Veranstaltungsarchiv Villa Aurora
August 2017
Silent Salon
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Teil 1: ON THE HOOF
Mighty Like A Moose
Regie: Leo McCarey , 1926, 22 Min. digital, mit Charley Chase und Vivien Oakland, digital
Ein Ehepaar unterzieht sich, ohne Wissen des Partners, einer Schoenheitsopertation. Danach planen sie eine Affaire miteinander, ohne zu ahnen, wer hinter sich hinter der Fassade des anderen verbirgt.
Mighty Like A Moose wurde von der Library of Congress als zu restaurierender Film ausgewaehlt, da er als “kulturell, historisch und aesthetisch wichtiger Film" betrachtet wird.
The Goat
Regie: Buster Keaton, 1921, 27 Min. mit Buster Keaton and Malcom St. Clair, digital
Nach einer Reihe von Missverständnissen wird Buster für den Verbrecher Dead Shot Dan gehalten und eine Serie von Abenteuern nehmen ihren Lauf.
Teil 2: ON THE WING
Call of the Cuckoos
Regie: Clyde Bruckman, 1927, 17Mµin. mit Stan Laurel, Oliver Hardy, and Max Davidson |
Max Davidson und seine Familie leiden unter ihren verrueckten Nachbarn (Laurel, Hardy, Finlayson and Chase). Sie ziehen um, und stellen fest, dass die alten Nachbarn ebenfalls umgezogen sind, und zwar ins Nebenhaus. (Laurel and Hardy Central)
Voice of the Nightingale
Regie: Wladyslaw Starewicz, 1925, 15 Min., starring Nina Star, digital
Diese märchenhafte Geschichte erzählt, warum Nachtigallen nur nachts singen.
Voice of the Nightingale ist eine Mischung aus nachkoloriertem Spielfilm und Passagen von “stop action Animation”.
Teilnehmer
Michael Mortilla ist Komponist und Musiker, der seit Jarhzehnten Filmmusik zu allen Genres von Stummfilmen komponiert und improvisiert hat.Er arbeitet national und International mit vielen Filmorganisationen, u.s. mit der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Darüberhinaus arbeitete mit den legendären Choreographen Alvin Ailey und Martha Graham.
Welcoming Reception
Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)
Information
Sebastian Mez ist ein Filmemacher, Video- und Tonkünstler. Er studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fachbereich Regie. Sein Experimentalfilm "Clean Up" wurde auf über 40 internationalen Festivals gezeigt und gewann zahlreiche Preise. Sein Hybridfilm "Ein Brief aus Deutschland", der sich auf ungewöhnliche Weise dem Thema Frauenhandel in Europa nähert, gewann beim Visions du Réel in Nyon 2011 den Hauptpreis für den besten mittellangen Film. „Metamorphosen“ war sein Abschlussfilm und zugleich erster Langfilm. Er beschäftigt sich mit einer geheim gehaltenen, atomaren Katastrophe im Südural. Er wurde bei der Berlinale 2013 uraufgeführt und nahm fortan auf mehr als 50 internationalen Festivals teil. "Substanz", eine Videokomposition aus bis zu 20 Layern, gewann u.a. den Förderpreis Schnitt beim Filmplus 2015 und wurde für den Förderpreis für Filmkunst der Nationalgalerie nominiert. Sebastian lebt und arbeitet in Berlin.
Ignaz Schick ist Turntablist, Klangkünstler, Performer, Komponist & Bildender Künstler.
Während der Schulzeit und nach einem Zusammentreffen mit Don Cherry Ausbildung zum Saxophonisten und zunächst v.a. aktiv in den Bereichen Free Jazz & Avant Rock. Gleichzeitig Beginn der intensiven Beschäftigung mit Mehrspurbandmaschinen, Plattenspielern und Experimente mit diversen Instrumentarien & Klangerzeugern. Studium an der Akademie der Bildenden Künste München sowie Assistenz beim Komponisten Josef Anton Riedl.
Seit 1995 arbeitet er hauptsächlich von Berlin aus, wo er wichtiger Bestandteil der sogenannten "Berlin Nouvelle Vague" und der jungen Echtzeitmusikszene wird. Mitte und Ende der 90er Jahre verschiebt sich sein Interesse und Betätigungsfeld immer mehr Richtung Live-Elektronik und nach Durchlaufen diverser elektronischer Instrumentarien (Hard- und Softwaresampling, Signal Processing, Field Recordings, ...) entwickelt er ein eigenständiges elektro-akustisches Set Up, die Rotating Surfaces.
Neben seinen sehr vielseitigen musikalischen Aktivitäten hat er sich ebenfalls als Kurator von Festivals experimenteller Musik einen Namen gemacht (Festival für Andere Musik, Erase & Reset, Time Shifts, TITO, Echtzeitmusiktage 2010, …) und betreibt das kleine Experimentalmusiklabel Zarek.
Schick tourt weltweit, solo oder mit Gruppen wie Perlonex, Phosphor, Berlin Sound Connective, Nighthawk Kitchen, Tree People, Splitter Orchestra, Ilog und vielen anderen.
Er hat zahlreiche Alben auf Labels wie Bad Alchemy, Boomslang Records, Charhizmha, Edition X, Improvised Music From Japan, Irrah, Le Petit Mignon, Mikroton, Nexsound, Non Visual Objects, Potlatch, Staalplaat und seinem eigenen Verlag Zarek veröffentlicht und mit über 100 international renommierten (Klang)Künstlern zusammengearbeitet - unter anderem mit solchen Ikonen wie Mwata Bowden, Don Cherry, Sven-Ake Johansson, Paul Lovens, Toshi Nakamura, Charlemagne Palestine, Andrea Parkins, Keith Rowe, Akira Sakata, Matthias Spahlinger oder Martin Tetreault.
Seit 2012 konzentriert er sich auf die Realisierung von Konzeptkompositionen und experimentellen Radiostücken. Parallel hat er eine Reihe von neuen Projekten mit einer jüngeren Generation von Berliner Musikern initiiert (Ilog, Yemen Breakfast, Radio Nightmares, Hawking, Overdue, KUDU, …) und komponiert für und arbeitet mit seinem 2013 gegründeten Workshopensemble Circuit Training (u.a. mit Tom Arthurs [tp], Benjamin Weidekamp [reeds], Ignaz Schick [turntables], Eliad Wagner [synths], Marta Zapparoli [tapes], Achim Kaufmann [piano], Klaus Kürvers [bass], Emilio Gordoa [vibes, perc], Alexandre Babel [perc.]).
Während seiner Zeit in Los Angeles wird er an einer 50-minütige radiophonen & elektro-akustischen Mehrkanalkomposition arbeiten, die sich vorallem aus Materalien, die während der Stipendienzeit im Großraum LA aufgezeichnet und gesammelt werden, speist.
Die in Hambug lebende Künstlerin Annette Streyl konzentriert sich auf den traditionellen und zeitgenössischen Umgang mit Skulptur.
Sie studierte an der Muthesiushochschule Kiel und der Hochschule für Bildende Künste bei Franz Erhard Walther. Während sich ihre Textilarbeiten mit repräsentativer Architektur auseinandersetzen, orientiert sie sich in der Steinbildhauerei an der Skulptur des Mittelalters und der europäischen Renaissance.
Streyls Arbeiten finden sich in privaten Sammlungen und Museen weltweit.
Andreas Schäfer arbeitete nach dem Studium der Germanistik und Religionswissenschaft in Frankfurt/Main, Kassel und Berlin seit Mitte der Neunziger Jahre als Theaterkritiker und Kulturreporter für die „Berliner Zeitung“ und darauf für „Der Tagesspiegel“. Seit 2010 Schriftsteller und freier Autor.
Er veröffentlichte den Roman „Auf dem Weg nach Messara“ (Alexander Fest Verlag, 2002), der unter anderem mit dem Bremer Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde. Sein Roman „Wir vier" (Dumont Verlag, 2010) stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und erhielt den Anna Seghers Preis. Zuletzt erschien der Roman „Gesichter“ (Dumont Verlag, 2013), der auf die SWR-Bestenliste gewählt wurde. Er schreibt Artikel und Essays für Die Zeit und Zeitschriften wie Weltkunst und Architektur und Wohnung und entwickelt Magazine für Stiftungen. Daneben verfasste er zahlreiche Radiofeature, etwa über die Magie der Athener Nacht, die Kraft des leeren Theaterraums oder den Swimming Pool als Ort der Literatur. Andreas Schäfer lebt in Berlin.
Genoël von Lilienstern studierte in Bremen und Berlin Komposition bei Younghi Pagh-Paan und Hanspeter Kyburz. Darüber hinaus studierte er am Institut für Sonologie Den Haag und an der Ensemble Modern Akademie Frankfurt. Er erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem von der UdK Graduiertenschule Berlin, der Cité Internationale des Arts Paris oder der Tokyo Wondersite.
Seine Kompositionen wurden von führenden intenationalen Ensembles wie dem Ensemble Intercontemporain, dem Ensemble Modern, den Neuen Vocalsolisten Stuttgart und dem SWR Orchester aufgeführt. Aufträge erhielt er für namhafte Konzerthäuser und Festivals wie das Ultraschall Festival Berlin, die Münchener Biennale, Qubit New York, Casa de la Musica Quito, Cité de la Musique Paris, Tokyo Arts Festival oder das HKW Berlin. Er erarbeitete auch Stücke für Roboter und Flugdrohnen.
Neuere Stücke von Genoël von Lilienstern wie "Couture", "The Purple Dinosaur" oder das Musiktheater "Speere Stein Klavier" sind Reflexionen über spezifische historische und soziale Konstellationen. Sein Fokus lag dabei über das konstruktive Moment der Komposition hinaus auf der Frage nach der Funktionalität und den Zielen der Musik.
Während seines Aufenthalts in der Villa Aurora wird Genoël von Lilienstern am Projekt „Tongva Song“ arbeiten. Darin geht es um eine Rechereche über die aktuelle Situation der Tongva Gabrieleños (der indigenen Bevölkerung des Los Angeles Basins), ihrer Bemühungen der „Language Revitalization" und um südkalifornische, ur-amerikanische Musiktraditionen.
Das Ergebnis dieser Recherche sollen möglicherweise eine Komposition oder eine musikalische Kollaboration sein.