Thomas Mann Fellows | 2023 – 2024

Nov, Dez

Dr. Sophie-Charlotte Opitz | Kuratorin und Medienwissenschaftlerin

Sophie-Charlotte Opitz | Image: Niklas Wulff
Sophie-Charlotte Opitz | Image: Niklas Wulff

Sophie-Charlotte Opitz, geboren 1987 in Aachen, absolvierte von 2007-2012 ein Studium der Philosophie und Kunstpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt, wo sie nachfolgend promoviert wurde. Seit September 2022 verantwortet sie die künstlerische Leitung des Museum Villa Rot in Burgrieden. Zuvor war sie Direktorin der The Walther Collection (Neu-Ulm/New York). Ihre kuratorische Tätigkeit begann sie 2019 als Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart, woraufhin sie im Stipendienprogramm „Museumskuratoren für Fotografie“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien arbeitete. Neben ihrer Monografie „Bilderregungen. Die Produktionsmechanismen zeitgenössischer Kriegsfotografie“ publiziert sie regelmäßig in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Ausstellungskatalogen und Fotobüchern, insbesondere zu Aspekten kollektiver Erinnerungskulturen und internationaler Bildpolitiken.

Publikationen (Auswahl)
2022 | In Arcadia. In: Robin Hinsch. WAHALA. London: Gost Books
2022 | Das Bild im Wandel. Fotografische Praxis in gesellschaftlichen Umbrüchen. In: Führer, C. & Weixner, A. (Hrsg.). Umbruch – Bild – Erinnerung. Beziehungsanalysen in nationalen und transnationalen Kontexten. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht Verlag
2021 | Schweigend sprechen / Wellen schlagen / Licht und Schatten / Unter blauem Himmel. Vier Publikationen in: Damian Michał Heinisch. Erde, Feuer, Wind, Wasser. Heidelberg: Kehrer Verlag
2021 | Ebb and Flow. Female Interconnected Memories in Conceptual War Photography. In: Costa, H. & Zerwes, E. (Hg.). Mulheres Fotógrafas / Mulheres Fotografadas: Fotografia e genero na América Latina. São Paulo: Intermeios
2021 | Timm Rautert: Kommentierte Biografie. In: Museum Folkwang und Bomba Gens (Hrsg.). Timm Rautert und die Leben der Fotografie. Göttingen: Steidl Verlag
2020 | Bilderregungen. Die Produktionsmechanismen zeitgenössischer Kriegsfotografie. Ilmtal-Weinstraße: Jonas Verlag

Preise / Auszeichnungen
2019 | Stipendiatin für Kunstkoordination, Akademie Schloss Solitude, Stuttgart
2019-2020|  Stipendiatin im Programm „Museumskuratoren für Fotografie“, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
2016-2018 | SciMento Fellow, Mentoring-Programm für Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft, Hessen

Projektbeschreibung
Sophie-Charlotte Opitz möchte transnationale Bildstrategien erforschen, die Hoffnung als demokratisches Handlungsprinzip in ihr Zentrum stellen. Dabei wendet sie sich Protestbewegungen zu, wie Black Lives Matter und die aktuelle Widerstandsbewegung gegen den Krieg in der Ukraine. Während der Forschung an verschiedenen Bildmedien, von Fotografie über Plakate bis zu TikTok Videos und Memes, wird sie deren Bildstrategien mit Blick auf Kontinuitäten und Brüche zusammenführen. Wenn Hoffnung als Handlungsprinzip im Zentrum von Protestbewegungen steht, können hegemoniale Deutungsimperative aufgebrochen werden: Bilder können eingesetzt werden, um Menschen miteinander zu vernetzen und Missstände sichtbar zu machen. In der kritischen Betrachtung vergangener Sichtbarkeitsverhältnisse können sie Einfluss auf zukünftige Gesellschaftsstrukturen nehmen. Das Ziel ist, aus dem transatlantischen Dialog und der Forschung in Los Angeles/USA verschiedene Essays zu generieren, die in eine Publikation münden.

Zurück