Erik Göngrich: FORM FOLLOWS PARKING
Über das Plakat
FORM FOLLOWS PARKING・Los Angeles / Berlin / Cottbus 2004-2026
„Es geht um Städte, deren Verkehrsplanung noch immer auf das Auto ausgerichtet ist. Und um Natur, die behandelt wird, als wäre sie unbegrenzt verfügbar.
Es geht um den Elysian Park nördlich des Stadtzentrums von Los Angeles: einen Hügel, der mit Asphalt bedeckt ist um ein paarmal im Monat als Parkplatz für das Dodger-Stadion zu dienen.
Es geht darum, vielfältigere und komplexere Formen der Planung zu finden mit Formen, die Natur, Menschen, Fahrräder und Materialkreisläufe berücksichtigen.
Das Vorhandene ernst zu nehmen und möglichst nichts Neues hinzuzufügen, um daraus Form und Funktion in allen Städten gleichberechtigt zu entwickeln."
Artist Statement - Erik Göngrich
Über den Künstler
Erik Göngrich lebt und arbeitet in Berlin. Als Künstler, Architekt, Kurator und Verleger verhandelt er stadtpolitische Fragestellungen. In seinen Skulpturen, Installationen, Publikationen, Spaziergängen, Zeichnungen und Fotografien reflektiert er die Nutzung und Veränderung des städtischen Raumes. Vorgefundene räumliche und gesellschaftliche Situationen werden dabei zum Ausgangspunkt eines mehrjährigen, oft kollaborativen Prozesses, in dem ein zeit-, benutzer:innen- und ortsspezifisches Kunstwerk entwickelt wird. In diesem Sinne ist auch der Satellit, ein Projektraum in Berlin, der kollaborativ kuratiert wird, zu verstehen. Mit der Mitkunstzentrale und dem Pilz-Kunst-Labor im Haus der Materialisierung – einem Zentrum für klimaschonende Ressourcennutzung, das sich seit 2020 im Haus der Statistik am Alexanderplatz / Berlin befindet – initiierte er eine Werkstatt kollektiver Wissensproduktion. Durch das Recyceln von Materialien, Ideen und Geschichten thematisiert sie Materialkreisläufe, Kunst, Öffentlichkeit und Gesellschaft in Zeiten des Klimanotstands.
Von Oktober bis Dezember 2003 war Erik Göngrich Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles.
Über das Projekt
Mit Kunst für die Stadt bringt der Verein Villa Aurora & Thomas Mann House vom 16. Oktober 2026 bis zum 10. Januar 2027 in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst künstlerische Arbeiten als großformatige Kunstplakate in den öffentlichen Raum von Cottbus. Stipendiatinnen der Villa Aurora haben dafür Werke erarbeitet, die sich mit dem Ort, gesellschaftlichen Themen und Kunst im Stadtraum auseinandersetzen. Im öffentlichen Raum – auf Plakat- und Werbeflächen präsentiert – kann ein breites Publikum den Kunstwerken mitunter ganz zufällig begegnen.
Es werden Arbeiten von Anna Haifisch, Erik Göngrich & Wiebke Loeper präsentiert.
Kunst für die Stadt in Cottbus ist ein Projekt des Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst.