November | 2027

Eva Illouz

Soziologin
  • Eva Illouz © James Startt

Eva Illouz ist eine französisch-israelische Soziologin. Sie ist Directrice d’études an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Kultursoziologie, die Emotionssoziologie, die Soziologie des Kapitalismus sowie die Auswirkungen von Konsumkultur und Massenmedien auf emotionale Muster. Illouz ist Autorin von 19 Büchern, die in 25 Sprachen übersetzt wurden. Ihre Werke behandeln vielfältige Themen wie die Kolonialisierung der Liebe durch den Kapitalismus, die Entstehung einer psychologischen Kultur, die Glücksindustrie, die Rolle von Emotionen in der Demokratie, den Einfluss von Technologie auf das Gefühlsleben sowie neue Formen des Antisemitismus. Sie publiziert regelmäßig in Zeitungen wie Le Monde, Süddeutsche Zeitung, Haaretz und El País. Eva Illouz hat maßgeblich zur Erneuerung der Kritischen Theorie beigetragen.
Für ihre Arbeit wurde Eva Illouz mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Aby-Warburg-Preis, der Frank-Schirrmacher-Preis und der EMET-Preis für Sozialwissenschaften. Im Jahr 2026 erhielt sie die höchste wissenschaftliche Auszeichnung Israels, den Israel-Preis – eine Ehrung, die ihr der Bildungsminister aufgrund ihrer politischen Haltung verweigerte. Eva Illouz ist Honorary Fellow am Thomas Mann House.

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)
2025 | Marbacher Schillerrede
2024 | Frank-Schirrmacher-Preis
2024 | Aby-Warburg-Preis
2019 | Niklas-Luhman-Gastprofessur an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld
2018 | EMET-Preis für Sozialwissenschaften
2018 | Chevalier de la Légion d'honneur
2016 | Hedi-Fritz-Niggli-Gastprofessur der Universität Zürich
2014 | Auszeichnung mit dem Preis für besondere Leistungen der American Sociological Association

Veröffentlichungen (Auswahl)
2026 | Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus. Berlin: Suhrkamp.
2024 | Explosive Moderne. Berlin: Suhrkamp.
2023 | Undemokratische Emotionen: Das Beispiel Israel. Berlin: Suhrkamp.
2018 | Warum Liebe endet: Eine Sozioologie negativer Beziehungen. Berlin: Suhrkamp.
2011 | Warum Liebe weh tut: Eine soziologische Erklärung. Berlin: Suhrkamp.
2009 | Die Errettung der modernen Seele: Therapien, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe. Berlin: Suhrkamp.
2006 | Gefühle in Zeiten des Kapitalismus: Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2004. Berlin: Suhrkamp.
2003 | Der Konsum der Romantik: Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus. Frankfurt am Main: Campus.