Ausstellung: Max Göran "Assholes Live Forever"

Do. 12.09.2019–19.10.2019
Ort: Jenny's (4220 Sunset Boulecard, Los Angeles, CA 90029)

 

 

Information

Ein Gerüst trägt einen Projektor, eine Projektionswand und einen Flachbildfernseher; eine Bank lädt dazu ein, Platz zu nehmen, während man die beiden Videos ansieht und ihren Soundtracks lauscht. Das eine Video ist etwa zwanzig Minuten lang, das andere zehn Minuten; sie werden nacheinander abgespielt und erzeugen bei jedem Durchlauf neue Überschneidungen. Das Filmmaterial wurde im Laufe von drei Monaten im Jahr 2019 in und um Los Angeles gedreht.

Ursprünglich war der Künstler unter der Schirmherrschaft der Studienstiftung des Deutschen Volkes zu einem Aufenthalt in der Villa Aurora eingeladen worden, zog dann aber zu einem Freund und Tiffany the Scabies Cat nach Lincoln Heights. Er schaltete Anzeigen auf Craigslist und lernte weitere Einwohner von Los Angeles kennen, die bereit waren, an seinen Dreharbeiten teilzunehmen – entweder als Protagonisten oder als Interviewpartner, manchmal auch beides.

An den Rändern der Stadt lassen sich verschiedene Formen der Freiheit entdecken. Dabei kann es sich um den physischen Rand handeln, wie bei den Motocrossfahrern, die im Film zu sehen sind, oder um den sozialen Rand, wo die Furry-Subkultur beheimatet ist. Auch andere Tierarten bevölkern diese Räume – Hasen, Waschbären, Katzen, Füchse – und ihre tierische Freiheit wird manchmal von Menschen eingeschränkt, manchmal von ihnen geschützt. Das Objekt des Mitleids wird zu einem möglichen Träger für stellvertretende Gefühle.