Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

Oktober 2017

Samstag, 09.09.2017

Sandeep Mukherjee

Berlin

Molting the fractured

Work in Progress: Molting the fractured

Den Ausgangspunkt für die Ausstellung „Molting the Fractured“ bildet ein BMW Mini Cooper, dessen Einzelteile, in Aluminium gepresst, als skulpturale Formen im Raum schweben. Das Auto ist aus unserer auf Mobilität ausgelegten Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Wenn wir einsteigen, umgibt es uns wie eine zweite Haut, die uns schützt, aber gleichzeitig den Rausch der Geschwindigkeit erst ermöglicht. Sandeep Mukherjee löst diese zweite Haut von ihrer ursprünglichen Form und macht sie mit seiner Installation in anderer Gestalt neu erfahrbar.

Sandeep Mukherjee, der in Los Angeles lebt und arbeitet, füllt mit seinen Installationen nicht nur ganze Ausstellungsräume, sondern macht diese Räume auch körperlich erfahrbar. Seine oft aus einzelnen Modulen bestehenden Arbeiten reagieren auf die Gegebenheiten des Raums, spielen mit Licht und Schatten und eröffnen je nach Standpunkt immer neue Blickwinkel. Sandeep Mukherjee ist Berlin Fellow der Villa Aurora im Jahr 2017.


Vernissage: Samstag, 09. September 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr

Künstlergespräch: Donnerstag, den 14. September 2017, 19:00 Uhr. Dr. Jeni Fulton Kunsthistorikerin und Chefredakteurin Sleek Magazine mit dem Künstler. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Voranmeldung unter berlin@68projects.com oder telefonisch unter 030 889 225 890.

Ausstellungsdaten: Samstag, 09. September bis Samstag, 04. November 2017

Ort: 68project, Fasanenstraße 68, 10719 Berlin


Eine Kooperation mit

Dienstag, 12.09.2017

la > x – Ausstellung und Filmfestival

Berlin

Anlässlich der seit 50 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles realisieren der Filmkurator Marc Glöde und der Sammler Axel Haubrok mit Unterstützung des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. unter dem Titel la > x ein Filmfestival und eine Ausstellung, in denen Künstlerpositionen aus Los Angeles im Fokus stehen.

Den Auftakt zu la > x bildet die Eröffnung der Ausstellung in der FAHRBEREITSCHAFT am 12. September 2017. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Arbeiten von Stephen Prina, Christopher Williams und Margaret Honda.

Das la > x Filmfestival präsentiert einen Tag lang Filme von Künstlern aus L. A. sowie Produktionen bei denen L. A. im Zentrum des Interesses stehen. Das Filmfestival wurde kuratiert von Filmwissenschaftler Dr. Marc Glöde. Gezeigt werden Arbeiten von Edgar Arceneaux, John Baldessari, James Benning, Morgan Fisher, Alex Hubbard, Rodney McMillian, Sarah Morris, Ryan Trecartin und Jennifer West. Die Filmpräsentationen werden durch Diskussionen zur Frage „Is Everything Political?“ und zu den Perspektiven der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles ergänzt.

Um 21 Uhr beschließt der Konzeptkünstler, Filmemacher und Musiker Stephen Prina das Programm mit einem Konzert auf der Kino-Bühne.

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Dies wird durch die Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei, des Medienboard Berlin-Brandenburg, des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V., der Kanzlei Taylor Wessing und der Haubrok Foundation ermöglicht.

Weitere Informationen auf www.haubrok.org


 
Ausstellungseröffnung
Dienstag, 12. September 2017, 19–21 Uhr
FAHRBEREITSCHAFT, Herzbergstraße 40–43, 10365 Berlin
 
Die Ausstellung läuft vom 15. September bis zum 2. Dezember 2017.
Der Besuch ist Samstags ab 15 Uhr nach Anmeldung unter besuch@haubrok.org möglich.
Während der Berlin Art Week ist die Ausstellung am 15. September von 19–21 Uhr, am 16. und 17. September von 12–18 Uhr geöffnet.

 

Filmfestival
Mittwoch, 13. September 2017, 10 – 22 Uhr
Kino Arsenal – Institut für Film und Videokunst, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mittwoch, 04.10.2017

Philipp Lachenmann: DELPHI_Essentials

Los Angeles

Delphi_Essential_1 | © Philipp Lachenmann

Am 4. Oktober 2017 eröffnet die renommierte ACE-Galerie zusammen mit VATMH eine Ausstellung des bildenden Künstlers und ehemaligen Villa Aurora-Stipendiaten Philipp Lachenmann: „DELPHI_Essentials“. Sie zeigt Werke, die sich speziell auf LA und Berlin beziehen. Lachenmann gilt als einer der herausragenden Künstler seiner Generation.

Philipp Lachenmanns Werk setzt konsequent die wesentlichen Strukturen von Kunst frei, dekodiert die ihr anhaftenden Repräsentationsmuster innerhalb ihres unübersichtlichen Referenzmonopols, stellt ihre Strategien bloß und macht sie auf einer neuen Ebene lesbar. Dieser Ansatz verschiebt den Schwerpunkt vieler zeitgenössischer Kunstpraxen weg vom radikalen Relativismus der 90er Jahre, in eine Richtung, die sowohl Autorschaft als auch Engagement bestärkt. Auf dem Höhepunkt der Kunstsaison im Herbst ist die Lachenmann-Ausstellung die bislang erste, die den gesamten Galerieraum einnimmt.

Lachenmann studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Film bevor er ein Graduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln absolvierte. Seine Arbeit wurde auf der Shanghai Biennale (2004), im K21 in Düsseldorf (2008), im Hamburger Bahnhof in Berlin (2011), den Deichtorhallen Hamburg (2012), den KW Kunstwerke Berlin (2016); gescreent wurden Film von Lachenmann u. a. beim MIT Short Film Festival Boston (2008), beim IFFR Rotterdam, SIFF Seattle, SFIFF San Francisco (2009), dem NYFF New York (2010) und HKIFF Hongkong (2011). Lachenmann wurde mit dem Deutschen Akademischen Austauschprogramm (DAAD) New York (1998), einem Stipendium in Villa Aurora in Los Angeles (2003), der Villa Massimo in Rom (2012) und der Villa Tarabya Istanbul (2018) ausgezeichnet.


 

Reception: October 4, 2017

Runtime: October 4 - December 16, 2017

Location: ACE Gallery Los Angeles, 5514 Wilshire Blvd, Los Angeles, CA 90036

Donnerstag, 05.10.2017

100 years of Bauhaus: Wie wollen wir leben?

LOT 613 (613 Imperial St., Los Angeles, CA 90021)

 

 

Information

Das zweitägige Festival „Berlin Lab“ mit einem vielfältigen kulturellen Programm findet am 4. und 5. Oktober im LOT 613 im Arts District in Downtown LA statt. „Berlin Lab“ ist ein immersives Erlebnis, das die Verbundenheit und Synergie zwischen den Partnerstädten mit einem einzigartigen, seit fünf Jahrzehnten bestehenden Austausch zwischen den Metropolen feiert.

Vor fast 100 Jahren wurde in Deutschland das BAUHAUS gegründet, um neue Wege für die Gestaltung unseres Alltags zu beschreiten und eine neue, interdisziplinäre Denkweise zu vermitteln. Architekten, Künstler und Designer wie Walter Gropius, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Gunta Stölzl, Luzia und Laszlo Moholy-Nagy prägten weltweit die Moderne. Die deutsche Exilkultur, insbesondere an der Westküste, hatte großen Einfluss auf das kulturelle Leben in den USA.

Im Berliner Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, der weltweit größten Sammlung historischer Originalobjekte und -dokumente des Bauhauses, wurde im Hinblick auf das hundertjährige Jubiläum im Jahr 2019 und die Wiedereröffnung des Bauhaus-Archivs in neuem Umfang im Jahr 2021 der Bauhaus-Rat Berlin e.V. als interdisziplinäre, diskursive Zukunftsplattform ins Leben gerufen, um die alte Bauhaus-Frage erneut zu stellen: „Wie wollen wir leben?“

 

 

Teilnehmer:innen

Kreatives Gespräch / Podiumsdiskussion mit

Thomas Willemeit, Graft Architects Berlin/Beijing/LA; Co-Kurator der Architekturbiennale in Venedig 2018

Van Bo Le Mentzel, Architekt und Aktivist, Kurator des interdisziplinären „Tiny Bauhaus Campus“ im Bauhaus-Archiv Berlin

Theresia Enzensberger, Bloggerin und Autorin von „Blaupause“, einem „historischen“ Roman über eine kreative Frau in der Welt des Bauhauses (Sommer 2017, Hanser, Deutschland)

Moderation: Alexandra von Stosch, Programmdirektorin des Bauhaus Council Berlin e. V. und Vorstandsmitglied der VATMH

Partners

Mit Unterstützung von Villa Aurora & Thomas Mann House e. V., der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und Berlin Partner.

Samstag, 14.10.2017

Transit Lounge Else

Los Angeles

© Else-Lasker-Schüler Gesellschaft e. V.

Transitraum Else ist ein internationales Projekt der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft (Wuppertal) in Zusammenarbeit mit dem "Zentrum für verfolgte Künste" (Solingen), entwickelt vom Künstlerduo Astronautenkost. Das Leben und das wundervolle Werk der Künstlerin Else Lasker-Schüler stehen dabei im Fokus. Die Schauspielerin Claudia Gahrke und der Regisseur Andreas Schäfer laden Menschen ein, Gedichte der bedeutendsten deutschen Lyrikerin zu sprechen.

40 renommierte Künstler haben sich bereits beteiligt - darunter Iain Glen, Bob Balaban, Elfriede Jelinek, Sigalit Landau, Tomi Ungerer und John Nettles - weitere kommen nun an ersten sechs Stationen live hinzu.

Wie ein Staat mit seinen Künstlern umgeht, ist ein Lackmustest für die Demokratie. Anhand der Dichterin Else Lasker-Schüler wird die Verfolgung einer Künstlerin und ihr Schicksal im Exil exemplarisch sichtbar.

In einer Mischung aus kurzen informativen Vorträgen, Lesung der Gedichte und Prosa von Else Lasker-Schüler auf Deutsch und in der jeweiligen Landessprache, geschieht dies zunächst in Städten wie Stockholm, New York und Los Angeles (Villa Aurora), in denen zahlreiche Künstler im Exil waren.

Das Projekt ist eine Hommage an die große Künstlerin, deren 150. Geburtstag 2019 gefeiert wird, und ein sinnliches Fest für die Freiheit der Kunst.

Schirmherr ist der Schauspieler Günter Lamprecht.

Die vierte Station ist am 14. Oktober 2017 um 19:00 Uhr in der Villa Aurora, die vor Ort auch Kooperationspartner des Projekts ist.  Mit Claudia Gahrke, Andreas Schäfer und Dr. Doris Berger. Die Hollywoodschauspielerin Lainie Kazan liest die Gedichte in englischer Übersetzung. Der Eintritt ist frei. Gefördert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

www.salle-de-transit.com

Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft

Am 23. November 1990 hatte der WDR-Journalist Hajo Jahn ein Dutzend Wuppertaler Bürger zur Gründung einer Else Lasker-Schüler-Gesellschaft eingeladen. Um Werk und Andenken einer der ungewöhnlichsten deutsch-jüdischen Künstlerinnen zu pflegen und eine neue, zeitgemäße Form der Erinnerungskultur zu initiieren: Gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, für Toleranz.

In Berlin war die aus Wuppertal-Elberfeld stammende Else Lasker-Schüler berühmt geworden. Ihr Schicksal ist Metapher dafür, wie in der NS-Diktatur mit Intellektuellen umgegangen wurde: Sie flüchtete 1933 aus Deutschland; ihre Bücher und Theaterstücke wurden verboten; das Filmemachen war ihr als Jüdin verwehrt worden. Im Exil in der Schweiz hatte sie Schreibverbot . Später wurde ihr die Einreise verweigert.

Else Lasker-Schüler, alias Prinz von Theben, Abigail, Tino von Bagdad, Jussuf etc, hat sich viele Namen und Identitäten  zugelegt. Sie  war die erste Performerin, ist modern noch immer.

An das Schicksal der emigrierten und verfolgten Intellektuellen (Künstler, Natur- und Geisteswissen-schaftler, Journalisten und Schriftsteller, deren Bücher verbrannt, deren Kunstwerke zensiert und verboten wurden), erinnert die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in dieser Epoche großer Flüchtlingsströme mit ihren internationalen Foren von Prag und Breslau bis Catania und Jerusalem- inzwischen 21, das 22. Forum findet im Oktober 2017 am kulturträchtigen "Monte Verità in Ascona statt. Die ELS-Gesellschaft hat rund 1.200 Mitglieder, darunter viele prominente Künstler und Politiker. Mehr als ein Dutzend Almanache dokumentieren ihre Aktivitäten in Schulen, Uraufführungen von Theaterstücken und Kompositionen. Das von ihr initiierte "Zentrum für verfolgte Künste" arbeitet inzwischen unter dem Dach des Kunstmuseums Solingen.

Zentrum für verfolgte Künste

Das Zentrum für verfolgte Künste wurde 2015 im Kunstmuseum Solingen gegründet. Gesellschafter sind der  Landschaftsverband Rheinland und die Stadt Solingen.

Dieses Zentrum ist eine einmalige Einrichtung mit Bildern, Büchern und persönlichen Dokumenten aus der deutschen Kulturgeschichte der Zeit von 1914 bis 1989. Kern der Themen sind beide deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts und deren Folgen.

Die Brücke zwischen der Verfolgung von Literatur und bildender Kunst entsteht durch die malende Dichterin Else Lasker-Schüler. Das Zentrum erhielt von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft 23 Originalbilder, die 1937 als „entartet“ aus der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt worden waren. Es ist die größte Sammlung ihrer Zeichnungen außerhalb Israels. Von der Else-Lasker-Schüler-Stiftung „Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler“ wurde die Exil-Literatur-„Sammlung Jürgen Serke“ in das Zentrum eingebracht

Astronautenkost

Claudia Gahrke, Schauspielausbildung in der Masterclass bei Actors Studio-Begründer Robert Lewis, Sprechausbildung bei Günter Wirth. Stipendiatin beim Berliner Theatertreffen. Zahlreiche Theaterrollen: u.a. Merteuil in Heiner Müllers „Quartett“ in London. Performances in Brüssel, Cambridge, Berlin und auf der EXPO2000, u.a. Ophelia in der Sound-Performance „Hamletmaschine“, Haus am Waldsee, Berlin. „Kitty Hawk“ in „Ich bin eine Mikrobe“ für die Fraunhofer-Gala „Fest der Forschung“ mit Herbert Fritsch in Dresden. Lesungen: u.a. „Von den Ewigkeiten zwischen den Vielen und den Wenigen“ - Alfred Döblin und Else-Lasker-Schüler mit Günter Lamprecht und „Alles ist Jazz“, von Lili Grün, im Rahmen des ersten „Festivals der verfolgten Künste“.  Auftritte mit Else-Lasker-Schüler-Vertonungen im Jüdischen Museum in Berlin und in Breslau. Gastspiele mit „LEBEN? ODER THEATER?“ von Charlotte Salomon in Wien, Berlin und Tel Aviv. Viele Hörspielrollen für den WDR. In 2011 erschien ihre CD „Die kreisende Weltfabrik“ mit Gedichten, Prosa und Briefen von Else Lasker-Schüler. 2014 Durs Grünbein-Rezitation für die Ausstellungseröffnung SOCKS FOR LIFE im EU-Parlament in Brüssel.

Andreas Schäfer ist Regisseur und Autor. Masterclass Regie bei Robert Lewis (Actors Studio). Produktionen in Israel, London, Barcelona, Berlin, Brüssel und auf der EXPO2000. Schäfer schreibt eine Essayreihe zu Kommunikation und Kunst im 21. Jahrhundert und Fachbuchbeiträge. Interviews mit Hellmuth Karasek, Prof. Michael Schirner, Bert Neumann, Denis Scheck, Tom Stromberg, Heike-Melba Fendel, Jan Hoet u.a.m. Seit 2009 ist er Chefredakteur des Magazins showcases. 2012 erschien ein Interviewband mit dem Titel. „Durch den menschlichen Kosmos“. 2011 führte er Regie bei der CD-Produktion „Die kreisende Weltfabrik“ von Else Lasker-Schüler. 2014 kuratiert er die Ausstellung SOCKS FOR LIFE u.a. mit Werken von René Böll, Elfriede Jelinek, Robert Wilson, Ruprecht von Kaufmann und Andrea K. Schlehwein im Europaparlament in Brüssel. Hierfür  erhielt er den European Best Event Award in Silber.

Lainie Kazan debütierte in einer Folge der Fernsehserie "Wagen 54, bitte melden" aus dem Jahr 1962. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre nahm sie zudem vier Musikalben für das Plattenlabel MGM Records auf, auf denen sie unter anderem Songs von Burt Bacharach und Hal David sang. Im Kriminalfilm "Dayton's Devils" (1968) spielte sie neben Leslie Nielsen eine der größeren Rollen. Im Abenteuerdrama „Ein Kerl zum Pferdestehlen“ (1971) trat sie neben Yul Brynner und Jane Birkin auf. Nach einigen Rollen in Fernsehfilmen spielte sie im Filmdrama „Einer mit Herz“ (1982) von Francis Ford Coppola an der Seite von Raúl Juliá und Nastassja Kinski. In der Komödie „Ein Draufgänger in New York“ (1982) spielte Kazan an der Seite von Peter O’Toole. Für diese Rolle wurde sie im Jahr 1983 für den Golden Globe Award nominiert.  Ihre Auftritte in der Fernsehserie „Chefarzt Dr. Westphall“ in den Jahren 1987 und 1988 brachten ihr 1988 eine Nominierung für den Emmy. Sie trat im Musical „My Favorite Year“  anhand der früheren Komödie auf, wofür sie im Jahr 1993 für den Tony Award nominiert wurde. Im deutschsprachigen Raum ist sie vor allem in der Rolle als Tante Freida in der Serie „Die Nanny“ bekannt.

Ihre Rolle in der Komödie „My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf griechisch“ (2002) brachte Kazan 2003 eine Nominierung für den Golden Satellite Award und – gemeinsam mit einigen anderen Darstellern – für den Screen Actors Guild Award.  In der 7. Staffel von der Serie Desperate Housewives war Kazan in einer Nebenrolle zu sehen.

Dr. Doris Berger ist Ausstellungskuratorin am Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles, davor war sie Kuratorin am Skirball Cultural Center, ein Getty Postdoc Fellow sowie Direktorin des Kunstverein Wolfsburg. Sie initiierte die PST LA/LA Ausstellung am Skirball Another Promised Land: Anita Brenner's Mexico (2017), kuratierte die Wanderausstellung Light & Noir: Exiles and Émigrés in Hollywood, 1933–1950 am Skirball (2014) und produzierte das Video Here and There: Artistic Exchange between California and Germany in the 1970s (2012). Berger ist die Autorin des Buches Projizierte Kunstgeschichte: Mythen und Images in den Filmbiografien über Jackson Pollock und Jean-Michel Basquiat (2009), Mit-Herausgeberin von Sexy Mythos. Selbst- und Fremdbilder von KünstlerInnen (2006) sowie Hrsg. von In, mit und zwischen den Räumen (2004). Sie publizierte Aufsätze im Bereich zwischen Kunst und Film, dem kulturellen Einfluss von Filmen, Genderstudien und Exilkultur im Goldenen Zeitalter von Hollywood.

ASTRONAUTENKOST | Es gilt das gesprochene Wort.
Andreas Schäfer, Kanalstraße 67, 42657 Solingen, Germany
Mobil +49 177 579 55 69, theartcore@gmx.net
www.salle-de-transit.com

Mittwoch, 18.10.2017

Eclectic Salon #2: Farewell to Ernst Toch's Bluethner Grand Piano

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

Villa Aurora: Salon | Photo: Thomas Mikusz

 

 

Information

Am Klavier: Anna Magdalena Kokits

Begrüssung: Lawrence Weschler, Autor und Enkel von Ernst Toch

Die Wienerin Anna Magdalena Kokits bekam schon als 4-jährige Klavierunterricht und studierte später am Wiener Konservatorium bei ihrem Lehrer und Mentor Alejandro Geberovich (*Buenos Aires, 1948). Noch als Teenager spielte in den grossen Konzertsälen Europas und produzierte Alben mit Sonaten von Hans Gál, Ernst Toch, Erich Zeisl und Karl Weigl. Sie widmet sich intensiv zeitgenössischer Klaviermusik, wobei sie besonders an der Wiederentdeckung weniger bekannter oder unterrepäsentierter Künstler interessiert ist. Ihre neue CD mit Solowerken für Klavier von Ernst Toch erschien im Juni 2017 bei Capriccio. Anna Magdalena gastiert in internationalrn Konzerthäusern und unterrichtet Masterklassen für junge Pianisten.

Lawrence Weschler ist der Enkel von Ernst Toch und Direktor der Ernst Toch Gesellschaft. Er arbeitete als Journalist 20 Jahre lang für The New Yorker, wo er eine Bandbreite von Polittragödien bis Kulturkomödien bediente. Er ist emeritierter Direktor des New York Institute for the Humanities an der NYU, das er von 2001bis 2013 leitete.
Er schrieb über 20 Bücher, inklusive Seeing is Forgetting the Name of the Thing Ones Sees (über den kalifornischen Künstler Robert Irwin), True to Life (über David Hockney), Mr. Wilson’s Cabinet of Wonder (über das Museum für Jurassic Technology); und Vermeer in Bosnia.
Auf seinerWebseite www.lawrenceweschler.com widmet er eine Sektion seinem Grossvater Ernst Toch und anderen Emigranten der Zeit in Los Angeles.

Ernst Toch (1887 – 1964) gehörte zu den meist gefeierten Komponisten in Weimar Deutschland. Nach seiner Flucht vor den Nazis nach Kalifornien, komponierte er weiter, aber seine Werke wurden wenig beachtet. Heute (…) finden seine Kompositionen endlich neue und lang überfällige Beachtung.

 

 

Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
32 Variationen in in c-moll (1806)
Manuela Kerer (*1980)
Dla Rajun (2013)
Alexander von Zemlinsky (1871-1942)
Phantasien über Gedichte von Richard Dehmel op. 9 (1898)
Vivian Fung (*1975)
from Glimpses: I. Kotekan (2006 - rev. 2016)
Ernst Toch (1887-1964)
Capriccetti op. 36 (1925)
George Gershwin (1889-1937)
Rhapsodie in Blau, Solo Klavier Version (1924)

Montag, 23.10.2017

Eclectic Salon #3: Klezmer Connection Duo

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

 

Information

Die Musiker Georg Winkler (Klarinette) und Hubert Kellerer (Akkordeon) spannen einen kraftvollen wie auch sensiblen Bogen von stilisierter Klezmermusik über Mischformen (Jazz und klassische Moderne) bis zu traditionellem Klezmer. Auf einer ständigen Gratwanderung zwischen Lebensfreude, Traurigkeit und Sinnlichkeit entstehen virtuose Klanggemälde - wild, zärtlich, verrückt, frech, witzig, sphärisch. Das Winkler/Kellerer Duo gastiert in der ganzen Welt und gilt als eines der besten Klezmer Ensembles.

Auf dem Programm stehen Werke von Ernest Bloch (1880–1959), Erwin Schulhoff (1894–1942), Alexandre Tansman (1897–1986), Igor Strawinsky (1882–1971), Shalom Secunda (1894–1974) und traditionelle Klezmer Musik.

 

Teilnehmer

Georg Winkler

Georg Winkler studierte klassische Klarinette am Mozarteum in Salzburg. Erst vor einigen Jahren entdecke er Klezmer Musik und fand durch sie eine neue Art Musik zu interpretieren. Georg Winkler spielte in verschiedenen Orchestern, darunter das Mozarteum Orchester, das Orchester des Salzburger Doms, das Orchester Pro Musica, die Salzburger Kammersolisten und andere.

Hubert Kellerer

Hubert Kellerer studierte Musik und darstellende Künste und hat einen Master als Solist für Kammermusik. Seit 1993 unterrichtet er in Graz und Salzburg. Sein spezielles Engagement gilt dem Akkordeonduo ConTact. Seit Herbst 1997 spielten Hubert Kellerer und Roman Pechmann viele Konzerte mit zeitgenössischer Literatur und selbst transkribierten Werken. Seine große Leidenschaft ist Klezmer, inzwischen mit 18 Jahren Erfahrung mit der „Klezmer Connection“.

Samstag, 28.10.2017

Wie entsteht eine Stadt: Perspektiven aus Berlin und Los Angeles

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

 

 

Information

Dieses Programm findet anlässlich des 50. Jahrestags der Städtepartnerschaft Berlin – Los Angeles statt. Im Rahmen dieses Programms findet im A+D Architecture and Design Museum in Los Angeles die Ausstellung Sergei Tchoban Architectural Drawings statt.

 

 

Teilnehmer:innen

Farooq Ameen

Farooq Ameen ist Gründer des Studios City Design, ein Architektur- und Stadtplanungsbüro mit Projekten in den USA und Asien. Ameen ist Vorstandsmitglied im A+D Architecture and Design Museum in Los Angeles und hält weltweit Vorträge wie z. B. im Bauhaus-Universität, Harvard und Columbia University. Ameen unterrichtete am Southern California Institute of Architecture (Los Angeles / Lugano), Woodbury University und an der Cal Poly und ist Autor verschiedener Fachbücher, wie “The South Asian Paradigm”, “deCoding Asian Urbanism” und “50 Under 5:0 Innovators of the 21st Century”.

Sergei Tchoban

Sergei Tchoban ist Partner bei Tchoban Voss Architekten mit Niederlassungen in Berlin, Dresden und Hamburg und Mitbegründer von SPEECH in Moskau. 2009 rief er die Tchoban Foundation – Museum für Architekturzeichnung in Berlin ins Leben. Viele seiner Bauten, wie z. B. Federation Tower in Moskau, das Benois-Haus in St. Petersburg, das Jüdische Kulturzentrum und die jüdische Synagoge Lubavitch und das Museum für Architekturzeichnung in Berlin sind weltweit bekannt. Tchoban genießt nicht nur als Architekt sondern auch als Kurator, Sammler und Zeichner internationale Anerkennung.

Peter Tokofsky

Peter Tokofsky ist Manager der akademischen Veranstaltungen im J. Paul Getty Museum und Professor an der University of California, Los Angeles (UCLA). Er leitet das UCLA-Sommer-Reiseprogramm in Deutschland und Österreich, das zum Ziel hat, den Studenten die Kunst- und Kulturszene von Berlin, München und Wien näherzubringen. Tokofsky ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen und trägt zu zahlreichen Kultur- und Bildungsprogrammen der Stadt bei.