Planetar denken

Foto: NASA / Bill Anders
Sa. 21.05.2022
Zeit: 22:00
Ort: Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Salon Sophie Charlotte (Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin)

Info

Planetar denken heißt, die Erde als Planeten ernst nehmen. Das Leben auf unserem Planeten ist in Gefahr. Um gesellschaftlich-politisches Handeln verändern und Nachhaltigkeit leben zu können, bedarf es neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Denkanstöße.

Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie, die Biologin Katrin Böhning-Gaese und der Theologe Christoph Markschies rücken die Wechselwirkung zwischen dem Planeten und dem Menschen in den Mittelpunkt des Erkenntnis- und Handlungsinteresses.

Teilnehmer:innen

Clauss Leggewie
© Thomas Elsner

Prof. Dr. Dr. hc. Claus Leggewie ist Politikwissenschaftler und war im Jahr 2021 Honorary Fellow des Thomas Mann House in Los Angeles. Seit 2015 bekleidet er die Ludwig Börne-Seniorprofessur an der Universität Gießen. Von 2007-2017 war er Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen und zwischen 1986 bis 2015 lehrte er an den Universitäten Göttingen, Gießen, Wien, Paris, New York und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Arbeiten befassen sich mit Demokratiefragen in kulturell pluralistischen Gesellschaften im Zeitalter digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, mit Erinnerungskultur und den soziokulturellen Auswirkungen des Klimawandels. An der Universität Gießen hat es das Panel on Planetary Thinking ins Leben gerufen.

Katrin Böhning-Gaese
© Studio Fabian Hammerl

Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese ist seit 2010 Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt. Die Biologin und Trägerin des Deutschen Umweltpreises 2021 erforscht die Bedeutung der biologischen Vielfalt im System Erde–Mensch. Ihr vornehmliches Interesse gilt dem Einfluss des Klima- und Landnutzungswandels auf Lebensgemeinschaften sowie Ökosysteme mit ihren vielfältigen Leistungen für den Menschen. Ziel ihrer Forschung ist es, Wissen und Lösungen zu erarbeiten, die zur Entwicklung einer nachhaltigen Beziehung zwischen Natur und Mensch beitragen. Als Mitglied wissenschaftlicher Gremien wie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist sie in der Politik- und Gesellschaftsberatung aktiv.

Christoph Markschies
© Karla Fritze - University of Potsdam

Prof. Dr. Christoph Markschies ist Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Der renommierte Theologe und Kirchengeschichtler ist Experte für antikes Christentum und marginalisierte Bewegungen der Mehrheitskirche. Seit 2004 ist Markschies Professor für Antikes Christentum an der Humboldt Universität zu Berlin. Von 2006-2010 war er Präsident dieser Universität, von 2012-2018 war er Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2001 wurde er mit dem Leibniz-Preis, 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Partner

Eine Veranstaltung von Villa Aurora & Thomas Mann House und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen des Salon Sophie Charlotte. Weitere Informationen finden Sie auf salon2022.bbaw.de.