Thomas Mann Fellows | 2019

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Dr. Lisa Riedner | Sozialwissenschaftlerin

Lisa Riedner | Photo: Privat
Lisa Riedner | Photo: Privat

Lisa Riedner ist Sozialwissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten Rassismus, Prekarisierung und städtische Migrationsregime. Ihre kulturanthropologische Promotion behandelt die Frage, wie EU-interne Migration in München regiert wird. Die Promotionsforschung war eng mit Aufbau und Tätigkeiten der Initiative Zivilcourage in München verbunden und führte zur Gründung eines temporären Workers Center in München. Hier werden obdachlose EU-migrantische Arbeiter*innen in Konflikten mit Arbeitgebern, Ämtern und Sicherheitsbehörden unterstützt und für das Recht auf Unterbringung und ein Existenzminimum eingetreten. Im Jahr 2010 wurde der Initiative der Lichtblicke-Preis der Stadt München verliehen. Zwischen 2012 und 2016 war Lisa Riedner Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und hat ihre Promotion im Januar 2017 an der Universität Göttingen abgeschlossen (summa cum laude). Zwischen 2008 und 2018 hat sie die Netzwerke Europa für alle, das Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung sowie das Journal Movements mitgegründet. Ihr Studium der Kulturanthropologie, Politikwissenschaften und Psychologie in München und Manchester (GB) schloss sie mit einem Master of Anthropological Research an der University of Manchester im Jahr 2009 ab. Von Februar 2017 und bis März 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Forschungsprojekt „Interessenvertretung - Kooperation- Konflikt. Das Verhältnis von Migrantenorganisationen und Gewerkschaften in Westdeutschland (1970/80er)“ an der Universität Göttingen. Berufsbegleitend arbeitet Lisa Riedner als freie Wissenschaftlerin und Dozentin. Im Frühjahr 2018 führt sie eine Bedarfsanalyse von wohnungslosen EU-Zuwandernden für die Stadt Frankfurt durch.

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