Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

März 2014

Samstag, 01.03.2014

Oscar®-Reception

Los Angeles

Max Lang and Jan Lachauer

 

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Am Vortag der offiziellen Oscar®-Verleihung luden German Films, das Deutsche Generalkonsulat und Villa Aurora zum traditionellen Empfang für die deutschen Oscar®-Nominierten in die Villa Aurora in Los Angeles ein. Nominiert war in diesem Jahr der Film „Room On The Broom“ von Max Lang und Jan Lachauer in der Kategorie animierter Kurzfilm.

Der in Kalifornien so lang ersehnte Regen bescherte Los Angeles ausgerechnet am Oscar-Wochenende einen bewölkten Himmel. Dennoch fanden zahlreiche Gäste, unter ihnen Angelika Flatz vom österreichischen Bundeskanzleramt, Andreas Trautz von der MFG Baden-Württemberg und Manon Bursian von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in der Villa Aurora zusammen. Auch Uschi Obermaier, Haifaa al Mansour und Volker Engel waren unter den Gästen und feierten die Nominierten.

Oliver Mahrdt, US-Repräsentant von German Films, Margit Kleinman, Direktorin der Villa in Los Angeles, Dr. Bernd Fischer, Deutscher Generalkonsul Los Angeles und Dr. Markus Klimmer Vorstandsvorsitzender des Villa Aurora e.V. sowie dessen Geschäftsführerin Annette Rupp begrüßten die Gäste und stellten die nominierten Filmemacher vor.

Der Empfang zu Ehren der deutschen Oscar®-Nominierten wurde unterstützt von German Films, Villa Aurora, dem Auswärtigen Amt, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Los Angeles, dem Goethe-Institut Los Angeles, der MFG Baden-Württemberg und der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Offizielle Sponsoren waren Sante Naturkosmetik, Air Berlin, Audi, Bosch, Engel & Völkers, VW, Volvic, Carpe Diem, Apolinaris und AMI.

Donnerstag, 06.03.2014

Meet our Fellows

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

 

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AXEL RANISCH
Axel Ranisch © Privat

Szene aus "Ich fühl mich Disko"

Ranisch ist Filmemacher, Schauspieler, Produzent, und Medienpädagoge. 1983 als dickes Kind zweier Leistungssportler geboren, hegt Axel anfangs eine kritische Distanz zum Medium Film. Erst 2002 ändert sich diese Haltung schlagartig durch seinen ersten Kurzfilm, der aus einem Versehen heraus entsteht. Fortan realisiert Axel Filme in Akkordarbeit und in den sieben Folgejahren entstehen etwa 80 Kurzfilme in Eigenregie und einige weitere auch als Darsteller, Autor, Filmkomponist oder Cutter. Nach einer Ausbildung zum Medien- und Theaterpädagogen studiert er zwischen 2004 und 2011 an der HFF „Konrad Wolf“ Potsdam Babelsberg Regie bei Rosa von Praunheim, Andreas Kleinert und Helke Misselwitz. Axel bleibt seinem Stil treu und macht Filme mit Herz, Musik und Humor, am liebsten ohne Drehbuch und auf Grundlage von Improvisation. Axels Filme sind seit 2002 auf über hundert kleinen und großen Filmfestivals unterwegs und werden immer wieder mit Auszeichnungen bedacht. 2011 gründet Axel mit seinen Kommilitonen Dennis Pauls und Anne Banker, sowie dem Schauspieler Heiko Pinkowski die Produktionsfirma "Sehr gute Filme".

Ranischs Films sind herzerwärmend und schäumen über mit Humor. Er verzichtet häufig auf ein Drehbuch und verlässt sich auf das Improvisationstalent seiner Schauspieler. 2013 wurde Axel mit dem MFG-Star, dem renommierten Nachwuchspreis der MFG Filmföderung, ausgezeichnet, der einen dreimonatigen Aufenthalt in der Villa Aurora umfasst.

Am 6. März wird Axel eine Auswahl seiner Kurz- und Spielfilme sowie seiner Musikvideos zeigen und über seine Philosophie als Filmemacher sprechen.

STEFAN MAELCK
Stefan Maelck © Privat
Nach dem Abitur und 18 Monaten Wehrdienst in der NVA studiert er Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in Rostock. In seiner Diplomarbeit arbeitet er mit Texten von Joni Mitchell, Patti Smith und Laurie Anderson. Nach seinem Doktoranden-Stipendium für Amerikanistik in Rostock erhält er ein Stipendium für die Brown University in Rhode Island. 1992/93 geht er der Lehrtätigkeit an der University Bradford in West Yorkshire in England nach. Anschließend arbeitet Maelck als Lektor für amerikanische und britische Literatur im Reclam Verlag Leipzig sowie als freier Autor und Moderator für Radio und Presse im Bereich der Popkultur und Literatur wie beispielsweise für NDR Kultur und MDR Sputnik. Zu seinen Publikationen zählen, nebst verschiedenen Anthologien, „Ost Highway - Ein Hank Meyer Roman“ (2003), „Pop essen Mauer auf“(2006) und „Tödliche Zugabe“ (2007), alle erschienen im Rowohlt Verlag Berlin.
 
Am 6. März wird Stefan über seinen dritten Roman "Hymnen an die Stille" sprechen, dessen Titel eine Hommage an ein Van-Morrison-Album von 1991 ist, und erneut vom Privatdetektiv/ Radio-Moderator Hank Meyer handelt. Dieses aufregende "Road Movie" führt die Leser von Rostock und Heiligendamm über Los Angeles und San Francisco zurück zu Hanks Radiostudio in Halle.
DAVID SIEVEKING

David Sieveking arbeitete von 1997 bis 1999 als Schnittassistent in mehreren Produktionsfirmen in Frankfurt. Von 2000 bis 2007 studierte er Regie an der dffb, und arbeitete als Regieassistent, Cutter und Schauspieler für Film und Fernsehen. Sein Kurzfilm "Die amerikanische Botschaft" (2003) gewann drei deutsche Nachwuchspreise und wurde 2005 beim Festival de Cannes aufgeführt. Sein Abschlussfilm "Senelgallemand" hatte 2007 beim Internationalen Filmfest München Premiere. Sieveking’s Debütfilm "David wants to fly" wurde bei der Berlinale 2010 uraufgeführt, lief auf über 40 Festivals und kam international ins Kino. 2012 feierte sein Dokumentarfilm "Vergiss mein nicht" beim Filmfest Locarno Premiere und gewann dort den Hauptpreis der Semaine de la critique. Er hat ein Buch unter dem gleichen Titel geschrieben, das parallel zum deutschen und Schweizer Kinostart im Januar 2013 im Herder Verlag erschienen ist.

David zu der Veranstaltung am 6. März: Me, Myself and I: Seit etwa zehn Jahren drehe ich Dokumentationen mit einer sehr präsenten Erzählerstimme. Auf der Grundlage einiger Clips meiner Filme "David wants to fly" und "Vergiss Mein Nicht" möchte meine Erfahrungen mit den Zuschauern teilen und über die Möglichkeiten aber auch die Grenzen einer so persönlichen Erzählweise sprechen.

Sehen sie hier den Trailer von "David wants to fly".

Donnerstag, 27.03.2014

Villa Aurora Salon mit Felicitas Hoppe

Berlin

Felicitas Hoppe

 

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Als er erfuhr, dass sie die Containerschiffreise, von der im Roman PIGAFETTA erzählt wird, tatsächlich gemacht hatte, habe ein Rezensent zu Felicitas Hoppe gesagt: „Jetzt mag ich Ihr Buch nicht mehr.“ Hoppe erzählte das mit einem Lächeln. Ihr ist die sehnsuchtsvolle Vorstellung von einer reichen Innenwelt des Künstlers seitens mancher Leser wohl bekannt. Aber eine Innenwelt, entgegnete Hoppe dem Rezensenten damals, braucht immer auch eine Außenwelt. Eine Außenwelt auf der die Fantasie gedeihen könne.

Einige wundervolle Gewächse ihrer reichen Fantasie hat Felicitas Hoppe anlässlich des ersten Villa Aurora Salons am 27. März gelesen. Eine kleine Runde ausgewählter Gäste kam in den Genuss, der bezaubernden Felicitas Hoppe in ihre Welt der „ehrlichen Erfindung“ zu folgen. Sie las unter anderem aus PIGAFETTA, dem kürzlich erschienenen Essay zum Ort ihres Schreibens in der SPRACHE IM TECHNISCHEN ZEITALTER und aus ihrer Dr. Seuss Übersetzung GRÜNES EI MIT SPECK, deren deutschen Titel sie wie folgt erläuterte: „Sam [der Name der Hauptfigur] reimt sich hervorragend auf Ham, aber nur sehr schlecht auf Schinken.“

Marianne Heuwagen, Journalistin und Mitbegründerin der Villa Aurora als Künstlerresidenz, veranstaltete als Gastgeberin diesen ersten Villa Aurora Salon mit Felicitas Hoppe in ihren Räumlichkeiten.
Samstag, 29.03.2014

Women In Exile

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

 

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Die Entdeckung einer Autorin – Leben und Werk Susan Taubes'

Die Lektüre der Arbeiten SUSAN TAUBES' offenbart eine faszinierende Autorin, deren Leben von denselben Brüchen geprägt ist, wie das so vieler jüdischer Intellektueller des 20. Jahrhunderts. Geboren 1928 in Budapest, wanderte sie mit ihrem Vater, dem Psychoanalytiker Sándor Feldman, 1939 in die USA aus. Sie studierte in Frankreich, Israel und den USA, wo sie Teil der wissenschaftlichen und künstlerischen Avantgarde der 50er und 60er Jahre wurde.

Erst nach ihrer Selbsttötung im Jahr 1969 wurde sie mit ihrem Roman DIVORCING bekannt. SIGRID WEIGEL hat kürzlich eine mehrbändige Edition mit größtenteils unveröffentlichtem Material aus ihrem literarischen Nachlass herausgegeben.

Die Korrespondenz mit Jacob Taubes umfasst die Jahre unmittelbar nach ihrer Heirat. Die Philosophiestudentin und der junge Religionssoziologe lebten damals in räumlicher Trennung: Susan studierte an der Sorbonne in Paris, während Jacob an der Hebräischen Universität in Jerusalem lehrte. Die Briefe dokumentieren anschaulich wie das intellektuelle Leben der Vierundzwanzigjährigen an Konturen gewinnt. Sie erzählen von ihrer Auseinandersetzung mit den theologischen Momenten in Heideggers Denken, ihrer kritischen Faszination mit Simone Weils Schriften und ihrer Beschäftigung mit Albert Camus' Existenzphilosophie. Darüber hinaus sind die Briefe Zeugnisse theoretischer und persönliche Streitpunkte des Ehepaars. Viele dieser Debatten umkreisen ihre verschiedenen Beziehungen zum Judentum und ihre widerstreitende Ansichten über das Verhältnis von Religion und Politik; Debatten, denen der neu gegründete Staat Israel dann als Bühne diente, auf der diese Spannungen ausgespielt wurden.

Programm:
Einführung von Sigrid Weigel: Die Entdeckung einer faszinierenden Autorin - Leben und Werk Susan Taubes'
Lesung von Karola Raimond und Christoph Dostal aus dem Briefwechsel Susan und Jacob Taubes' (1950-1952)

 

Teilnehmer:innen

Sigrid Weigel

Sigrid Weigel, Prof. Dr. Dr. h. c., ist Direktorin des Zentrums für Literatur-und Kulturforschung in Berlin. Sie publizierte zu Heine, Warburg, Freud, Benjamin, Scholem, Arendt, Bachmann, Susan Taubes, Kulturgeschichte, Bildtheorie, Gedächtnis, Säkularisierung, Genealogie, und der Kulturgeschichte der Wissenschaften. Kürzlich erschienen: „Escape to Life”. German Intellectuals in New York. A Compendium on Exile after 1933. De Gruyter 2012; Walter Benjamin: Images, the Creaturely, and the Holy. Stanford UP 2013.

Christoph Dostal

Christoph Dostal wurde in der Nähe von Wien geboren und studierte Schauspiel am Wiener Konservatorium, bevor im Alter von 22 Jahren für die Hauptrolle in Wolfgang Murnbergers Spielfilm ICH GELOBE besetzt wurde. Der Film gewann den Wiener Filmpreis und war der offizielle österreichische Beitrag für den besten ausländischen Film bei den Oscars.
Steven Spielberg besetzte ihn für seine preisgekrönten TV-Serie BAND OF BROTHERS. Dostal arbeitete in Film und Fernsehen in Österreich, Deutschland und Großbritannien. 2001-2002 spielte Dostal in der Deutschen Vorabendserie VERBOTENE LIEBE.

Er zog 2010 nach Los Angeles und hat bisher in drei Independent-Filmen mitgespielt, darunter eine Hauptrolle im preisgekrönten Film LILITH, der sehr erfolgreich auf Festivals läuft.

Karola Raimond

Karola Raimond ist in Frankfurt am Main geboren und aufgewachsen, hielt sich aber häufig in den USA auf, da ihre Mutter aus New Yorker stammt.

Ausgebildet in Ballett und Kampfsport, entdeckte sie noch während der Schulzeit das Schauspiel für sich. Ihre Ausbildung setzte sie parallel zu einem Studium der Mediensoziologie und Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt fort. Nach ihrem Master und Veröffentlichung ihrer Abschlussarbeit arbeitete sie als Reporterin vor der Kamera für einen Nachrichtensender in Frankfurt, bevor sie zur Schauspielerei zurückkehrte und einige Gastauftritte in deutschen Fernsehen-Dramen landete. Sie ist erfolgreiche Motion-Capture-Darstellerin und arbeitete für alle großen europäischen Videospiel-Hersteller .

2008 zog sie nach Los Angeles. Karola nahm Unterricht bei einigen der angesehensten Schauspieltrainer (Howard Fein, Steve Eastin, Diana Burg) und hatte Rollen in Fernseh- und Film-Projekten.