Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

2021

Sonntag, 07.03.2021

Gewand in drei Akten - Künstlergespräch

Online

Wir präsentieren ein Künstlergespräch von Villa Aurora-Alumna Stef Heidhues und Kurator Jan Maruhn im Rahmen der Ausstellung Gewand in drei Akten im Mies van der Rohe Haus in Berlin. Die Ausstellung bildet den Auftakt der Serie Raum – Zeit – Odyssee, mit der das Mies van der Rohe Haus den 135. Geburtstag des weltberühmten Architekten begeht. Sie behandelt die Spannungsreiche Beziehung des architektonischen und des leiblichen Raums in dessen Gebäuden. Coronabedingt kann die Ausstellung bis auf Weiteres nicht besucht werden.

In Gewand in drei Akten werden zwei Berliner Mies-Orte, das Haus Perls und das Haus Lemke, und zwei Protagonisten der Moderne, Mies van der Rohe und Max Pechstein, in Dialog gesetzt. Auch die Bauherrin Martha Lemke wird in einer Zeitreise lebendig, die vom Bild zum realen Gewand führt. Eine Fotografie des Bauhaus-Schülers Howard Dearstyne war die Grundlage für die Neuinterpretation eines ihrer Kleidungsstücke. Den aktuellen Zeithorizont zum Thema bringt die Künstlerin Stef Heidhues ein: In ihrer Arbeit untitled (weiße Form) spielt sie mit Form- und Designelementen der Moderne und fügt sie kritisch zu neuen Anordnungen im Raum.

 


Eine Kooperation mit dem Mies van der Rohe Haus

Mittwoch, 10.03.2021

Virtuelle Tour durch die Villa Aurora

Online

 

 

Information

Hören Sie, bequem von zu Hause, Hintergrundinformationen und Anekdoten aus einer der inspirierendsten Künstlerresidenzen für Bildende Künstler*innen, Komponist*innen, Musiker*innen, Filmemacher*innen und Schriftsteller*innen:

Partner

The Villa Aurora Tour is a cooperation between Villa Aurora and USC Libraries

 

 

Mittwoch, 24.03.2021

Lesung und Gespräch mit Alexis Landau und Michaela Ullmann

Online

 

 

Information

Advance Praise for "Those Who Are Saved"

“Lustrous prose and tight pacing….Those Who Are Saved binds the reader into a story of maternal love, erotic desire, and sweeping romance. I was carried away from beginning to end.” —Viet Thanh Nguyen, author of The Sympathizer

“Subtle and skilful….Absolutely haunting.” —Frances Liardet, author of We Must Be Brave

- “Powerful…Landau brilliantly explores the blurred lines between good and evil as the characters wrestle with their own dire decisions and the choices of those they love. Once this magnetic book takes hold, it doesn’t let go.” —Publishers Weekly, starred review

“A major novel, richy imagined.” —Jewish Book Council

 

 

Teilnehmer:innen

Alexis Landau
Photo by Daniel Sahlberg

Alexis Landau ist Absolventin des Vassar College, erwarb einen MFA am Emerson College und wurde an der University of Southern California in Englischer Literatur und Kreativem Schreiben promoviert. Sie wuchs in Los Angeles auf und war seit ihrer Jugend fasziniert von der Geschichte der europäischen Künstler:innen und Intellektuellen, die in „Weimar am Pazifik“ eine Zuflucht fanden. In dieser Schicksalsgemeinschaft ist ihr zweiter Roman „Those Who Are Saved“ (G. P. Putnam’s Sons, 2021) angesiedelt, in dem die Villa Aurora eine Schlüsselrolle spielt.

Michaela Ullmann

Michaela Ullmann, M.A. Studium der Ethnologie mit besonderer Berücksichtigung der Altamerikanistik, Klassischen sowie Vor- und Frügeschichtlichen Archäologie in Bonn und Studium der Bibliothekswissenschaften in San José, Kalifornien. Als Bibliothekarin für Exilwissenschaften an der Bibliothek der USC ist sie für die Feuchtwanger Memorial Library sowie zahlreiche Nachlässe deutschsprachiger Intellektueller und Künstler verantwortlich, die aus Nazideutschland geflüchtet sind und in Los Angeles ein neues Zuhause gefunden haben.

Sie ist die Mitherausgeberin von „Lion Feuchtwanger. Ein möglichst intensives Leben. Die Tagebücher“ (Berlin, 2018), „The Devil in France: My Encounter with Him in the Summer of 1940“ (Los Angeles, 2010) sowie „Against the Eternal Yesterday: Essays Commemorating the Legacy of Lion Feuchtwanger“ (Los Angeles, 2009).

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Montag, 03.05.2021

Befriending Ghosts – Digital Hauntings

Online

Herzlich Willkommen! Befriending Ghosts – Digital Hauntings ist eine interaktive Online-Performance, die speziell für den digitalen Raum konzipiert wurde und nur in diesem Rahmen "funktioniert". Am Ende des ersten Videos, das Sie hier sehen können, wird eine URL eingeblendet; wenn Sie diese in die Adresszeile Ihres Browsers eingeben, werden Sie auf eine externe Website weitergeleitet, von der aus Sie sich weiter durch ein Netzwerk verschiedener Seiten und Plattformen navigieren können. Es gibt nur sehr wenige Endpunkte, von denen aus kein weiterer Schritt möglich ist, und diese sind eindeutig als solche erkennbar. Wir empfehlen, alle Browsertabs, die sich im Laufe der Performance öffnen, geöffnet zu lassen, um Ihren Weg durch das Netzwerk jederzeit nachvollziehen und ggf. unkompliziert zu einer vorherigen Station zurückkehren zu können. Versuchen Sie nicht, sich einfach so schnell wie möglich durch das Netzwerk zu klicken, sondern nehmen Sie sich genug Zeit, sich auf jede Station einzulassen, und verwenden Sie nach Möglichkeit gute Kopfhörer. Sie können im Laufe der Performance u.a. auf folgende Seiten/Plattformen weitergeleitet werden: Google Drive, Google Maps, Google Docs, Soundcloud, Linktree, Instagram, Vimeo, YouTube, Cryptpad und einige weitere; Sie benötigen kein eigenes Konto bei den jeweiligen Anbietern. Alle Links wurden bei der Erstellung sorgfältig geprüft, dennoch wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass unerwartete Fehler auftreten können und die Teilnahme an der Online-Performance vollständig auf eigenes Risiko erfolgt; es kann keinerlei Haftung für hieraus entstandene Schäden oder aus der Nutzung der verschiedenen Websiteangebote erwachsende Rechtsverletzungen übernommen werden. Durch Betreten einer externen Website stimmen Sie den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien des jeweiligen Anbieters bzw. Webseitenbetreibers zu, evtl. sind für jede Website individuelle Cookie-Einstellungen vorzunehmen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, sich in der Online-Performance nicht zurechtfinden, nicht weiterkommen, auf andere Probleme stoßen oder einem Geist begegnen, schreiben Sie gerne eine E-Mail an ghosthelp2021@gmail.com; während des Veröffentlichungszeitraums der Performance werden Ihre Nachrichten regelmäßig gelesen und so schnell wie möglich beantwortet. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und viele spannende Entdeckungen bei der digitalen Geisterjagd!

“Befriending Ghosts” is broadcast by Volksbühne Berlin in cooperation with Villa Aurora & Thomas Mann House as part of the series Arman Avanessian & Enemies, the successful talk-think-theatre series for new political theory and theory formats, which has hosted over 70 events in the Volksbühne’s Roter Salon and is now in its fourth season.

Dienstag, 15.06.2021

REMEMBERING THE EXILES: Salka Viertel

Online

 

 

Information

„Die Geschichte Hollywoods die noch nicht geschrieben ist […], ist ohne eine Würdigung
von Salka Viertels Begabung für menschliche Beziehungen unvollständig.”

—Gottfried Reinhardt, Der Liebhaber, Erinnerungen seines Sohnes Gottfried Reinhardt an Max Reinhardt (Droemer Knaur, 1972)

 

Wir laden Sie ein zu einer Lesung und Diskussion mit Salka Viertels Biografin Donna Rifkind, der Bibliothekarin für Exilwissenschaften Michaela Ullmann, und Friedel  Schmoranzer, Leiterin der Stipendiatenprogramme in der Villa Aurora. Die Schauspielerin Nina  Franoszek liest aus Salkas Autobiografie „Das unbelehrbare Herz” und auf Einladung von Susan und Don Starr, denen wir für ihre Gastfreundschaft herzlich danken, werfen wir einen Blick in den legendären ehemaligen Wohnsitz der Viertels in der Mabery Road.

Das Programm ist online abrufbar ab dem 15. Juni auf dem VATMH-YouTube-Kanal.


 

 

Teilnehmer:innen

Donna Rifkind

Donna Rifkind ist Autorin, Buchkritikerin und Salka Viertel Expertin. Ihre Biographie über Salka Viertel „The Sun and her Stars: Salka Viertel and Hitler’s Exiles in the Golden Age of Hollywood” (Other Press, 2020), wurde 2020 für den National Jewish Book Award nominiert. Sie verfasste zudem ein Nachwort zu der Neuausgabe von Salka Viertels Memoiren „Das unbelehrbare Herz”(1969), die 2019 von NYRB Classics herausgebracht wurde.

Donna Rifkinds Kritiken erscheinen regelmäßig in The Wall Street Journal, ihre Essays und Kritiken werden u.a. in der The New York Times Book Review, The Los Angeles Times, The Washington Post, The (London) Times Literary Supplement, The American Scholar und Commentary veröffentlicht.

2006 war sie für die renomierte „Nona Balakian Citation for Excellence in Reviewing” des National Book Critics Circle nominiert.

Michaela Ulmann

Michaela Ullmann, M.A.,Studium der Ethnologie mit besonderer Berücksichtigung der Altamerikanistik, Klassischen sowie Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie in Bonn und Studium der Bibliothekswissenschaften in San José, Kalifornien. Als Bibliothekarin für Exilwissenschaften an der Bibliothek der USC ist sie für die Feuchtwanger Memorial Library sowie zahlreiche Nachlässe deutschsprachiger Intellektueller und Künstler verantwortlich, die aus Nazideutschland geflüchtet sind und in Los Angeles ein neues Zuhause gefunden haben.

Sie ist die Mitherausgeberin von „Lion Feuchtwanger. Ein möglichst intensives Leben. Die Tagebücher“ (Berlin, 2018), „The Devil in France: My Encounter with Him in the Summer of 1940“ (Los Angeles, 2010) sowie „Against the Eternal Yesterday: Essays Commemorating the Legacy of Lion Feuchtwanger“ (Los Angeles, 2009). 

Nina Franoszek
© Joachim Gern

Die gebürtige Berlinern Nina Franoszek ist international als Schauspielerin und Regisseurin erfolgreich und lebt in Berlin und Los Angeles. Sie wirkte in über 100 TV- und Kinoproduktionen mit, darunter Roman Polanski's „The Pianist“ und die Kult-Serie „Mad Men”. Sie spielte u.a. mit Tilda Swinton, Jordan Peele und Donald Sutherland, ist aktuell in der HBO-TV-Serie „The Brink“ neben Tim Robbins und Jack Black zu sehen, sowie als Hauptdarstellerin in „Letzte Spur Berlin: Sommersonnenwende“ und dem ARD-Degeto-Film “Camping mit Herz”. Franoszek ist Grimme-Preisträgerin, erhielt den Deutschen Schauspielpreis („Bestes Ensemble Weissensee“) und wurde 2020 mit dem Earphone Award als “Beste Interpretin” für die Amerikanische Hörbuchfassung des internationalen Bestsellers “The German House” ausgezeichnet. In der cineastischen Videospiel Reihe “Wolfenstein” spielt sie die Antagonistin Frau Engel im „Quentin Tarantino Stil” und wird 2018 für den BTVA Video Game Voice Acting Award als beste Schauspielerin nominiert. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, im Bundesverband Schauspiel, der Screen Actors Guild und Jurorin der internationalen Emmy Awards (2007-2020).

Partner

Eine Veranstaltung der Villa Aurora in Zusammenarbeit mit den USC Libraries

 

 

Donnerstag, 02.09.2021

MEET THE ARTISTS

Los Angeles (Villa Aurora 520 Paseo Miramar Pacific Palisades, CA 90272)

 

 

Participants

Nadine Fecht
Nadine Fecht

Nadine Fecht, geb. 1976 in Mannheim, studierte Kunst und Archäologisches Zeichnen an der Academy of Fine Arts Karlsruhe, Humboldt Universität Berlin, California College of the Arts San Francisco und an der University of the Arts Berlin. Nadine Fecht arbeitet vorrangig als Zeichnerin, schafft aber auch Videos und raumbezogene Installationen. Ihre Werke changieren oft zwischen Zeichnung und Sprache und sind konzeptueller und gestischer Ausdruck eines Interesses an alternativen oppositionellen Bewegungen, die aktuelle politische Rhetorik, Inhalte und Status in Frage stellen. Von 2015 bis 2017 sowie 2018 bis 2019 war sie Gastdozentin an der HBK Braunschweig..

www.nadinefecht.com

Nadine Fecht ist Villa Aurora-Stipendiatin der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.

Marc Fromm
Marc Fromm

Marc Fromm, geboren 1971 in Langen/Hessen, machte eine Ausbildung zum Schreiner und zum Holzbildhauer. Anschließend ging er an die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle um sich dem Studium der menschlichen Figur zu widmen. Er studierte außerdem an der École des Beaux Arts in Bordeaux. Bis heute ist die menschliche Figur in ihrem sich rasant verändernden sozialen Gefüge der Ausgangspunkt seiner Motive. Die Auseinandersetzung mit Grundthemen und den Widersprüchen unserer Zeit, dem Wahnsinn des Alltags, findet in großen Holzskulpturen und Lindenholzreliefs ihren Ausdruck.

http://marcfromm.de/

Marc Fromm ist Villa Aurora Stipendiat der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Robin Stretz
Robin Stretz

Robin Stretz, geboren 1996 in Pirmasens, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er studierte Bildende Kunst an der Kunsthochschule Mainz und an der Städelschule in Frankfurt am Main. Stretz arbeitet vorwiegend mit Filmen und Installationen. Seine Arbeit verhandelt Filme als Objekte und ihr Potential, Dinge ohne Anspruch auf Wahrheitsgehalt oder Allgemeingültigkeit zu dokumentieren, zu collagieren, neu zu ordnen um poetische Zusammenhänge zu finden und ein Eigenleben zu entwickeln. Dabei haben die meisten seiner Arbeiten ihren Ausgangspunkt am Rande von Film, Kunst oder (Populär-) Kultur; kleineren, unwichtig erscheinenden Geschichten und Gerüchten.

Robin Stretz ist Villa Aurora-Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Dienstag, 21.09.2021

MARX. Ein Film von Olaf Nicolai – 24-Stunden-Screening

Berlin

 

 

Information

„Mit diesem Projekt sind wir Gastgeber für ein anderes Verständnis von Zeit.“ Andrea Lissoni

Der Film „MARX“ (24 h Color / Sound, 2020) entstand am 21. und 22. September 2020. Mit einer einzigen, fixierten Kameraeinstellung wurde das Karl-Marx-Monument in Chemnitz 24 Stunden lang gefilmt. Der gewählte Bildausschnitt zeigt bewusst nur einen Teil des monumentalen Gesichts, auf dessen stark konturierter, bronzener Oberfläche sich das Licht reflektiert.

Vorführungsorte nach Zeitzonen:
TIMES MUSEUM, Guangzhou / MAUDI, Tbilisi / AL MA’MAL FOUNDATION FOR CONTEMPORARY ART, Jerusalem / CINÉMATHÈQUE DE TANGER, Tanger / GARAGE MUSEUM FOR CONTEMPORARY ART, Moskwa / GOETHE INSTITUT SOFIA, Sofia / LOCUS ATHENS, Athina / HAUS DER KULTUREN DER WELT, Berlin / HAUS DER KUNST, München / KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ, Chemnitz / MACRO. MUSEUM OF CONTEMPORARY ART OF ROME, Roma / MGML. MUSEUM AND GALLERIES OF LJUBLJANA, Ljubljana / ICA. INSTITUTE OF CONTEMPORARY ARTS, London / FOGO ISLAND ARTS, Fogo Island / SUBTE. CENTRO DE EXPOSICIONES, Montevideo / VILLA AURORA, Los Angeles

#24hMarx www.hausderkunst.de


In den Innenräumen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben. Bitte legen Sie außerdem einen Impfnachweis ODER einen Genesenennachweis ODER einen Nachweis über einen negativen COVID 19-Test vor, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

 

Ort:

Villa Aurora
520 Paseo Miramar
Los Angeles, CA 90272


Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich unter infola@vatmh.org oder +001-310-454-4231 an.

 

Partners

Konzipiert und produziert im Rahmen des Projekts „Gegenwarten I Presences 2020“, veranstaltet durch die Kunstsammlungen Chemnitz. Die weltweite 24-Stunden-Uraufführung wurde ermöglicht durch die Unterstützung von Haus der Kunst, München; Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin; Knust Kunz Gallery Editions; Stiftung Federkiel & Christian Jacobs; Kulturstiftung des Bundes und Stadt Chemnitz.

Mittwoch, 20.10.2021

IM GESPRÄCH: Laura Castañeda und Emir Olivares

Online

Information

 

Das diesjährige Feuchtwanger Fellowship wurde an den mexikanischen Journalisten Emir Olivares vergeben.

Wir haben Laura Castañeda, Professorin der USC Annenberg School for Communication and Journalism in unseren Salon eingeladen, um gemeinsam mit Emir Olivares über seine Arbeit in Mexiko und sein aktuelles Projekt über Immigration und den Amerikanischen Traum zu sprechen.

Das Gespräch wird ab dem 20. Oktober um 12 Uhr auf unserem YouTube Kanal zu sehen sein.

 

 

Teilnehmer:innen

Emir Olivares

Emir Olivares arbeitet seit 2003 als Reporter bei La Jornada, einer der wichtigsten Tageszeitungen Mexikos, und widmet sich insbesondere Themen wie Menschenrechtsverletzungen, Migration, Korruption und Außenpolitik. Nachdem er im Juni 2017 Drogengeschäfte auf dem Campus der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt aufgedeckt hatte, die mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung stehen, erhielt er Morddrohungen, sollte er die Berichterstattung fortsetzen. Er wurde sofort von der Berichterstattung über alles, was mit der Universität zu tun hatte, abgezogen. Dennoch wurde im Dezember 2019 in seine Wohnung eingebrochen und Olivares wurde im Zusammenhang mit der früheren Berichterstattung erneut bedroht. Kurz bevor die Pandemie zuschlug, war er gezwungen, seine Wohnung zu verlassen und konnte, als Schutzmaßnahme, länger als ein Jahr nicht unter seinem Namen für La Jornada schreiben. Bis heute haben die mexikanischen Behörden im Zusammenhang mit beiden Vorfällen keine Verhaftungen vorgenommen, und Olivares befindet in einem staatlichen Sicherheitsprogramm und unter dem Schutz von Leibwächtern.

Laura Castañeda

Laura Castañeda ist Professorin für Berufspraxis an der USC Annenberg School of Journalism. Sie unterrichtet Bachelor und Masterstudenten mit den Schwerpunkten Berichterstattung, journalistisches Schreiben und Diversität.

 

Preise und Auszeichnungen:

The Barry Bingham Sr. Fellowship, American Society of News Editors (2019)
One of the nation’s 10 journalism educators who is “making a difference,” Crain’s NewsPro magazine (2018)
“Disruptive Educator,” CUNY’s Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism (2017)
Third Place in the “Teaching News Terrifically in the 21st Century” competition for “Introduction to Court Reporting,” Association for Education in Journalism and Mass Communication (AEJMC) National Convention (2009)
Gewinnerin des AEJMC’s Baskett Mosse Award (2002)

Partners

Eine Veranstaltung der Villa Aurora in Zusammenarbeit mit der USC Annenberg School of Journalism und USC Libraries

 

 

Samstag, 06.11.2021

Festakt - The Sanctuary. Art and Literature from Exile and Hermitage

Los Angeles (520 Paseo Miramar, LA, CA 90272)

 

 

Information

15 Uhr: Grußworte der stellvertretenden Vorsitzenden Marianne Heuwagen, dem Generalkonsul Stefan Schneider, Marje Schuetze-Coburn von der USC Feuchtwanger Memorial Library und dem langjährigen Vorstandsmitglied Steven Lavine.

15:15 Uhr The Sanctuary: Session 1
Stefan Keppler-Tasaki (University of Tokyo, Thomas Mann Fellow 2019): 25 Years of Literature from the Villa Aurora, a Sanctuary of Exile and a Gateway to California
Q&A moderiert von Michaela Ullmann

Kevin Vennemann (Scripps College, Villa Aurora writer-in-residence 2008): Reading from Sunset Boulevard: On Filming, Building, and Dying in Los Angeles
Q&A moderiert von Stefan Keppler-Tasaki

16 Uhr 30: Kaffepause

17 Uhr: Vorstellung der derzeitigen Fellows der Villa Aurora Ulu Braun (Film), Anna Sofie Hartmann (Film), Sarah Szczesny (Bildende Kunst) und Isabelle Stever (Film)

17 Uhr 15: Hanno Leichtmann (Villa Aurora composer-in-residence 2018): OUTERLANDS, live-Performance eines Stücks, das ausschließlich aus Tonaufnahmen aus dem Innern der Kinoorgel in der Villa Aurora und einem vierkanaligen backing tape besteht.

 

 

Teilnehmer:innen

Stefan Keppler-Tasaki

Stefan Keppler-Tasaki, geboren 1973 in Wertheim, studierte Germanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und promovierte 2005 über die „Grenzen des Ich“ in Goethes Erzählwerk. Von 2002 bis 2008 war er Assistent von Peter-André Alt an der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin, anschließend Juniorprofessor an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der FU.  2012 nahm er einen Ruf an die Universität Tokyo auf eine Tenure-Track-Professur für moderne deutsche Literatur an und lebt seitdem in der japanischen Hauptstadt.  
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Goethe- und die Exilforschung (Alfred Döblin, Thomas Mann u.a.), besonders unter ideen- und mediengeschichtlichen Gesichtspunkten. Daneben setzte er sich wiederholt mit der Geschichte der NS-Ideologie auseinander, nicht zuletzt in seiner südwestdeutschen Herkunftsregion.
Stefans Studium und Promotion wurden durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Die Einstein Stiftung Berlin unterstützte seine Forschungskooperation zwischen der Freien Universität Berlin und der Universität Tokyo mit einem fünfjährigen Fellowship ab 2015. 2019 war er außerdem Fellow des Thomas Mann House in Los Angeles. Er ist Mitglied des Berliner Exzellenzclusters „Temporal Communities – Doing Literature in a Global Perspective“.  

 

Kevin Vennemann

Kevin Vennemann lehrt am Scripps College in Claremont, CA. und lebt in Los Angeles. Aktuelle Veröffentlichungen beinhalten die Studie “Die Welt vom Rücken des Kranichs. Thermodynamik und der Verfall einer Familie" (Berlin: Matthes & Seitz 2020).

Hanno Leichtmann

Ursprünglich aus der Improvisierten Musik kommend, widmete sich Hanno Leichtmann ab 1998 der elektronischen Musik zu. Mit seinem Projekt „Static“ veröffentlichte er mehrere Alben und tourte durch die ganze Welt. 2011 veröffentlichte er den "lost" Soundtrack für Christoph Schlingensiefs letzten Film "African Twintowers",( zuletzt aufgeführt bei der CTM 2016 im HAU 1). Mit seinem Trio „Groupshow“ vertonte er mehrmals den achtstündigen Andy Warhol Klassiker „Empire“. Seit 2008 kuratierte er regelmässig Festivals und Clubreihen in Berlin, wie z.B das Letra / Tone – Festival für Grafik und Musik oder SYN / CUSSION - Festival für Schlagzeug und Elektronik. Seit 2013 arbeitet Leichtmann vor allem als Soundartist auf Grundlage von Klangarchiven. Seine umfangreiche Arbeit „Nouvelles Aventures“ wurde im Rahmen der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik ausgestellt und seine perkussive Klanginstallation „Skin, Wood, Traps“, entwickelt während eines Stipendiumsaufenthalts in Wellington, Neuseeland, wurde im Haus der Kulturen der Welt gezeigt. 2018 erarbeitete er eine sechskanalige Klanginstallation für die Compagnie Sasha Waltz & Guests während seiner Residency in der Villa Aurora, Los Angeles, welche im Dezember 2018 in Berlin zusammen mit Tänzern des Ensembles uraufgeführt wurde. Im März 2019 kuratierte er die zweite Ausgabe des Letra / Tone Festivals für Grafik und Musik. Mit Carolin Brandl kuratiert er das Festival SCULPTURE - Skulpturale Konzepte für Choreografie und Musik (welches zweimal im Georg Kolbe Museum in Berlin stattfand). Im Oktober 2021 präsentierte er seine Klanginstallation SECULUM bei den Donaueschinger Musiktagen. Seit 2021 hat Hanno Leichtmann ein exklusives Modelabel in Ponta do Sol, Madeira, mit einer eigenen Abteilung in der legendären Boutique Nova Minerva in der Hauptstadt Funchal.  

Hanno Leichtmann lebt und arbeitet in Berlin und Ponta do Sol, Madeira.  

Partners

In Kooperation mit USC Libraries, USC Max Kade Institute, der Freien Universität Berlin und der University of Tokyo

Mittwoch, 10.11.2021

Symposium - The Sanctuary. Art and Literature from Exile and Hermitage, Nov. 10

Online

 

 

Information

10. November, 9 Uhr: Session 2
mit Tanja Dückers
Grußworte: Claudia Gordon (Villa Aurora), Michaela Ullmann (USC Feuchtwanger Memorial Library)
Einführung in die Zoom-Meeting-Reihe durch Claudia Gordon und Stefan Keppler-Tasaki

Tanja Dückers (Villa Aurora writer-in-residence 2000): Safe.Space
Q&A moderiert von Stefan Keppler-Tasaki
  

15. November, 10 Uhr: Session 3
mit Felicitas Hoppe
Felicitas Hoppe (Villa Aurora writer-in-residence 2012): The Sanctuary
Q&A moderiert von Friedel Schmoranzer (Villa Aurora)

16. November, 10 Uhr 30: Session 4
mit Annette Jael Lehmann-Kolesch
Annette Jael Lehmann-Kolesch (FU Berlin, EXC 2020: Temporal Communities):
From the Secret Wing: On the Move - Multidirections of Doing Literature
Q&A moderiert von Friederike von Schwerin-High (Pomona College)

 

 

Teilnehmer:innen

Stefan Keppler-Tasaki

Stefan Keppler-Tasaki, geboren 1973 in Wertheim, studierte Germanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und promovierte 2005 über die „Grenzen des Ich“ in Goethes Erzählwerk. Von 2002 bis 2008 war er Assistent von Peter-André Alt an der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin, anschließend Juniorprofessor an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der FU.  2012 nahm er einen Ruf an die Universität Tokyo auf eine Tenure-Track-Professur für moderne deutsche Literatur an und lebt seitdem in der japanischen Hauptstadt.  
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Goethe- und die Exilforschung (Alfred Döblin, Thomas Mann u.a.), besonders unter ideen- und mediengeschichtlichen Gesichtspunkten. Daneben setzte er sich wiederholt mit der Geschichte der NS-Ideologie auseinander, nicht zuletzt in seiner südwestdeutschen Herkunftsregion.
Stefans Studium und Promotion wurden durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Die Einstein Stiftung Berlin unterstützte seine Forschungskooperation zwischen der Freien Universität Berlin und der Universität Tokyo mit einem fünfjährigen Fellowship ab 2015. 2019 war er außerdem Fellow des Thomas Mann House in Los Angeles. Er ist Mitglied des Berliner Exzellenzclusters „Temporal Communities – Doing Literature in a Global Perspective“.  

 

Kevin Vennemann

Kevin Vennemann lehrt am Scripps College in Claremont, CA. und lebt in Los Angeles. Aktuelle Veröffentlichungen beinhalten die Studie “Die Welt vom Rücken des Kranichs. Thermodynamik und der Verfall einer Familie" (Berlin: Matthes & Seitz 2020).

Tanja Dückers

Tanja Dückers, * 1968 in Berlin (West), Schriftstellerin, Publizistin.  Sie hat 19 Bücher veröffentlicht; zu ihren wichtigsten Arbeiten zählen die Romane „Spielzone“, „Himmelskörper“, „Der Längste Tag des Jahres“ und „Hausers Zimmer“, der Essayband „Morgen nach Utopia“, die Theaterstücke „Spielzone“ und „Grüße aus Transnistrien“ (Uraufführung im Berliner HAU II) sowie ihre Lyrikbände, u.A. „Fundbüros und Verstecke“. Zuletzt erschienen der autobiographisch gefärbte Rückblick „Mein altes West-Berlin“ sowie „Schoki Doki“ (Kurzgeschichten).
Zusammenarbeit mit Künstler*innen verschiedener Disziplinen, Komponist*innen, Theaterregisseur*innen, Maler*innen, Chocolatieren.  

Tanja Dückers äußert sich im In- und Ausland zu kultur- und gesellschaftspolitischen Themen, schreibt für verschiedene Zeitungen, Magazine, TV- und Radiosender (u.a. Deutsche Welle, Tagesspiegel, ZEIT Online,  Morgenpost, Berliner Zeitung, Süddeutsche, taz, Frankfurter Rundschau, Welt, Jungle World, Politik & Kultur, kulturaustausch, AI-Journal, RBB). Regelmäßig ist sie im Politischen Feuilleton vom Deutschlandfunk zu hören.  

Für ihr literarisches und essayistisches Schaffen erhielt Tanja Dückers zahlreiche Preise und Stipendien, die sie u.a. nach New Hampshire (Dartmouth College), Pennsylania (Allegheny College), nach Ohio (Miami University sowie Oberlin College), nach Kalifornien (Villa Aurora), nach Südafrika und in viele weitere, vor allem mittel- und osteuropäische Länder führten. Leitung von Schreibwerkstätten im In- und Ausland, u.A. in Rumänien, Belarus, Kenia und Indien. Im nächsten Jahr wird sie Max-Kade-Stipendiatin an der University of Wisconsin-Madison sein.  

www.tanjadueckers.de

Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe, geb. 1960 in Hameln, lebt als Schriftstellerin in Berlin. 1996 erschien ihr Debüt „Picknick der Friseure”, 1999, nach einer Weltreise auf einem Frachtschiff, folgte der Roman „Pigafetta”, 2003 „Paradiese, Übersee”, 2004 „Verbrecher und Versager”, 2006 „Johanna”, 2008 „Iwein Löwenritter”, 2009 „Sieben Schätze” und die Erzählung „Der beste Platz der Welt”, 2010 „Abenteuer – was ist das?”, 2011 „Grünes Ei mit Speck”, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss, 2012 der Roman „Hoppe” 2018 der Roman „Prawda. Eine amerikanische Reise” und zuletzt 2021 „Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm”. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Bremer Literaturpreis, dem Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim, dem Rattenfänger-Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis und dem Erich Kästner Preis für Literatur. Felicitas Hoppe ist die erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds. Außerdem Poetikdozenturen und Gastprofessuren in Wiesbaden, Mainz, Augsburg, Göttingen, am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, an der Georgetown University, Washington D.C., in Hamburg, Heidelberg und Köln.

 

Literaturpreise (Auswahl)
Foglio-Preis für junge Literatur (1995)
Aspekte-Literaturpreis (1996)
Ernst-Willner-Preis im Bachmann-Literaturwettbewerb (1996)
Rauriser Literaturpreis (1997)
Laurenz-Haus-Stiftung Basel (1998)
Niedersächsischer Förderpreis für Literatur (1999)
Spycher: Literaturpreis Leuk, Nicolas Born-Preis, Heimito von Doderer-Literaturpreis (alle 2004)
Brüder Grimm-Preis der Stadt Hanau (2005)
Bremer Literaturpreis (2007)
Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim (2007)
Rattenfänger-Literaturpreis (2010)
Preisträgerin des Comburg-Stipendiums (2010)
Villa Aurora (2012)
Georg-Büchner-Preis (2012)
Werner-Bergengruen-Preis (2015)
Erich Kästner Preis für Literatur (2015)
Ehrendoktorwürde der Leuphana Universität Lüneburg (2016)
Großer Preis des Deutschen Literaturfonds (2020)
Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2021)

http://www.felicitas-hoppe.de/

Annette Jael Lehmann-Kolesch

Annette Jael Lehmann studierte  Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Amerikanistik und Philosophie in Berlin, Oxford und Berkeley und promovierte 1996 in Vergleichender Literaturwissenschaft und Ästhetik an der Freien Universität Berlin. Zwischen 1995 und 1998 hatte sie Gastdozenturen an der University of California, der School of Critical Studies, am California Institute of the Arts (CalArts) und der School of Arts, Letters and Sciences (USC) inne. Von 1999 bis 2005 war sie im DFG-Sonderforschungsbereich SFB 447: "Kulturen des Performativen" tätig und wurde an der Freien Universität Berlin 2005 in Visueller Kultur habilitiert. Darüber hinaus leitete sie das "Zentrum für Interdisziplinäre Kunstwissenschaften und Ästhetik" geschäftsführend (2006). Von 2007 bis 2019 war sie Professorin für Visual Culture und Theater am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit 2017 ist sie Studienleiterin am Einstein Center Digital Future (ECDF). 2019 wurde sie Studienleiterin am Exzellenzcluster  „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective” an der Freien Universität Berlin und Studienleiterin an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien. Seit Herbst 2019/20 hat sie die Professur und den Seminarvorstand für Kultur- und Medienmanagement am Institut für Theaterwissenschaften and der FU Berlin inne. Sie ist Mitglied bei metaLAB(at) Harvard/Berkamn Klein Center, Harvard University. Seit Frühling 2021 ist sie Leiterin des metaLAB(at) FU. Annette Jael Lehmann ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

PREISE / AUSZEICHNUNGEN / FELLOWSHIPS
- Fellowship, Literary Research Center Huntington Library, Pasadena, California, USA (1997)
- Visiting Research Fellow, Getty Research Institute, Los Angeles, USA (2001)
- Preisträgerin (1. Platz) der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Deutschland (2003)
- Visiting Fellow am Rothermere American Institute, University of Oxford, England
- Mentee, ProFiL-Programm, Mentoring, Training, Networking, Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin, Humboldt-Universität Berlin, Universität Potsdam, Deutschland, Mentorin: Prof. Monika Grütters (2005)
- Senior Research und Teaching Stay an der Hebrew University of Jerusalem, Israel (2015)
- Global Humanities Senior Fellow am Mahindra Humanities Center at Harvard University, Cambridge, Massachusetts, USA (2016/17)

 

Partners

In Kooperation mit USC Libraries, USC Max Kade Institute, der Freien Universität Berlin und der University of Tokyo

Montag, 15.11.2021

Symposium - The Sanctuary. Art and Literature from Exile and Hermitage, Nov. 15

Online

 

 

Information

10. November, 9 Uhr: Session 2
mit Tanja Dückers
Grußworte: Claudia Gordon (Villa Aurora), Michaela Ullmann (USC Feuchtwanger Memorial Library)
Einführung in die Zoom-Meeting-Reihe durch Claudia Gordon und Stefan Keppler-Tasaki

Tanja Dückers (Villa Aurora writer-in-residence 2000): Safe.Space
Q&A moderiert von Stefan Keppler-Tasaki
  

15. November, 10 Uhr: Session 3
mit Felicitas Hoppe
Felicitas Hoppe (Villa Aurora writer-in-residence 2012): The Sanctuary
Q&A moderiert von Friedel Schmoranzer (Villa Aurora)

16. November, 10 Uhr 30: Session 4
mit Annette Jael Lehmann-Kolesch
Annette Jael Lehmann-Kolesch (FU Berlin, EXC 2020: Temporal Communities):
From the Secret Wing: On the Move - Multidirections of Doing Literature
Q&A moderiert von Friederike von Schwerin-High (Pomona College)

 

 

Teilnehmer:innen

Stefan Keppler-Tasaki

Stefan Keppler-Tasaki, geboren 1973 in Wertheim, studierte Germanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und promovierte 2005 über die „Grenzen des Ich“ in Goethes Erzählwerk. Von 2002 bis 2008 war er Assistent von Peter-André Alt an der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin, anschließend Juniorprofessor an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der FU.  2012 nahm er einen Ruf an die Universität Tokyo auf eine Tenure-Track-Professur für moderne deutsche Literatur an und lebt seitdem in der japanischen Hauptstadt.  
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Goethe- und die Exilforschung (Alfred Döblin, Thomas Mann u.a.), besonders unter ideen- und mediengeschichtlichen Gesichtspunkten. Daneben setzte er sich wiederholt mit der Geschichte der NS-Ideologie auseinander, nicht zuletzt in seiner südwestdeutschen Herkunftsregion.
Stefans Studium und Promotion wurden durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Die Einstein Stiftung Berlin unterstützte seine Forschungskooperation zwischen der Freien Universität Berlin und der Universität Tokyo mit einem fünfjährigen Fellowship ab 2015. 2019 war er außerdem Fellow des Thomas Mann House in Los Angeles. Er ist Mitglied des Berliner Exzellenzclusters „Temporal Communities – Doing Literature in a Global Perspective“.  

 

 

Kevin Vennemann

Kevin Vennemann lehrt am Scripps College in Claremont, CA. und lebt in Los Angeles. Aktuelle Veröffentlichungen beinhalten die Studie “Die Welt vom Rücken des Kranichs. Thermodynamik und der Verfall einer Familie" (Berlin: Matthes & Seitz 2020).

Tanja Dückers

Tanja Dückers, * 1968 in Berlin (West), Schriftstellerin, Publizistin.  Sie hat 19 Bücher veröffentlicht; zu ihren wichtigsten Arbeiten zählen die Romane „Spielzone“, „Himmelskörper“, „Der Längste Tag des Jahres“ und „Hausers Zimmer“, der Essayband „Morgen nach Utopia“, die Theaterstücke „Spielzone“ und „Grüße aus Transnistrien“ (Uraufführung im Berliner HAU II) sowie ihre Lyrikbände, u.A. „Fundbüros und Verstecke“. Zuletzt erschienen der autobiographisch gefärbte Rückblick „Mein altes West-Berlin“ sowie „Schoki Doki“ (Kurzgeschichten).
Zusammenarbeit mit Künstler*innen verschiedener Disziplinen, Komponist*innen, Theaterregisseur*innen, Maler*innen, Chocolatieren.  

Tanja Dückers äußert sich im In- und Ausland zu kultur- und gesellschaftspolitischen Themen, schreibt für verschiedene Zeitungen, Magazine, TV- und Radiosender (u.a. Deutsche Welle, Tagesspiegel, ZEIT Online,  Morgenpost, Berliner Zeitung, Süddeutsche, taz, Frankfurter Rundschau, Welt, Jungle World, Politik & Kultur, kulturaustausch, AI-Journal, RBB). Regelmäßig ist sie im Politischen Feuilleton vom Deutschlandfunk zu hören.  

Für ihr literarisches und essayistisches Schaffen erhielt Tanja Dückers zahlreiche Preise und Stipendien, die sie u.a. nach New Hampshire (Dartmouth College), Pennsylania (Allegheny College), nach Ohio (Miami University sowie Oberlin College), nach Kalifornien (Villa Aurora), nach Südafrika und in viele weitere, vor allem mittel- und osteuropäische Länder führten. Leitung von Schreibwerkstätten im In- und Ausland, u.A. in Rumänien, Belarus, Kenia und Indien. Im nächsten Jahr wird sie Max-Kade-Stipendiatin an der University of Wisconsin-Madison sein.  

www.tanjadueckers.de

Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe, geb. 1960 in Hameln, lebt als Schriftstellerin in Berlin. 1996 erschien ihr Debüt „Picknick der Friseure”, 1999, nach einer Weltreise auf einem Frachtschiff, folgte der Roman „Pigafetta”, 2003 „Paradiese, Übersee”, 2004 „Verbrecher und Versager”, 2006 „Johanna”, 2008 „Iwein Löwenritter”, 2009 „Sieben Schätze” und die Erzählung „Der beste Platz der Welt”, 2010 „Abenteuer – was ist das?”, 2011 „Grünes Ei mit Speck”, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss, 2012 der Roman „Hoppe” 2018 der Roman „Prawda. Eine amerikanische Reise” und zuletzt 2021 „Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm”. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Bremer Literaturpreis, dem Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim, dem Rattenfänger-Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis und dem Erich Kästner Preis für Literatur. Felicitas Hoppe ist die erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds. Außerdem Poetikdozenturen und Gastprofessuren in Wiesbaden, Mainz, Augsburg, Göttingen, am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, an der Georgetown University, Washington D.C., in Hamburg, Heidelberg und Köln.

 

Literaturpreise (Auswahl)
Foglio-Preis für junge Literatur (1995)
Aspekte-Literaturpreis (1996)
Ernst-Willner-Preis im Bachmann-Literaturwettbewerb (1996)
Rauriser Literaturpreis (1997)
Laurenz-Haus-Stiftung Basel (1998)
Niedersächsischer Förderpreis für Literatur (1999)
Spycher: Literaturpreis Leuk, Nicolas Born-Preis, Heimito von Doderer-Literaturpreis (alle 2004)
Brüder Grimm-Preis der Stadt Hanau (2005)
Bremer Literaturpreis (2007)
Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim (2007)
Rattenfänger-Literaturpreis (2010)
Preisträgerin des Comburg-Stipendiums (2010)
Villa Aurora (2012)
Georg-Büchner-Preis (2012)
Werner-Bergengruen-Preis (2015)
Erich Kästner Preis für Literatur (2015)
Ehrendoktorwürde der Leuphana Universität Lüneburg (2016)
Großer Preis des Deutschen Literaturfonds (2020)
Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2021)

http://www.felicitas-hoppe.de/

Annette Jael Lehmann-Kolesch

Annette Jael Lehmann studierte  Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Amerikanistik und Philosophie in Berlin, Oxford und Berkeley und promovierte 1996 in Vergleichender Literaturwissenschaft und Ästhetik an der Freien Universität Berlin. Zwischen 1995 und 1998 hatte sie Gastdozenturen an der University of California, der School of Critical Studies, am California Institute of the Arts (CalArts) und der School of Arts, Letters and Sciences (USC) inne. Von 1999 bis 2005 war sie im DFG-Sonderforschungsbereich SFB 447: "Kulturen des Performativen" tätig und wurde an der Freien Universität Berlin 2005 in Visueller Kultur habilitiert. Darüber hinaus leitete sie das "Zentrum für Interdisziplinäre Kunstwissenschaften und Ästhetik" geschäftsführend (2006). Von 2007 bis 2019 war sie Professorin für Visual Culture und Theater am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit 2017 ist sie Studienleiterin am Einstein Center Digital Future (ECDF). 2019 wurde sie Studienleiterin am Exzellenzcluster  „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective” an der Freien Universität Berlin und Studienleiterin an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien. Seit Herbst 2019/20 hat sie die Professur und den Seminarvorstand für Kultur- und Medienmanagement am Institut für Theaterwissenschaften and der FU Berlin inne. Sie ist Mitglied bei metaLAB(at) Harvard/Berkamn Klein Center, Harvard University. Seit Frühling 2021 ist sie Leiterin des metaLAB(at) FU. Annette Jael Lehmann ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

PREISE / AUSZEICHNUNGEN / FELLOWSHIPS
- Fellowship, Literary Research Center Huntington Library, Pasadena, California, USA (1997)
- Visiting Research Fellow, Getty Research Institute, Los Angeles, USA (2001)
- Preisträgerin (1. Platz) der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Deutschland (2003)
- Visiting Fellow am Rothermere American Institute, University of Oxford, England
- Mentee, ProFiL-Programm, Mentoring, Training, Networking, Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin, Humboldt-Universität Berlin, Universität Potsdam, Deutschland, Mentorin: Prof. Monika Grütters (2005)
- Senior Research und Teaching Stay an der Hebrew University of Jerusalem, Israel (2015)
- Global Humanities Senior Fellow am Mahindra Humanities Center at Harvard University, Cambridge, Massachusetts, USA (2016/17)

 

Partners

In Kooperation mit USC Libraries, USC Max Kade Institute, der Freien Universität Berlin und der University of Tokyo

Dienstag, 16.11.2021

Symposium - The Sanctuary. Art and Literature from Exile and Hermitage, Nov. 16

Online

 

 

Information

10. November, 9 Uhr: Session 2
mit Tanja Dückers
Grußworte: Claudia Gordon (Villa Aurora), Michaela Ullmann (USC Feuchtwanger Memorial Library)
Einführung in die Zoom-Meeting-Reihe durch Claudia Gordon und Stefan Keppler-Tasaki

Tanja Dückers (Villa Aurora writer-in-residence 2000): Safe.Space
Q&A moderiert von Stefan Keppler-Tasaki
  

15. November, 10 Uhr: Session 3
mit Felicitas Hoppe
Felicitas Hoppe (Villa Aurora writer-in-residence 2012): The Sanctuary
Q&A moderiert von Friedel Schmoranzer (Villa Aurora)

16. November, 10 Uhr 30: Session 4
mit Annette Jael Lehmann-Kolesch
Annette Jael Lehmann-Kolesch (FU Berlin, EXC 2020: Temporal Communities):
From the Secret Wing: On the Move - Multidirections of Doing Literature
Q&A moderiert von Friederike von Schwerin-High (Pomona College)

 

 

Teilnehmer:innen

Stefan Keppler-Tasaki

Stefan Keppler-Tasaki, geboren 1973 in Wertheim, studierte Germanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und promovierte 2005 über die „Grenzen des Ich“ in Goethes Erzählwerk. Von 2002 bis 2008 war er Assistent von Peter-André Alt an der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin, anschließend Juniorprofessor an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der FU.  2012 nahm er einen Ruf an die Universität Tokyo auf eine Tenure-Track-Professur für moderne deutsche Literatur an und lebt seitdem in der japanischen Hauptstadt.  
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Goethe- und die Exilforschung (Alfred Döblin, Thomas Mann u.a.), besonders unter ideen- und mediengeschichtlichen Gesichtspunkten. Daneben setzte er sich wiederholt mit der Geschichte der NS-Ideologie auseinander, nicht zuletzt in seiner südwestdeutschen Herkunftsregion.
Stefans Studium und Promotion wurden durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Die Einstein Stiftung Berlin unterstützte seine Forschungskooperation zwischen der Freien Universität Berlin und der Universität Tokyo mit einem fünfjährigen Fellowship ab 2015. 2019 war er außerdem Fellow des Thomas Mann House in Los Angeles. Er ist Mitglied des Berliner Exzellenzclusters „Temporal Communities – Doing Literature in a Global Perspective“.  

 

Kevin Vennemann

Kevin Vennemann lehrt am Scripps College in Claremont, CA. und lebt in Los Angeles. Aktuelle Veröffentlichungen beinhalten die Studie “Die Welt vom Rücken des Kranichs. Thermodynamik und der Verfall einer Familie" (Berlin: Matthes & Seitz 2020).

Tanja Dückers

Tanja Dückers, * 1968 in Berlin (West), Schriftstellerin, Publizistin.  Sie hat 19 Bücher veröffentlicht; zu ihren wichtigsten Arbeiten zählen die Romane „Spielzone“, „Himmelskörper“, „Der Längste Tag des Jahres“ und „Hausers Zimmer“, der Essayband „Morgen nach Utopia“, die Theaterstücke „Spielzone“ und „Grüße aus Transnistrien“ (Uraufführung im Berliner HAU II) sowie ihre Lyrikbände, u.A. „Fundbüros und Verstecke“. Zuletzt erschienen der autobiographisch gefärbte Rückblick „Mein altes West-Berlin“ sowie „Schoki Doki“ (Kurzgeschichten).
Zusammenarbeit mit Künstler*innen verschiedener Disziplinen, Komponist*innen, Theaterregisseur*innen, Maler*innen, Chocolatieren.  

Tanja Dückers äußert sich im In- und Ausland zu kultur- und gesellschaftspolitischen Themen, schreibt für verschiedene Zeitungen, Magazine, TV- und Radiosender (u.a. Deutsche Welle, Tagesspiegel, ZEIT Online,  Morgenpost, Berliner Zeitung, Süddeutsche, taz, Frankfurter Rundschau, Welt, Jungle World, Politik & Kultur, kulturaustausch, AI-Journal, RBB). Regelmäßig ist sie im Politischen Feuilleton vom Deutschlandfunk zu hören.  

Für ihr literarisches und essayistisches Schaffen erhielt Tanja Dückers zahlreiche Preise und Stipendien, die sie u.a. nach New Hampshire (Dartmouth College), Pennsylania (Allegheny College), nach Ohio (Miami University sowie Oberlin College), nach Kalifornien (Villa Aurora), nach Südafrika und in viele weitere, vor allem mittel- und osteuropäische Länder führten. Leitung von Schreibwerkstätten im In- und Ausland, u.A. in Rumänien, Belarus, Kenia und Indien. Im nächsten Jahr wird sie Max-Kade-Stipendiatin an der University of Wisconsin-Madison sein.  

www.tanjadueckers.de

Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe, geb. 1960 in Hameln, lebt als Schriftstellerin in Berlin. 1996 erschien ihr Debüt „Picknick der Friseure”, 1999, nach einer Weltreise auf einem Frachtschiff, folgte der Roman „Pigafetta”, 2003 „Paradiese, Übersee”, 2004 „Verbrecher und Versager”, 2006 „Johanna”, 2008 „Iwein Löwenritter”, 2009 „Sieben Schätze” und die Erzählung „Der beste Platz der Welt”, 2010 „Abenteuer – was ist das?”, 2011 „Grünes Ei mit Speck”, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss, 2012 der Roman „Hoppe” 2018 der Roman „Prawda. Eine amerikanische Reise” und zuletzt 2021 „Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm”. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Bremer Literaturpreis, dem Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim, dem Rattenfänger-Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis und dem Erich Kästner Preis für Literatur. Felicitas Hoppe ist die erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds. Außerdem Poetikdozenturen und Gastprofessuren in Wiesbaden, Mainz, Augsburg, Göttingen, am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, an der Georgetown University, Washington D.C., in Hamburg, Heidelberg und Köln.

 

Literaturpreise (Auswahl)
Foglio-Preis für junge Literatur (1995)
Aspekte-Literaturpreis (1996)
Ernst-Willner-Preis im Bachmann-Literaturwettbewerb (1996)
Rauriser Literaturpreis (1997)
Laurenz-Haus-Stiftung Basel (1998)
Niedersächsischer Förderpreis für Literatur (1999)
Spycher: Literaturpreis Leuk, Nicolas Born-Preis, Heimito von Doderer-Literaturpreis (alle 2004)
Brüder Grimm-Preis der Stadt Hanau (2005)
Bremer Literaturpreis (2007)
Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim (2007)
Rattenfänger-Literaturpreis (2010)
Preisträgerin des Comburg-Stipendiums (2010)
Villa Aurora (2012)
Georg-Büchner-Preis (2012)
Werner-Bergengruen-Preis (2015)
Erich Kästner Preis für Literatur (2015)
Ehrendoktorwürde der Leuphana Universität Lüneburg (2016)
Großer Preis des Deutschen Literaturfonds (2020)
Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2021)

http://www.felicitas-hoppe.de/

Annette Jael Lehmann-Kolesch

Annette Jael Lehmann studierte  Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Amerikanistik und Philosophie in Berlin, Oxford und Berkeley und promovierte 1996 in Vergleichender Literaturwissenschaft und Ästhetik an der Freien Universität Berlin. Zwischen 1995 und 1998 hatte sie Gastdozenturen an der University of California, der School of Critical Studies, am California Institute of the Arts (CalArts) und der School of Arts, Letters and Sciences (USC) inne. Von 1999 bis 2005 war sie im DFG-Sonderforschungsbereich SFB 447: "Kulturen des Performativen" tätig und wurde an der Freien Universität Berlin 2005 in Visueller Kultur habilitiert. Darüber hinaus leitete sie das "Zentrum für Interdisziplinäre Kunstwissenschaften und Ästhetik" geschäftsführend (2006). Von 2007 bis 2019 war sie Professorin für Visual Culture und Theater am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit 2017 ist sie Studienleiterin am Einstein Center Digital Future (ECDF). 2019 wurde sie Studienleiterin am Exzellenzcluster  „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective” an der Freien Universität Berlin und Studienleiterin an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien. Seit Herbst 2019/20 hat sie die Professur und den Seminarvorstand für Kultur- und Medienmanagement am Institut für Theaterwissenschaften and der FU Berlin inne. Sie ist Mitglied bei metaLAB(at) Harvard/Berkamn Klein Center, Harvard University. Seit Frühling 2021 ist sie Leiterin des metaLAB(at) FU. Annette Jael Lehmann ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

PREISE / AUSZEICHNUNGEN / FELLOWSHIPS
- Fellowship, Literary Research Center Huntington Library, Pasadena, California, USA (1997)
- Visiting Research Fellow, Getty Research Institute, Los Angeles, USA (2001)
- Preisträgerin (1. Platz) der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Deutschland (2003)
- Visiting Fellow am Rothermere American Institute, University of Oxford, England
- Mentee, ProFiL-Programm, Mentoring, Training, Networking, Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin, Humboldt-Universität Berlin, Universität Potsdam, Deutschland, Mentorin: Prof. Monika Grütters (2005)
- Senior Research und Teaching Stay an der Hebrew University of Jerusalem, Israel (2015)
- Global Humanities Senior Fellow am Mahindra Humanities Center at Harvard University, Cambridge, Massachusetts, USA (2016/17)

 

Partners

In Kooperation mit USC Libraries, USC Max Kade Institute, der Freien Universität Berlin und der University of Tokyo

Donnerstag, 18.11.2021

Meet The Artists Reception

Los Angeles (520 Paseo Miramar, Villa Aurora)

 

 

Teilnehmer:innen

Anna Sofie Hartmann
© Jenny Lou Ziegel

Anna Sofie Hartmann, geboren 1984 in Nakskov, Dänemark, studierte Regie an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin. Heute ist sie als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig. In ihren Filmen beschäftigt sie sich hauptsächlich mit Motiven wie Vergänglichkeit, Örtlichkeit und Identität. Sie wohnt in Berlin.

Anna Sofie Hartmann ist Villa Aurora-Stipendiatin des Medienboard Berlin-Brandenburg.

ISABELLE STEVER
© Sebastian Schrade

Isabelle Stever, geboren 1963, absolvierte ein Regiestudium an der DFFB. Sie lebt in Berlin, arbeitet als Regisseurin und Autorin, außerdem als freie Dozentin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, der Filmakademie Baden-Württemberg, an der Petersburg School of New Cinema und an der Moscow Film School of New Cinema.

ULU BRAUN
© Ulu Braun

Ulu Braun (1976, Schongau) lebt und arbeitet in Berlin. Von 1996 bis 2005 studierte er Film und bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Akademie der bildenden Künste Helsinki und der Filmuniversität Babelsberg. Seit 1999 produziert er Filme im Spannungsfeld von bildender Kunst und Kino und hat die Genres Videocollage und Hybridfilm maßgeblich mitgeprägt und weiterentwickelt. Seine Arbeiten werden regelmäßig auf internationalen Filmfestivals und in Kunstinstitutionen gezeigt.

SARAH SZCZESNY

Sarah Szczesny, geboren in Starnberg, lebt und arbeitet in Köln.

Sarah Szczesny hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und als Meisterschülerin von Prof. Rosemarie Trockel abgeschlossen.

Szczesnys Arbeitsweise der Zerlegung, Verzerrung und Vereinzelung von Bildmaterial, wie zum Beispiel Cartoon-Film-Elementen prägt ihre Collage-, Malerei und Video-Arbeiten. In ihrer Arbeit untersucht sie die Existenzbedingungen der Malerei, indem sie durch experimentelle Eingriffe die Mediumsgrenzen dehnt – beispielsweise über den Einsatz von Gif- und Loop-Techniken sowie Soundeffekten -, so entsteht eine Multidimensionalität, die der Malerei Bewegungscharakter verleiht und sie so in der Tradition von Cartoons verortet. In diesem für ihre Arbeit so essentiellen Prozess der Animation von Collagen vereint Sarah Szczesny formale Studien und popkultur-geschichtliche/kunstgeschichtliche Zitate.

Sarah Szczesny ist Villa Aurora-Stipendiatin des KunstSalon Köln

Samstag, 04.12.2021

Ausstellung: all the lonely people

Los Angeles (LAXART)

 

 

Information

In Andenken an Kaari Upson (1972 – 2021)

Saâdane Afif, Vajiko Chachkhiani, Louisa Clement, Lauren Halsey, Annika Kahrs, Susan Philipsz, Anri Sala, April Street, Thomas Struth, Andrea Zittel

Die von Nana Bahlmann kuratierte Ausstellung greift die jahrtausendealte Tradition des Eremitentums auf und präsentiert vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie künstlerische Darstellungen von Einsamkeit, Melancholie und Sehnsucht sowie von physischem und mentalem Rückzug. Die Werke ehemaliger Stipendiat:innen der Villa Aurora sowie in Los Angeles lebender Künstler:innen sind zum Teil in persönlicher Isolation und zum Teil eigens für die Ausstellung entstanden. Vor L.A. wurde “all the lonely people” im Herbst 2021 in Berlin im silent green Kulturquartier gezeigt.

„all the lonely people“ macht die Erfahrung von Isolation und Einsamkeit sichtbar. Dabei greifen die Kunstwerke tradierte Motive der Einsiedelei wie den Rückzug in die Natur, Melancholie und Kontemplation, Innen und Außen, Austausch und Stille, Ausgrenzung und Trauma auf und wenden diese auf dringliche Fragen der Gegenwart an. Sie geben Themen wie der Einsamkeit im digitalen Zeitalter, autarken Lebensweisen oder imaginierten Zufluchtsorten in Zeiten von Gentrifizierung und systemischer Unterdrückung eine visuelle Gestalt und eine neue Form.

Die ausgewählten Werke der Ausstellung reflektieren den Topos des Einsiedlers mit verschiedenen Medien wie Fotografie, Video, Skulptur, Klang und Installation: Vajiko Chachkhianis Video Life Track zeigt ein eindrückliches Bild eines physisch wie mental isolierten Mannes, dessen Einsamkeit sich nicht zwingend in der Abgeschiedenheit zutragen muss, sondern mitten in unserer Gesellschaft meist ungesehen bleibt. Louisa Clements Repräsentantin, ein lebensechtes Selbstporträt der Künstlerin als „Real Doll“, thematisiert die Entfremdung vom Selbst, die stattfindet, wenn sich das eigene virtuelle Abbild von der Realität merklich entfernt, die Einsamkeit eines zusehends im Netz gelebten Lebens. Thomas Struths Arbeiten Vacuum Chamber, JPL, Pasadena und GRACE-Follow on Bottom View, IABG, Ottobrunn stellen Orte hermetischer Isolation dar und evozieren den Eindruck unendlicher Weite, wodurch die Idee der Entfremdung ins All ausgedehnt wird.  Bahlmanns Ausstellung balanciert zwischen Natur und Künstlichkeit, wie in den Werken Annika Kahrs und Andrea Zittels. Kahrs Playing to the Birds erzählt vom Versuch, durch Musik und Kommunikation die Einsamkeit zu überwinden, während Andrea Zittels Wall Sprawl (Next to Las Vegas Bay) – Luftaufnahmen von Randgebieten, die die Weite der Wüste mit großflächigen urbanen Entwicklungsräumen in einer ornamentalen, allumfassenden Tapete verbinden –das Zusammentreffen von Natur und Zivilisation darstellt. Das Werk wird beinahe den gesamten Ausstellungsraum umspannen, als Rahmen der Ausstellung im Ganzen. April Streets Still Life at 12 o’clock schafft mit Bezug auf die Naturverbundenheit von Einsiedlern eine fantastische Weltlandschaft, in der sich physische Realität und Innenwelt auf einer Bildebene vereinen Lauren Halsey zeigt eine Ziegelmauer als Repräsentation der Straße, die zum ultimativem, kollektiven Zufluchtsort vieler Ausgegrenzter ihres Kiezes wird: South Central, ein für Rassenunruhen und Bandenkriminalität bekannter Stadtteil in Los Angeles. Während Suzan Philipsz in Trees and Flowers der Angst vor Einsamkeit und Isolation ihre Stimme leiht, erfasst Anri Sala in seiner frühen Videoarbeit Uomoduomo geradezu metaphorisch die isolierte Existenz eines Obdachlosen, der gezwungen ist, außerhalb der Gesellschaft zu leben. Und Saâdane Afif erkundet in einer neuen Arbeit Strategien geteilter Autor:innenschaft im Kontext der künstlerischen Selbstbegegnung im eigenen Werk.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Filmen, Lesungen, Gesprächen, Performances und Konzerten ergänzt die Ausstellung.

 

 

Teilnehmer:innen

Nana Bahlmann

Nana Bahlmann, Kuratorin: „Allein zu sein hat in den langen Monaten der Lockdowns eine ganz andere Bedeutung erlangt. Künstler:innen haben einige Instrumente im Umgang mit Isolation anzubieten, ist Distanz doch ein wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Positionierung zur Welt. Kunst transzendiert Einsamkeit, indem sie sie sichtbar macht, interpretiert und damit Gelegenheit gibt, sie zu teilen und das versuchen wir mit dieser Ausstellung.“

Heike Catherina Mertens

Heike Catherina Mertens, Geschäftsführerin VATMH: „Für viele Künstler:innen ist die Villa Aurora ähnlich einer Einsiedelei ein Ort des Rückzugs und der Kontemplation, an dem aus der Distanz Inspiration für Neues entsteht. Für Schriftsteller:innen und Journalist:innen, die in ihrer Heimat bedroht werden, ist sie zugleich – wie schon 1943 für Marta und Lion Feuchtwanger – ein Zufluchtsort, ein Sanctuary. Diese Aspekte wollten wir mit einer Ausstellung zum 25. Geburtstag des Hauses aufzeigen und den Austausch zwischen den Kunstszenen Berlins und Los Angeles stärken.“

Partners

Die Ausstellung wird großzügig gefördert vom Auswärtigen Amt, der Senatskanzlei Berlin, der Friede Springer Stiftung und einem privaten Mäzen.

Die Ausstellung in Los Angeles wird zudem durch Unterstützung der Andy Warhol Foundation for the Visual Arts und des LA Arts Recovery Grant ermöglicht.

LAXART ist ein gemeinnütziger Raum für bildende Kunst, der Entwicklungen in zeitgenössischer Kultur durch Ausstellungen, Publikationen und öffentliche Programme fördert. LAXART versteht zeitgenössische Kunst als Mittel zum Verständnis gegenwärtiger Schlüsselthemen und all ihrer Widersprüchlichkeiten. Zeitgenössische Kunst kann viele Formen annehmen. Anstatt Antworten zu geben, wirft sie Fragen auf. Durch eine Auswahl an Angeboten kontextualisiert LAXART zeitgenössische Kunst sowohl gesellschaftlich als auch kunsthistorisch. LAXARTs Programme sind kostenlos und für die Rezeption durch ein breites Publikum konzipiert.

Sonntag, 05.12.2021

Lesung und Gespräch mit Janet Sternburg und Boris Dralyuk

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, 90272 CA)

 

 

Information

Als Los Angeles 2020 im Lockdown war, nahm Janet Sternburg Handschuhe, Maske und Kamera, um die leeren Straßen und veränderten Landschaften der Stadt zu erforschen. "Eine Zeit lang lief ich durch Los Angeles und sah vor allem was verlassen war," schreibt Sternburg. "Dann begann ich, eine Poesie wahrzunehmen, die ich in belebteren Zeiten nicht immer sehen konnte." In den Monaten darauf wurden Lebenszeichen und -spuren in einer ehemals eingefrorenen urbanen Umgebung sichtbar.

I've Been Walking verbindet Sternburgs Wahrnehmungen, Erinnerungen und vielschichtige Erfahrungen mit dem beispiellosen Jahr der Pandemie. Sternburgs Fähigkeit, diese Nuancen zu vermitteln ermöglicht dem Betrachter eine tiefe Reflexion zur Bedeutung und Metaphorik jedes einzelnen Bildes. Obwohl viele Bilder in I've Been Walking keine Menschen zeigen, zeugt das Werk doch von einer tiefen Menschlichkeit und vermittelt den sozialen und persönlichen Nachklang des Lockdowns in 2020. "Ich fotografierte, wovon ich heute als eine Art Fülle denke – eine sinnliche Vergrößerung die inmitten von Leere zu finden ist," sagt Sternburg. "Ich will die Schmerzen und Verluste, die COVID-19 verursacht hat, nicht künstlerisch ausbeuten. Ich meine damit, dass wir uns vergrößern, wenn wir alle Teil der uns eigenen Landschaft werden."

 

 

Teilnehmer:innen

Janet Sternburg

Janet Sternburg ist Fotografin und Schriftstellerin. Seit 1998 wurden ihre Bilder in verschiedenen Bänden veröffentlicht (2002 in Aperture, 2003 in The Utne Reader). 2016-17 erschien im Distanz Verlag (Berlin) die Monografie Overspilling World: The Photographs of Janet Sternburg, zu der Wim Wenders ein Vorwort verfasste. Wenders schreibt: "Fotografen haben keine Augen im Hinterkopf. Janet Sternburg schon." Ihr literarisches Schaffen umfasst unter anderem das zweibändige Werk The Writer and Her Work (W.W. Norton, 1981 und 1991). Weitere Bücher folgten, darunter Phantom Limb (University of Nebraska American Live Series, 2002), über das Bill Moyers schreibt: "Janet Sternburg hat die perfekten Metaphern für die ultimativ unausweichlichen Begebenheiten im Leben gefunden". Diesem Hybrid aus persönlicher Erzählung, Essay und Geschichte folgte White Matter (Hawthorne Books, 2016): in einer Rezession in Forbes wird Forbes als "alle Register ziehend" beschrieben, "die Sensibilität und Präzision der Dichterin, die harten Kanten der Fotografin, die Intelligenz und das Wissen der Akademikerin, um die Vielschichtigkeit dieser Geschichte zu erreichen." Ihr Stück The Fifth String (2011-2014) wurde in Berlin, Essen, New York und LA gezeigt. Sternburg lebt in Little Tokyo in Downtown Los Angeles und in San Miguel de Allende, Mexico. 2016 erhielt sie den REDCAT AWARD für ihr individuelles Engagement um die Entwicklung zeitgenössischer Kultur. I've Been Walking: Janet Sternburg Los Angeles Photographs ist ihr neuestes Buch.

Boris Dralyuk

Boris Dralyuk ist Chefredakteur der Los Angeles Times Review of Books. Er ist Mitherausgeber von u.a. The Penguin Book of Russian Poetry und übersetzte Isaac Babel, Maxim Osipov, Mikhail Zoshchenko und andere. Sein Gedichtband My Hollywood and Other Poems erscheint 2022 bei Paul Dry Books.