Symposium mit Friederike Meyer: „Pandemic Urbanism“
Info
Was bedeutet COVID-19 für das Leben in der Stadt? Was sind die Implikationen dieser Pandemie für urbane Mobilität, soziales Leben, Politik und Bevölerungsdichte? Mit mehr als 50 Teilnehmer*Innen bietet das Symposium einen Tag voll Präsentationen und Gespräche zwischen Wissenschaftlern, Forschern und Aktivisten. Thomas Mann Fellow Friederike Meyer wird in der Session „Urbane Form jenseits der Norm" von 10:15 bis 11:15 vortragen. Ihr Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Thomas Mann Fellow Doris Kleilein entstanden.
*Das Symposium findet in englischer Sprache statt.*
Density, Mobility and Common Good – Towards the Post Corona City
The pandemic reveals the advantages of robust and resilient cities as well as the consequences of insufficient or nonexistent urban planning. The collective experience in the state of emergency provides a chance to accelerate long-overdue demands and concepts for the climate-neutral city in its consequent implementation.
Everything that makes cities worth living in also helps in a crisis like this: a climate-friendly active mobility, flexible spatial models for living and working, affordable housing, sufficient public space, regional economic cycles, inclusive neighborhoods and a well-organized administration. Resiliency depends on how density is organized and designed.
Facing climate change, the dense, mixed-use city is more than ever an answer to the global dilemma of more and more people having to share resources and spaces that are coming to an end. Based on built and proposed projects from Berlin and other European cities, the lecture will outline in which areas the crisis can be a catalyst for urban development towards the common good and what political action needs to be taken.
Teilnehmer*innen
Friederike Meyer, geboren 1972 in Dresden, studierte Architektur an der RWTH Aachen und als DAAD-Stipendiatin an der University of Washington in Seattle. Zudem wurde sie an der Evangelischen Medienakademie in Berlin zur Journalistin ausgebildet. Heute arbeitet sie als Architekturjournalistin in Berlin. Ihr Interesse gilt der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung und Gesellschaft. Von 2000 bis 2017 war sie Redakteurin der Architekturfachzeitschrift Bauwelt; seit mehreren Jahren arbeitet sie als Autorin für Ausstellungen und Bücher, als Moderatorin und Jurorin. In Kaiserslautern lehrt sie Architekturkommunikation. Seit 2017 ist Friederike Meyer Chefredakteurin der Meldungsredaktion von BauNetz.
Ayham Majid Agha ist Theaterregisseur und Schauspieler am Gorki Theater in Berlin. Er wurde an der Akademie der Darstellenden Künste in Damaskus zum Schauspieler ausgebildet und studierte in Italien und Großbritannien. Nach einer erfolgreichen Karriere in seiner Heimat verließ er Syrien. Seit 2016 ist er mit dem Gorki Theater verbunden. In der Spielzeit 2017/18 wurde sein Stück "Skelett eines Elefanten in der Wüste" am Gorki Theater uraufgeführt. Es wurde zum Festival "Radikal Jung" eingeladen, wo Ayham Majid Agha den Preis der Jungen Kritiker erhielt. Er ist mit der Schriftstellerin Olga Grjasnowa verheiratet.
Mohamed Amjahid wurde als Sohn von so genannten Gastarbeitern in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft in Berlin und Kairo und forschte an verschiedenen anthropologischen Projekten in Nordafrika. Während seines Studiums arbeitete er als Journalist für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Deutschlandfunk. Er arbeitete als politischer Reporter für die Wochenzeitung Die Zeit und das Zeit Magazin. Anthropologisch und journalistisch beschäftigt er sich mit Menschenrechten, Gleichberechtigung und Umbrüchen in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Mohamed Amjahid ist Thomas-Mann Fellow 2020.
Olga Grjasnowa wurde in Baku, Aserbaidschan, geboren. Ihre Familie wanderte 1996 aus und ließen sich als „Kontingentflüchtlinge" in Deutschland nieder, wo sie im Alter von 11 Jahren Deutsch lernte. Nach Studien in Leipzig, Polen, Russland und Israel nahm Grjasnowa ein Tanzstudium an der Freien Universität Berlin auf. Ihr von der Kritik gefeierter Debütroman" Der Russe ist einer, der Birken liebt" wurde 2012 mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet. Ihr jüngstes Buch "Gott ist nicht schüchtern" erschien 2017. Grjasnowa ist mit dem Theaterregisseur und Schauspieler Ayham Majid Agha verheiratet.
Josh Kun ist Musikwissenschaftler, Autor und Kurator. Er untersucht, wie Kunst und Populärkultur den interkulturellen Austausch fördern. Josh Kun ist Direktor der USC Annenberg School of Communication, wo er den Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation innehat. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf den Auswirkungen von Vertreibung, Umsiedlung, Deportation und Immigration auf die zeitgenössische globale Musikpraxis. Im Jahr 2018 war Josh Kun Bosch-Stipendiat an der American Academy in Berlin.
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