55 Voices for Democracy – Der Podcast

Jetzt anhören auf Apple Podcasts, Spotify und Google Podcasts!

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ

Die Serie „55 Voices for Democracy“ knüpft an die 55 BBC-Radioansprachen an, in denen sich Thomas Mann während der Kriegsjahre von seinem Haus in Kalifornien aus an Hörer in Deutschland, der Schweiz, Schweden, den besetzten Niederlanden und Tschechien wandte. Von 1940 bis November 1945 appellierte er monatlich an tausende Hörer, sich dem nationalsozialistischen Regime zu widersetzen und wurde so zur bedeutendsten deutschen Stimme im Exil. Thomas Manns Überzeugung, dass die „soziale Erneuerung der Demokratie“ Voraussetzung und Rechtfertigung für ihren Sieg ist, ist aktueller denn je.

„55 Voices for Democracy“ ist eine Initiative des Thomas Mann House, die im Oktober 2019 ins Leben gerufen wurde. Mit der neuen Podcast-Reihe erweitern Los Angeles Review of Books, das Goethe-Institut Boston, die Goethe Pop Ups in Seattle, Houston, und Kansas City sowie Wunderbar Together die erfolgreiche Reihe. Tom Zoellner und seine Co-Moderator*innen tauschen sich mit Intellektuellen, Künstler*innen und Aktivist*innen aus, wie freiheitliche Demokratie heute erneuert und verteidigt werden kann. Zu den ersten Gästen zählen die Autorin Rebecca Solnit, die Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe, der Schriftsteller Daniel Kehlmann sowie die belarusischen Oppositionspolitiker*innen Sviatlana Tsikhanouskaya und Franak Viačorka.

Tom Zoellner (Moderation) ist der Bestsellerautor der New York Times, darunter Sachbücher wie Uranium Train und The Heartless Stone. Er lehrt an der Chapman University und am Dartmouth College. Als ehemaliger Reporter des San Francisco Chronicle ist er Politikredakteur bei Los Angeles Review of Books.

Aida Baghernejad (Co-Host) ist Kulturjournalistin mit Sitz in Berlin. Ihre Texte erschienen in einer Reihe von nationalen und internationalen Medien, darunter die F.A.Z., der San Francisco Chronicle, Intro, Spex sowie Deutschlandfunk Kultur. Sie unterrichtete unter anderem am King's College London und an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Tom Lutz (Produzent) ist Distinguished Professor of Creative Writing an der UC Riverside, Gründungsherausgeber und Chefredakteur der Los Angeles Review of Books, Gründer von The LARB Radio Hour, The LARB Quarterly Journal, The LARB Publishing Workshop und LARB Books. Er ist Autor von neun Büchern und Gewinner des American Book Award.

Episoden

© Felix Broede

9. Igor Levit über die Beharrlichkeit der Künste

Der Pianist Igor Levit spricht über die Beharrlichkeit der Kunst angesichts politischer Bedrohungen und weshalb Europäer*innen Gefühle kultureller Überlegenheit abbauen sollten. Levits Musik konzentriert sich auf die Werke von Bach, Beethoven und Liszt, doch ist er auch dafür bekannt, ein politisch engagierter Künstler zu sein: Mehrfach äußerte er sich gegen Antisemitismus und Rassismus. Levit appelliert an die Fähigkeit der Musik, uns erinnern und verstehen zu lassen. Er ist Professor an der Hochschule für Musik in Hannover. Sein Buch Hauskonzert erscheint im April im Hanser Verlag.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

8. Chantal Mouffe über den Konflikt als politisches Gut

In dieser Folge geht die belgische politische Theoretikerin Chantal Mouffe der Frage nach, warum Demokratie turbulent sein muss und wie ein demokratisches Ethos der Gleichheit und sozialen Gerechtigkeit entstehen kann. Vor allem in künstlerischen Praktiken entdeckt sie in ihrem Gespräch mit Tom Zoellner und Aida Baghernejad überraschende Potenziale. Chantal Mouffe ist bekannt für ihre Bücher For a Left Populism (2018) und Agonistics: Thinking the World Politically (2013). Sie ist Professorin am Department of Politics and International Relations an der University of Westminster.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

7. Daniel Kehlmann über Populismus, Macht und Literatur

Der deutsch-österreichische Romancier und Dramatiker Daniel Kehlmann spricht mit den Hosts Aida Baghernejad und Tom Zoellner über die Ursachen für den Aufstieg populistischer Politiker und „Literatur als die ultimative Schule der Empathie.“ Sein Buch Die Vermessung der Welt (2006) gehört zu den weltweit meistverkauften deutschsprachigen Büchern des 21. Jahrhunderts. Dieses Jahr veröffentlichte der langjährige Wahl-New Yorker seinen neuesten Roman Tyll in den USA, drei Jahre nachdem er in Deutschland zu einem Bestseller geworden war.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

Photo: MSC/Kuhlmann

6. Wolfgang Ischinger über über eine europäische Zukunft des Friedens und der Stabilität

Der ehemalige deutsche US-Botschafter und Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz spricht über die Stellung Europas in der internationalen Politik. Im Gespräch mit Host Tom Zoellner und Co-Host Aida Baghernejad erklärt der Autor von World in Danger: Germany and Europe in an Uncertain Time, wie gemeinsame Werte wie „Wahrheit, Vertrauen und Transparenz“ wieder gestärkt werden können und was es heißt, die transatlantischen Beziehungen in turbulenten Zeiten neu zu beleben.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

5. Sviatlana Tsikhanouskaya & Franak Viačorka zur Krise in Belarus

Die Gäste in dieser Episode sind die belarussischen Oppositionspolitikerin Sviatlana Tsikhanouskaya und Franak Viačorka. Tsichanouskaya, die bei den Wahlen 2020 kandidierte, befindet sich derzeit im Exil in Litauen. Sie gilt als eine der wichtigsten Stimmen der demokratischen Opposition in Belarus. Viačorka ist Journalist und Aktivist im belarussischen Kampf für Demokratie und persönliche Freiheit. Die beiden sprechen mit Tom Zoellner und Ko-Moderatorin Aida Baghernejad über die Situation in Belarus und ihre Erfahrungen im Wahljahr.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

4. Dipayan Ghosh über digitale Demokratie

Wie sollten Demokratien mit der zunehmenden Macht von Technologieunternehmen umgehen? Dipayan Ghosh ist ehemaliger Berater für Technologie- und Wirtschaftspolitik der Obama-Administration. Er forscht an der Harvard Kennedy School zu den Zusammenhängen von digitaler Piraterie, künstlicher Intelligenz und Bürgerrechten. Sein kürzlich veröffentlichter Bericht „Utilities for Democracy - Why and How the Algorithmic Infrastructure of Facebook and Google must be regulated“ dient als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit Host Tom Zoellner.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

3. Conny McCormack über Wahlmechanismen

Conny McCormack war als internationale Beobachterin fairer Wahlen in Albanien, Ecuador, Finnland, Panama, Sambia und anderen Ländern tätig. Von 1995 bis 2008 war sie Wahlbeobachterin für den Bezirk Los Angele, in San Diego und Dallas. In dieser Episode spricht sie mit Tom Zoellner über das, was sie als „frontline of democracy“ bezeichnet. Dazu gehören die Arbeit bei der Durchführung einer Wahl, die Unvermeidbarkeit menschlichen Versagens im Wahlprozess und das nachweisliche Ausbleiben von Wahlbetrug bei amerikanischen Wahlen im letzten Jahrhundert.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

2. David Shimer zur Anfälligkeit demokratischer Wahlen

David Shimer ist Global Fellow am Woodrow Wilson International Center for Scholars und Associate Fellow an der Yale University. Seine Berichte und Analysen erschienen in der New York Times, dem New Yorker und der Washington Post. Er promoviert er an der Universität Oxford im Bereich internationale Beziehungen. In dieser Episode spricht er mit Tom Zoellner über die Bedeutung ausländischer Einmischung für die Zukunft der Demokratie im digitalen Zeitalter, sowie über sein aktuelles Buch Rigged: America, Russia, and 100 Years of Electoral Interference.

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

1. Rebecca Solnit über Hoffnung in politisch dunklen Zeiten

Rebecca Solnit ist Autorin von zwanzig Büchern, Schriftstellerin, Historikerin, Essayistin und Aktivistin und erster Gast der neuen Podcast-Reihe. Die Autorin von Men Explain Things to Me, Savage Dreams, Infinite City, A Paradise Built in Hell, Recollections of My Nonexistence und, kürzlich erschienen, The Mother of All Questions ist eine Denkerin, die sich für radikale Gleichheit und wirtschaftliche Gerechtigkeit engagiert, für die nur "ein Engagement für die Zukunft die Gegenwart bewohnbar macht". Solnit wird interviewed von Tom Zoellner und Co-Host Amal Khaled (Projektdirektorin bei Wunderbar Together).

         https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly81NXZvaWNlcy5saWJzeW4uY29tL3Jzcw/episode/Y2NkZmYxM2QtZDBmYi00OTUyLWIwNDEtMjFmOWU1N2VkN2Nh?sa=X&ved=0CAcQuIEEahcKEwiww_Kqh-XsAhUAAAAAHQAAAAAQAQ    

 


In Partnerschaft mit Los Angeles Review of Books, dem Goethe-Institut Boston, den Goethe Pop Ups in Seattle, Houston, und Kansas City und Wunderbar Together. Mit freundlicher Unterstützung von Dublab.

       https://www.dublab.com/


Der Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. wird gefördert vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.