Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

November 2018

Donnerstag, 08.11.2018

Welcoming Reception

Villa Aurora (520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272)

 

 

Teilnehmer:innen

JULIANE HENRICH
© Danny Avidan

Juliane Henrich studierte Film, Kunst und Kreatives Schreiben in Leipzig, Berlin und Jerusalem. In ihren Filmen beschäftigt sie sich häufig mit den sich wandelnden Bedeutungen, die Orten zugeschrieben werden.

 

Am 9. November zeigt sie einen Ausschnitt aus „From the West“, einem Essayfilm, der sich mit der Erinnerung an die graue Nachkriegsarchitektur in westdeutschen Städten befasst, sowie ihren neuesten Kurzfilm „koordinaten“, der der Frage nachgeht, wie Geschichte in das Stadtbild Berlins eingeschrieben ist.

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MONIKA RINCK
© Gene Glover

Monika Rinck wohnt in Berlin. Sie studierte Religionswissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Germanistik in Bochum, Berlin und New Haven (Yale). Seit 1989 veröffentlicht sie regelmäßig bei verschiedenen Verlagen. Im Frühjahr 2012 erschien bei kookbooks „HONIGPROTOKOLLE“, ihr jüngster Gedichtband, für den sie mit dem renommierten Huchel-Preis ausgezeichnet wurde, gefolgt von „RISIKO & IDIOTIE, Streitschriften im Frühjahr 2015. Monika Rinck ist Mitglied des P.E.N.-Clubs, der Lyrikknappschaft Schöneberg, der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Monika Rinck ist Preisträgerin des Kleist-Preises (2015) und des Ernst-Jandl-Preises (2017). 2017 kuratierte sie das Poesiefestival POETICA in Köln. Sie arbeitet als Übersetzerin aus dem Ungarischen, zusammen mit Orsolya Kalász, arbeitet mit Musikern und Komponisten zusammen und unterrichtet gelegentlich an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihr neues Buch KRITIK DER MOTORKRAFT erscheint in Kürze im brüterich Verlag.

Hören Sie sich hier ihre Gedichte an

ANN COTTEN
© Liesl Ujvary

Ann Cotten bedient sich verschiedener Medien, unter denen das geschriebene Wort einen zentralen Platz einnimmt, um das Verständnis der Welt für ihre eigenen Mechanismen zu erforschen und ihren Beitrag zur Verfeinerung ihrer Beschreibung zu leisten. Ihre Entwurzelung hat sie zu einer rastlosen Wanderin zwischen Kulturen und Kontinenten gemacht, und als sie dies allmählich erkannte, begann sie, eine Art passive Ethnologie zu entwickeln, indem sie versuchte, die Erzählungen verschiedener Kulturen zu erfassen und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrzunehmen, ohne diese jemals in eine übergeordnete Sprache vermeintlich überlegenen Wissens zu übertragen. Mit anderen Worten: Sie lässt sich und ihre Sprache von den Kulturen prägen, in denen sie sich befindet, und das Negative ist ihr Hauptmedium.

Dies ist in der Tat unterhaltsamer als seine Beschreibung. Am Abend des 8. wird Cotten zusammen mit dem Gitarristen Takashi Doi einige Gedichte und Coverversionen auf Englisch, Deutsch und möglicherweise Japanisch vortragen, nachdem sie kurz ihre bisherigen Arbeiten und ihr aktuelles Projekt in der Villa Aurora erläutert hat.

Hören Sie sich ihre Gedichte an

HEIDI SPECOGNA
© Privat

Die Filmemacherin Heidi Specogna wird einen Ausschnitt aus ihrem Film „The short life of José Antonio Gutierrez“ zeigen. Ein Blick hinter die heroische Geschichte eines guatemaltekischen Immigranten, der als erster US-Soldat im von den USA geführten Irakkrieg ums Leben kam.

Außerdem wird sie einen Einblick in ihr neues Projekt geben, das sich mit Bildern und Geschichten aus dem Amazonasgebiet befasst.

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STEFAN STUCKMANN
© Timon Schäppi

Während seines Stipendiums in der Villa Aurora wird Stefan Stuckmann seine neue Serie „Jugend“ entwickeln, eine Mischung aus Komödie und Drama, die im heutigen Berlin spielt. Als Gegenentwurf zum Berlin-Image der letzten zwanzig Jahre porträtiert „Jugend“ die deutsche Hauptstadt nicht als Lösung aller Probleme, sondern als Problem an sich. Berlin erscheint als kalte Stadt, die Menschen ausnutzt und junge Menschen mit leeren Versprechungen anlockt – nur um sie Jahre später wieder auszuspucken, wenn ihre Träume gestorben sind.

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ANDREAS STICHMANN
© Patricia Neligan

Andreas Stichmann studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2008 erschien der Erzählband „Jackie in Silber“, für den er den Clemens-Brentano-Preis, den Kranichsteiner Literaturförderpreis und den Hamburger Förderpreis für Literatur erhielt. Sein erster Roman „Das große Leuchten“ wurde für den Bachmann-Preis nominiert und mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet. „Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk“ erschien im Februar 2017 im Rowohlt Verlag.

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Dienstag, 20.11.2018

Kultursalon: Hauptsache Kultur

Berlin

Eine Veranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor in Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Mit VATMH-Geschäftsführerin Heike Catherina Mertens.

Im Fokus der Diskussion beim dritten Kultursalon steht die Bedeutung von Kultur und Kulturpolitik für Deutschland im Allgemeinen und für Berlin im Besonderen. Welche Folgen hat die herausgehobene Stellung Berlins als Bundeshauptstadt für die innere und äußere Kulturpolitik? Wie werden Deutschland und seine kulturellen Repräsentationsstandorte wie das Thomas Mann House in Los Angeles oder die Programmatik des Berliner Künstlerprogramms des DAAD wahrgenommen? Dieser Kultursalon wird zum dritten Mal gemeinsam mit der Kulturpolitischen Gesellschaft auf Initiative von Dr. Sylvia Metz und Wibke Behrens ausgerichtet.

Begrüßung
Bianca Richardt, Vorstand Stiftung Brandenburger Tor
Wibke Behrens, Sprecherin Berlin+Brandenburg Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

Impuls-Vortrag
Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt

Moderation
Stephan Abarbanell, Programmbereichsleiter Kultur im rbb

Podiumsdiskussion
Silvia Fehrmann, Leiterin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD
Heike Catherina Mertens, Geschäftsführerin Villa Aurora & Thomas-Mann-House, Los Angeles
Prof. Dr. Oliver Scheytt, Kulturmanager, Kulturpolitiker und Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft

Empfang
Bis 22 Uhr

Zum Kultursalon
Die Stiftung Brandenburger Tor möchte ihrer Rolle als neutrale Kulturvermittlerin nachkommen und auch auf herausfordernde Situationen in der Berliner Kulturlandschaft hinweisen. Ziel ist es, neue Impulse zu geben und mögliche Lösungsansätze voranzutreiben. Das Max Liebermann Haus wird mit der Reihe der Stiftung Brandenburger Tor zu einem zeitgenössischen Kultursalon und bietet eine Plattform für kulturpolitische Themen mit den Schwerpunkten Kunstmarkt und Kulturpolitik.

Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V.
Die Stiftung Brandenburger Tor und die Kulturpolitische Gesellschaft richten zum dritten Mal einen Kultursalon in Kooperation aus. Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. wurde 1976 gegründet und ist eine bundesweite Vereinigung von rund 1.500 kulturpolitisch interessierten und engagierten Menschen und Einrichtungen aus den Bereichen Kulturarbeit, Kunst, Politik, Wissenschaft, Publizistik und Kulturverwaltung.

Um Anmeldung wird bis Dienstag den 13. November 2018 gebeten: stiftungbrandenburgertor.de

Location
Stiftung Brandenburger Tor
Max Liebermann Haus
Pariser Platz 7
10117 Berlin