massimo, Rom (2005) in der Villa Kamogawa, Kyoto (2012). 2014 war sie Senior Fellow am IKKM, Bauhaus Universität Weimar.
Kellndorfers Arbeiten wurden unter anderem in folgenden Galerien und Museen gezeigt: Christopher Grimes Gallery, Santa Monica, CA, Berlinische Galerie, Berlin, Hamburger Bahnhof, Berlin und Pinakothek der Moderne, München.
Veronika Kellndorfer lebt und arbeitet in Berlin.
Steve Rowell, der Los Angeles lebt und arbeitet, ist ein Künstler, der auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Stand- und Bewegtbildern, Sound, Installation, Landkarten und Raumkonzepten arbeitet. In den letzten 20 Jahren lebte er in Berlin, Chicago und Washington DC. Er arbeitet transdisziplinär und interessiert sich für die wechselseitige Beeinflussung von Technologie, Wahrnehmung und Kultur im Zusammenhang mit Ontologie und Landschaft. Rowell sucht mit geographischen, archäologischen und prophetischen Ansätzen nach dem Zusammenhang des Artifiziellen mit der Natur.
Seit 2001 ist Rowell Programm-Manager am Center for Land Use Interpretation, CLUI (Los Angeles) und hat mit dem Künstlerkollektiv SIMPARCH (Chicago) und The Office of Experiments (London) zusammengearbeitet.
In folgenden Galerien und Museen waren Rowells Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen: Whitney Biennale und PS1, New York (2006), Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco, Smithsonian American Art Museum, Washington, DC, Temporäre Kunsthalle und NGBK, Berlin, Barbican Art Centre und die Frieze Art Fair, London, John Hansard Gallery, Southampton, Ballroom Marfa, Center for PostNatural History, Pittsburgh, Institut für Bildende Kunst, Milwaukee und im Museum of Contemporary Art, Chicago. Im Jahr 2013 erhielt er Auszeichnungen von Creative Capital und der Graham Foundation for Advanced Studies in the Fine Arts.
Berlin | 22. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin
GRENZVERLÄUFE
Berlin
Gespräch: Grenzverläufe
Mit Kathrin Röggla und Antje Rávic Strubel, Moderation: Denis Scheck
Fragen nationaler und sozialer Grenzverläufe stellen sich heute neu im Kontext von Terrorismus, hybrider Kriegsführung, aber auch von Katastrophenszenarien und den daraus erwachsenden Überwachungsdynamiken, die tiefen Einfluss auf unsere Wahrnehmungsgewohnheiten haben. Wo verläuft die Grenze zwischen staatlicher und individueller Verantwortung? Führt sich die vielbeschworene Zivilgesellschaft ad absurdum, wenn sie versucht, gesellschaftliche Ungleichheiten „wegzutrainieren“? Was heißt es, wenn eine Metropole wie L.A. vor dem Bankrott steht oder wenn in Selbsthilfegruppen der Großbankrotteur neben dem Elendsschuldner sitzt? Wieviel Alltag ist möglich, wenn ununterbrochen „Erdbebenwetter“ (Strubel) herrscht? Zuletzt: Ist der Ausnahmezustand das bestimmende Narrativ der Gegenwart.
Katrin Röggla (*1971 in Salzburg) lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Berlin. Sie schreibt Prosa, Theatertexte, Radiohörspiele und Essays und wurde unter anderem mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2005), dem Nestroy-Preis für das beste Stück (2010) und dem Arthur-Schnitzler-Preis (2012) ausgezeichnet. Erschienen sind von ihr unter anderem die Bücher „Niemand lacht rückwärts“, „Irres Wetter“, „really ground zero“ und das Prosabuch „die alarmbereiten“. 2012 wurde Röggla als neues Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.
Antje Rávic Strubel (*1974 in Potsdam) lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Potsdam. Sie studierte Literaturwissenschaft, Amerikanistik und Psychologie in Potsdam und New York. Zu ihren Werken zählen die Romane „Unter Schnee“ und „Fremd Gehen. Ein Nachtstück“ sowie „Tupolew 134“. „Kältere Schichten der Luft“ (2007) gewann den Hermann Hesse Preis und den Rheingau Literatur Preis und fand sich auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse. Ihr jüngstes Buch "Sturz der Tage in die Nacht“ (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie ist außerdem die Verfasserin der Gebrauchsanweisung für Schweden und der Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg und übersetzte Joan Didion aus dem Englischen. 2012/13 war sie als Writer in Residence am Deutschen Haus New York und am Helsinki Collegium for Advanced Studies, Finnland. 2003/04, 2010/11 und 2015 hatte Strubel eine Dozentur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig inne.
IMPERIEN SCHAUEN SICH AN: DAS EINGESCHOSSIGE AMERIKA
Berlin
Reiseprolog: Imperien schauen sich an: Das eingeschossige Amerika
Mit Felicitas Hoppe
„3668 IlfPetrow“ heißt ein geheimnisvoller, von der sowjetischen Astronomin Ludmila Georgijewna Karatschkina entdeckter Kleinplanet, getauft auf die Namen des Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der Great Depression, im Auftrag der Prawda vier Monate lang die USA bereisten. Unter dem Titel „Das eingeschossige Amerika“ haben die beiden Satiriker und Humoristen einen so eigenständigen wie faszinierenden Reisebericht in Wort und Bild verfasst, in dem sich das historische Spannungsverhältnis zwischen der UdSSR und den USA während des in Europa aufkommenden Faschismus spiegelt.
70 Jahre später tritt die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, zusammen mit den Bildenden Künstlern Alexej Meschtschanow und Jana Müller, deren Bekanntschaft sie einer Begegnung in der Villa Aurora verdankt, eine Nachreise an. „Das eingeschossige Amerika“, 2011 in deutscher Übersetzung in der Anderen Bibliothek bei Eichborn erschienen und mit einem Vorwort von Hoppe versehen, gibt dabei die Route vor und lädt die reisenden Künstler angesichts der aktuellen politischen Lage dazu ein, das Ost-West-Verhältnis mit eigenen Mitteln neu zu überprüfen.
Felicitas Hoppe (*1960 in Hameln) lebt als Schriftstellerin in Berlin. Unter anderem sind von ihr erschienen: „Picknick der Friseure“ (1996), „Pigafetta“ (1999), „Paradiese, Übersee“ (2003), „Verbrecher und Versager“ (2004) und „Johanna“ (2006). Mit „Sieben Schätze“ und „Abenteuer – Was ist das“ wurden bislang zwei ihrer Poetikvorlesungen publiziert. 2011 legte Hoppe mit „Grünes Ei mit Speck“, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss vor. 2012 erschien Hoppes „Traumbiografie“ „Hoppe“. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis (1996) und dem Georg Büchner Preis (2012). Seit 2007 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Udo Moll & Anna McCarthy
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
ENIAC GIRLS
Der deutsche Komponist und Trompeter Udo Moll präsentiert eine vorläufige Version seiner jüngsten elektro-akustischen Solo-Performance ENAIC GRILS. Auf einer faszinierend abstrakten Art und Weise erzählt Udo Moll die Geschichte der frühen Tage der Computerentwicklung in den USA. Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer Gruppe junger Frauen, die den ENIAC-Computer in den Jahren 1946 bis 1948 programmierten. ENIAC war der erste voll funktionsfähige Computer, der rein aus elektronischen Komponenten bestand. Die ENIAC-Girls entwickelten die Grundlagen des Programmierens, ohne dabei auf Vorläufer zurückgreifen zu können. Udo Moll verbindet in seiner Performance Komposition mit Improvisation, akustisches Trompetenspiel mit elektronischer Musik und schafft so eine fesselnde Konzertinstallation.
Udo Molls musikalische Erstsozialisierung fand im Blasorchester des Musikvereins Uhingen statt. Er studierte empirische Kulturwissenschaften, Musikwissenschaften, sowie romanische und neue deutsche Literatur an der Eberhard-Karls-Universität Thübingen. Des Weiteren studierte er Jazz-Trompete bei Manfred Schoof und Komposition bei Johannes Fritsch an der Musikhochschule in Köln.
Udo Moll ist freischaffender Komponist und Trompeter.
www.udomoll.de
Filmvorführung von FASSBINDER IM LALALAND und Performance DRINK COLD, PISS WARM von Anna McCarthy
DRINK COLD, PISS WARM*
Ein musikalischer Slideshow-Kommentar auf Kalifornien, den Anna McCarthy während ihres Aufenthaltes in der Villa Aurora entwickelt hat. Die Aufführung wird musikalisch von Anna McCarthys Langzeitpartnerin Antenne Danger (DAMENKAPELLE) auf der Hausorgel begleitet. + special guests (*Zitat aus dem Roman BLACK SPRING von Henry Miller)
FASSBINDER IN LALALAND von Anna McCarthy
Der Kurzfilm erzählt die Geschichte einer Frau aus Los Angeles, die ihr Leben als Fassbinder verbringt. Sie spricht Bayrisch mit einem starken amerikanischen Akzent. Zu „ihrem“ Geburtstag gibt sie das erste Interview seit 33 Jahren.
Der Film ist eine Auftragsarbeit des Fassbinder-Festivals 2015 in München und wurde während Anna McCarthy’s Aufenthalt in der Villa Aurora gedreht.
Darsteller: Friedel Schmoranzer-Johnson, Margit Kleinman, Diana Norris, Marius Lorenz, Mathilde Bonnefoy, Cyrill Lachauer, Antje Engelmann, Udo Moll.
FINISSAGE & ARTIST TALK
Berlin
Finissage & Artist Talk
Mit Christian Jankowski und Susan Philipsz (In englischer Sprache)
Susan Philipsz und Christian Jankowski gehören zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Philipsz Arbeiten untersuchen die emotionalen und psychologischen Effekte des Klangs in ihrer Wirkung auf die Rezeption von Räumen. Ende des Jahres 2015 wird sie als Stipendiatin der Villa Aurora nach Kalifornien reisen, um die geheimdienstlichen Aktivitäten des FBI im Kontext der Exilerfahrungen Hanns Eislers in einer Video- und Toninstallation zu ergründen. Jankowski ist bekannt dafür, vermeintlichen Gewissheiten und den Mechanismen der Mediengesellschaft mit Ironie und Humor zu begegnen. Sein Werk „16mm Mystery“, das während seines Stipendienaufenthalts in der Villa Aurora entstand, ist in der Ausstellung „Checkpoint California“ zu sehen. Die Arbeit weckt 9/11-Assoziationen durch die Inszenierung einstürzender Skyscraper in Downtown Los Angeles. Im Gespräch werden die Arbeitsweisen der beiden Künstler aus kalifornischer Perspektive beleuchtet.
Christian Jankowski (*1968 in Göttingen) lebt und arbeitet als bildender Künstler in Berlin. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg und lehrt seit 2005 als Professor für Bildhauerei (Installation, Performance, Video) an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste. Seine Werke waren in zahlreichen international angesehenen Einzelausstellungen, unter anderem im Museum für Gegenwartskunst, Basel (2003), im Museo d’Arte Contemporanea, Rom (2003), im Miami Art Museum (2007) oder in der Berlinischen Galerie (2011) zu sehen. In Gruppenausstellungen war Jankowski unter anderem im P.S.1 New York (2005), in der Neuen Nationalgalerie Berlin (2007), im Museum of Contemporary Art Tokyo (2011) und in der K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2011) vertreten. Im Jahr 2013 wurde ihm der Videonale-Preis der Kfw-Stiftung verliehen. Christian Jankowski wird im Jahr 2016 Kurator der Europäischen Biennale für Zeitgenössische Kunst, Manifesta, in Zürich sein.
Susan Philipsz (*1965 in Glasgow) lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin. Sie hält einen Bachelor in Fine Arts vom Jordanstone College of Art, Dundee (1989-93) und absolvierte ihren Master an der University of Ulster, Belfast (1993-94). Im Jahr 2000 trat sie ein Stipendium am P.S.1 Residency Program an und war im Jahr 2001 Stipendiatin bei den KunstWerken in Berlin. 2010 gewann sie den Turner Prize und im Jahr 2014 wurde ihr der Order of the British Empire verliehen. Zuletzt stellte sie unter anderem im K21 Ständehaus, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2013), in denEastside Projects, Birmingham (2014), anverschiedenen Orten in Dänemark, Schweden und Norwegen (2014), auf Governors Island, New York, (2014) und im Hamburger Bahnhof, Berlin (2014) aus.
Performance | INTERVENTION #4 / BERLIN – CHECKPOINT CALIFORNIA
Berlin
matanicola (Nicola Mascia und Matan Zamir) / Claudia De Serpa Soares / Jeff Wood
Die Performance beginnt im Anschluss an den zuvor stattfindenden Artists' Talk
“Intervention #4″ ist die Fortsetzung von matanicolas fortlaufender Improvisations-Reihe “versus” und findet in Interaktion mit den Kunstwerken der Ausstellung Checkpoint California statt. Als Erweiterung des Konzepts, zwei oder mehrerer Künstler gegeneinander antreten zu lassen, richtet die Veranstaltungsseihe den Fokus auf den kreativen Akt der Improvisation. Ziel ist es, aus jeder Veranstaltung ein singuläres Ereignis werden zu lassen, in jeweils einer anderen Stadt oder einem anderen Ort und jeweils mit unterschiedlichen Formationen von Künstlerinnen und Künstlern. Die Performances haben ein flexibles Format ohne Regeln oder lange Probezeiten und wirken wie ein spontanes Treffen. Vor Publikum entsteht eine Augenblicks-Komposition, die die Fragilität und das das Riskante kreativer Prozesse freilegt. Die ortsspezifischen Performances werden von der Architektur der Aufführungsorte beeinflusst und inspiriert, reagieren auf die Räume und bieten gleichzeitig die Chance, neue choreografische Elemente zu entdecken.
matanicola
Der israelische Choreograf und Performer Matan Zamir und der Italiener Nicola Mascia gründeten das Duo matanicola, nachdem sie mit renommierten internationalen Kompanien und Künstlern wie unter anderem Sasha Waltz & Guests, Batsheva Dance Company, Benoit Lachambre, Ohad Naharin, Emio Greco / PC und Yasmeen Godder zusammengearbeitet haben. Ihr Werk umfasst bislang sechs Produktionen: „under“ (Kurt Jooss-Preis 2007, 2005 in Zusammenarbeit mit der israelischen Choreografin Yasmeen Godder entstanden), „Ladies first“ (2007), „What on Earth“ (2010), „Piece of Me“ (2011), „To this purpose only“ (2013, für und mit der italienischen Kompanie Fattoria Vittadini, „bodieSLANGuage“ (2014) sowie die fortlaufende Improvisations-Reihe „versus“ (2006).
Auftraggeber und Co-Produzenten waren unter anderem: Sasha Waltz & Guests, Sophiensaele, Hauptstadtkulturfonds, Tanz im August – Internationales Tanzfest, Radialsystem V in Berlin, Fonds Darstellende Künste e.V., Europäische Vereinigung für Jüdische Kultur, Goethe-Institut und Grand Theatre Groningen. matanicola wurde auf zahlreiche internationale Festivals eingeladen: 2012 kuratierte das Duo die zwölfte Ausgabe des Festivals Les Grandes Traversées in Bordeaux unter dem Titel „matanicola‘s Magical Mystery Tour“. Als Choreographen und Performer arbeitete matanicola in Musikvideos und Live-Shows unter anderem mit Künstlern wie Peaches, Hanayo und Mignon zusammen.
3rd Annual SILENT SALON
Villa Aurora (520 Paseo Miramar Los Angeles, CA 90272)
Information
Samstag, den 11. Juli, 20.15 Uhr
Ein Abend mit Mabel Normand: Kurator: Josh Morrison von Flicker Alley
2 Filme mit der legendären Stummfilmikone Mabel Normand
FATTY AND MABEL ADRIFT (1916, 30 min.)
Fatty, seine Frau Mabel und ihr Hund Luke verbringen die Hochzeitsreise in einem Cottage am Meer. Fattys Rivale Al St. John und seine Kumpane setzen das Haus bei Flut aufs Meer, und lassen es treiben. Als das Paar am nächsten Morgen erwacht, sind sie von Wasser umgeben.
THE EXTRA GIRL (1923, 72 min.)
Als Sue (Normand) in Hollywood ankommt um ihren Schauspielvertrag zu unterschreiben, muss sie feststellen, dass eine Verwechslung vorlag. Sie findet Arbeit in der Requisitenabteilung des Studios. Aber ihre Eltern wollen das nicht hinnehmen und reisen nach Hollywood. Dort investieren sie Geld mit fragwürdigen Persönlichkeiten.
Partners
The Harold Lloyd Foundation, Flicker Alley und Villa Aurora präsentieren:
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Yasmin Merei ist Journalistin, Linguistin und Menschenrechtsaktivistin. Als Journalistin hat sie für diverse Syrische Zeitungen geschrieben und war Mitherausgeberin der Magazine Al Haqiqa und Suwar. Merei ist Chefredakteurin von Sayyidat Suria. Merei ist Gründungsmitglied der Syrian Women's Lobby, Mitglied der Civic and Democratic Action Society, Syria und Associate Director der Campaign Against Childhood Marriage.
Sie wird bis Ende 2015 in der Villa Aurora zu Gast sein.
Am 30. Juli wird sie über ihre Arbeit für das feministische syrische Magazin Saiedet Souria sprechen.
Nuria Núñez Hierro studierte Klavier und Komposition am Conservatorio Superior de Música de Córdoba. Zusatzstudium als Meisterschülerin (Abschluss mit Auszeichnung) für Komposition bei Elena Mendoza und Iris ter Schiphorst an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Zudem erhielt sie Stipendien von derandalusischen Regierung (2009) sowie vom DAAD und der Stiftung “La Caixa”. Im Jahr 2014 ist sie Stipendiatin der Graudiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK Berlin.
Ihre Werke wurden von berühmten Ensembles zeitgenössischer Musik wie Ensemble Intercontemporain (FR), Ensemble Ascolta (DE), Studio New Music Ensemble of Moscow (RU), Orbis Trio (CZ), Trio Transmitter (DE), Taller Sonoro (ES) oder Liminar Ensemble (MX) aufgeführt.
In der Villa Aurora wird Nuria Núñez Hierro die Beziehungen musikalischer und theatralischer Elemente insbesondere in Produktionen für Kinder und Jugendliche untersuchen.
Am 30. Juli wird Nuria einige Auszüge aus ihrem Projekt “Bestiarium” zeigen. “Bestiarium” ist eine Theaterprojekt für alle Altersgruppen mit einer Handlung, die sich wie ein Spaziergang durch Tonlandschaften entwickelt.
Mehr Informationen über ihre Arbeit finden Sie auf Website:
www.nurianunezhierro.com
Roman Ehrlich ist 1983 in Bayern geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin und publizierte seinen Debütroman “Das kalte Jahr”(2013) sowie eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel “Urwaldgäste” (2014) bei DuMont.
Während seines Aufenthaltes in der Villa Aurora arbeitet Roman Ehrlich an einem neuen Roman, einem Theaterstück und in Zusammenarbeit mit dem Photografen Michael Disqué an einem Photo/Textbuch über das afghanische NATO-Camp Marmal, welches sie im März 2015 zusammen besuchten.
Am 30. Juli wird Roman ein Kapitel aus seiner Kurzgeschichtensammlung “Urwaldgäste” lesen.
Mehr Informationen über seine Arbeit finden Sie auf der Website des DuMont Buchverlages:
Fellows&Friends @ Fire And Forget
Berlin
Fire & Forget. On Violence
Im August besuchten wir im Rahmen unserer Reihe Fellows&Friends die Ausstellung FIRE AND FORGET. ON VIOLENCE in den KunstWerken in Berlin. Der aus dem Militärjargon stammende Begriff „Fire and Forget" bezeichnet Waffensysteme, die, einmal abgefeuert, ihr Ziel alleine suchen. Die Ausstellung nimmt den militärischen Ausdruck zum Ausgangspunkt für eine Überprüfung geläufiger Vorstellungen von Krieg und Gewalt. Hierzu orientiert sie sich an den sichtbarsten Agenten von Gewalt: den Waffen.
Nachdem uns die Assistenzkuratorin Nina Mende eine Einführung in die Konzeption gegeben hatte, wurden wir von Dean Markovic und Mona Jas durch die Ausstellung geführt. Im Anschluss an die Führung und einem Aperitif im Hof der KW besuchten wir ein Gespräch des Villa Fellows Rosa von Praunheim und der Fernsehjournalistin Tina Mendelsohn zum Thema Gewalt.
3rd Annual SILENT SALON
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Samstag, 22. August, 20 Uhr
Kurator: Josh Morrison of Flicker Alley
SILENT COMEDY HOLLYWOOD !
Komödien über die Filmindustrie und ihre Protagonisten
A FILM JOHNNY (1914, 15 min. mit Charlie Chaplin in der Hauptrolle)
Charlie versucht seine Lieblingsschauspielerin zu treffen und macht sich dabei in den Keystone Studios keine Freunde.
Eine klassische Slapstick Komödie, bei der Chaplin (als Bühnenarbeiter David) große Requisiten “bewegt”. Die Handlung enthält auch einen Streik und den ersten Schwulenwitz in Hollywood.
THE DARE DEVIL (1923, 20 min. mit Ben Turpin in der Hauptrolle, Regie: Del Lord)
“The Dare-Devil”, ist eine durchweg urkomische Slapstick Parodie über das Filmemachen, ein Klassiker des Stummfilms. Der Plot dreht sich um einen verwöhnten Filmstar, der seine Westernstunts nicht selber spielen möchte, was uns heute komisch anmuten mag. In diesem über 90 Jahre alten Film war das ein durchaus neues Konzept. (AXS Entertainment)
THE LIFE AND DEATH OF 9413 – A HOLLYWOOD EXTRA (1923, 13 mins.)
Dieser kurze Experimentalfilm erzählt die Geschichte eines Mannes, der nach Hollywood kommt um Filmstar zu werden, aber als Komparse 9413 in den Himmel kommt.
Michael Mortilla ist Komponist, Dirigent, Arrangeur, Musikdirektor und Begleiter. In seiner Heimat Manhattan arbeitete er mit der Tanzlegende Martha Graham zusammen und komponierte für sie. 14 Jahre lang unterrichtete Mortilla Musik, Produktion sowie Theater- und Tanzbegleitung am Fachbereich Theater und Tanz der UC Santa Barbara.
Michael erhielt zahlreiche Aufträge, unter anderem vom Chicago Symphony Orchestra und vom Olympic Games Art Festival. Mortillas Kompositionen wurden in den gesamten USA aufgeführt, vom Weißen Haus bis zur AMPAS, vom Lincoln Center bis zur allerersten Übertragung eines Spielfilms über das Internet (Charlie Chaplins „The Rink“). Er tritt international im Fernsehen und in Theatern auf.
Partners
The Harold Lloyd Foundation, Flicker Alley und Villa Aurora präsentieren
is land a part
Berlin
Eine Kooperation der Deutsche Bank KunstHalle und der Villa Aurora
is land a part (2014)
für Kontrabass und Computer
von Marc Sabat nach neun Gedichten von Uljana Wolf, mit Frank Reinecke (Kontrabass)
Das Werk bildet einen Zyklus aus Reflektionen frei nach Wolfs „falsche freunde“ (kookbooks, Berlin, 2009) und komponiert nach deren englischer Übersetzung von Susan Bernofsky, „False Friends“ (Ugly Duckling Presse, Brooklyn, 2011). Jeder Text orientiert sich an einem Buchstaben des Alphabets, mäandert in Klang und Sinn, um über zwei Sprachen – das Deutsche und das Englische – hinweg einen assoziativen Raum zu eröffnen. Wolfs Arbeit, die die Idee des Übersetzens aufgreift, eröffnet Perspektiven zur Erforschung der in der Musik wahrgenommenen „Harmonie“. Man stelle sich einzelne, nebeneinander dahinfließende Klangströme vor, die den Zuhörern zuweilen gemeinsame Quellen zu offenbaren scheinen, oder sich wie Inseln vereinigen, bevor sie sich erneut teilen, um ihrem eigenen Lauf zu folgen.
Uljana Wolf, eingesprochener Text
Marc Sabat, Live-Elektronik
Frank Reinecke, Kontrabass
Dauer: 35 Minuten
Uljana Wolf lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und Brooklyn.
Nach kochanie ich habe brot gekauft (kookbooks 2005) erschien im Herbst 2009 der zweite Gedichtband falsche freunde. Sie war Mitherausgeberin des »Jahrbuchs für Lyrik«, S. Fischer 2009. Als Übersetzerin überträgt sie vor allem LyrikerInnen aus dem Englischen und aus osteuropäischen Sprachen. 2008 erschien bei kookbooks Christian Hawkeys Reisen in Ziegengeschwindigkeit, Gedichte in der Übersetzung von Uljana Wolf und Steffen Popp. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, undter anderem den Peter-Huchel-Preis 2006, den Dresdner Lyrikpreis 2006, den RAI-Medienpreis beim Lyrikpreis Meran 2008 und im Jahr 2015 den Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung.
Marc Sabat, kanadischer Komponist und Audiokünstler, lebt seit 1999 in Berlin.
Zu seinen Arbeiten zählen Installationen, Videos und Konzertmusik mit akustischen und elektronischen Instrumenten. Die Arbeiten beziehen sich auf amerikanischen Folk und experimentelle Musik, Intonations- und Bildwahrnehmung und wurden international im Rundfunk und auf Festivals wie MaerzMusik und den Donaueschinger Musiktagen oder auch in der Carnegie Hall präsentiert. Er lehrt Komposition, Akustik und Experimentelle Intonation an der Universität der Künste in Berlin. Als Gastdozent war Marc Sabat unter anderem am California Institute of the Arts, an der Escola Superior in Barcelona und am Conservatoire de Paris tätig. Gelegentlich tritt er als Geiger in Kammermusik- sowie Solokonzerten auf und spielte CDs für mode records, World Edition und HatArt ein.
Frank Reinecke wurde in Hamburg geboren und studierte bei Klaus Stoll an der Hochschule der Künste in Berlin.
Seit 1983 ist er Kontrabassist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Interpret Neuer Musik hat Frank Reinecke viele Solo- und Kammermusikwerke uraufgeführt und war Gast auf zahlreichen internationalen Festivals. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich besonders mit der Weiterentwicklung mikrotonaler Spieltechniken auf dem Gebiet der reinen Stimmung. Er spielte u.a. mit Ensemble Recherche und Xsemble. Er gab Meisterkurse bei der Internationalen Sommerakademie Salzburg und der Mühldorfer Sommerakademie. Mehrere CDs sind bisher erschienen. Die Einspielung der “Plainsound Glissando Modulation” von Wolfgang v. Schweinitz wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Sasha Waltz. Ein Portrait
Los Angeles
"Villa @ Goethe" präsentiert
Regie: Brigitte Kramer, 2014, 72 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln, Digital.
Sasha Waltz ist eine der bekanntesten und spannendsten Choreografinnen in Europa.
Ihre Choreografien überraschen den Zuschauer immer wieder mit neuen Ästhetiken in aufregenden Räumen. Waltz interessiert nicht nur die Zusammenarbeit mit Tänzern, sondern der Dialog mit allen künstlerischen Formen.
In der Inszenierung der Purcell-Oper „Dido & Aeneas“ entwickelte sie zudem ein neues Genre: die choreografische Oper.
Das Spektrum reicht dabei von Purcell, Berlioz, Strawinsky bis hin zur zeitgenössischen klassischen Musik.
Sie hat mit dem französischen Komponisten Pascal Dusapin die beiden Opern „Medea“ und „Passion“ realisiert und mit dem japanischen Komponisten Toshio Hosokawa bei „Matsukaze“ zusammengearbeitet.
Dieses Filmporträt zeichnet die erfolgreichen Jahre in Waltz’ internationaler Karriere von 2005 bis heute nach. Kramers Film lässt all diese ergreifenden und ästhetischen Stücke in Ausschnitten miterleben, wenn Sasha Waltz einen tiefen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen gibt.
Eine Diskussion mit Choreografin Sasha Waltz, moderiert von Stephan Koplowitz, Dean of The Sharon Disney Lund School of Dance bei Calarts und ein Empfang folgen der Vorführung.
Sasha Waltz studierte Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York.
Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete Waltz die Kompanie Sasha Waltz & Guests 1993, Sophiensæle 1996.
Von 2000 bis 2005 war sie Mitglied der künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin. In den darauffolgenden Jahren entwickelte Waltz ein neues Genre, die choreografische Oper, und setzte außerdem den Fokus auf die Dialoge-Projekte – kurze, intensive Begegnungen zwischen Musikern, bildenden Künstlern, Tänzern und Choreografen in spezifischen Räumen.
Das jüngste Projekt Sacre entstand in Zusammenarbeit mit dem Mariinsky Theater St. Petersburg. Sie erhielt u. a. den französischen Kulturorden „Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland in 2011. Seit 2013 ist Sasha Waltz Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.
Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Kompanie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt.
Zuletzt ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“ 2014.
Mit dieser Vorführung wird die Kollaboration „Villa @ Goethe“ fortgesetzt.
Bei dieser Reihe bekommen die in der Villa Aurora lebenden Künstler die Gelegenheit, ihre vergangenen, aktuellen und zukünftigen Projekte am Goethe-Institut vorzustellen.
ECLECTIC SALON
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Wie John Cage gleicht Gerhard Stäbler einem Schamanen, der mit allen verfuegbaren Mitteln Innovatives schafft. (…) Er kombiniert auf brilliante Art und Weise existierende Sprachen und Referenzen – und ist, wie Cage selbst auch, scharfsinnig und umsichtig, wohl wissend, dass wir alle in unseren alltäglichen Welten existieren, und immer bereit dieses Wissen fantasievoll auf die Menschen und die uns umgebende Umwelt zu projizieren.” Paul Attinello
Gerhard Stäbler wurde 1949 in Wilhemsdorf, in Süddeutschland geboren. Er studierte Komposition and der Musikakademie Detmold und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Der Cornelius Cardew Memorial Prize (1982) war der erste Preis unter vielen Auszeichnungen, Preisen und Aufträgen.
Stäbler ist nicht nur als Komponist, sondern auch als Politiker und in sozialen Organisationen aktiv. Er gründete das Aktive Musik new music festival und war 1995 Intendant der World Music Days, die im Ruhrgebiet stattfanden. Seit 2012 organisiert er mit Kunsu Shim eine Reihe von Konzerten an der Kunsthalle Düsseldorf und die Reihe “Naturally Beautiful!” im Schloß Benrath.
Kunsu Shim wurde als Sohn von Wiedereinwanderern aus Japan im Jahre 1958 in Busan, Südkorea, geboren. Der Ozean bot dem heranwachsenden Shim die Erfahrung von räumlicher Offenheit and Weite, was sich später in seinen Arbeiten niederschlagen sollte. Er studierte Komposition in Seoul und bei Helmut Lachenmann in Stuttgart.
Shim gewann internationale Musikpreise und seinen Tourneen und Künslerresidenzen führen ihn um die ganze Welt. Er unterrichtete Komposition an der Folkwang-Hochschule Essen. Kunsu Shim lebt und arbeitet in Deutschland.
Studiobesuch bei Philipp Lachenmann
Berlin
Im September arrangierten wir für den Freundeskreis der Deutsche Bank KunstHalle einen Studiobesuch bei unserem Fellow Philipp Lachenmann. In einem anekdotenreichen Vortrag gab Philipp den Anwesenden eine Tour durch sein Werk und sein Arbeiten.
Der Stalinversteher
Los Angeles
Information
Anne Hartmann
Der Stalinversteher
Zwischen Weitsicht und Aufsicht.
Lion Feuchtwanger in Moskau, 1937.
Einen Einblick in die sowjetische Gesellschaft gewinnen – war das für einen westlichen Intellektuellen, der die Sowjetunion in den 1930er Jahren besuchte, überhaupt möglich? Was hat Feuchtwanger gesehen und erkannt, als er im Winter 1936/37 nach Moskau fuhr und dort von Stalin empfangen wurde? Wie weit erstreckte sich sein Wissen über eine Lebensweise, die sich von allem was er kannte radikal unterschied? In seinem Reisebericht Moskau 1937 zeigte Feuchtwanger Verständnis für Stalin und seine Politik. Das Buch endet mit einem dreifach emphatischen “Ja” zur UDSSR, insbesondere der gesellschaftlichen Struktur sowie der Rechtfertigung der Schauprozesse. Die politischen Gründe liegen auf der Hand: Der deutsch-jüdische Autor, von Hitler ins Exil getrieben, hoffte, auf die Sowjetunion, um dem Nationalsozialismus den Widerstand entgegenzusetzen, den westliche Demokratien vermissen ließen. Es lassen sich allerdings auch andere Motive finden; es gibt Irritationen, Widersprüche, Unstimmigkeiten in Feuchtwangers Verhalten und unter der glatten Oberfläche seines Reiseberichts. Die Vorlesung wird diese Dynamiken und Brüche untersuchen.
Dr. Anne Hartmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Slavistik am Lotman-Institut der Ruhr-Universität Bochum, ging diesen Themen in einem eindrücklichen Vortrag nach. Den zahlreich erschienenen Interessenten legte sie Motive, Irritationen, Widersprüche und Brüche in Feuchtwangers Verhalten dar.
7th Conference of the International Feuchtwanger Society
Los Angeles
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Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Fellows&Friends @ Black Mountain College
Berlin
Das 1933 im US-Bundesstaat North Carolina gegründete Black Mountain College erlangte aufgrund seines progressiven Ausbildungskonzepts und der zahlreichen bedeutenden Persönlichkeiten, die dort lehrten und studierten, schnell Berühmtheit und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Künste in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ende September besuchten wir mit Fellows&Friends die Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, der dem legendären College erstmals in Deutschland eine umfangreiche Ausstellung widmet. Die Kuratorin Gabriele Knapstein führte durch die Ausstellung und gab spannende Einblicke in dere kuratorisches Konzept und ihre Entstehung.
Den Gründern des Colleges ging es darum, ein demokratisches und im Sinne der reformpädagogischen Ideen des Philosophen John Dewey erfahrungsbasiertes, interdisziplinäres Lehrinstitut zu etablieren. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte dieses universitären Experiments in ihren Grundzügen nach. In den ersten Jahren seines Bestehens wurde das College stark von deutschen und europäischen Emigranten geprägt – unter ihnen mehrere ehemalige Bauhaus-Lehrer wie Josef und Anni Albers, Alexander „Xanti“ Schawinsky und Walter Gropius. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die kreativen Impulse dann zunehmend von jungen amerikanischen Künstlern und Wissenschaftlern aus, die zwischen den urbanen Zentren an der amerikanischen Ost- und Westküste und dem ländlichen Black Mountain pendelten. Bis zu seiner Schließung im Jahr 1957 blieb das College von den Ideen der europäischen Moderne, der Philosophie des amerikanischen Pragmatismus und einer auf die Eigeninitiative wie die soziale Kompetenz des Individuums setzenden Pädagogik geprägt.
Reiseprolog
Los Angeles
Reiseprolog
Imperien stehen sich gegenüber: Kleines, goldenes Amerika
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Los Angeles
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der großen Depression, wurde das Schriftstellerduo Ilya und Yevgeny Petrov für die russische Zeitung Pravda nach Amerika geschickt. Unter dem Titel “ Das eingeschossige Amerika” (wörtlich, single-storied America; übersetzt als das kleine, goldene Amerika), reflektiert das individualistische Reisetagebuch der beiden Satiriker in einer faszinierenden Kombination aus Wort und Bild die Spannung zwischen der UDSSR und den USA vor dem Hintergrund des aufkommenden Faschismus in Europa.
Siebzig Jahre später werden deren Schritte von der Schriftstellerin Felicitas Hoppe- zusammen mit den Künstlern Alexej Meschtschanow und Jana Müller, die sie in der Villa Aurora kennengelernt hat, nacherzählt. “Das eingeschossige Amerika”, mit einem Vorwort von Hoppe, erschien 2011 in Deutschland (bei Andere Bibliothek) und zeigt die originale Route des Duos. Gleichzeitig werden die Ost-West Beziehungen im Licht der aktuellen politischen Entwicklungen neu beleuchtet.
Felicitas Hoppe (*1960, Hameln) ist eine Schriftstellerin aus Berlin. Sie schrieb Picknick der Friseure (2003), Pigafetta (1999), Paradiese, Übersee (2003), Verbrecher und Versager (2004), und Johanna (2006), und vielen weiteren Werken, darunter ihre zwei Vorlesungen über Dichtung: Sieben Schätze und Abenteuer – Was ist das? Im Jahre 2011 reinterpretierte Hoppe Grünes Ei mit Speck, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss. Ihre “dream biography” Hoppe, erschien 2012. Felicitas Hoppe wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, darunter dem Aspekte Literatur Preis (1996) und dem Georg Büchner Preis (2012). Seit 2007 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Felicitas Hoppe war 2012 Stipendiatin in der Villa Aurora.
Jana Müller (+1977 in Halle/Saale) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Photographie an der Akademie der visuellen Künste (HGB) in Leipzig bei Timm Rautert. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Jana Müller mit Konzepten von Erinnerung, Geschichten erzählen aber auch mit cinematischen Themen. Sie traf Felicitas Hoppe 2012 als Stipendiaten in der Villa Aurora.
Alexej Meschtschanow (*1973 in Kiew, Ukraine) als Sohn russischer Eltern geboren und zog 1984 nach Leipzig. Nach seinem Abitur an einer Schule für Kinder von sowjetischen Offizieren, arbeitete er in verschiednen Sparten der Kusntszene. Er schloß 1997 sein Studium der Malerei an der Akademie der visuellen Künste (HGB) in Leipzig ab und machte seinen Master der bildenen Künste bei Timm Rautert im Jahre 2008. Alexej traf Felicitas Hoppe als Stipendiat in der Villa Aurora im Jahre 2012. Er lebt und arbeitet derzeit in Berlin.
Prof. Dr. Ulrike Rainer, geboren in Wien, war 30 Jahre lang Professorin für Deutsch, Literatur und vergleichende Literaturwissenschaften am Darthmouth College in Hanover, New Hampshire. Sie bereiste die ganze Welt und spricht viele Sprachen. Neben dem Unterrichten und Reisen schreibt sie Essays über Literatur und die amerikanische Kulturgeschichte.
Veranstaltungsort
Villa Aurora, 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Tickets
Eintritt ist frei. Bitte reservieren Sie unter infola@villa-aurora.org
Parken Sie auf Los Liones Drive und nehmen Sie das Villa Shuttle an der Ecke Los Piones Drive und Sunset Blvd.
Shuttle Service beginnt um 18:30 Uhr
ECLECTIC SALON #9
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
„Music/Words“ ist eine interdisziplinäre Live-Performance-Reihe, die sich mit den Verbindungen zwischen Poesie und Musik auseinandersetzt.
Arnold Schönbergs Opus 1 und Brahms’ Sonate Nr. 3 op. 5 in f-Moll stehen auf dem Programm des ECLECTIC SALON # 9.
Die Sätze der Sonate wechseln sich ab mit Lesungen aus Brechts Gedichten, von denen einige während seiner Exiljahre in Santa Monica entstanden sind.
Schoenberg und Brecht waren ebenso wie andere Intellektuelle und Künstler jener Zeit häufige Gäste in der Villa Aurora.
Diese Veranstaltung ist unseren Freunden und Förderern Katharina und Thierry Leduc gewidmet.
Teilnehmer:innen
Die aus der Ukraine stammende Pianistin Inna Faliks hat sich als leidenschaftlich engagierte und poetische Kuenstlerin ihrer Genration etabliert. Nach ihrem Debut mit dem Chicago Symphony Orchestra, ist sie auf den ersten Bühnen der Welt aufgetreten, in Solo Aufrtitten und unter den Batons von Dirigenten wie Leonard Slatkin und Keith Lockhart. Inna gewann internationale Preise, wie z.B. den Pro Musicis Award 2005. Inna ist Professor für Klavier an der UCLA. – www.musicwordsnyc.com
Eric Braeden ist zweifellos der bekannteste Schauspieler einer Day Time Serie, die weltweit von Millionen von Zuschauern gesehen wird. Er gewann mehrere Emmys und People’s Choice Awards. Autor, Regisseur und Schauspieler Louis Fantasia ist Dean of Faculty of Liberal Arts and der NEW YORK FILM ACADEMYS in Los Angeles. Er ist der Leiter von "Shakespeare at the Huntington" an der Huntington Library. Fantasia führte in mehr als 150 Theaterstuecken und Opern Regie unter anderem für die Dreigroschen Oper.
Der Autor, Schauspieler und Regisseur Louis Fantasia ist DEKAN DER FAKULTÄT UND LEITER DES FACHBEREICHS GEISTES- UND NATURWISSENSCHAFTEN AM LOS-ANGELES-CAMPUS DER NEW YORK FILM ACADEMY sowie Leiter von „Shakespeare at the Huntington“ in der Huntington Library. Er hat weltweit mehr als 150 Theaterstücke und Opern inszeniert, darunter „Das kleine Dreigroschen-Café“ – Lieder und Gedichte von Bertolt Brecht.
was weißt du schon von prärie
Literarisches Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin)
Information
19. Oktober | Buchpremiere: Daniela Seel & Vernissage der Ausstellung „California State Route 152, April 2015“
– Fotos von Mathilde Bonnefoy
„Was weiß ich von Prärie, solange ich keine aus eigener Anschauung und Umgang kenne, woher kommen mein Wissen, meine Vorstellungen von Prärie, und wie informieren diese meine Wirklichkeit? Wie formen Fiktionen meinen Alltag, indem sie in ihm anwesend sind, in Denk- und Sprachpraxis, mein Handeln (mit-)gestalten? Wie werden Landschaftserzählungen zur Legitimierung von Machtstrukturen und Ausbeutung eingesetzt, zum Schüren von Angst, Größe, Heroismus? Und mit welchen, auch künstlerischen, sprachlichen Strategien lässt sich dem entgegenwirken?“
Fragen, die Daniela Seel unter anderem in Los Angeles zu beantworten suchte und die nun in den neuen Gedichtband „was weißt du schon von prärie“ münden. Das Buch schrieb Daniela Seel zum Teil als Stipendiatin der Villa Aurora. Zur selben Zeit entstanden dort die Fotoarbeiten der Filmregisseurin und Cutterin Mathilde Bonnefoy, ebenfalls Gast in der Villa Aurora, die nun unter dem Titel „California State Route 152, April 2015“ für einen Monat im Literarischen Colloquium zu sehen sind. Mathilde Bonnefoy arbeitete u.a. mit Tom Tykwer und Wim Wenders zusammen. 2014 war sie als Cutterin und Produzentin des Edward-Snowden-Dokumentarfilms CITIZENFOUR von Laura Poitras tätig und wurde dafür in diesem Jahr mit einem Oscar („Bester Dokumentarfilm“) ausgezeichnet. In einem Gespräch über ihre neuen Werke knüpfen Daniela Seel und Mathilde Bonnefoy nun an ihre gemeinsame Zeit in Kalifornien an.
Partner
Eine Veranstaltung des Literarischen Colloquiums Berlin in Zusammenarbeit mit der Villa Aurora.
Welcoming Reception. Meet the Fellows | Fall 2015
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Teilnehmer:innen
Edward Berger wurde 1970 in Deutschland geboren und schloss 1994 sein Studium der Regie an der Tisch School of the Arts der NYU ab. Sowohl seine Film- als auch seine Fernseharbeiten haben ihm großes Lob eingebracht. JACK, Edward Bergers neuester Film, wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Silber für den besten Film ausgezeichnet. Die 8-teilige Fernsehserie „DEUTSCHLAND ’83“ feierte kürzlich auf Sundance TV als erste deutsche Fernsehserie, die jemals in den USA ausgestrahlt wurde, ihre Premiere und erhielt begeisterte Kritiken.
Sein Thema für den 29.10.:
„Während einer Wanderung in den Alpen stürzt Nellys Ehemann Christian in eine Gletscherspalte. Aufgrund des schlechten Wetters kann seine Leiche erst im Frühjahr geborgen werden. Nelly kehrt in ihr Zuhause in Norddeutschland zurück und deckt ein Geheimnis auf, das sie zutiefst erschüttert.“
Edward wird das Treatment vorlesen, das er und seine Mitstipendiatin Nele Müller-Stöfen in ihren ersten Wochen in der Villa Aurora entwickelt haben. Filmausschnitte und Fotos werden das Thema ihres neuen Films vertiefen.
Yutaka Makino wurde 1976 in Tochigi, Japan, geboren. Makino studierte Geowissenschaften, Computermusik und Bildende Kunst in Japan, Europa und den USA. Seine Performances und Installationen schaffen visuell und akustisch geprägte Umgebungen, die verschiedene Wahrnehmungsweisen greifbar machen und zum Nachdenken über diese Wahrnehmungsweisen anregen.
Am 29.10. wird Yutaka über seine bevorstehende Ausstellung im BOLD Room L.A. am 13.11.2015 sprechen.
Eoghan McTigue wurde 1969 in Galway (Irland) geboren. Er studierte Bildende Kunst in Belfast und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Architektur und Bildender Kunst am Institute of Art & Design (K.I.A.D.) in Canterbury. Seit 1995 wurden seine Werke in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.
Susan Philipsz wurde 1965 in Glasgow geboren. Sie schloss ihr Studium der Bildenden Künste am Duncan of Jordanstone College of Art in Dundee mit einem Bachelor of Arts ab und erwarb einen Master of Arts in Bildender Kunst an der University of Ulster in Belfast. Im Jahr 2000 wurde sie für das Atelier-Residenzprogramm von P.S.1 ausgewählt, und 2001 nahm sie eine Residenz im Rahmen des Künstlerresidenzprogramms von Kunst-Werke e.V. in Berlin an, wo sie seitdem lebt. Im Jahr 2010 gewann sie den Turner-Preis und wurde 2014 mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet.
Am 29.10. präsentieren sie einen Film, der ihre jüngsten Arbeiten mit dem emigrierten Komponisten Hanns Eisler dokumentiert. Besonders interessant fanden sie Eislers Geschichte über seine Flucht aus Deutschland in den 30er Jahren und seine anschließende Ausweisung aus den Vereinigten Staaten durch das House Un-American Activities Committee im Jahr 1948. Außerdem werden sie aktuelle Forschungsergebnisse und Pläne für Ausstellungen in den Duveen Galleries der Tate Britain in London (November 2015), im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington (Januar 2016) sowie im Kunsthaus Bregenz in Österreich (Januar 2016) vorstellen.
Jan Wagner wurde 1971 in Hamburg geboren. Er studierte Anglistik und Amerikanistik in Hamburg und Dublin und schloss sein Studium in Berlin ab. Seit der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbands „Probebohrung im Himmel“ beim Berlin Verlag im Jahr 2001 ist Wagner als freischaffender Dichter, Übersetzer und Literaturkritiker tätig.
Am 29.10. wird Jan eine Auswahl von Gedichten mit dem Titel „Self-Portrait With a Swarm of Bees“ vorlesen, die von Iain Galbraith (GB) und David Keplinger (USA) ins Englische übersetzt wurden.
The artist in times of crisis
Los Angeles
Information
Feier zum 20-jährigen Bestehen der Künstlerresidenz Villa Aurora
THE ARTIST IN TIMES OF CRISIS
Moderator: Peter Tokofsky
Senior Public Programs Specialist
J. Paul Getty Museum
Redner:
Mary Beth Heffernan, Gerd Ludwig und John Malpede
Teilnehmer:innen
Mary Beth Heffernan ist eine in Los Angeles ansässige Künstlerin, die in ihren Arbeiten die Schnittstelle zwischen Repräsentation und Körperlichkeit untersucht. Sie ist Professorin für Skulptur, Fotografie und Interdisziplinäre Kunst am Occidental College.
Ihr Social Practice PPE Portrait Projekt während der Ebola Epidemie in Liberia erlangte große Aufmerksamkeit und wurde national und international auf NPR, PRI sowie in der BBC, Los Angeles Review of Books, CSNBC und in vielen weiteren Publikationen gewürdigt.
Heffernans Arbeit wird mit Spenden der Arnold P. Gold Foundation, der Durfree Foundation und Light Work unterstützt. Außerdem erhielt sie das 2010 COLA Individual Artist Fellowship.
Ihre Werke sind in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden, darunter das Hammer Museum/Grunwald Center Collection (The Book of Lies, Volume II), Light Work of Syracuse in New York, dem Los Angeles Country Museum of Art und der New York City Library (The Book of Lies, Volume II). Sie wird von Sloan Projects of Santa Monica, Kalifornien, vertreten.
Gerd Ludwig wurde in Alsfeld geboren. Er studierte Deutsche Literatur, Politikwissenschaften und Sportwissenschaften in Marburg, brach das Studium aber ab , um zu reisen. Er finanzierte seine Zeit in Skandinavien und Nord Amerika als Fliesenlegeer, Matrose, Gärtner und Geschirrwäscher. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland studierte er Fotografie an der Folkwangschule. Ludwig fotografierte für Zeitschriften wie Geo, Stern, Spiegel, Zeit-Magazin, Time, Life und für National Geographic. Der Fokus in seinen Arbeiten liegt auf Umweltbelastungen und den sozialen Veränderungen in Deutschland und Ost-Europa. Gerd Ludwigs wohl bekannteste Arbeit ist die umfangreiche Berichterstattung über die Nachwirkungen der Atomkatastrophe von Chernobyl.
John Malpede führt Regie, ist Schauspieler und entwickelt Multi-Event Projekte mit Komponenten aus Theater, Installationen, Kunst im öffentlichen Raum und Pädagogik. 1985 gründete er das Los Angeles Poverty Department (LAPD), eine Künstlergruppe, die sich zum Großteil aus Obdachlosen und ehemaligen Obdachlosen zusammensetzt. Sie kreieren Kunst, und leben und arbeiten alle in Skid Row. Außerhalb von LA produziert Malpede Projekte in Zusammenarbeit mit Gemeinden in den USA, GB, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Bolivien. Mit seiner Arbeit RFK in EKY (2004) versuchte er die Tour “war on poverty” (1968) von Robert Kennedy zu rekreieren. In vier Tagen, einer Strecke von 200 Meilen und einer Reihe von Veranstaltungen wurde auf vergangene und aktuelle sozialpolitische Malaisen aufmerksam gemacht. Malpede erhielt Stipendien (zusammen mit dem LAPD) vom MAP Fund, NEFA National Theater Project (2013) und dem Creative Capital Award (2009).
Partner
Mit Unterstützung von
Contingent Matter
958 s broadway (los angeles 90015)
Information
Contingent Matter
Ein neues Werk des Villa-Aurora-Stipendiaten Yutaka Makino
Yutaka Makino wurde 1976 in Tochigi, Japan, geboren. Er studierte Geowissenschaften, Computermusik und Bildende Kunst in Japan, Europa und den USA. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Auf der Grundlage von Forschungen in Bereichen wie Phänomenologie, experimenteller Psychologie, Psychoakustik, Sozialwissenschaften und Systemtheorie untersucht Makino in experimentellen Aufbauten die Prozesse der Wahrnehmung. Seine Performances und Installationen schaffen visuell und akustisch konditionierte Umgebungen, die den Betrachtern verschiedene Wahrnehmungsweisen greifbar machen und zum Nachdenken über den Akt der Wahrnehmung anregen.
Makino stellte zuletzt in Institutionen und auf Festivals wie der Akademie der Künste Berlin, der Neuen Nationalgalerie, MärzMusik, der daadgalerie, dem Haus der Kulturen der Welt, der Transmediale, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Sonic Acts, der Japan Society, dem Issue Project Room usw. Er erhielt Preise, Stipendien und Residenzen unter anderem vom DAAD-Programm „Artists-in-Berlin“, der Villa Aurora in Los Angeles, dem Prix Ton Bruynèl und der MacDowell Colony.
Partners
Randy Young’s discovery of Weimar-by-the-Sea
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Randy Young’s discovery of Weimar-by-the-Sea
Members (+1 guest) Come For Free!
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Künstlerresidenz wird RANDY YOUNG, langjähriger Freund und Unterstützer der Villa Aurora, über die ersten Bewohner der Westside sprechen, die mit der deutschen Kultur verbunden waren - darunter Schriftsteller und andere Exilanten.
Sein Vortrag wird von dem Drama der Murphy Ranch und der surrealistischen Entwicklung dieser Geschichte handeln. Außerdem wird er von seiner Freundin Marta Feuchtwanger und den Ereignissen erzählen, die zur Rettung des Hauses vor dem Abriss beigetragen haben.
Im Anschluss laden wir Sie auf ein Stück Geburtstagskuchen und einen Besuch zu Martas geheimen Sherryschrank ein.
Feuchtwanger Re-Freshed #2
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Performance Lab
Feuchtwanger Re-Freshed #2
School of Dramatic Arts, über die Western Edge Playwrights' Salon of the school's Master of Fine Arts in Dramatic Writing, the USC Libraries Feuchtwanger Collection und Villa Aurora präsentieren:
FEUCHTWANGER RE-FRESHED #2:
Neue Inszenierungen klassischer Werke ist ein von USC Professor Olivier Jai’Sen Mayer angeführtes Projekt. Absolventen des Studiengangs Dramaturgie und deren Dozenten werden kurze Szenen aus Feuchtwanger’s DER TEUFEL IN FRANKREICH aufführen. Die Schauspieler sind Studenten aus dem USC BFA Studiengang, Absolventen der USC und der ehemalige Leiter des MFA Studiengangs Schauspiel, Andres Robinson.
Was geschieht mit großartigen Ideen, die nie die Möglichkeit hatten, sich zu Geschichten zu entwicklen?
Feuchtwanger hinterlies eine lange Liste an Ideen für Romane und Theaterstücke, die er leider in seinem geschäftigen Leben nicht weiterentwickeln konnte. Die Dramatiker des USC MFA Dramatic Writing Seminars haben fünf dieser Ideen in kurze Stücke verwandelt, womit sie Feuchtwanger in unserer komplexen Zeit lebendig halten.
Nach der Aufführung gibt es einen Empfang.
Double Jeopardy
Los Angeles
Double Jeopardy
Hollywood Emigrés und der zweite “Red Scare” (1947-1952)
Migration und Integration
Die Veranstaltung Double Jeopardy untersucht die prekäre Situation, in der sich Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler befanden, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs ihrer Verfolgung in Nazi-Deutschland oder Osteuropa entflohen und in die Vereinigten Staaten immigrierten – um anschließend von Joseph McCarthy und dem House Committee on Un-American Activities (Komitee für unamerikanische Umtriebe) auf‘s Neue ins Unrecht gesetzt zu werden.
Das Kolloquium nimmt fünf Emigranten in den Blick, deren Leben einmalige Geschichten über das Phänomen der Double Jeopardy erzählen: Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Lion Feuchtwanger, Paul Henreid und Edward G. Robinson.
Die renommierten Filmwissenschaftler und Germanisten Doris Berger(Curator, Skirball Center,), Jan-Christopher Horak (Director, UCLA Film & Television Archive) und die Künstlerin Susan Philipsz werden in ihren Vorträgen über das Werk dieser angesehenen Künstler sprechen und ergänzend dazu originale Filmaufnahmen zeigen.
Die fünf Geschichten bilden dabei den Ausgangspunkt, um zu beschreiben, was Double Jeopardy heute bedeutet – angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingskrise in Europa oder an der amerikanisch-mexikanischen Grenze.
Präsentiert werden außerdem Audio- und Filmaufnahmen von Hanns Eislers und Bertolt Brechts Zeugenaussagen vor dem House Committee on Un-American Activities.
Double Jeopardy ist die zweite Veranstaltung in der Serie The Hollywood Blacklist Project, 2014-2017 von Warren Neidich.
Das erste Werk, Book Exchange: The Hollywood Blacklist, wurde im Januar 2015 auf der Printed Matter LA Book Fair vorgestellt. Teil drei, Threshold und Re-Imagining the Hollywood Walk of Fame, sind 2016 und 2017 im LACE (Los Angeles Contemporary Exhibitions) zu sehen.
Ein Empfang folgt dem Kolloquium
// Kolloquium
// Mittwoch, 9. Dezember 2015, 19:00 Uhr
// Goethe-Institut Los Angeles, 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles, CA 90036
// Eintritt Frei, RSVP nötig
// RSVP via +1 323 5253388 oder rsvp@losangeles.goethe.org
$1 ermäßigtes Parken (gilt nur für Veranstaltungen) ab 18:00 Uhr an Wochentagen und den ganzen Tag an Wochenenden (Tiefgarage Wilshire Courtyard West-P1).
Kuratiert von Warren Neidich and präsentiert mit der Unterstützung des Goethe-Institut Los Angeles, Los Angeles Contemporary Exhibitions (LACE) und der Villa-Aurora.

Reiseepilog | Ein Kleinplanet kehrt zurück
Berlin
Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe ist im vergangenen Sommer durch die USA gereist, und zwar gemeinsam mit den Künstlern Jana Müller und Alexej Meschtschanow. Sie haben sich auf die Spuren des russischen Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow begeben, die Mitte der 1930er Jahre im Auftrag der russischen Tageszeitung Prawda monatelang die USA bereist haben.
Mitte Dezember dann erfolgte der Epilog zur Reise, zu der noch im Sommer der Prolog am selben Ort, dem Friedrichsaal der Deutsche Bank Kunsthalle, stattfand. Gemeinsam mit ihren Reisegefährten Jana und Alexej berichtete Felicitas von den Vorkommnissen, den Unbilden und den Menschen, denen sie sich auf den 9928 Meilen ihrer Grand Tour gegenüber fanden.
Aber ganz verwunden sind ihre Erfahrungen noch nicht. "Die Reise ist noch nicht zuend, wenn man Kirch und Turm erkennt", zitierte Felicitas ein niederländisches Sprichwort und räumt ein, dass etliche Fragen noch unbeantwortet sind: "Wir wissen nicht, wer die nächste Wahl gewinnt, wem Alaska in zehn Jahren gehört, was aus den Flüchtlingen wird und was uns zuhause erwartet. Wir sitzen nach wie vor wie die europäischen Hasen zwischen Berg und Berg im tiefen Tal und schauen die beiden Imperien an, die gar keine sind."
Ein Fazit kann somit bislang nur in Zahlen erfolgen:
Meilen/ milage: 9928
Benzin/ fuel in Gallonen/ gallons: 426.9
Wasser/ water in Gallonen/ gallons: 141
Kaffee/ coffee in Gallonen/ gallons: 72
Zigaretten/ cigarettes: 814
Betten/ lodging in pillows: 560 – 570
Tipping: 15%
Wetter/ weather: heiter bis wolkig
Weitere Informationen auf www.3668ilfpetrow.com
Reiseepilog
Berlin
IMPERIEN SCHAUEN SICH AN: DAS EINGESCHOSSIGE AMERIKA
Reiseepilog: Ein Kleinplanet kehrt zurück
mit Felicitas Hoppe, Jana Müller und Alexej Meschtschanow
„3668 IlfPetrow“ heißt ein geheimnisvoller, von der sowjetischen Astronomin Ludmila Georgijewna Karatschkina entdeckter Kleinplanet, getauft auf die Namen des Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der Great Depression, im Auftrag der Prawda vier Monate lang die USA bereisten und unter dem Titel „Das eingeschossige Amerika“ darüber einen so eigenständigen wie faszinierenden Reisebericht in Wort und Bild verfassten.
80 Jahre später haben die bildenden Künstler Alexej Meschtschanow und Jana Müller zusammen mit der Schriftstellerin Felicitas Hoppe eine fünfwöchige künstlerische Nachreise angetreten. „Das eingeschossige Amerika“ (2011 in deutscher Übersetzung in der Anderen Bibliothek erschienen) hat die Route vorgegeben und die Künstler dazu veranlasst, das Ost-West-Verhältnis mit ihren eigenen Mitteln und aus europäischer Sicht erneut in Augenschein zu nehmen. Über 5 Wochen und mehr als 10 000 Meilen sind sie lesend, hörend, fotografierend und schreibend auf den Spuren der beiden Russen von Ost nach West und von West nach Ost durch die Vereinigten Staaten unterwegs gewesen und haben dabei unter www.3668Ilfpetrow.com ein Archiv aus Bildern, Texten und Tönen angelegt, in dem sie auf eigene Weise Schnittmengen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bilden. Dem Reiseprolog im Sommer diesen Jahres in der Deutsche Bank KunstHalle anlässlich der Ausstellung „Checkpoint California“ folgt nun, nach Rückkehr von der Nachreise, der Epilog und damit die herzliche Einladung, den Künstlern live beim Auspacken ihrer Koffer zuzuschauen und zuzuhören.
Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, lebt als Schriftstellerin in Berlin, schreibt Romane, Erzählungen und Kinderbücher und lehrt im In- und Ausland. 2012 wurde sie für ihr Werk mit dem Georg Büchner Preis ausgezeichnet.
Jana Müller, 1977 in Halle/Saale geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Fotografie. 2006 Diplom im Bereich Bildende Kunst. Die vielfach ausgezeichnete und weit gereiste Künstlerin beschäftigt sich in ihren Werken mit Erinnerung, filmischen Ausdrucksformen und dem Geschichten-Erzählen. So entstehen neben Fotografien eigenwillige Installationen, Bestandsaufnahmen mysteriöser Geschehnisse in einem Wechselspiel zwischen realen Begebenheiten und Fiktion.
Alexej Meschtschanow, 1973 in Kiew geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Der vielfach ausgezeichnete Künstler studierte an der HGB/Academy of Visual Arts in Leipzig. 2008 Meisterschülerabschluss bei Timm Rautert. Mit seinen Quasi-Skulpturen entwickelte er eine eigenwillige Formensprache, die zwischen Figuration und Abstraktion changiert. Sein Interesse gilt neben der Bildenden Kunst der experimentellen Literatur und der Einrichtung von Denkräumen.
Charlottenstraße 37/38, 10117 Berlin
Eine Veranstaltungskooperation der Deutsche Bank KunstHalle und der Villa Aurora
Literatursalon im Kantkino
Berlin
Gemeinsam mit Tanja Dückers präsentiere Johan de Blank und das Kantkino eine Benefizlesung für Flüchtlinge mit acht namhaften Autoren: Ahne, Cecilia Barbetta, Zehra Cirak, Tanja Dückers, Annett Gröschner, Jakob Hein, David Wagner und Peter Wawerzinek.
Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von der bekannten Sängerin und Akkordeonistin AnniKa von Trier. Die Einnahmen gehen an den Berliner Verein "Flüchtlingspaten Syrien e.V."
Mit Unterstützung der Villa Aurora
Eclectic Salon
Los Angeles
Eclectic Salon
Die Entdeckung eines Meisterwerks: Händels Messias
Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Wir freuen uns über funkelnde Lichter, Kerzen und Gebäck. Und natürlich auch darauf Musik und Gesang während der Feiertage zu genießen.
Begleiten Sie uns in der Vorweihnachtszeit zu einer Erkundung der lebendigen Wortmalerei, tiefgründiger Spiritualität und zeitlosem Glanz von Händels viel geliebten Messias.
Ist Weihnachten ohne ihn denkbar? Der Messias reiht sich zusammen mit dem Nussknacker in das Rennen um den Titel des meistgeliebten Weihnachtsstücks aller Zeiten ein. Salastina lädt in die Villa Aurora ein, um zu erfahren wieso uns diese Musik jedes Jahr aufs Neue verzaubert.
In dieser festlichen Weihnachtsveranstaltung mit Brian Lauritzen ist auch das Publikum eingeladen das Hallelujah zu singen.
Weihnachtsgebäck darf sebstverständlich nicht fehlen.
Jessica Rivera, Sopran
Audrey Babcock, Mezzosopran
Arnold Livingston Geis, Tenor
Keith Colclough, Bassbariton
Maia Jasper White und Kevin Kumar, künstlerische Leiter und Violinen
Zachary Dellinger, Viola
Jacob Braun, Cello
Maksim Velichkin, Cembalo
Brian Lauritzen, Resident Host