Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

2015

Dienstag, 20.01.2015

Susan Sontag Revisited

Berlin

Susan Sontag gehörte zu den großen intellektuellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 2003 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels als „prominenteste intellektuelle Botschafterin zwischen den beiden Kontinenten“. Ihre Essays zu Fotografie und Kriegsberichterstattung, Krebs und AIDS sind legendär. Dass sie nicht nur in Filmen von Woody Allen und Andy Warhol auftrat, sondern auch selbst ein halbes Dutzend Filme drehte, ist weithin unbekannt. Zehn Jahre nach ihrem Tod widmet sich die Veranstaltungsreihe SUSAN SONTAG REVISITED der anhaltenden Aktualität von Sontags Arbeiten.

 

20.01. – 05.02.2015: Filmprogramm im Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Das Kino Arsenal zeigt ab dem 20.01.2015 sämtliche Filme Susan Sontags. Neben ihren eigenen werden weitere Filme gezeigt, die in engem Bezug zu ihrem Werk stehen.

 

29.01. + 30.01.2015 ab 12:30 Uhr: Symposium im ICI – Institute for Cultural Inquiry Berlin, Christinenstraße 18 – 19, Haus 8, 10119 Berlin, Eintritt frei

Susan Sontag stand für umfassende Interdisziplinarität. Die vielfältigen Facetten ihres Denkens sind Thema eines zweitägigen Symposiums im ICI Kulturlabor Berlin.
 
Beiträger
Laurence Rickels (Santa Barbara), Hanna Schygulla (Paris), Michael Krüger (München), Erika und Ulrich Gregor (Berlin),Juliane Lorenz (Berlin), E. Ann Kaplan (New York), Christina Pareigis (Hamburg), Anne Ratte-Polle (Berlin), Jörn Glasenapp (Göttingen), Andrea Braidt (Wien), Nihad Kresevljakovic (Sarajevo), Carolin Emcke (Berlin)

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf Facebook und auf der Website des ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry

 

Veranstalter

Kurator: Ralph Eue
Projektleitung: Kyra Meyer
Projektassistenz: Lukas Fritze
 
Samstag, 24.01.2015

Salon Sophie Charlotte 2015

Berlin

Jens Brand, Lutz Seiler, Philipp Lachenmann / © Lux
Jens Brand, Lutz Seiler, Philipp Lachenmann / © Lux

Zum „Internationalen Jahr des Lichts“ der UNESCO veranstaltete die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften mit dem diesjährigen „Salon Sophie Charlotte“ einen ganzen Abend, der das Thema Licht „ins Licht rückte“. 

Die Villa Aurora bespielte in diesem Jahr erneut den Säulensaal des Akademie-Gebäudes mit Installationen und einer Lesung ehemaliger Stipendiaten: Philipp Lachenmanns Lichtinstallation BLACK (E=mc²) holte die berühmte Formel Einsteins zurück an den Ort, den Einstein 1933 aus Protest gegen die Nazis verlassen hatte. Jens Brands Installation THE DEPARTURE OF WATER AND POWER überführte Licht in Klang, indem er die Geräusche von Entladungen zwischen Stromleitungen aufzeichnete und im Säulensaal über Mehrkanal-Audio-Transducer an den Fenstern wiedergab. Lutz Seiler hielt eine Lesung aus seinem jüngsten Werk, dem Roman KRUSO, für den er im vergangenem Jahr mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.

Jens, Lutz und Philipp verbindet eine langjährige Freundschaft, die auf ihre Zeit in der Villa Aurora 2003 zurückgeht. Alle drei haben, erzählte Lutz vor seiner Lesung, damals in Beziehungkrisen gesteckt und die Zeit ihres Stipendium darauf verwandt, sich durch gemeinsame Projekte "mit schönen Getränken" abzulenken.

Weitere Bilder

Salon Sophie Charlotte 2015

Berlin

Salon Sophie Charlotte: Ins Licht gerückt

Licht und Erkenntnis sind kaum voneinander zu trennen. Deshalb widmet die Akademie der Wissenschaften dem Licht einen ganzen Abend und will das Licht mit dem diesjährigen „Salon Sophie Charlotte“ „ins Licht rücken“. Das „Licht der Aufklärung“ wird ebenso Thema sein wie Goethes Verhältnis zum Licht oder das Licht in den Religionen. Von der Lichtgeschwindigkeit über die technische und wirtschaftliche Bedeutung von Licht, von den „glühenden Strahlen“ musikalischer Klänge bis zu Lichtbildern im Roman des diesjährigen Buchpreisträgers Lutz Seiler werden wesentliche Aspekte der Macht des Lichts unterhaltsam thematisiert. Licht- und Soundinstallationen von namhaften Künstlern wie Mischa Kuball, Philipp Lachenmann oder Jens Brand erwarten Sie ebenso wie viele weitere informative und vergnügliche Beiträge rund um das Licht.

Gastgeber: Villa Aurora e.V.
SÄULENSAAL, 2. OG
18-24 Uhr...Black (E=mc²)
Lichtinstallation von Philipp Lachenmann

18-24 Uhr...The Depature of Water and Power
Klanginstallation von Jens Brand
 
KONFERENZRAUM 1, 1.OG
20.30 Uhr...Im Licht des Leuchtturms schimmerte ihre Rinde wie die Haut eines prähistorischen Tiers
Lutz Seiler liest aus seinem neuen Roman KRUSO, Einführung: Annette Rupp (Villa Aurora e. V.)
 
Jens Brand wurde 1968 in Dortmund geboren und studierte später Bildende Kunst an der Kunstakademie Münster. Brand arbeitet intermedial mit Musik, Installationen und Performances. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. 
 
Philipp Lachenmann wurde 1963 in München geboren. Er machte eine Ausbildung zum Architekturmodellbauer, studierte Film (HFF), Kunstgeschichte und Philosophie (LMU) in München, und absolvierte ein Postgraduiertenstudium (KHM). Lachenmann arbeitet intermedial mit Video, Fotografie, Malerei, Skulptur, Installation, Sprache, Sound sowie Licht. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und Los Angeles. 
 
Lutz Seiler wurde 1963 in Gera geboren. Er machte einen Ausbildung zum Baufacharbeiter und studierte Germanistik in Halle und Berlin. Lutz Seiler ist Lyriker und Romancier. Heute lebt und arbeitet er in Wilhelmshorst und Stockholm. 
 
 

Zum Programm des Salon Sophie Charlotte 2015

VERANSTALTUNGSORT
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Donnerstag, 29.01.2015

Susan Sontag Revisited

Berlin

Die Erinnerung an das Zusammentreffen mit Thomas Mann in seinem Haus am San Remo Drive in Pacific Palisades bereitete Susan Sontag Zeit ihres Lebens Unbehagen. Keiner von beiden, schrieb sie in ihrem autobiografischen Text PILGRIMAGE, sei in guter Form gewesen.

An ihrer Verehrung für sein Werk änderte dieses Teenager-Erlebnis jedoch nichts. DER ZAUBERBERG würde ein lebenslanger Begleiter ihres literarischen Schaffens und die europäischen Exilanten um Mann, Adorno, Marcuse Vorbilder ihres Selbstverständnisses als öffentliche Intellektuelle bleiben.
 
Susan Sontag – Essayistin, Schriftstellerin, Regisseurin und Theoretikerin – war eine singuläre Erscheinung und Ikone der amerikanischen Kulturkritik. Ihre Essays zu Fotografie und Kriegsberichterstattung, Krebs und AIDS sind legendär. Zehn Jahre nach ihrem Tod widmete sich das Symposium im Rahmen von Susan Sontag Revisited der anhaltenden Aktualität ihrer Arbeiten. Sontag verband Scharfsinn und Neugier mit unkonventionellen, kritischen Analysen und avantgardistischen Positionen; allem Neuen gegenüber offen, unterstützte sie seit den frühen 1960er Jahren viele unbekannte Künstler aus Literatur, bildender Kunst und Film und verhalf ihnen zu weltweiter Anerkennung. Auf dem Programm des zweitägigen international besetzten Symposiums im Institute for Cultural Inquiry (ICI) Berlin standen Lesungen, Gespräche, Vorträge und Film-Essays von Künstlern und Wissenschaftlern, die mit Susan Sontag eng verbunden waren und sich intensiv mit ihrem Werk auseinandergesetzt haben. Die große Publikumsresonanz unterstreicht die ungebrochene Aktualität von Sontags Werk.

Weitere Fotos

Dienstag, 12.05.2015

KUNSTZENSUR

Berlin

Peter Jelavich | © David von Becker
Peter Jelavich | © David von Becker

KUNSTZENSUR IN DEUTSCHLAND IM 20. JAHRHUNDERT

Anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung veranstalteten die Villa Aurora und das Literaturhauses Berlin einen Abend mit Professor Peter Jelavich. Basierend auf aktuellen Forschungen zu mehreren Kunstgattungen und Medien (Literatur, Theater, bildende Kunst, Film) widmete sich Jelavich der Kunstzensur und ihrer Rolle in Staat und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.

In seinem Vortrag beschrieb Jelavich die besondere Rolle der „Kunst“ im deutschen Selbstverständnis – sowie ihre in der Welt fast einzigartige juristische Sonderstellung. Dadurch wurden Kunstprozesse und parlamentarische Zensurvorlagen zu gesellschaftlichen Brenn- und Wendepunkten. In ihnen spiegelten und verdichteten sich kulturelle Umwandlungsprozesse, soziale Umstrukturierungen und politische Machtverschiebungen.

Peter Jelavich ist Professor für neuere Geschichte an der Johns Hopkins University (Baltimore, USA). In seinen Aufsätzen und Büchern – u.a. Berlin Cabaret (1993) und Berlin Alexanderplatz: Radio, Film, and the Death of Weimar Culture (2006) – analysiert er die Wechselwirkung zwischen E- und U-Kultur, die Entwicklung der Massenkultur und der Medien sowie die politische Steuerung der Künste in Deutschland. 

KUNSTZENSUR

Berlin

Literaturhaus Berlin
Literaturhaus Berlin

 

Anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung laden wir Sie herzlich zu einer Veranstaltung der Villa Aurora und des Literaturhauses Berlin ein:

KUNSTZENSUR IN DEUTSCHLAND IM 20. JAHRHUNDERT

Die besondere Rolle der „Kunst“ im deutschen Selbstverständnis – sowie ihre in der Welt fast einzigartige juristische Sonderstellung – machten Kunstprozesse und parlamentarische Zensurvorlagen zu gesellschaftlichen Brenn- und Wendepunkten. In ihnen spiegelten und verdichteten sich kulturelle Umwandlungsprozesse, soziale Umstrukturierungen und politische Machtverschiebungen.

Basierend auf aktuellen Forschungen zu mehreren Kunstgattungen und Medien (Literatur, Theater, bildende Kunst, Film) wird sich Professor Peter Jelavich der Kunstzensur und ihrer Rolle in Staat und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts widmen.

Peter Jelavich ist Professor für neuere Geschichte an der Johns Hopkins University (Baltimore, USA). In seinen Aufsätzen und Büchern – u.a. Berlin Cabaret (1993) und Berlin Alexanderplatz: Radio, Film, and the Death of Weimar Culture (2006) – analysiert er die Wechselwirkung zwischen E- und U-Kultur, die Entwicklung der Massenkultur und der Medien sowie die politische Steuerung der Künste in Deutschland. 

 

Einlass ab 19:30 Uhr, Eintritt frei

Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Freitag, 12.06.2015

CHECKPOINT CALIFORNIA

Berlin

Eine Ausstellungskooperation der Villa Aurora und der Deutsche Bank KunstHalle vom 12. bis 28. Juni 2015 in Berlin

Hollywood und Silicon Valley, Palmen, Meer und blauer Himmel; Kalifornien gilt als ‚Land of Milk and Honey‘ - und mittendrin die Villa Aurora. Als ehemalige Exilresidenz Marta und Lion Feuchtwangers und als Treffpunkt europäischer Intellektueller in den 1940er Jahren steht die heutige Künstlerresidenz jedoch für mehr als das ‚California Dreaming‘.

Unter dem Titel „Checkpoint California“ präsentiert die Villa Aurora anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens in einer Ausstellungskooperation mit der Deutsche Bank KunstHalle Positionen von neun Villa Aurora-Fellows. In den Werken von Thomas Struth, Sabine Hornig, Christian Jankowski, Rosa Barba, Nairy Baghramian, Albrecht Schäfer, Philipp Lachenmann, Peggy Buth und Michael Just kommen Transit- und Exil-Erfahrungen, transatlantische Differenzen und Widersprüche an die Oberfläche.

„Checkpoint California“ ist der Versuch, historische Strömungen und Gegenströmungen, Integrationsbemühungen sowie Abgrenzungsbestrebungen ins Bewusstsein zu rufen, deren Aspekte nicht ohne weiteres in ein Für und Wider zusammengeführt werden können. Die Ausstellung ist aber auch die Feier eines Austausch- und Vermittlungsprozesses, den die Villa Aurora seit mittlerweile 20 Jahren erfolgreich gestaltet.

„Checkpoint California“ wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus Konzerten, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen begleitet.

ZUR AUSSTELLUNGS-HOMEPAGE


Eine Kooperation mit

Mit Unterstützung von

AA_Web_de BKM_Web_de

AMI Logo Final Thierry & Katharina Leduc


Sonntag, 14.06.2015

KREUZWEG

Berlin

Film: Kreuzweg (OmU)

und Gespräch mit dem Regisseur Dietrich Brüggemann und Stefan Kriekhaus

Die Beobachtung der „Wiederkehr religiöser Sehnsucht“ hat Dietrich Brüggemann Anlass gegeben, mit seiner Schwester Anna das preisgekrönte Drehbuch zum Film „Kreuzweg“ zu schreiben. In 14 Stationen zeichnet der Film den Leidensweg des jungen Mädchens Maria (Lea van Acken) nach, die am starren religiösen Dogmatismus ihrer Eltern zugrunde geht. Im Anschluss an die Filmvorführung werden sich Dietrich Brüggemann und Stefan Kriekhaus, der sich während seines Stipendienaufenthaltes in der Villa Aurora intensiv mit US-amerikanischen Ausprägungen des Christentums auseinandergesetzt hat, über filmische Annäherungen an das Thema austauschen.

Dietrich Brüggemann (*1976 in München) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte von 2000 bis 2006 Filmregie an Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Heute lebt und arbeitet Brüggemann in Berlin. Sein Spielfilmdebüt „Neun Szenen“ lief 2006 auf der Berlinale in der Perspektive Deutsches Kino und wurde mit dem Nachwuchspreis des Studio Hamburg ausgezeichnet. In derselben Sektion stellte er im Jahr 2010 seinen zweiten Kinofilm „Renn, wenn du kannst“ vor. Für seinen Spielfilm „Kreuzweg“, dessen Drehbuch Brüggemann mit seiner Schwester Anna geschrieben hat, erhielten sie den Silbernen Bären für das beste Drehbuch bei der Berlinale 2014.

Stefan Kriekhaus (*1968 in Haan am Rhein) ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seit 1998 ist er als freier Autor tätig, unter anderem als Co-Autor von Henner Wincklers „Klassenfahrt“ (2002) und „Lucy“ (2006). 2005 realisierte Kriekhaus den Kurzfilm „Baden“, bei dem er erstmals auch Regie führte. Stefan Kriekhaus arbeitete in diversen Fernsehproduktionen wie „Verliebt in Berlin“ (2006, Dialogautor) oder „Königinnen“ (2009, dramaturgische Beratung) mit. Sein Kurzfilm „Die Ruhe bleibt“ (2012) erhielt auf der Berlinale den Silbernen Bären der Internationalen Kurzfilmjury.

Berlin | 14. Juni 2015 | 19.30 Uhr
Kino Arsenal | Potsdamer Straße 2 | 10785 Berlin

Eintritt
€7,50 | Kinder: €3

Montag, 15.06.2015

BRICKLEBRIT!

Berlin

Lesung und Gespräch: Bricklebrit!

Mit Uljana Wolf und Daniel Graf 

Uljana Wolf widmet sich in „falsche freunde“, ihrem zweiten Gedichtband, der Irritation des Übersetzens, der Grenzüberschreitung von Mensch und Sprache. Dabei schlägt die Beleuchtung von Wortpaaren aus zwei Sprachen, die gleich aussehen oder klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben, poetische Funken. Das Über-Setzen von Körpern bei der Migration zwischen Staaten spielt ebenso eine Rolle wie Beziehungen zwischen Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und Sprachen. Um Mehrsprachigkeit und das Aufeinandertreffen von Sprachregimes geht es in „Meine schönste Lengevitch“, dem dritten Gedichtband Uljana Wolfs. Im Gespräch mit Daniel Graf wird Uljana Wolfs Verknüpfung des Alltäglichen und des Politischen mit der Poesie in seine Einzelteile zerlegt werden.

Uljana Wolf (*1979 in Berlin) studierte Germanistik, Kulturwissenschaft und Anglistik in Berlin und Krakau. Sie lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und Brooklyn. Nach „kochanie ich habe brot gekauft“ (2005) erschienen 2009 der zweite und dritte Gedichtband „falsche freunde“ und „Box Office“. Ihr Band mit Prosagedichten „Meine schönste Lengevitch“ (2013) wurde von der Kritik gefeiert. Als Übersetzerin überträgt sie vor allem Lyriker*innen aus dem Englischen und aus osteuropäischen Sprachen. Wolf wurde mit zahlreiche Stipendien und Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis 2006, dem Dresdner Lyrikpreis 2006, dem RAI-Medienpreis beim Lyrikpreis Meran 2008 und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise 2013.

Daniel Graf (*1980) studierte Neuere deutschen Literatur, Linguistik und Musikwissenschaft in Tübingen, Wien und Leipzig und wurde mit einer Arbeit über die Lyrik Ingeborg Bachmanns promoviert. Graf war Mitarbeiter bei der Literaturzeitschrift Edit und absolvierte ein Lektoratsvolontariat im Berlin Verlag. Anschließend arbeitete er als freier Lektor für Rowohlt und Trainee im Rights Department von Grove Atlantic, New York. Seit Mai 2012 ist Graf Literaturagent in der Sachbuchsparte bei Graf & Graf, Berlin.

Berlin | 15. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin
Dienstag, 16.06.2015

SCHINDLERS HÄUSER

Berlin

Film: Schindlers Häuser (OF)

und Gespräch mit dem Regisseur Heinz Emighaus und dem Architekten Arno Brandlhuber

Heinz Emigholz zeigt in seinem Film „Schindlers Häuser“ vierzig Bauwerke aus den Jahren 1921 bis 1952 des österreichisch-amerikanischen Architekten Rudolph Schindler, dessen pionierhafte Arbeit in Südkalifornien einen eigenen Zweig der architektonischen Moderne begründete. Der Film bildet  zudem ein aktuelles Porträt städtischen Wohnens in Los Angeles. Gespräch mit Heinz Emigholz und dem Architekten Arno Brandlhuber im Anschluss

Heinz Emigholz (*1948 in Achim bei Bremen) ist Filmemacher, Künstler, Autor und Produzent. Er hat ein umfassendes filmisches und künstlerisches Werk vorgelegt. 1984 begann Emigholz seine Filmserie „Photographie und jenseits“ einer „Sammlung von frei kombinierbaren Filmen, die sich mit Produkten menschlicher Gestaltung befassen“ (Emigholz), in deren Rahmen auch die Unterserie „Architektur als Autobiografie“ entstand, die in chronologischer Folge die erhaltenen Bauwerke von Architekten wie Bruce Goff, Adolf Loos, Pier Luigi Nervi, Auguste Perret und Rudolph Schindler präsentiert. Von 1993 bis 2013 hatte Emigholz eine Professur für Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin inne. Emigholz wurde im Mai 2012 als neues Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.

Arno Brandlhuber (*1964 in Wasserlos) ist ein in Berlin ansässiger Architekt und Hochschullehrer. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Accademia del Arte in Florenz. Seit 2003 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Architektur- und Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Brandlhuber ist Mitinitiator des Veranstaltungsformats Akademie c/o in Berlin, das in erster Linie die Raumproduktion der Berliner Republik behandelt. Im Jahr 2006 gründete Brandlhuber sein eigenes Atelier, erwarb ein Baugrundstück in Berlin-Mitte (Brunnenstraße 9) und errichtete dort ein selbstgenutztes Atelier- und Galeriehaus. In Berlin beschäftigt er sich seit den 2010er Jahren intensiv mit dem 1977 entstandenen Stadtmodell „Das grüne Archipel“. Dabei geht es um den Erhalt von Heterogenität sowie um kostengünstiges Bauen mit möglichst geringen Mieten für die Nutzer.

Berlin | 16. Juni 2015 | 19.30 Uhr
Kino Arsenal | Potsdamer Straße 2 | 10785 Berlin
 
Eintritt
€7,50 | Kinder: €3
Mittwoch, 17.06.2015

MARTA UND HILDA & CAN I BE YOUR BRATWURST, PLEASE?

Berlin

Film: Marta und Hilda & Can I Be Your Bratwurst, Please? (OmU & OF)

und Gespräch mit dem Regisseur Rosa von Praunheim und Gästen

In „Marta und Hilda“ erkundet Rosa von Praunheim das Verhältnis Marta Feuchtwangers und Hilda Waldos nach dem Tod von Lion Feuchtwanger. Beide hatten ihr Leben ganz seiner Arbeit gewidmet und sahen sich ohne ihn nun besonderen Herausforderungen gegenüber. In „Can I be your Bratwurst, please?“, der für die Reihe „Erotic Tales“ von Regina Ziegler entstand, spielt Rosa von Praunheim mit dem Schönheitswahn Kaliforniens. Ein Fremder aus dem Mittleren Westen kommt nach Hollywood, mietet ein Zimmer in einem Motel und wird zum Schwarm und Leckerbissen aller Gäste.

Beide Filme sind während Rosa von Praunheims Stipendienaufenthalt 1998 in der Villa Aurora entstanden. Q&A mit Rosa von Praunheim und Gästen im Anschluss

Rosa von Praunheim (*1942 in Riga als Holger Radtke) gilt als wichtiger Vertreter des postmodernen deutschen Films. In den 1960er Jahren debütierte er mit Experimental- und Kurzfilmen, wie „Samuel Beckett“ (1969) und „Schwestern der Revolution“ (1969), mit denen er sich bald einen Namen machte. Sein Dokumentarfilm von 1970 „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ machte von Praunheim über Nacht zu einer Ikone der deutschen Schwulenbewegung. Von Praunheim wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis (1979), dem Ehrenpreis des First Steps Awards (2013) und jüngst mit dem Special Teddy Award (2014) ausgezeichnet. Im März 2015 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Berlin | 17. Juni 2015 | 19.30 Uhr
Kino Arsenal | Potsdamer Straße 2 | 10785 Berlin
 
Eintritt
€7,50 | Kinder: €3
Donnerstag, 18.06.2015

INTERSEX

Berlin

Konzert: Intersex

Von Steven Warwick aka HEATSICK und einer Tanzperformance von Nicola Mascia

In seinem Debütalbum „Intersex“ hat Steven Warwick alias Heatsick die Sexualtheorie des jüdisch-stämmigen Mediziners Magnus Hirschfeld, der Deutschland 1931 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten verlassen musste, musikalisch interpretiert. Das Album verweist auf Zuschreibungen von Sexualität und Identität. Auf der Bühne arbeitet Heatsick mit einem Keyboard und manipulierten Gitarren-Pedalen und erschafft einen Sound, der an Electronic-Klänge der 70er-Jahre erinnert. Steven Warwick hielt sich als Stipendiat des Musicboards Berlin im Frühjahr 2015 in der Villa Aurora auf.

Steven Warwick (*1982) ist ein in Berlin lebender Künstler und Musiker britischer Herkunft. Seine Arbeit ist interdisziplinär ausgerichtet. Warwick wurde mit seinem Soloprojekt unter dem Namen Heatsick und als Mitglied des Duos Birds of Delay bekannt. Als Heatsick produziert Warwick „unfertige, raue und gleichzeitig verträumte Tanzmusik, die man immer ein wenig verlegen als House bezeichnet“ (De:Bug). Er verwendet unter anderem Vocals, Keyboard und Percussion, um einen Sound zu erzeugen, dessen konzeptuelle Gebrochenheit gleichermaßen verspielt wie anspruchsvoll ist. Seine Musik ist Konzeptkunst, Politik und Dancefloor.

Nicola Mascia (*1975 in Turin, Italien) ist Tänzer und Choreograf. Seine Ausbildung in Jazz und zeitgenössischen Tanz absolvierte er in Turin, Rom und Los Angeles. 1996 zog er nach Berlin und wurde Mitglied der Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests. Mascia war unter anderem an „Allee der Kosmonauten“, „Zweiland“, „Körper“, „noBody“, „insideout“, „Dialoge 09 – Neues Museum“ und „Dialoge 09 – MAXXI“ beteiligt. Im Jahr 2005 gründete er gemeinsam mit dem israelischen Choreographen und Performer Matan Zamir das Duo matanicola.

Berlin | 18. Juni 2015 | 21 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin
Samstag, 20.06.2015

3rd Annual SILENT SALON

Los Angeles

Film still: "Girl Shy"
Film still: "Girl Shy"

Die Harold Lloyd Foundation, Flicker Alley und Villa Aurora präsentieren:

SILENT SALON 2015

4 Abende mit Picknick im Villagarten,  Stummfilm und Orgelbegleitung (Live!)

Samstag den 20. Juni, 11.Juli, 1. August und 22. August 

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm unser beliebtes Sommerprogramm Silent Salon mit der hauseigenen Orgel. Laden Sie Familie und Freunde zum Picknick auf dem Villarasen mit Blick über den Pazifik ein.   Nach Sonnenuntergang zeigen wir ein Programm mit Highlights der Hollywood Stummfilm Ära, mit Michael Mortilla an der Orgel.

Samstag, den 20 Juni, 20:15 Uhr

Gast: Suzanne Lloyd

Programm: HAROLD LLOYD in GIRL SHY (1924, 82 min. Regie: Fred Newmeyer und Sam Taylor) 

Harold ist ein schüchterner  Schneiderlehrling, der stottert und Angst vor Mädchen hat. An seinen oft einsamen Abende schreibt er ein Buch über die “Geheimnisse der Liebe”. Als er entdeckt, dass seine Angebetete im Begriff ist, einen Bigamisten zu heiraten, muss er zur Tat schreiten. Er tut dies mit der wohl besten Verfolgungsjagd der gesamten Stummfilm Ära. Über 40 Jahre später ließ sich Mike Nichols vom Filmende für “The Graduate” inspirieren.

Girl Shy ist einer von Lloyds einflussreichsten und wichtigsten Filmen. 

Harold Lloyd wurde am 20. April 1893 in Buchard (Nebraska) geboren.  Er wurde eine Ikone der Stummfilm Ära mit Filmen wie Just Nuts, Girl Shy, The Freshman, und vielen anderen. Lloyds Popularität reichte bis in die Zeit des Tonfilms. Seine „Talkies“ Depression und Welcome Danger waren große Kassenschlager. Lloyd starb am 8. März 1971 in Beverly Hills.

TICKETS
$ 15 , $10 fuer Friends of Villa Aurora
 
LOCATION
Villa Aurora, 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Parken Sie auf Los Liones Drive und nehmen Sie das Villa Shuttle an der Ecke Los Piones Drive und Sunset Blvd.
Türen öffnen um 17 Uhr, Shuttle Service beginnt ebenfalls um 17 Uhr.
 

Montag, 22.06.2015

Artists’ talk | BERLIN – LOS ANGELES: SEEING AS PROCESS

Berlin

mit Veronika Kellndorfer und Steve Rowell, Einführung und Moderation: Drew Hammond (auf Englisch)

In Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin – Los Angeles

Während es die in Berlin lebende Künstlerin Veronika Kellndorfer regelmäßig nach Los Angeles zieht, verbrachte der heute in L.A. lebende Künstler Steve Rowell bereits einige Zeit in Berlin, wo er sich im Sommer 2015 als Berlin Fellow der Villa Aurora erneut aufhält.

Kellndorfer und Rowell untersuchen Orte und Strukturen, die bei oberflächlicher Betrachtung harmlos erscheinen, einem genaueren Blick aber ihre beunruhigenden Implikationen offenbaren. In den Werken beider Künstler werden diese Implikationen offengelegt und transzendiert. In diesem Demaskierungsprozess erhalten die Kunstwerke den Status von Metonymien für Narrative potenziell dunkler Aspekte unserer Zeit.

Kellndorfer integriert in ihrem Werk formale und konzeptuelle Aspekte, indem sie semi-transparente und semi-reflektierende Schichten, die ihrem Gegenstand zugrunde liegen, herausarbeitet. Durch diese Vorgehensweise wird diese Integration gleichzeitig erzeugt und symbolisiert. Steve Rowells Projekte, denen ein genuin wissenschaftliches Erkenntnisinteresse zugrunde liegt, erzeugen stets eine Spannung zwischen ihren Themen und der formalen Seite ihrer Hervorbringung. Diese Arbeitsweise verleiht seinen Werken eine besondere Ausdrucksstärke und lässt sie anhand ästhetischer Kriterien konventionelle Forschung oder Dokumentation überschreiten.

Veronika Kellndorfer (*1962 in München) begann ihr Kunst-Studium 1982 an der Hochschule für angewandte Künste in Wien und schloss es 1990 an der Universität der Künste in Berlin ab.
In Ihrer künstlerischen Arbeit erforscht sie Architektur ausgehend von deren Einbettung in historische und gesellschaftliche Dimensionen in ihrer Bemächtigung und Erhaltung und reflektiert den Transfer in den Bildraum.
Neben einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfond (1998) erhielt Kellndorfer zahlreiche Stipendien unter anderem in der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (2000), in der Villa Aurora, Los Angeles (2003), in der Villa Massimo, Rom (2005) in der Villa Kamogawa, Kyoto (2012). 2014 war sie Senior Fellow am IKKM, Bauhaus Universität Weimar.
Kellndorfers Arbeiten wurden unter anderem in folgenden Galerien und Museen gezeigt: Christopher Grimes Gallery, Santa Monica, CA, Berlinische Galerie, Berlin, Hamburger Bahnhof, Berlin und Pinakothek der Moderne, München.
Veronika Kellndorfer lebt und arbeitet in Berlin.

Steve Rowell, der Los Angeles lebt und arbeitet, ist ein Künstler, der auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Stand- und Bewegtbildern, Sound, Installation, Landkarten und Raumkonzepten arbeitet.  In den letzten 20 Jahren lebte er in Berlin, Chicago und Washington DC. Er arbeitet transdisziplinär und interessiert sich für die wechselseitige Beeinflussung von Technologie, Wahrnehmung und Kultur im Zusammenhang mit Ontologie und Landschaft. Rowell sucht mit geographischen, archäologischen und prophetischen Ansätzen nach dem Zusammenhang des Artifiziellen mit der Natur.

Seit 2001 ist Rowell Programm-Manager am Center for Land Use Interpretation, CLUI (Los Angeles) und hat mit dem Künstlerkollektiv SIMPARCH (Chicago) und The Office of Experiments (London) zusammengearbeitet.

In folgenden Galerien und Museen waren Rowells Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen: Whitney Biennale und PS1, New York (2006), Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco, Smithsonian American Art Museum, Washington, DC, Temporäre Kunsthalle und NGBK, Berlin, Barbican Art Centre und die Frieze Art Fair, London, John Hansard Gallery, Southampton, Ballroom Marfa,  Center for PostNatural History, Pittsburgh, Institut für Bildende Kunst, Milwaukee und im Museum of Contemporary Art, Chicago. Im Jahr 2013 erhielt er Auszeichnungen von Creative Capital und der Graham Foundation for Advanced Studies in the Fine Arts.

Berlin | 22. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin

Mittwoch, 24.06.2015

GRENZVERLÄUFE

Berlin

Gespräch: Grenzverläufe

Mit Kathrin Röggla und Antje Rávic Strubel, Moderation: Denis Scheck

Fragen nationaler und sozialer Grenzverläufe stellen sich heute neu im Kontext von Terrorismus, hybrider Kriegsführung, aber auch von Katastrophenszenarien und den daraus erwachsenden Überwachungsdynamiken, die tiefen Einfluss auf unsere Wahrnehmungsgewohnheiten haben. Wo verläuft die Grenze zwischen staatlicher und individueller Verantwortung? Führt sich die vielbeschworene Zivilgesellschaft ad absurdum, wenn sie versucht, gesellschaftliche Ungleichheiten „wegzutrainieren“? Was heißt es, wenn eine Metropole wie L.A. vor dem Bankrott steht oder wenn in Selbsthilfegruppen der Großbankrotteur neben dem Elendsschuldner sitzt? Wieviel Alltag ist möglich, wenn ununterbrochen „Erdbebenwetter“ (Strubel) herrscht? Zuletzt: Ist der Ausnahmezustand das bestimmende Narrativ der Gegenwart.

Katrin Röggla (*1971 in Salzburg) lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Berlin. Sie schreibt Prosa, Theatertexte, Radiohörspiele und Essays und wurde unter anderem mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2005), dem Nestroy-Preis für das beste Stück (2010) und dem Arthur-Schnitzler-Preis (2012) ausgezeichnet. Erschienen sind von ihr unter anderem die Bücher „Niemand lacht rückwärts“, „Irres Wetter“, „really ground zero“ und das Prosabuch „die alarmbereiten“. 2012 wurde Röggla als neues Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.

Antje Rávic Strubel (*1974 in Potsdam) lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Potsdam. Sie studierte Literaturwissenschaft, Amerikanistik und Psychologie in Potsdam und New York. Zu ihren Werken zählen die Romane „Unter Schnee“ und „Fremd Gehen. Ein Nachtstück“ sowie „Tupolew 134“. „Kältere Schichten der Luft“ (2007) gewann den Hermann Hesse Preis und den Rheingau Literatur Preis und fand sich auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse. Ihr jüngstes Buch "Sturz der Tage in die Nacht“ (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie ist außerdem die Verfasserin der Gebrauchsanweisung für Schweden und der Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg und übersetzte Joan Didion aus dem Englischen. 2012/13 war sie als Writer in Residence am Deutschen Haus New York und am Helsinki Collegium for Advanced Studies, Finnland. 2003/04, 2010/11 und 2015 hatte Strubel eine Dozentur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig inne.

Berlin | 24. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin
Donnerstag, 25.06.2015

IMPERIEN SCHAUEN SICH AN: DAS EINGESCHOSSIGE AMERIKA

Berlin

Reiseprolog: Imperien schauen sich an: Das eingeschossige Amerika

Mit Felicitas Hoppe

„3668 IlfPetrow“ heißt ein geheimnisvoller, von der sowjetischen Astronomin Ludmila Georgijewna Karatschkina entdeckter Kleinplanet, getauft auf die Namen des Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der Great Depression, im Auftrag der Prawda vier Monate lang die USA bereisten. Unter dem Titel „Das eingeschossige Amerika“ haben die beiden Satiriker und Humoristen einen so eigenständigen wie faszinierenden Reisebericht in Wort und Bild verfasst, in dem sich das historische Spannungsverhältnis zwischen der UdSSR und den USA während des in Europa aufkommenden Faschismus spiegelt.

70 Jahre später tritt die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, zusammen mit den Bildenden Künstlern Alexej Meschtschanow und Jana Müller, deren Bekanntschaft sie einer Begegnung in der Villa Aurora verdankt, eine Nachreise an. „Das eingeschossige Amerika“, 2011 in deutscher Übersetzung in der Anderen Bibliothek bei Eichborn erschienen und mit einem Vorwort von Hoppe versehen, gibt dabei die Route vor und lädt die reisenden Künstler angesichts der aktuellen politischen Lage dazu ein, das Ost-West-Verhältnis mit eigenen Mitteln neu zu überprüfen.

Felicitas Hoppe (*1960 in Hameln) lebt als Schriftstellerin in Berlin.  Unter anderem sind von ihr erschienen: „Picknick der Friseure“ (1996), „Pigafetta“ (1999), „Paradiese, Übersee“ (2003), „Verbrecher und Versager“ (2004) und „Johanna“ (2006). Mit „Sieben Schätze“ und „Abenteuer – Was ist das“ wurden bislang zwei ihrer Poetikvorlesungen publiziert. 2011 legte Hoppe mit „Grünes Ei mit Speck“, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss vor. 2012 erschien Hoppes „Traumbiografie“ „Hoppe“. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis (1996) und dem Georg Büchner Preis (2012). Seit 2007 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Berlin | 25. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin
Sonntag, 28.06.2015

FINISSAGE & ARTIST TALK

Berlin

Finissage & Artist Talk

Mit Christian Jankowski und Susan Philipsz (In englischer Sprache)

Susan Philipsz und Christian Jankowski gehören zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Philipsz Arbeiten untersuchen die emotionalen und psychologischen Effekte des Klangs in ihrer Wirkung  auf die Rezeption von Räumen. Ende des Jahres 2015 wird sie als Stipendiatin der Villa Aurora nach Kalifornien reisen, um die geheimdienstlichen Aktivitäten des FBI im Kontext der Exilerfahrungen Hanns Eislers in einer Video- und Toninstallation zu ergründen. Jankowski ist bekannt dafür, vermeintlichen Gewissheiten und den Mechanismen der Mediengesellschaft mit Ironie und Humor zu begegnen. Sein Werk „16mm Mystery“, das während seines Stipendienaufenthalts in der Villa Aurora entstand, ist in der Ausstellung „Checkpoint California“ zu sehen. Die Arbeit weckt 9/11-Assoziationen durch die Inszenierung einstürzender Skyscraper in Downtown Los Angeles. Im Gespräch werden die Arbeitsweisen der beiden Künstler aus kalifornischer Perspektive beleuchtet.

Christian Jankowski (*1968 in Göttingen) lebt und arbeitet als bildender Künstler in Berlin. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg und lehrt seit 2005 als Professor für Bildhauerei (Installation, Performance, Video) an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste. Seine Werke waren in zahlreichen international angesehenen Einzelausstellungen, unter anderem im Museum für Gegenwartskunst, Basel (2003), im Museo d’Arte Contemporanea, Rom (2003), im Miami Art Museum (2007) oder in der Berlinischen Galerie (2011) zu sehen. In Gruppenausstellungen war Jankowski unter anderem im P.S.1 New York (2005), in der Neuen Nationalgalerie Berlin (2007), im Museum of Contemporary Art Tokyo (2011) und in der K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2011) vertreten. Im Jahr 2013 wurde ihm der Videonale-Preis der Kfw-Stiftung verliehen. Christian Jankowski wird im Jahr 2016 Kurator der Europäischen Biennale für Zeitgenössische Kunst, Manifesta, in Zürich sein.

Susan Philipsz (*1965 in Glasgow) lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin. Sie hält einen Bachelor in Fine Arts vom Jordanstone College of Art, Dundee (1989-93) und absolvierte ihren Master an der University of Ulster, Belfast (1993-94). Im Jahr 2000 trat sie ein Stipendium am P.S.1 Residency Program an und war im Jahr 2001 Stipendiatin bei den KunstWerken in Berlin. 2010 gewann sie den Turner Prize und im Jahr 2014 wurde ihr der Order of the British Empire verliehen. Zuletzt stellte sie unter anderem im K21 Ständehaus, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2013), in denEastside Projects, Birmingham (2014), anverschiedenen Orten in Dänemark, Schweden und Norwegen (2014), auf Governors Island, New York, (2014) und im Hamburger Bahnhof, Berlin (2014) aus.

Berlin | 28. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin

Performance | INTERVENTION #4 / BERLIN – CHECKPOINT CALIFORNIA

Berlin

matanicola (Nicola Mascia und Matan Zamir) / Claudia De Serpa Soares / Jeff Wood

Die Performance beginnt im Anschluss an den zuvor stattfindenden Artists' Talk

“Intervention #4″ ist die Fortsetzung von matanicolas fortlaufender Improvisations-Reihe “versus” und findet in Interaktion mit den Kunstwerken der Ausstellung Checkpoint California statt. Als Erweiterung des Konzepts, zwei oder mehrerer Künstler gegeneinander antreten zu lassen, richtet die Veranstaltungsseihe den Fokus auf den kreativen Akt der Improvisation. Ziel ist es, aus jeder Veranstaltung ein singuläres Ereignis werden zu lassen, in jeweils einer anderen Stadt oder einem anderen Ort und jeweils mit unterschiedlichen Formationen von Künstlerinnen und Künstlern. Die Performances haben ein flexibles Format ohne Regeln oder lange Probezeiten und wirken wie ein spontanes Treffen. Vor Publikum entsteht eine Augenblicks-Komposition, die die Fragilität und das das Riskante kreativer Prozesse freilegt. Die ortsspezifischen Performances werden von der Architektur der Aufführungsorte beeinflusst und inspiriert, reagieren auf die Räume und bieten gleichzeitig die Chance, neue choreografische Elemente zu entdecken.

matanicola

Der israelische Choreograf und Performer Matan Zamir und der Italiener Nicola Mascia gründeten das Duo matanicola, nachdem sie mit renommierten internationalen Kompanien und Künstlern wie unter anderem Sasha Waltz & Guests, Batsheva Dance Company, Benoit Lachambre, Ohad Naharin, Emio Greco / PC und Yasmeen Godder zusammengearbeitet haben. Ihr Werk umfasst bislang sechs Produktionen: „under“ (Kurt Jooss-Preis 2007, 2005 in Zusammenarbeit mit der israelischen Choreografin Yasmeen Godder entstanden), „Ladies first“ (2007), „What on Earth“ (2010), „Piece of Me“ (2011), „To this purpose only“ (2013, für und mit der italienischen Kompanie Fattoria Vittadini, „bodieSLANGuage“ (2014) sowie die fortlaufende Improvisations-Reihe „versus“ (2006).

Auftraggeber und Co-Produzenten waren unter anderem: Sasha Waltz & Guests, Sophiensaele, Hauptstadtkulturfonds, Tanz im August – Internationales Tanzfest, Radialsystem V in Berlin, Fonds Darstellende Künste e.V., Europäische Vereinigung für Jüdische Kultur, Goethe-Institut und Grand Theatre Groningen. matanicola wurde auf zahlreiche internationale Festivals eingeladen: 2012 kuratierte das Duo die zwölfte Ausgabe des Festivals Les Grandes Traversées in Bordeaux unter dem Titel „matanicola‘s Magical Mystery Tour“. Als Choreographen und Performer arbeitete matanicola in Musikvideos und Live-Shows unter anderem mit Künstlern wie Peaches, Hanayo und Mignon zusammen.

 

Donnerstag, 20.08.2015

Fellows&Friends @ Fire And Forget

Berlin

Fire and Forget | © Mirko Lux
Fire and Forget | © Mirko Lux

Fire & Forget. On Violence

Im August besuchten wir im Rahmen unserer Reihe Fellows&Friends die Ausstellung FIRE AND FORGET. ON VIOLENCE in den KunstWerken in Berlin. Der aus dem Militärjargon stammende Begriff „Fire and Forget" bezeichnet Waffensysteme, die, einmal abgefeuert, ihr Ziel alleine suchen. Die Ausstellung nimmt den militärischen Ausdruck zum Ausgangspunkt für eine Überprüfung geläufiger Vorstellungen von Krieg und Gewalt. Hierzu orientiert sie sich an den sichtbarsten Agenten von Gewalt: den Waffen.

Nachdem uns die Assistenzkuratorin Nina Mende eine Einführung in die Konzeption gegeben hatte, wurden wir von Dean Markovic und Mona Jas durch die Ausstellung geführt. Im Anschluss an die Führung und einem Aperitif im Hof der KW besuchten wir ein Gespräch des Villa Fellows Rosa von Praunheim und der Fernsehjournalistin Tina Mendelsohn zum Thema Gewalt.

Samstag, 29.08.2015

is land a part

Berlin

Frank Reinecke © Mirko Lux
Frank Reinecke © Mirko Lux
Frank Reinecke © Mirko Lux
Frank Reinecke © Mirko Lux

is land a part (2014)

für Kontrabass und Computer
von Marc Sabat nach neun Gedichten von Uljana Wolf, mit Frank Reinecke (Kontrabass)

Die Lyrikerin Uljana Wolf und der Komponist Marc Sabat lernten sich 2010 während ihres Stipendienaufenthalts in der Villa Aurora kennen und entwickelten im Jahr 2014 gemeinsam das Werk is land a part, das am 29. August im Rahmen der Langen Nacht der Museen in einer Kooperation der Villa Aurora und der Deutsche Bank KunstHalle aufgeführt wurde.
 
Das Werk bildet einen Zyklus aus Reflektionen frei nach Wolfs „falsche freunde“ (kookbooks, Berlin, 2009) und komponiert nach deren englischer Übersetzung von Susan Bernofsky, „False Friends“ (Ugly Duckling Presse, Brooklyn, 2011). Jeder Text orientiert sich an einem Buchstaben des Alphabets, mäandert in Klang und Sinn, um über zwei Sprachen – das Deutsche und das Englische – hinweg einen assoziativen Raum zu eröffnen. Wolfs Arbeit, die die Idee des Übersetzens aufgreift, eröffnet Perspektiven zur Erforschung der in der Musik wahrgenommenen „Harmonie“. Man stelle sich einzelne, nebeneinander dahinfließende Klangströme vor, die den Zuhörern zuweilen gemeinsame Quellen zu offenbaren scheinen, oder sich wie Inseln vereinigen, bevor sie sich erneut teilen, um ihrem eigenen Lauf zu folgen.
 

is land a part

Berlin

Atrium der Deutsche Bank KunstHalle | © Gontarski
Atrium der Deutsche Bank KunstHalle | © Gontarski

Eine Kooperation der Deutsche Bank KunstHalle und der Villa Aurora

is land a part (2014)

für Kontrabass und Computer
von Marc Sabat nach neun Gedichten von Uljana Wolf, mit Frank Reinecke (Kontrabass)

Die Lyrikerin Uljana Wolf und der Komponist Marc Sabat lernten sich 2010 während ihres Stipendienaufenthalts in der Villa Aurora kennen und entwickelten im Jahr 2014 gemeinsam das Werk is land a part.

Das Werk bildet einen Zyklus aus Reflektionen frei nach Wolfs „falsche freunde“ (kookbooks, Berlin, 2009) und komponiert nach deren englischer Übersetzung von Susan Bernofsky, „False Friends“ (Ugly Duckling Presse, Brooklyn, 2011). Jeder Text orientiert sich an einem Buchstaben des Alphabets, mäandert in Klang und Sinn, um über zwei Sprachen – das Deutsche und das Englische – hinweg einen assoziativen Raum zu eröffnen. Wolfs Arbeit, die die Idee des Übersetzens aufgreift, eröffnet Perspektiven zur Erforschung der in der Musik wahrgenommenen „Harmonie“. Man stelle sich einzelne, nebeneinander dahinfließende Klangströme vor, die den Zuhörern zuweilen gemeinsame Quellen zu offenbaren scheinen, oder sich wie Inseln vereinigen, bevor sie sich erneut teilen, um ihrem eigenen Lauf zu folgen.

Uljana Wolf, eingesprochener Text
Marc Sabat, Live-Elektronik
Frank Reinecke, Kontrabass

Dauer: 35 Minuten

Uljana Wolf lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und Brooklyn. 
Nach kochanie ich habe brot gekauft (kookbooks 2005) erschien im Herbst 2009 der zweite Gedichtband falsche freunde. Sie war Mitherausgeberin des »Jahrbuchs für Lyrik«, S. Fischer 2009. Als Übersetzerin überträgt sie vor allem LyrikerInnen aus dem Englischen und aus osteuropäischen Sprachen. 2008 erschien bei kookbooks Christian Hawkeys Reisen in Ziegengeschwindigkeit, Gedichte in der Übersetzung von Uljana Wolf und Steffen Popp. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, undter anderem den Peter-Huchel-Preis 2006, den Dresdner Lyrikpreis 2006, den RAI-Medienpreis beim Lyrikpreis Meran 2008 und im Jahr 2015 den Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung.

Marc Sabat, kanadischer Komponist und Audiokünstler, lebt seit 1999 in Berlin.
Zu seinen Arbeiten zählen Installationen, Videos und Konzertmusik mit akustischen und elektronischen Instrumenten. Die Arbeiten beziehen sich auf amerikanischen Folk und experimentelle Musik, Intonations- und Bildwahrnehmung und wurden international im Rundfunk und auf Festivals wie MaerzMusik und den Donaueschinger Musiktagen oder auch in der Carnegie Hall präsentiert. Er lehrt Komposition, Akustik und Experimentelle Intonation an der Universität der Künste in Berlin. Als Gastdozent war Marc Sabat unter anderem am California Institute of the Arts, an der Escola Superior in Barcelona und am Conservatoire de Paris tätig. Gelegentlich tritt er als Geiger in Kammermusik- sowie Solokonzerten auf und spielte CDs für mode records, World Edition und HatArt ein.

Frank Reinecke wurde in Hamburg geboren und studierte bei Klaus Stoll an der Hochschule der Künste in Berlin. 
Seit 1983 ist er Kontrabassist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Interpret Neuer Musik hat Frank Reinecke viele Solo- und Kammermusikwerke uraufgeführt und war Gast auf zahlreichen internationalen Festivals. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich besonders mit der Weiterentwicklung mikrotonaler Spieltechniken auf dem Gebiet der reinen Stimmung. Er spielte u.a. mit Ensemble Recherche und Xsemble. Er gab Meisterkurse bei der Internationalen Sommerakademie Salzburg und der Mühldorfer Sommerakademie. Mehrere CDs sind bisher erschienen. Die Einspielung der “Plainsound Glissando Modulation” von Wolfgang v. Schweinitz wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.


Das Konzert findet im Rahmen der 35. Langen Nacht der Museen statt und begleitet die Ausstellung Photo Poetics: Eine Anthologie in der KunstHalle.

Der Eintritt beträgt 18,- €, ermäßigt 12,- € und ermöglicht den Besuch sämtlicher Institutionen, die an der 35. Langen Nacht der Museen teilnehmen. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Tickets gibt es hier.

am Samstag, dem 29. August 2015
um 21.00 Uhr
Deutsche Bank KunstHalle / Atrium
Unter den Linden 13/15
Eingang Charlottenstraße, 10117 Berlin


Donnerstag, 03.09.2015

Sasha Waltz. Ein Portrait

Los Angeles

"Villa @ Goethe" präsentiert

Copyright Bernd Uhlig

Regie: Brigitte Kramer, 2014, 72 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln, Digital.

Sasha Waltz ist eine der bekanntesten und spannendsten Choreografinnen in Europa.
Ihre Choreografien überraschen den Zuschauer immer wieder mit neuen Ästhetiken in aufregenden Räumen. Waltz interessiert nicht nur die Zusammenarbeit mit Tänzern, sondern der Dialog mit allen künstlerischen Formen.
In der Inszenierung der Purcell-Oper „Dido & Aeneas“ entwickelte sie zudem ein neues Genre: die choreografische Oper.
Das Spektrum reicht dabei von Purcell, Berlioz, Strawinsky bis hin zur zeitgenössischen klassischen Musik.
Sie hat mit dem französischen Komponisten Pascal Dusapin die beiden Opern „Medea“ und „Passion“ realisiert und mit dem japanischen Komponisten Toshio Hosokawa bei „Matsukaze“ zusammengearbeitet.

Dieses Filmporträt zeichnet die erfolgreichen Jahre in Waltz’ internationaler Karriere von 2005 bis heute nach. Kramers Film lässt all diese ergreifenden und ästhetischen Stücke in Ausschnitten miterleben, wenn Sasha Waltz einen tiefen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen gibt.

Eine Diskussion mit Choreografin Sasha Waltz, moderiert von Stephan Koplowitz, Dean of The Sharon Disney Lund School of Dance bei Calarts und ein Empfang folgen der Vorführung.



Sasha Waltz studierte Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York.
Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete Waltz die Kompanie Sasha Waltz & Guests 1993, Sophiensæle 1996.
Von 2000 bis 2005 war sie Mitglied der künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin. In den darauffolgenden Jahren entwickelte Waltz ein neues Genre, die choreografische Oper, und setzte außerdem den Fokus auf die Dialoge-Projekte – kurze, intensive Begegnungen zwischen Musikern, bildenden Künstlern, Tänzern und Choreografen in spezifischen Räumen.

Das jüngste Projekt Sacre entstand in Zusammenarbeit mit dem Mariinsky Theater St. Petersburg. Sie erhielt u. a. den französischen Kulturorden „Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland in 2011. Seit 2013 ist Sasha Waltz Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.

Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Kompanie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt.
Zuletzt ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“ 2014.


Mit dieser Vorführung wird die Kollaboration „Villa @ Goethe“ fortgesetzt.
Bei dieser Reihe bekommen die in der Villa Aurora lebenden Künstler die Gelegenheit, ihre vergangenen, aktuellen und zukünftigen Projekte am Goethe-Institut vorzustellen.


Film und Diskussion mit Sasha Waltz
Donnerstag, 3. September 2015, 19:00 Uhr
Goethe-Institut Los Angeles, 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles CA 90036
Deutsch mit englischen Untertiteln
Eintritt Frei, RSVP nötig
Info +1 323 5253388

RSVP bis 28. August 2015 via 323.525.3388 oder rsvp@losangeles.goethe.org


Freitag, 11.09.2015

Studiobesuch bei Philipp Lachenmann

Berlin

Philipp Lachenmann, © Mirko Lux
Philipp Lachenmann, © Mirko Lux
Philipp Lachenmann, © Mirko Lux
Philipp Lachenmann, © Mirko Lux

Im September arrangierten wir für den Freundeskreis der Deutsche Bank KunstHalle einen Studiobesuch bei unserem Fellow Philipp Lachenmann. In einem anekdotenreichen Vortrag gab Philipp den Anwesenden eine Tour durch sein Werk und sein Arbeiten. 

Donnerstag, 01.10.2015

Reiseprolog

Los Angeles

Felicitas Hoppe, © Mirko Lux
Felicitas Hoppe, © Mirko Lux

Reiseprolog

Imperien stehen sich gegenüber: Kleines, goldenes Amerika

mit Felicitas Hoppe

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Los Angeles

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der großen Depression, wurde das Schriftstellerduo Ilya und Yevgeny Petrov für die russische Zeitung Pravda nach Amerika geschickt. Unter dem Titel “ Das eingeschossige Amerika” (wörtlich, single-storied America; übersetzt als das kleine, goldene Amerika), reflektiert das individualistische Reisetagebuch der beiden Satiriker in einer faszinierenden Kombination aus Wort und Bild die Spannung zwischen der UDSSR und den USA vor dem Hintergrund des aufkommenden Faschismus in Europa.
Siebzig Jahre später werden deren Schritte von der Schriftstellerin Felicitas Hoppe- zusammen mit den Künstlern Alexej Meschtschanow und Jana Müller, die sie in der Villa Aurora kennengelernt hat, nacherzählt. “Das eingeschossige Amerika”, mit einem Vorwort von Hoppe, erschien 2011 in Deutschland (bei Andere Bibliothek) und zeigt die originale Route des Duos. Gleichzeitig werden die Ost-West Beziehungen im Licht der aktuellen politischen Entwicklungen neu beleuchtet.

Felicitas Hoppe (*1960, Hameln) ist eine Schriftstellerin aus Berlin. Sie schrieb Picknick der Friseure (2003), Pigafetta (1999), Paradiese, Übersee (2003), Verbrecher und Versager (2004), und Johanna (2006), und vielen weiteren Werken, darunter ihre zwei Vorlesungen über Dichtung: Sieben Schätze und Abenteuer – Was ist das? Im Jahre 2011 reinterpretierte Hoppe Grünes Ei mit Speck, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss. Ihre “dream biography” Hoppe, erschien 2012. Felicitas Hoppe wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, darunter dem Aspekte Literatur Preis (1996) und dem Georg Büchner Preis (2012). Seit 2007 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Felicitas Hoppe war 2012 Stipendiatin in der Villa Aurora.

Jana Müller (+1977 in Halle/Saale) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Photographie an der Akademie der visuellen Künste (HGB) in Leipzig bei Timm Rautert. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Jana Müller mit Konzepten von Erinnerung, Geschichten erzählen aber auch mit cinematischen Themen. Sie traf Felicitas Hoppe 2012 als Stipendiaten in der Villa Aurora.

Alexej Meschtschanow (*1973 in Kiew, Ukraine) als Sohn russischer Eltern geboren und zog 1984 nach Leipzig. Nach seinem Abitur an einer Schule für Kinder von sowjetischen Offizieren, arbeitete er in verschiednen Sparten der Kusntszene. Er schloß 1997 sein Studium der Malerei an der Akademie der visuellen Künste (HGB) in Leipzig ab und machte seinen Master der bildenen Künste bei Timm Rautert im Jahre 2008. Alexej traf Felicitas Hoppe als Stipendiat in der Villa Aurora im Jahre 2012. Er lebt und arbeitet derzeit in Berlin.

Prof. Dr. Ulrike Rainer, geboren in Wien, war 30 Jahre lang Professorin für Deutsch, Literatur und vergleichende Literaturwissenschaften am Darthmouth College in Hanover, New Hampshire. Sie bereiste die ganze Welt und spricht viele Sprachen. Neben dem Unterrichten und Reisen schreibt sie Essays über Literatur und die amerikanische Kulturgeschichte.

Veranstaltungsort
Villa Aurora, 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272

Tickets
Eintritt ist frei. Bitte reservieren Sie unter infola@villa-aurora.org
Parken Sie auf Los Liones Drive und nehmen Sie das Villa Shuttle an der Ecke Los Piones Drive und Sunset Blvd.
Shuttle Service beginnt um 18:30 Uhr

Montag, 19.10.2015

was weißt du schon von prärie

Berlin

Daniela Seel und Mathilde Bonnefoy © Mirko Lux
Daniela Seel und Mathilde Bonnefoy © Mirko Lux

was weißt du schon von prärie

Buchpremiere: Daniela Seel & Vernissage der Ausstellung „California State Route 152, April 2015“ 
– Fotos von Mathilde Bonnefoy

„Was weiß ich von Prärie, solange ich keine aus eigener Anschauung und Umgang kenne, woher kommen mein Wissen, meine Vorstellungen von Prärie, und wie informieren diese meine Wirklichkeit? Wie formen Fiktionen meinen Alltag, indem sie in ihm anwesend sind, in Denk- und Sprachpraxis, mein Handeln (mit-)gestalten? Wie werden Landschaftserzählungen zur Legitimierung von Machtstrukturen und Ausbeutung eingesetzt, zum Schüren von Angst, Größe, Heroismus? Und mit welchen, auch künstlerischen, sprachlichen Strategien lässt sich dem entgegenwirken?“ 

Fragen, die Daniela Seel unter anderem in Los Angeles zu beantworten suchte und die in den neuen Gedichtband „was weißt du schon von prärie“ mündeten. Das Buch schrieb Daniela Seel zum Teil als Stipendiatin der Villa Aurora. Zur selben Zeit entstanden dort die Fotoarbeiten der Filmregisseurin und Cutterin Mathilde Bonnefoy, ebenfalls Gast in der Villa Aurora, die nun unter dem Titel „California State Route 152, April 2015“ für einen Monat im Literarischen Colloquium zu sehen sind. Mathilde Bonnefoy arbeitete u.a. mit Tom Tykwer und Wim Wenders zusammen. 2014 war sie als Cutterin und Produzentin des Edward-Snowden-Dokumentarfilms CITIZENFOUR von Laura Poitras tätig und wurde dafür in diesem Jahr mit einem Oscar („Bester Dokumentarfilm“) ausgezeichnet. In einem Gespräch über ihre neuen Werke knüpften Daniela Seel und Mathilde Bonnefoy nun an ihre gemeinsame Zeit in Kalifornien an.

was weißt du schon von prärie

Berlin

© Mathilde Bonnefoy
© Mathilde Bonnefoy
© Mathilde Bonnefoy
© Mathilde Bonnefoy

was weißt du schon von prärie

Buchpremiere: Daniela Seel & Vernissage der Ausstellung „California State Route 152, April 2015“ 
– Fotos von Mathilde Bonnefoy

„Was weiß ich von Prärie, solange ich keine aus eigener Anschauung und Umgang kenne, woher kommen mein Wissen, meine Vorstellungen von Prärie, und wie informieren diese meine Wirklichkeit? Wie formen Fiktionen meinen Alltag, indem sie in ihm anwesend sind, in Denk- und Sprachpraxis, mein Handeln (mit-)gestalten? Wie werden Landschaftserzählungen zur Legitimierung von Machtstrukturen und Ausbeutung eingesetzt, zum Schüren von Angst, Größe, Heroismus? Und mit welchen, auch künstlerischen, sprachlichen Strategien lässt sich dem entgegenwirken?“ 

Fragen, die Daniela Seel unter anderem in Los Angeles zu beantworten suchte und die nun in den neuen Gedichtband „was weißt du schon von prärie“ münden. Das Buch schrieb Daniela Seel zum Teil als Stipendiatin der Villa Aurora. Zur selben Zeit entstanden dort die Fotoarbeiten der Filmregisseurin und Cutterin Mathilde Bonnefoy, ebenfalls Gast in der Villa Aurora, die nun unter dem Titel „California State Route 152, April 2015“ für einen Monat im Literarischen Colloquium zu sehen sind. Mathilde Bonnefoy arbeitete u.a. mit Tom Tykwer und Wim Wenders zusammen. 2014 war sie als Cutterin und Produzentin des Edward-Snowden-Dokumentarfilms CITIZENFOUR von Laura Poitras tätig und wurde dafür in diesem Jahr mit einem Oscar („Bester Dokumentarfilm“) ausgezeichnet. In einem Gespräch über ihre neuen Werke knüpfen Daniela Seel und Mathilde Bonnefoy nun an ihre gemeinsame Zeit in Kalifornien an.

Location
Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5, 14109 Berlin
Eintritt 8 € / 5 € 
Eine Veranstaltung des Literarischen Colloquiums Berlin in Zusammenarbeit mit der Villa Aurora.
Mittwoch, 09.12.2015

Double Jeopardy

Los Angeles

Double Jeopardy 

Hollywood Emigrés und der zweite “Red Scare” (1947-1952)

Migration und Integration

Die Veranstaltung Double Jeopardy untersucht die prekäre Situation, in der sich Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler befanden, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs ihrer Verfolgung in Nazi-Deutschland oder Osteuropa entflohen und in die Vereinigten Staaten immigrierten – um anschließend von Joseph McCarthy und dem House Committee on Un-American Activities (Komitee für unamerikanische Umtriebe) auf‘s Neue ins Unrecht gesetzt zu werden.

Das Kolloquium nimmt fünf Emigranten in den Blick, deren Leben einmalige Geschichten über das Phänomen der Double Jeopardy erzählen: Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Lion Feuchtwanger, Paul Henreid und Edward G. Robinson. 
Die renommierten Filmwissenschaftler und Germanisten Doris Berger(Curator, Skirball Center,), Jan-Christopher Horak (Director, UCLA Film & Television Archive) und die Künstlerin Susan Philipsz werden in ihren Vorträgen über das Werk dieser angesehenen Künstler sprechen und ergänzend dazu originale Filmaufnahmen zeigen.

Die fünf Geschichten bilden dabei den Ausgangspunkt, um zu beschreiben, was Double Jeopardy heute bedeutet – angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingskrise in Europa oder an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. 
Präsentiert werden außerdem Audio- und Filmaufnahmen von Hanns Eislers und Bertolt Brechts Zeugenaussagen vor dem House Committee on Un-American Activities.

Double Jeopardy ist die zweite Veranstaltung in der Serie The Hollywood Blacklist Project, 2014-2017 von Warren Neidich. 

Das erste Werk, Book Exchange: The Hollywood Blacklist, wurde im Januar 2015 auf der Printed Matter LA Book Fair vorgestellt. Teil drei, Threshold und Re-Imagining the Hollywood Walk of Fame, sind 2016 und 2017 im LACE (Los Angeles Contemporary Exhibitions) zu sehen.

Ein Empfang folgt dem Kolloquium

// Kolloquium
// Mittwoch, 9. Dezember 2015, 19:00 Uhr
// Goethe-Institut Los Angeles, 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles, CA 90036
// Eintritt Frei, RSVP nötig
// RSVP via +1 323 5253388 oder rsvp@losangeles.goethe.org

$1 ermäßigtes Parken (gilt nur für Veranstaltungen) ab 18:00 Uhr an Wochentagen und den ganzen Tag an Wochenenden (Tiefgarage Wilshire Courtyard West-P1).

Kuratiert von Warren Neidich and präsentiert mit der Unterstützung des Goethe-Institut Los Angeles, Los Angeles Contemporary Exhibitions (LACE) und der Villa-Aurora.
Montag, 14.12.2015

Reiseepilog | Ein Kleinplanet kehrt zurück

Berlin

Felicitas Hoppe © Mirko Lux
Felicitas Hoppe © Mirko Lux

Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe ist im vergangenen Sommer durch die USA gereist, und zwar gemeinsam mit den Künstlern Jana Müller und Alexej Meschtschanow. Sie haben sich auf die Spuren des russischen Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow begeben, die Mitte der 1930er Jahre im Auftrag der russischen Tageszeitung Prawda monatelang die USA bereist haben.

Mitte Dezember dann erfolgte der Epilog zur Reise, zu der noch im Sommer der Prolog am selben Ort, dem Friedrichsaal der Deutsche Bank Kunsthalle, stattfand. Gemeinsam mit ihren Reisegefährten Jana und Alexej berichtete Felicitas von den Vorkommnissen, den Unbilden und den Menschen, denen sie sich auf den 9928 Meilen ihrer Grand Tour gegenüber fanden.

Aber ganz verwunden sind ihre Erfahrungen noch nicht. "Die Reise ist noch nicht zuend, wenn man Kirch und Turm erkennt", zitierte Felicitas ein niederländisches Sprichwort und räumt ein, dass etliche Fragen noch unbeantwortet sind: "Wir wissen nicht, wer die nächste Wahl gewinnt, wem Alaska in zehn Jahren gehört, was aus den Flüchtlingen wird und was uns zuhause erwartet. Wir sitzen nach wie vor wie die europäischen Hasen zwischen Berg und Berg im tiefen Tal und schauen die beiden Imperien an, die gar keine sind."

Ein Fazit kann somit bislang nur in Zahlen erfolgen:

Meilen/ milage: 9928
Benzin/ fuel in Gallonen/ gallons: 426.9
Wasser/ water in Gallonen/ gallons: 141
Kaffee/ coffee in Gallonen/ gallons: 72
Zigaretten/ cigarettes: 814
Betten/ lodging in pillows: 560 – 570
Tipping: 15%
Wetter/ weather: heiter bis wolkig

Weitere Informationen auf www.3668ilfpetrow.com

Reiseepilog

Berlin

Felicitas Hoppe, © Mirko Lux
Felicitas Hoppe, © Mirko Lux
 

IMPERIEN SCHAUEN SICH AN: DAS EINGESCHOSSIGE AMERIKA

Reiseepilog: Ein Kleinplanet kehrt zurück
mit Felicitas Hoppe, Jana Müller und Alexej Meschtschanow

„3668 IlfPetrow“ heißt ein geheimnisvoller, von der sowjetischen Astronomin Ludmila Georgijewna Karatschkina entdeckter Kleinplanet, getauft auf die Namen des Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der Great Depression, im Auftrag der Prawda vier Monate lang die USA bereisten und unter dem Titel „Das eingeschossige Amerika“ darüber einen so eigenständigen wie faszinierenden Reisebericht in Wort und Bild verfassten. 

80 Jahre später haben die bildenden Künstler Alexej Meschtschanow und Jana Müller zusammen mit der Schriftstellerin Felicitas Hoppe eine fünfwöchige künstlerische Nachreise angetreten. „Das eingeschossige Amerika“ (2011 in deutscher Übersetzung in der Anderen Bibliothek erschienen) hat die Route vorgegeben und die Künstler dazu veranlasst, das Ost-West-Verhältnis mit ihren eigenen Mitteln und aus europäischer Sicht erneut in Augenschein zu nehmen. Über 5 Wochen und mehr als 10 000 Meilen sind sie lesend, hörend, fotografierend und schreibend auf den Spuren der beiden Russen von Ost nach West und von West nach Ost durch die Vereinigten Staaten unterwegs gewesen und haben dabei unter www.3668Ilfpetrow.com ein Archiv aus Bildern, Texten und Tönen angelegt, in dem sie auf eigene Weise Schnittmengen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bilden. Dem Reiseprolog im Sommer diesen Jahres in der Deutsche Bank KunstHalle anlässlich der Ausstellung „Checkpoint California“ folgt nun, nach Rückkehr von der Nachreise, der Epilog und damit die herzliche Einladung, den Künstlern live beim Auspacken ihrer Koffer zuzuschauen und zuzuhören.

Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, lebt als Schriftstellerin in Berlin, schreibt Romane, Erzählungen und Kinderbücher und lehrt im In- und Ausland. 2012 wurde sie für ihr Werk mit dem Georg Büchner Preis ausgezeichnet.

Jana Müller, 1977 in Halle/Saale geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Fotografie. 2006 Diplom im Bereich Bildende Kunst. Die vielfach ausgezeichnete und weit gereiste Künstlerin beschäftigt sich in ihren Werken mit Erinnerung, filmischen Ausdrucksformen und dem Geschichten-Erzählen. So entstehen neben Fotografien eigenwillige Installationen, Bestandsaufnahmen mysteriöser Geschehnisse in einem Wechselspiel zwischen realen Begebenheiten und Fiktion.

Alexej Meschtschanow, 1973 in Kiew geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Der vielfach ausgezeichnete Künstler studierte an der HGB/Academy of Visual Arts in Leipzig. 2008 Meisterschülerabschluss bei Timm Rautert. Mit seinen Quasi-Skulpturen entwickelte er eine eigenwillige Formensprache, die zwischen Figuration und Abstraktion changiert. Sein Interesse gilt neben der Bildenden Kunst der experimentellen Literatur und der Einrichtung von Denkräumen.

 

Deutsche Bank, Friedrichsaal
Charlottenstraße 37/38, 10117 Berlin
Eintritt frei

Eine Veranstaltungskooperation der Deutsche Bank KunstHalle und der Villa Aurora

Dienstag, 15.12.2015

Literatursalon im Kant Kino

Berlin

Tanja Dückers © Mirko Lux
Tanja Dückers © Mirko Lux

Benefizlesung für Flüchtlinge

Mitte Dezember hatten wir die Freude, eine Benefizlesung für Flüchtlinge im Kant Kino zu unterstützen. Die Einnahmen im vierstelligen Bereich gingen vollständig an den Berliner Verein Flüchtlingspaten Syrien e.V.

Die ehemalige Villa Aurora-Stipendiatin Tanja Dückers, Johan de Blank und das Kantkino organisierten die Lesung mit acht namhaften Autoren: Ahne, María Cecilia Barbetta, Zehra Cirak, Tanja Dückers, Annett Gröschner, Jakob Hein, David Wagner und Peter Wawerzinek.

Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von der bekannten Sängerin und Akkordeonistin AnniKa von Trier.

Literatursalon im Kantkino

Berlin

Gemeinsam mit Tanja Dückers präsentiere Johan de Blank und das Kantkino eine Benefizlesung für Flüchtlinge mit acht namhaften Autoren: Ahne, Cecilia Barbetta, Zehra Cirak, Tanja Dückers, Annett Gröschner, Jakob Hein, David Wagner und Peter Wawerzinek.

Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von der bekannten Sängerin und Akkordeonistin AnniKa von Trier. Die Einnahmen gehen an den Berliner Verein "Flüchtlingspaten Syrien e.V."

// Literatursalon im Kantkino
// Kantstraße 54
// Charlottenburg
// Eintritt: € 7, erm. € 5

Mit Unterstützung der Villa Aurora