Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

Oktober 2013

Mittwoch, 02.10.2013

Romanticism Renewed

Los Angeles

Die Karl Weigl Stiftung und Villa Aurora präsentieren:

Romanticism Renewed: Discover the "forgotten" Karl Weigl

mit
John McLaughlin Williams, Violine und Glen Inanga, Klavier

In seinen jungen Jahren war Karl Weigl (1881-1949) eng mit der Wiener Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts verbunden. Er war ein Schüler Alexander Zemlinskys und lebenslanger Freund Arnold Schönbergs. Im Jahr 1904 gründeten die drei die ‚Vereinigung schaffender Tonkünstler‘, mit Gustav Mahler als Ehrenpräsidenten. Im Jahr 1938 sah sich Weigl gezwungen, nach New York zu fliehen, wo er trotz Schwierigkeiten, den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu bestreiten, niemals aufhörte zu Komponieren.
In den letzten zehn Jahren seines Lebens beschieden sich Aufführungen seiner Kompositionen fast ausschließlich auf Lieder und Kammermusik. Weigl konnte die Anerkennung, die er sein Werk 1968 erst posthum erfuhr, als Stokowski Weigls fünfte Symphonie uraufführte, nicht mehr miterleben. Weigls Kompositionen wurden von Musikern wie Wilhelm Furtwängler, George Szell und Elisabeth Schumann aufgeführt.

Der mit dem Grammy ausgezeichnete Dirigent und Geiger John McLaughlin Williams ist für seine unermüdliche Suche nach vergessenen, musikalischen Juwelen bekannt.
Glen Inanga kam mit seiner preisgekrönten Arbeit im Micallef-Inanga Piano Duo zu Ruhm und Ehren. Das Duo trat unter anderem gemeinsam mit den Philharmonikern der BBC und dem Radio-Symphonieorchester Wien auf.
Williams und Inanga werden die Stücke für Violine und Klavier, von denen derzeit keines kommerziell erhältlich ist, für das Sonos Luminos Label aufnehmen.
 

Das Konzert wird unterstützt von der OREL Stiftung, die James Conlon, der musikalischen Direktor der Los Angeles Opera, ins Leben gerufen hat, zum Zweck der Rückgewinnung kreativer Stimmen, die dem musikalischen Repertoire durch das Nazi-Regime verloren gegangen sind.

Wir danken dem österreichischen Generalkonsulat für seine Unterstützung.

Eintritt: $25 Normal, $15 friends of Villa Aurora
Tickets auf: www.brownpaperticket.com

Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Parkmöglichkeiten gibt es auf Los Liones Drive, der, vom Pacific Coastal Highway aus gesehen, zwei Blocks den Sunset Blvd hinauf abgeht. Dort beginnt um 19 Uhr der Shuttleservice .
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.

 

Sonntag, 13.10.2013

JazzIndeed meets North Atlantic Jazz Alliance

Los Angeles

Die Villa Aurora und das Deutsche Generalkonsulat LA präsentieren:
JazzIndeed meets North Atlantic Jazz Alliance

Besuchen Sie uns zu einer Jam-Session des deutschen Jazz-Ensembles JAZZINDEED und der deutsch-amerikanischen NORTH ATLANTIC JAZZ ALLIANCE, die anlässlich des European Jazz Festivals an der UCLA in der Stadt sind. (10.-13. Oktober)

Das Quintett JazzIndeed mit Sitz in Berlin spielt zeitgenössischen Jazz, getragen von der charakterischen Stimme ihres Sängers Michael Schiefel. Seit 2001 hält Schiefel eine Professur für Jazzgesang an der Musikhochschule Weimar inne.

Die North Atlantic Jazz Alliance (NAJA), ein Jazz-Kollektiv aus drei Deutschen und vier Amerikanern, fusioniert Jazz-Adaptionen klassischer Stücke elegant mit einem Hauch von Avantgarde und straighten Funk-Rhythmen. Pianist Markus Burger und Saxophonist Jan von Klewitz spielten bereits im vergangenen März in der voll ausverkauften Villa. Also – willkommen zurück!

Der Eintritt ist Kostenlos
RSVP erforderlich 310.454.4231

Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272
Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Los Liones Drive, der, vom Pacific Coastal Highway aus gesehen, zwei Blocks den Sunset Blvd hinauf abgeht. Dort beginnt um 18 Uhr der Shuttleservice .
Bitte parken Sie nicht auf dem Topanga State Park-Parkplätzen.

Weitere Informationen zum Euro Jazz Festival an der UCLA.
http://eujazzfestival.international.ucla.edu/sites/eurojazzfestival/

 

 

 

Donnerstag, 24.10.2013

Marta Feuchtwanger – Eine emanzipierte Frau

Berlin

Marta Feuchtwanger – Eine emanzipierte Frau

 

Marta Feuchtwanger, die 1891 als Marta Löffler in München geboren wurde, ist als Gravitationspunkt der Exil-Gemeinschaft ab den 40er Jahren in Los Angeles nicht wegzudenken. Sie bot gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Lion Feuchtwanger, in ihrem Haus, der Villa Aurora in Pacific Palisades, einen Ort der Zusammenkunft und des intellektuellen Austauschs. Auch nach dem Tod ihres Mannes blieb die Villa Aurora durch Marta Feuchtwanger ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Ihre intensive Freundschaft zu anderen Exilanten in Kalifornien ist in einem regen Briefwechsel dokumentiert. 1980 erhielt Marta Feuchtwanger die Ehrendoktorwürde der University of Southern California (USC). Bis zu ihrem Tod im Jahr 1987 engagierte sie sich politisch und kulturell.
 
Die Veranstaltung zu Ehren Marta Feuchtwangers im Literaturhaus Berlin ist Teil der 6. Internationalen Feuchtwanger Konferenz, die vom 24. – 26. Oktober im Jüdischen Museum in Berlin stattfindet. Sie steht im Rahmen des Themenjahrs 2013 „Zerstörte Vielfalt“, das an die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und die Novemberpogrome 1938 erinnert und sich mit der von den Nationalsozialisten nach 1933 zerstörten gesellschaftlichen Vielfalt Berlins auseinandersetzt. Ein Beitrag aus der ZDF-Produktion von Reinhart Hoffmeister wird Marta Feuchtwanger im Interview zeigen, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper wird über Marta Feuchtwanger in Berlin sprechen und in einem Gespräch zwischen der Journalistin Marianne Heuwagen, die Marta Feuchtwanger persönlich kannte und Alexandra Tyrolf, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Frauen und Exil beschäftigt, wird der Lebensweg und das Wirken dieser besonderen Frau nachgezeichnet werden.
 
Ort: Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 5.-/3.- EUR
 
Weitere Informationen zur Tagung auf der Homepage der Feuchtwanger Memorial Library.
Dienstag, 29.10.2013

Welcoming Reception

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

 

 

Teilnehmer:innen

Bildende Künstlerin | Nairy Baghramian

Nairy Baghramian wurde 1971 in Isfahan, Iran, geboren. Seit 1984 lebt und arbeitet sie in Berlin.

Nairy Baghramian bezieht Elemente des Möbeldesigns, der Bühnenbildgestaltung und der Mode in ihre Arbeit ein. Ihre räumlichen Stillleben enthalten Verweise auf die Materialgeschichte, die in einen neuen Kontext gestellt und in politische Statements umgewandelt werden – Werke, die Anklänge an Literatur und Theater aufweisen.

Baghramian möchte herausfinden, welche Themen der Frühen Moderne nicht in die neue Heimat der aus Europa emigrierten Architekten übertragen wurden. Ausgangspunkt ist das Konstrukt des „Heims“, ein Konzept, das die Belastungen und Chancen kreativer Persönlichkeiten einrahmt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts freiwillig nach Amerika kamen (wie Neutra und Schindler), sowie jener, die aus Europa vertrieben wurden.

Nairys Werke wurden in Schottland, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Australien, der Schweiz und Italien ausgestellt.

Filmemacher | Jan-Ole Gerster

Jan-Ole Gerster wurde in Hagen geboren. Er studierte Drehbuch und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Im Jahr 2010 begann Gerster mit den Arbeiten an seinem Abschlussfilm „Oh Boy!“ mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Der Film feierte 2012 auf dem Münchner Filmfestival Premiere. „Oh Boy!“ erntete internationale Anerkennung und gewann 2013 den Deutschen Filmpreis in sechs Kategorien, darunter für das beste Drehbuch, die beste Regie und den besten Film.
In der Villa Aurora wird Gerster sein neues Projekt „Cool Germania“ in Angriff nehmen, eine Geschichte über den Aufstieg und Fall zweier Freunde im Berlin der 90er- und Nullerjahre.

Beim Begrüßungsempfang wird Gerster eine Szene aus „Oh Boy!“ zeigen und über seine Arbeit sprechen.
Sehen Sie sich hier den Trailer an.

„Oh Boy!“ wurde für die European Film Awards nominiert. Unterstützen Sie Jan-Ole, indem Sie hier abstimmen.

Writer | Volker Harry Altwasser

Volker Harry Altwasser, 1969 in Greifswald geboren, wurde 2012 für sein Tiefsee-Epos „Letzte Fischer“ mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet. Er gehörte zu den Finalisten des Alfred-Döblin-Preises und des Ingeborg-Bachmann-Preises.

Altwassers These, dass „Literatur über das Meer immer Literatur über das Scheitern ist – das Meer setzt sich immer durch“, verbindet seine Werke mit amerikanischen Meilensteinen des Genres wie „Der alte Mann und das Meer“ oder „Moby Dick“. Altwasser brauchte 17 Jahre, um diesen Roman fertigzustellen, der durch Strenge, Poesie und Authentizität besticht.

Es findet eine 20-minütige Lesung mit Auszügen aus dem Roman (auf Deutsch und Englisch) statt.

Während seines Aufenthalts in der Villa Aurora wird der Autor die Lebensgeschichte des Schriftstellers Bruno Frank nachzeichnen, eines Freundes von Feuchtwanger, der in Vergessenheit geraten ist.