Veranstaltungsarchiv Thomas Mann House

April 2021

Montag, 29.03.2021

Europeans in Exile: Thomas Mann’s L.A. | Capstone Seminar an der UCLA

Los Angeles

In diesem Spring Quarter bieten das Digital Humanities Department der University of California Los Angeles und das Thomas Mann House ein Seminar über europäisches Exil in Kalifornien an. Es basiert auf der Online-Reihe Mann's L.A. 

Thomas Mann war einer von vielen europäischen Künstlern und Intellektuellen, die Los Angeles in den 1930er und 40er Jahren zu ihrer neuen Heimat machten. Das Seminar beleuchtet Manns Verbindungen zur Stadt und sein Netzwerk von Intellektuellen, mit denen er im Dialog stand, wie den Soziologen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, Schriftstellern wie Christopher Isherwood und Aldous Huxley, den Komponisten Arnold Schoenberg und Igor Stravinsky sowie den Filmemachern Ernst Lubitsch und Jean Renoir.   

Das Seminar wird von Professorin Wendy Perla Kurtz und Anthony Caldwell, Assistant Director des Digital Research Consortium an der UCLA, geleitet und von Nikolai Blaumer, Programmdirektor des Thomas Mann House, sowie Benno Herz, Projekt- und Kommunikationsmanager im Thomas Mann House, angeboten. In Lesungen, Workshops und Diskussionen werden die Studierenden Praktiken der digitalen Geisteswissenschaften mit den inhaltlichen Themen des Kurses verbinden. 

Weitere Informationen: https://dh.ucla.edu/undergradcourses/  


Das Seminar ist eine Kooperation des UCLA Digital Humanities Department und dem Thomas Mann House.


Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. is supported by the German Federal Foreign Office and Federal Government Commissioner for Culture and the Media.

            

 

Freitag, 02.04.2021

Counter-Memories: Virtuelle Dialog-Reihe mit Paul Holdengräber, Viet Thanh Nguyen, Susan Neiman & weiteren Gästen

Online

In den Vereinigten Staaten, in Deutschland und in der ganzen Welt stellen Bürger*Innen tradierte historische Erzählungen in Frage und reflektieren über die Bedeutungen und Auswirkungen öffentlicher Denkmäler. Jüngste Proteste und Interventionen rund um Statuen konföderierter Generäle und Persönlichkeiten wie Kolumbus oder Bismarck, spiegeln die Sehnsucht wider, dominante Geschichte(n) und ihr fortwährendes Vermächtnis in der Gegenwart zu korrigieren und kritisch zu hinterfragen.

Ab dem 12. Oktober 2020 wird die Gesprächsreihe Counter-Memories eine Reihe von internationalen Denkmälern und Erinnerungsorten untersuchen, deren symbolische Bedeutung viel über unser Verhältnis zur Geschichte verrät. Das Thomas Mann House, die Goethe-Institute in Nordamerika und die Onassis Foundation LA werden Künstler*Innen, Aktivist*Innen und Intellektuelle zu bebilderten virtuellen Gesprächen rund zum Thema historisches Gedächtnis zusammenbringen.

Counter-Memories ist eine Kooperation zwischen den Goethe-Instituten Nordamerika, der Onassis Foundation Los Angeles und dem Thomas Mann House in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Shaping the Past".

Dienstag, 20.04.2021

"Last Letters: The Prison Correspondence between Helmut James and Freya von Moltke" – Virtuelle Diskussion mit Johannes & Dorothea von Moltke

Online

Gefängnis Tegel, Berlin, im Herbst 1944. Helmuth James von Moltke wartet auf seinen Prozess wegen seiner führenden Rolle im Kreisauer Kreis, einer der wichtigsten deutschen Widerstandsgruppen gegen die Nazis. Wie durch ein Wunder ist der Gefängniskaplan in Tegel Harald Poelchau, ein Freund und Mitverschwörer von Helmuth und seiner Frau Freya. Von Helmuths Ankunft in Tegel Ende September 1944 bis zum Tag seiner Hinrichtung durch die Nazis am 23. Januar 1945 trug Poelchau täglich Helmuths und Freyas Briefe ins und aus dem Gefängnis und riskierte dabei sein eigenes Leben. Freya bewahrte diese Briefe für den Rest ihres langen Lebens auf.

Dorothea und Johannes von Moltke, die Enkel von Helmuth James von Moltke und seiner Frau Freya, diskutieren ihr 2019 erschienenes Buch Last Letters: The Prison Correspondence Between Helmuth James and Freya von Moltke 1944-45. Das Buch ist ein zutiefst persönlicher Bericht über die Liebe, den Glauben, den Widerstand und den Mut des Paares im Angesicht des Faschismus.

Teilnehmer*innen

Dorothea von Moltke promovierte in deutscher Literatur an der Columbia University. Sie ist Mitinhaberin von Labyrinth Books in Princeton und engagiert sich nachhaltig für soziale Gerechtigkeit, insbesondere durch den Aufbau von Bibliotheken in Gefängnissen in New Jersey und seit kurzem durch das Projekt Princeton Mutual Aid.

Johannes von Moltke erhielt seinen Doktortitel in Literatur von der Duke University. Er ist Professor an der University of Michigan, wo er gemeinsam für Germanistik und Film, TV & Medien berufen ist. Professor von Moltke ist Mitglied der Michigan Society of Fellows, Vizepräsident der American Friends of Marbach und ehemaliger President der German Studies Association. In Michigan war er Organisator des alle zwei Jahre stattfindenden German Film Institute.

Live Online-Webinar am 20. April, 2021 um 02:00 Uhr (MEZ)

Zur Anmeldung.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 


Die Veranstaltung wird präsentiert von der Lecture Series Exile and Resistance des USC Max Kade Instituts in Kooperation mit dem Thomas Mann Haus, dem Goethe Pop Up Seattle, den USC Libraries und der Elliott Bay Book Company.