Viktoria Binschtok: rainbow
Über das Plakat
Ein virales Social-Media-Experiment verlässt den Bildschirm und wird Teil der Landschaft.
Zwischen zwei Wassergläsern wächst ein Regenbogen: Das Wasser zieht die Farben durch ein Stück Küchenpapier, bis sie sich zu einem Spektrum verbinden.
Aus der einen Fahrtrichtung erscheint ein geschlossener, aus der anderen ein unterbrochener Regenbogen. Beide Bilder können nie zeitgleich gesehen werden. Erst mit dem Wechsel des Standpunkts verändert sich das Motiv – und mit ihm seine Bedeutung. Der Perspektivwechsel wird so selbst zum Teil der Arbeit.
Durch seine Platzierung am Straßenrand entfaltet der Regenbogen eine eigene Symbolkraft und gibt Raum für Assoziationen.
Die beiden Regenbögen auf Vorder- und Rückseite des Plakats sind keine Gegensätze, sondern zwei mögliche Zustände einer sich in Bewegung befindenden Gesellschaft.
Über die Künstlerin
Viktoria Binschtok lebt und arbeitet seit 2002 in Berlin. 1972 in Moskau geboren und in Minden aufgewachsen, studierte sie Fotografie und Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo sie 2002 ihr Diplom in Bildender Kunst abschloss. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, u. a. im Centre Pompidou Paris, im Museum Folkwang Essen, bei C/O Berlin und in der Pinakothek der Moderne München.
Binschtok geht in ihren fotografischen Arbeiten dem Begriff der Sichtbarkeit nach. Durch überraschende Kontextverschiebungen untersucht sie, welche Inhalte innerhalb der fest definierten Bildgrenzen transportiert werden und welche aufgrund unseres Wissens darüber hinausführen.
Über das Projekt
Nach den erfolgreichen Plakatprojekten in Berlin und Halle (Saale) bringt die Villa Aurora mit Kunst für das Land vom 12. bis zum 27. September 2026 im Rahmen des Festivals OSTEN großformatige Kunstplakate in den Stadtraum von Bitterfeld-Wolfen und nach Zschornewitz. Stipendiat:innen des in Deutschland und den USA aktiven Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. haben dafür künstlerische Motive erarbeitet, die sich mit dem Ort, gesellschaftlichen Themen und „dem Osten“ auseinandersetzen. Im öffentlichen Raum – auf Plakat- und Werbeflächen präsentiert – kann ein breites Publikum den Kunstwerken mitunter ganz zufällig begegnen.
Kunst für das Land in Bitterfeld-Wolfen ist ein Projekt des Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House in Kooperation mit dem Festival OSTEN.
Über die Kunstwerke
Mit rainbow überträgt Viktoria Binschtok ein virales Social-Media-Experiment in die Landschaft an der Lutz-Born-Straße und macht den Perspektivwechsel zum zentralen Motiv der Arbeit. Je nach Standpunkt des Betrachters verändert sich das Werk und verweist so auf die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft in Bewegung・Standort: Lutz-Born-Straße
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Mit ihrer fotografischen Arbeit Banner des Friedens macht Sonya Schönberger Spuren sichtbar, die vor langer Zeit im feuchten Beton einer Wohnsiedlung in Wolfen hinterlassen wurden. An der Straße der Chemiearbeiter fragt die künstlerische Arbeit nach der Bedeutung jener Fundstücke des Alltags.・Standort: Straße der Chemiearbeiter
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In ihrem künstlerischen Plakatmotiv setzt sich Luise Schröder mit der unabhängigen Frauen- und Lesbenbewegung der 1980er und 1990er Jahre in der DDR auseinander. Der Standort des Plakats befindet sich in unmittelbarer Nähe des Frauenzentrums „Frauen helfen Frauen e. V.“, das sich bis heute aktiv für die Belange von Frauen und Mädchen einsetzt.・Standort: Dessauer Allee
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Zu den Orten
Die Standorte der ausgestellten Werke befinden sich im Stadtraum von Bitterfeld-Wolfen sowie dem Festival OSTEN Gelände am Kraftwerk Zschornewitz. Mit einem Klick auf die Karte vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur Übersicht der Standorte:
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Zu den Routen
Zusätzlich zu den Standorten in Bitterfeld-Wolfen werden die Kunstplakate auf dem Gelände des Festival OSTEN am Kraftwerk Zschornewitz ausgestellt. Zwischen dem Bahnhof Bitterfeld und Zschornewitz wird ein Festivalbus fahren. Über den folgenden Link gelangen Sie zum Fahrplan des Festivalbusses:
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Für eine Rundfahrt der Ausstellungsorten in Bitterfeld-Wolfen benötigt man mit dem Fahrrad ungefähr zwanzig Minuten. Mit einem Klick auf die Route vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur Route:
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