Transatlantischer Debattenort: Das Thomas Mann House in Los Angeles

Das Thomas Mann House in Los Angeles versteht sich als lebendiger transatlantischer Debattenort, an dem herausragende Persönlichkeiten und Vordenker:innen im Austausch untereinander und mit dem Gastland USA grundlegende politische, gesellschaftliche und kulturelle Gegenwarts- und Zukunftsfragen bearbeiten.

Als Residenzhaus der Bundesrepublik Deutschland ist das Thomas Mann House mit seinem interdisziplinären Programm dem Geiste Thomas Manns verpflichtet: Während seiner Zeit in den USA hat sich der Schriftsteller in seinem literarischen Werk sowie in Vorträgen und Essays intensiv mit den Wurzeln des Faschismus, demokratischer Erneuerung, Freiheit, Migration und Exil auseinandergesetzt.

An dieses gesellschaftspolitische Wirken anknüpfend, widmet sich das Thomas Mann House im Rahmen seines Fellowship-Programms den relevanten Herausforderungen unserer Zeit, indem es deutsche und amerikanische Gesprächspartner:innen aus verschiedenen Fachrichtungen, intellektuellen und künstlerischen Traditionen sowie mit unterschiedlichen politischen Ansichten in den Austausch bringt.

Thomas Mann Fellowship

Wer kann sich für ein Thomas Mann Fellowship bewerben?

Das Fellowship richtet sich an Vordenker:innen, Intellektuelle, Wissenschaftler:innen aller Disziplinen, Innovator:innen, Kreative sowie herausragende Persönlichkeiten, die zu gesellschaftlichen Debatten und Entwicklungen beitragen. Voraussetzung ist, dass sie aktuell in Deutschland leben oder in den letzten zehn Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland gehabt haben. Der Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich. Deutsche Staatsbürger:innen, die im Ausland leben, können sich ebenfalls bewerben.

Junior und Senior Fellowships:

  • Die Junior Fellowships richten sich an aufstrebende Persönlichkeiten. Bewerber:innen müssen bereits öffentliche Sichtbarkeit (z. B. in Form von Veröffentlichungen, Lesungen, Vorträgen) vorweisen können.
  • Die Senior Fellowships richten sich an Personen, die bereits eine breite öffentliche Sichtbarkeit vorweisen können und zudem international Anerkennung auf ihrem Gebiet genießen (z. B. in Form von Veröffentlichungen, Preisen, Einladungen zu öffentlichen Präsentationen und entsprechender Medienberichterstattung).

Welche Ziele und Erwartungen gibt es an die Thomas Mann Fellows?

Die Fellowships dienen der Erarbeitung und öffentlichen Präsentation eines konkreten transatlantischen Projektes mit Bezug auf das Thema „The Power of Narratives“. Der offene Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit ist zentrales Anliegen des Fellowship-Programms. Daher wird neben sehr guten englischen Sprachkenntnissen und der Bereitschaft zu interdisziplinärem Dialog auch erwartet, dass die Thomas Mann Fellows aktiv und intensiv in den Austausch mit Partner:innen des Thomas Mann House und weiteren Institutionen in Kalifornien und den gesamten USA treten.

Jahresthema 2027:

The Power of Narratives

From myths and memories to arts and politics – narratives play a critical role in shaping our world and its future. They drive people’s identity, give meaning to experiences, inform our sense of justice, and create pathways for social change. In essence, they have the power to unite or divide communities and entire societies. How are today’s cultural, social, political, and economic narratives evolving? How are they tied to the emergence of new media, rapid technological developments, and changes in our understanding of democratic institutions, civil society, and the public sphere? How can we foster a deeper understanding of how narratives shape our collective future? What are creative and relevant ways of storytelling in today’s world? How can historical traditions inform and serve contemporary narratives for inclusive communities and future generations?

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