August, September, Oktober | 2027

Steffen Mau

Soziologe
  • Steffen Mau © Jordis Schlösser

Steffen Mau, in Rostock geboren, ist einer der renommiertesten Soziologen Deutschlands und gefragter Experte für die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen. Nicht nur in seinen viel beachteten Büchern, sondern auch in zahlreichen Artikeln in Fachjournalen und der Presse (u. a. in der FAZ und Die Zeit) beschäftigt er sich mit Prozessen der gesellschaftlichen Transformation. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Ungleichheitsforschung, der Konfliktforschung, der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung, Soziologie der Grenze und Digitalisierung.
Nach einer Ausbildung zum Elektronikfacharbeiter beim VEB Schiffselektronik Rostock studierte Steffen Mau Soziologie und Politikwissenschaften an der FU Berlin und wurde 2001 am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert. 2015 folgte er einem Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin. Gastprofessuren und Fellowships führten ihn unter anderem an die Sciences Po in Paris und an die Harvard University. Von 2012 bis 2018 war er Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats. Seit 2026 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft in Göttingen. Steffen Mau ist Honorary Fellow am Thomas Mann House.

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)
2026 | In_equality Research Award
2025 | Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
2024 | Bayerischer Buchpreis für Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt
2024 | „Das politische Buch“ – Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung für Triggerpunkte. Konsens und Konflikt der Gegenwartsgesellschaft
2023 | Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“
2023 | Communicator-Preis des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
2023 | Schader-Preis der Schader-Stiftung Darmstadt
2021 | Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Veröffentlichungen (Auswahl)
2025 | mit Ricarda Lang. Der große Umbruch. Ein Gespräch über Krisen, Konflikte und Kompromisse. Berlin: Ullstein.
2024 | Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt. Berlin: Suhrkamp.
2023 | mit Thomas Lux und Linus Westheuser. Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft. Berlin: Suhrkamp.
2021 | Sortiermaschinen. Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert. München: C. H. Beck.
2019 | Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Berlin: Suhrkamp.
2017 | Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen. Berlin: Suhrkamp.