April, Mai, Juni | 2000

Harald Muenz

Komposition
  • Harald Muenz © Privat

Harald Muenz studierte Komposition bei Helmut Lachenmann, Johannes Fritsch, Clarence Barlow, Krzysztof Meyer, Hans-Ulrich Humpert und Martin Redel, außerdem am Detmolder Tonmeisterinstitut sowie Italienisch und Phonetik (Georg Heike) an der Kölner Universität. Neben Kammer-, Orchester- und Vokalmusik widmet er sich besonders Sprachkomposition, Ars Acustica und Instrumentalmusik mit und ohne Live-Elektronik. Er ist Träger des Förderpreises Musik NRW, des Forschungspreises NRW, des Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendiums Köln und wurde zu Arbeitsaufenthalten in die Villa Aurora/Los Angeles und auf den Künstlerhof Schreyahn (2005) eingeladen. Er erhielt Preise, Stipendien, Aufträge und Rundfunksendungen (fast alle ARD-Sender, BBC, RAI, Donaueschinger Musiktage u.v.a.) in Deutschland, zahlreichen europäischen Ländern, Südkorea und den USA. Eine Porträt-CD seiner Kammermusik mit dem ensemble mosaik ist 2012 bei Coviello erschienen, weitere CDs u.a. bei cybele und Wergo; Partituren erschienen im Feedback Studio Verlag Köln. Heft 103 der Zeitschrift MusikTexte (11/2004) war seiner künstlerischen Arbeit gewidmet. Bei Pfau gab er eine Buchpublikation zu Franco Evangelisti heraus. Mit Sigrid und Georg Sachse bildet er das Trio sprechbohrer, das Sprechkunst aus musikalischer Perspektive aufführt (Bestenliste 3/11 Preis der deutschen Schallplattenkritik für die erste Gesamteinspielung von Helms' Fa:m' Ahniesgwow für den Hessischen Rundfunk/Wergo). Muenz unterrichtete Ästhetische Phonetik am Institut für Linguistik/Phonetik der Universität Köln und war 2006 bis 2011 künstlerischer Leiter des Elektronischen Studios der Musikhochschule Lübeck. Seit 2005 pendelt er zwischen Köln und London, wo er Komposition an der School of Arts der Brunel University unterrichtet.