Luise Schröder: Nachbilder
Über das Plakat
Ausgangspunkt für Luise Schröders großformatiges Kunstplakat mit dem Titel Nachbilder ist die 2025 erschienene Publikation Strömungen in Bewegung. In diesem Buch setzt sich die Künstlerin mit der unabhängigen Frauen- und Lesbenbewegung der 1980er und 1990er Jahre in der DDR auseinander.
Der Standort des Plakats befindet sich in unmittelbarer Nähe des 1990 gegründeten Frauenzentrums „Frauen helfen Frauen e. V.“ in Bitterfeld-Wolfen, das sich bis heute aktiv für die Belange von Frauen und Mädchen einsetzt.
Der für das Kunstplakat verwendete Bildausschnitt sowie das dazugehörige Zitat stammen aus dem Bestand „GrauZone“ der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V./ Archiv der DDR-Opposition. Die gewählte Schrift Kis Antiqua stammt von Hildegard Korger und wurde von Reymund Schröder aufbereitet.
Archivangabe Bild
RHG-FO-GZ-0918 | Datierung: 1990 | Fotografin: Kerstin Drischner | Provenienz: Kerstin Drischner
Beschreibung des Fotos
Demonstration gegen § 218, Blick über einen Teil der Demonstration auf den Berliner Dom. Am linken Mikrofon P., wartend. Spruchband „Nie § 218, Frauen entscheiden selbst, wann und wie viele Kinder sie zur Welt bringen". Transparent „Ist das der Preis? DDR = Appel + Ei (bildliche Darstellung). Nein Danke!"
Deskriptoren: Wende, § 218, Deutschland | Ort: Berlin | Körperschaft: Unabhängiger Frauenverband
Archivangabe Zitat: RHG-GZ-UP-01
Über die Künstlerin
In ihrer künstlerisch forschenden Praxis beschäftigt sich Luise Schröder mit Geschichte und Erinnerung und deren Bedeutung für die Gegenwart. Ihre multimedialen Arbeiten, für die sie oft mit historischem Archivmaterial arbeitet, eröffnen poetische Reflexionsräume, alternative Wissenskontexte und ermöglichen neue Perspektiven auf Geschichte. Luise Schröders Arbeiten und Projekte wurden in den vergangenen Jahren in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. 2018/19 erhielt sie einen Residenzaufenthalt der Cité Internationale des Arts in Paris.
Von April bis Juni 2016 war Luise Schröder Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles.
Über das Projekt
Nach den erfolgreichen Plakatprojekten in Berlin und Halle (Saale) bringt die Villa Aurora mit Kunst für das Land vom 12. bis zum 27. September 2026 künstlerische Arbeiten als großformatige Kunstplakate in den Stadtraum von Bitterfeld-Wolfen und auf das Festivalgelände des Kraftwerks Zschornewitz. Stipendiat:innen des in Deutschland und den USA aktiven Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. haben dafür Werke erarbeitet, die sich mit dem Ort, gesellschaftlichen Themen und „dem Osten“ auseinandersetzen. Im öffentlichen Raum – auf Plakat- und Werbeflächen präsentiert – kann ein breites Publikum den Kunstwerken mitunter ganz zufällig begegnen.
Kunst für das Land in Bitterfeld-Wolfen ist ein Projekt des Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House in Kooperation mit dem Festival OSTEN.
Über die Kunstwerke
Mit rainbow überträgt Viktoria Binschtok ein virales Social-Media-Experiment in die Landschaft an der Lutz-Born-Straße und macht den Perspektivwechsel zum zentralen Motiv der Arbeit. Je nach Standpunkt des Betrachters verändert sich das Werk und verweist so auf die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft in Bewegung・Standort: Lutz-Born-Straße
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Mit ihrer fotografischen Arbeit Banner des Friedens macht Sonya Schönberger Spuren sichtbar, die vor langer Zeit im feuchten Beton einer Wohnsiedlung in Wolfen hinterlassen wurden. An der Straße der Chemiearbeiter fragt die künstlerische Arbeit nach der Bedeutung jener Fundstücke des Alltags.・Standort: Straße der Chemiearbeiter
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In ihrem künstlerischen Plakatmotiv setzt sich Luise Schröder mit der unabhängigen Frauen- und Lesbenbewegung der 1980er und 1990er Jahre in der DDR auseinander. Der Standort des Plakats befindet sich in unmittelbarer Nähe des Frauenzentrums „Frauen helfen Frauen e. V.“, das sich bis heute aktiv für die Belange von Frauen und Mädchen einsetzt.・Standort: Dessauer Allee
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Zu den Orten
Die Standorte der ausgestellten Werke befinden sich im Stadtraum von Bitterfeld-Wolfen sowie dem Festival OSTEN Gelände am Kraftwerk Zschornewitz. Mit einem Klick auf die Karte vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur Übersicht der Standorte:
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Zu den Routen
Zusätzlich zu den Standorten in Bitterfeld-Wolfen werden die Kunstplakate auf dem Gelände des Festival OSTEN am Kraftwerk Zschornewitz ausgestellt. Zwischen dem Bahnhof Bitterfeld und Zschornewitz wird ein Festivalbus fahren. Über den folgenden Link gelangen Sie zum Fahrplan des Festivalbusses:
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Für eine Rundfahrt der Ausstellungsorten in Bitterfeld-Wolfen benötigt man mit dem Fahrrad ungefähr zwanzig Minuten. Mit einem Klick auf die Route vergrößert sich die Ansicht. Über den folgenden Link gelangen Sie zur Route:
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