Veranstaltungsarchiv Villa Aurora
November 2013
Hannah-Arendt-Tagung
Los Angeles
WAS IST POLTIK?
Eine Tagung zu Hannah Arendt in der Villa Aurora am 9. und 10. November 2013
Am 9. November, dem Datum, das an die Geschehnisse der Reichskristallnacht 1938 erinnert, veranstaltete die Villa Aurora in Los Angeles gemeinsam mit dem Hannah Arendt Center des Bard College die Tagung „Hannah Arendt - Was ist Politik?“.
Hannah Arendt, die deutsch-jüdisch-amerikanische Theoretikerin, geboren in Hannover, vertrieben 1933 nach Paris, 1940 nach New York, widmete ihr Werk der Rückeroberung des öffentlichen Raums und des politischen Handelns. Noch heute, wie bereits in den 1960er Jahren, inspirieren ihre Ansätze theoretische Debatten wie zivilgesellschaftliche Initiativen. Mit Vorträgen von Experten wurde während der Tagung in der Villa Aurora Arendts Neuerfindung des Politischen vor dem Hintergrund der Exilerfahrungen erkundet und diskutiert.
Folgende Vorträge stehen als Video auf unserer Medienseite zur Verfügung:
Welcome & Opening Remarks
Annette Rupp, Geschäftsführerin der Villa Aurora & Marie Luise Knott (Konzept), Autorin, Journalistin und Übersetzerin
The Origins of Totalitarianism in Historical Perspective
Anson Rabinbach, Princeton University
Revolutionary Declarations and the Status of Human Rights
Peg Birmingham, DePaul University
The Aesthetics of Arendt’s Politics
Equality, Plurality, and the Enthusiasm of the Spectators
Martín Plot, California Institute of the Arts
Hannah Arendt: The Primacy of Appearance
Robert Harrison, Stanford University
Who is Capable of Performing Action? Some Thoughts on the Importance of Personality
Wolfgang Heuer, Freie Universität Berlin
In Fortführung der Tagung hielt Roger Berkowitz vom Hannah Arendt Center des Bard College am 10. November im Skirball Cultural Center in Los Angeles einen Vortrag zum Thema Jewish Voices in the Eichmann-Contoversy, bevor der Film Hannah Arendt von Margarethe von Trotta gezeigt wurde. Im Anschluss an die Filmvorführung fand eine rege Diskussion zum Film und dessen Thema statt.
Oh Boy
Los Angeles
OH BOY, Deutschland 2012 , 83min, digital
OH BOY ist das selbstironische Portrait eines jungen Mannes und der Stadt, in der er lebt - Berlin.
Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen "normalen" Kaffee mehr zu geben.
Sollte Niko nach diesem Tag wirklich seine "Komfortzone" verlassen und sein Leben ändern? Kriegt er am Ende vielleicht Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?
In eindringlicher Schwarz-Weiß-Ästhetik changiert OH BOY zwischen Melancholie und Humor und zeigt die Suche des Protagonisten nach seinem Platz in der Welt, in der eigentlich alles möglich ist. (Quelle: http://www.ohboy.x-verleih.de/)
Der Regisseur Jan-Ole Gerster wird anwesend sein.
Zum Trailer.
OH BOY erhielt vier Nominierungen zum European Film Awards : Bester Film, Bester Schauspieler, European Discovery und für den Peoples-Choice-Award. Unterstützen Sie Jan-Ole mit Ihrer Stimme beim Peoples-Choice-Award!
In der Villa Aurora wird der Regisseur an seinem neuen Projekt Cool Germania arbeiten, einer Rise-and-fall Geschichte zweier Freunde im Berlin der 90er- und Nullerjahre.
Villa Aurora Nacht
Berlin
Die Villa Aurora feierte im vergangenen November abermals ihre alljährliche Villa Aurora Nacht, zu der ein enger Kreis geladener Gäste aus Kunst, Kultur, Politik und Medien anwesend war. Anlass war die Vorstellung der Stipendiaten des Jahrgangs 2014. Erstmals fand die Veranstaltung im Lapidarium am Halleschen Ufer statt.
Die Eröffnungsreden hielten Dr. Hans-Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation beim Auswärtigem Amt, und Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei.
Die Stummfilmbegleitung durch den ehemaligen Villa-Aurora-Stipendiaten Dietrich Brüggemann und dem Deutschen Beatbox-Meister, Daniel Mandolini, bildete den Auftakt der Veranstaltung. DJ Paul Kaeding sorgte für die musikalische Untermalung des Abends.